1/ Gestern bin ich ja auf dem Weg zur Arbeite irgendwie in so eine Blockade von Klimaaktivist*innen geraten. Ich dachte, heute ist bestimmt wieder was und ich bin mal schlauer und fahre einfach früher los. Irgendwann fuhr dann Polizei mit Blaulicht an mir vorbei und ich dachte: Oh, nich schon wieder. Ich bin dann weitergefahren und hörte Unter den Linden eine Demo. Ich wunderte mich: Demo zu nachtschlafender Zeit? Bin aber schnell weiter. Grad noch rechtzeitig dran vorbei. Und dann doch wieder Blockade! Mit nem Transporter und #LockOn.

#LetzteGeneration #Adlon #LNG #GasGipfel

2/ Blockade des Hintereingangs des Adlons durch die #LetzteGeneration.

#Gas #GasGipfel #LNG #Adlon

3/ Also der Reihe nach: Ich fuhr da am Adlon vorbei und mir fiel auf, dass da ein paar Aktivist*innen hinter der Absperrung waren. Ich holte die Kamera raus und begann zu fotografieren. Das #Adlon war bewacht und weder die Security noch die Polizei was amused.

#LNG #WorldLNGSummit #LetzteGeneration

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4/ Nach meinem Kenntnisstand hat eigentlich die gesamte Berliner Polizei Rücken, weshalb sie #Schmerzgriffe einsetzen muss, statt Aktivist*innen zu tragen. So ist jedenfalls immer ihre Aussage. Dieser Polizist war aber total fit oder hat seine Gesundheitsprobleme kurzzeitig vergessen. Er warf jedenfalls mehrere Aktivist*innen und sogar auch einen Security-Mann durch die Gegend.

In der Bildmitte kann man den Mann von 3/ sehen, den er dorthin geworfen hatte.

#Polizeigewalt

5/ Menschlicher Intelligenz und künstlicher Intelligenz passieren mitunter Kategoriesierungsfehler. Der um sich werfende Polizist hielt den Security-Mann vom Adlon, der auf 3/ Aktivist*innen daran hindern wollte, den Eingang zu blockieren, auch für einen Aktivisten und warf ihn kurzerhand auf die anderen drauf. Der Secu fiel ungebremst nach hinten und hätte ihn nicht eine Aktivistin abgefangen, wäre er wohl hinten gegen das Geländer geknallt.

6/ Irrtümlich von Polizisten in eine Gruppe von Aktivist*innen der Letzten Generation geworfener Security-Mitarbeiter des Adlons kehrt zurück zum Eingang. Weitere Aktivistin nutzt die Möglichkeit, die Absperrung zu überwinden. Aktivist*innen sind miteinander verklebt und mit dem Boden. Rechts kleben sich welche an. Blockade des Hotels Adlon während des #WorldLNGSummit im Hotel #Adlon, #Berlin, 10.12.2024

#LetzteGeneration #ZivilerUngehorsam

7/ Aktivist*innen der #LetzteGeneration haben sich an den Händen miteinander verklebt. Polizisten prüfen, ob sich die Hände lösen lassen.

#Adlon #Berlin #WorldLNGSummit

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8/ Ich fotografierte gerade noch ein paar andere Aktivist*innen, die die Tiefgarage blockierten, da kam ein Transporter. Doof für den Fahrer, dachte ich. Knapp zu spät. Bis ich merkte, dass irgendwer am Auto hochkletterte.

7:43:21

#Adlon #LetzteGeneration #WorldLNGSummit

9/ 7:43:30 Alles ging blitzschnell. Aktivist*innen der #LetzteGeneration kletterten auf das Dach des Transporters.

#Adlon #LNG #WorldLNGSummit

10/ Von beiden Seiten des Transporters kletterten sie hoch.

#LetzteGeneration

11/ Polizisten verhindern, dass sich Aktivist*innen der #LetzteGeneration an Transporter ankleben. Zumindest an der einen Seite.

12/ Polizist versucht, Aktivistin der #LetzteGeneration vom Dach des Transporters zu ziehen. Raul Semmler: „Sie dürfen das nicht, das darf nur das Höhenrettungsteam und die ganze Welt schaut zu!“ Der Polizist hat sich dann davon überzeugen lassen. Wer weiß, was sonst noch alles passiert wäre …

War so schon schlimm genug.

13/ Ein kurzer Moment der Freude, dann …

14/ … ging mit äußerster Gewalt die Räumung los.

#Polizeigewalt #LetzteGeneration

15/ Mann mit #FingerLock. Er wollte sich wohl auch am Transporter ankleben.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit

16/ Alle geklebten Aktivist*innen der #LetzteGeneration wurden von der Polizei einfach abgerissen. Ausnahme waren die, die am Transporter dran waren, die wurden gelöst. Ansonsten wurden alle, die am Boden angeklebt waren, abgerissen. Mitunter wurden Aktivist*innen, die miteinander verklebt waren abgerissen, aber die die meisten wurden zu zweit in den Kessel gezerrt bzw. einer mit Schmerzgriffen dazu bewegt, zum Kessel zu laufen, und der andere nebenher geschleift oder getragen.

Hinten #Schmerzgriff gegen Nase.

Solche #Gewalt habe ich noch nie erlebt. Auch am 13.04.2024 nicht und der war schon schlimm.

Ich dokumentiere seit 2022 Aktionen der #LetzteGeneration. Es kam vor, dass die Polizei Menschen, die noch nicht richtig fest waren, abgerissen hat. Aber am 10.12. hat sie einfach alle abgerissen. Die Aktivist*innen haben geschrien. Die ganze Zeit der Räumung über. Schmerzensschreie.

Es war schrecklich. Eine Fotografin neben mir fing an zu weinen. Auch sie hat schon viele Aktionen der LG dokumentiert. Wir waren uns einig, dass das das Schlimmste war, was wir je gesehen hatten. Eine Psychologin vom Awareness-Team meinte, dass ein Tesla-Einsatz noch schlimmer gewesen sei, aber der 10.12. sei bei LG-Aktionen bisher der negative Höhepunkt.

Alle Aktionen der LG, die ich bisher gesehen habe, waren absolut gewaltfrei. Klar, die nerven und gehen immer wieder los, auch wenn sie schon im Polizeikessel waren. Dann werden sie in Handschellen gefesselt, aber sie sind immer gewaltfrei. Ich habe nie etwas anderes gesehen.

Am 10.12. wurde über Gewalt bei Klimaprotesten berichtet, aber es waren mehrere Klimagruppen vor Ort und ich vermute, dass die Gewalt auf der anderen Seite des Adlons passierte, wo #EndeGelände agierte. Ich habe selbst nichts gesehen und in den Medien wurde merkwürdigerweise nichts gezeigt. Keine Bilder. Vielleicht passt es besser, die Gewalt den Orangenen in die Schuhe zu schieben.

#Polizeigewalt

17/ Die am Transporter Geklebten. Auch hier versuchte die Polizei, die einfach auseinanderzureißen, hat es dann aber wohl doch nicht gemacht.

#LetzteGeneration #Polizeigewalt

18/ Person mit Schuhen im Gesicht. Polizei schleift sie am Rucksack davon. Der Helm des Polizisten ist am Gürtel, was die #Gewaltfreiheit der Proteste anzeigt. Blockade des Hotels #Adlon während des World LNG Summit.

Die Bilder sind jetzt hier:

https://www.flickr.com/photos/stefan-mueller-climate/albums/72177720322561147/

#LNG #WorldLNGSummit #LetzteGeneration

2024-12-10 Lastgen Blockade Adlon

Explore this photo album by Stefan Müller (climate stuff, 5 Mio views) on Flickr!

Flickr

19/ Aktivist*innen und Security fassen sich an den Händen. Die einen sind miteinander verklebt, die anderen nicht. Die einen ließen sich dann wieder los, fanden es wohl doch nicht so gut. Die anderen waren verklebt, bis dass das Schicksal (bzw. die Polizei) sie wieder auseinanderriß.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #Gas

20/ Polizist prüft, ob Aktivist geklebt ist.

Später wurde er dann dennoch abgerissen.

#LetzteGeneration #WorldLNGSummit #Adlon

21/ Und Sie sind wirklich angeklebt?

Der blaue Schimmer kommt von den Rundumleuchten der Polizeiautos.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

22/ Aktivistin der Letzten Generation wird von Polizei abgeführt. Sie schreit vor Schmerzen.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG #Polizeigewalt .

23/ In den Einstellungen könnt Ihr einstellen, dass auch Medien mit Inhaltswarnung immer angezeigt werden. Falls Ihr das wollt …

24/ Moment, das waren doch die, wo der eine bei 20/ angeklebt war.

Man sieht die verklebten Hände und der vordere Aktivist schreit vor Schmerz.

Leider nicht ganz scharf, aber es war früh am Morgen. ISO 25.600 f4,0 1/125sec passt nicht so ganz zu action.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG #Polizeigewalt .

25/ Blockade des Hotels Adlon durch die #LetzteGeneration. Im Hintergrund sieht man Security, die vor der Einfahrt steht. Ich weiß nicht, ob das Security des Adlons war oder Security von Besuchern des #WorldLNGSummit, die mal gucken wollten, wie man in Demokratien mit der Opposition umgeht.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

26/ #Beugehebel

Hier sieht man auch die Polizeikamera. Es wird immer alles gefilmt. Wenn man nicht erkannt werden will, muss man sich eine Atemschutzmaske aufsetzen, wie das die Menschen von #EndeGelände tun. Die #LetzteGeneration agiert aber bewusst offen.

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

27/ Schmerzgriff gegen die Nase von Theo Schnarr, Aktivst der #LetzteGeneration

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

28/ Ihr könnt ja mal probieren, wie weit Ihr Euer Handgelenk beugen könnt.

Meins geht in beide Richtungen 90°. Ich weiß, dass es anatomische Varianten gibt, aber das hier scheint mir doch extrem zu sein.

#Polizeigewalt

#LetzteGeneration #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

29/ Beugehebel und #Schmerzgriff gegen die #Nase bei Aktivisten der Letzten Generation. An den Händen mit laufendem Aktivisten zusammengeklebter Aktivist wird hinterhergeschleift. Polizist hat Helm am Gürtel, was von der Gewaltfreiheit der Aktivist*innen zeugt. Blockade des Hotels #Adlon, in dem der #WorldLNGSummit stattfand. #Polizeigewalt #LetzteGeneration

30/ Carla Hinrichs mit Beugehebel. Man sieht, dass sie mit Kim Schulz und Simon Schwan verklebt ist.

Polizist hat Helm an der Jacke, nicht auf dem Kopf, was die #Gewaltfreiheit des Protests zeigt.

#Polizeigewalt

31/ Mensch, jetzt gibt es die #LetzteGeneration gar nicht mehr und ich bin noch nicht mal mit den Bildern fertig. Nun ja, von Lützerath habe ich ja auch noch Bilder, die ich mal sortieren muss …

Carla Hinrichs mit Beugehebel und Kim Schulz wird am Boden geschleift. Die beiden sind an den Händen verklebt. Durch die Position von Schulz werden die verklebten Hände verdreht.

#Polizeigewalt #Adlon #WorldLNGSummit #LNG .

@stefanmuelller
Das Bild zeigt wieder sehr deutlich, daß die #Schmerzgriffe nicht das Ziel haben, die Aktivist*innen zu bestimmten Handlungen zu bewegen. Wegschleifen wäre/ist ohne #Schmerzgriff möglich, einfacher und sicherer. Und schmerzfrei.
@stefanmuelller
Wie toll und stark sie sich dabei auch noch fühlen. Ekelhafte Folterknechte.

@stefanmuelller dass @AufstandLastGen nicht kapieren dass #Polizei eben nicht "#FreundUndHelfer" ist wundert mich...

@stefanmuelller

Bei den Bildern überlege ich mir doch ernsthaft mir auf meine alten Tage noch ein #acab-T-Shirt zu kaufen. 🥴

@stefanmuelller

In 1/ schreibst du selbst, dass du "in so eine Blockade von Klimaaktivist*innen geraten" bist.

in 2/ "Blockade des Hintereingangs".

Am Tag zuvor habe ich ein aktuelles Bild meiner ehemaligen Schule gesehen. Die hat jetzt am Ende des Gebäudes ein zweites Treppenhaus bekommen: eine Außentreppe mit Wanddurchbrüchen in allen Etagen. Offenbar aus Gründen des Brandschutzes (!).

Insofern, war meine erste Reaktion bei 2/: Eingänge sind ja in der Regel auch Ausgänge. Und es stimmt natürlich, dass viele Brandschutzwege verbaut oder gar verschlossen sind, und das oftmals erst thematisiert wird, wenn viele Menschen deshalb verbrannt sind.

Man muss der Polizei aber nicht unbedingt einen Vorwurf machen, wenn sie es nicht so weit kommen lässt.

Und natürlich ist das von der LG auch Gewalt, wenn sie es durch ihr Verhalten schafft, dass Menschen nicht das tun können, was sie eigentlich wollen, sondern durch die LG daran gehindert werden.

Gewalt als "rohe, körperliche, rücksichtslos und handgreiflich ausgeübte o. ä. Kraft; rücksichtslose Anwendung roher, körperlicher Kraft" ist nur eine Bedeutung von mehreren.

Wenn es sich nicht um körperliche Gewalt handelt, heißt das nicht, dass es gar keine Gewalt mehr ist. Von solchen Spitzfindigkeiten wie passiver körperlicher Gewalt durch Anketten und Ankleben und der dadurch notwendigen Gegenkraft zur Überwindung mal abgesehen.

-> Es ist ein erheblicher Unterschied, ob man eine Straße blockiert oder ein Gebäude. Auch, ob es ein leeres oder ein volles ist. Ob man Menschen am Betreten oder am Verlassen hindert. Da muss man kein Einstein sein.

Wie das im konkreten Fall war, weiß ich nicht. Aber die Assoziationen, die jedenfalls bei mir ausgelöst werden, sind jedenfalls wieder "katastrophal" bezüglich des Anliegens der LG.

Wenn früher irgendwo ein Castor-Transport blockiert wurde oder Greenpeace spektakuläre Aktionen gemacht hat und ich davon in den Nachrichten gehört habe, hat das bei mir nicht solche gemischten Gefühle ausgelöst. Die LG hat es geschafft, dass "Blockade durch die LG" erstmal negativ besetzt ist. Und sie scheinen hier wieder einen drauf gesetzt zu haben...

@peer @stefanmuelller Sitzende Aktivisten sollen "mit Gewalt" Leute an Betreten des Adlon gehindert haben? Wir bitte sollen sie das gemacht haben? Mit dem Bösen Blick vielleicht?
Ach nee, mit einer völlig überdrehten Polizeiaktion.
Da wird der Gewaltbegriff aber ganz schön heftig gedehnt.

@Daseinsappeal

"Sitzende Aktivisten sollen "mit Gewalt" Leute an Betreten des Adlon gehindert haben? Wir bitte sollen sie das gemacht haben? Mit dem Bösen Blick vielleicht?"

Ja, und? Wurden Menschen am Passieren des Ein- bzw. Ausgangs gehindert oder nicht? Durch die Aktivisten? Vor mir aus muss man das nicht "Gewalt" nennen, der Trend geht aber eindeutig dahin!

Und egal, ob man das "Gewalt" nennt oder nicht, stellt sich immer noch die Frage, wie man mit dem "Problem" umgeht.

Wenn das "Problem" nur eine (politische) Demonstration darstellt, ergeben sich anderen Lösungen, als wenn es sich um die Blockade von Straßen, insbesondere mit ÖPNV-Linien, oder gar Fluchtwegen handelt.

In seiner aktuellen Spiegel-Kolumne schreibt der ehemalige BGH-Richter Fischer, dessen Name auf Grund seines StGB-Kommentars vermutlich in jedem LG-Urteil mehrfach zitiert wird, zum aktuellen Entwurf des Gewalthilfegesetz:

"Zentraler Begriff des Vorhabens ist der der »Gewalt«. Das Wort hatte in der Kommunikationsgeschichte eine Vielzahl von Bedeutungen. Hier und heute wird, meist ohne dass das Problem erkannt wird, über einen neuen Begriffsinhalt gestritten: Unter »Gewalt« wird nicht mehr allein der Zugriff auf den (physischen) Körper verstanden, sondern auch psychische Einwirkungen (Drohungen, Beleidigungen) sowie die Einschränkung der »Freiheit« des anderen. Der Begriff der Freiheitsbeschränkung wiederum hat gleichfalls seinen Inhalt geändert und wird nunmehr als »Behelligung von Identität« verstanden.
Das hat Voraussetzungen, Bedeutungen und Folgen. Deshalb darf man nicht einfach unreflektierte Bedeutungsänderungen in überkommene Bedeutungsstrukturen einfügen. Banal: Wenn vor 30 Jahren niemand auf die Idee gekommen wäre, verbale Beleidigungen als »Gewalt« zu bezeichnen, und dasselbe Verhalten heute als »psychische Gewalt« oder »digitale Gewalt« registriert wird, bedeutet das nicht, dass »die Gewalt« tatsächlich zugenommen hat, sondern nur, dass das Verständnis des Begriffs sich verändert hat."
https://www.spiegel.de/kultur/lagebericht-geschlechtsspezifisch-gegen-frauen-gerichtete-straftaten-kolumne-a-01bc8ccb-93b1-4fed-94b3-8d9b10b319a4

@stefanmuelller

Statistik zu Gewalttaten gegen Frauen: Alarmismus schadet am Ende den Opfern

Das Bundeskriminalamt hat ein »Lagebild« zu »Geschlechtsspezifisch gegen Frauen gerichtete Straftaten« veröffentlicht. Dann wurde es fehlinterpretiert und politisch instrumentalisiert.

DER SPIEGEL

Ach @peer, wenn es gebrannt hätte oder jemand den Feueralarm ausgelöst hätte, wären die nicht geklebten beiseite gegangen und über die anderen hätte man einfach drübersteigen können.

Es war, soweit ich das sehen konnte, einer an den Boden geklebt und dann einer oder zwei an den am Boden klebenden. Damit kann die ganze Gruppe wegschwenken. Habe ich bei Straßenblockaden auch schon gesehen.

Die Tiefgarage hatte eine Einfahrt und eine Ausfahrt und im Notfall wäre die Ausfahrt frei gewesen und auch als Einfahrt benutzbar.

Also: KEIN Problem.

Und! Und jetzt kommt der Witz: Wie die Aktion gezeigt hat, wären die sogar abreißbar, wenn das aus irgendwelchen Gründen erforderlich gewesen wäre.

@stefanmuelller

Ich bin weder der Strategie- noch der PR-Berater der LG.

Wofür soll deine Argumentation gut sein? Dass die Polizei so nicht hätte reagieren *müssen*, *sollen* oder *dürfen*?

Für meinen Geschmack ist es ausgesprochen "dämlich", sich mit seinen Aktionen so angreifbar und diskreditierbar zu machen.

Im Übrigen finde ich es erstaunlich, wie leicht du das einfach wegwischst. Also nicht, dass aktuell gar kein Notfall vorlag, sondern dass im Notfall alles ganz easy abläuft und die Leute einfach ruhig un gesittet über andere hätten drüber steigen können. Wieviel Leute sind in so einem Hotel. Wieviel Menschen braucht es, um Menschen tot zu trampeln?
Die Polizei ist ja nicht nur dazu da, Menschen zu schützen, gegen die demonstriert wird...

Ein Teil der Aktionen, zumindest unausgesprochen, ist ja auch eine Art "Machtdemonstration" bzw. Klärung oder Fortentwicklung des Demonstrationsrechts: haben keine körperliche Gewalt ausübende Demonstranten [=Blockierer] das Recht bzw. die Polizeit die Pflicht, die Blockierenden schmerzfrei wegzutragen.

Durch solche Aktionen macht man es den Gerichten sehr einfach zu sagen: nein.

@stefanmuelller
Apropos Gewalt:

Dass die Polizisten sorglos ohne Helme agieren können, ist nicht ihre Entscheidung, sondern die der Aktivist:innen.

@steve Ah, das ist ein guter Punkt!

Ich habe mich immer gefragt, wie ich denn die ABWESENHEIT von #Gewalt zeigen kann. Aber dafür gibt es Marker. Sehr schön. Vielen Dank!

@stefanmuelller

Seit #Klimakrise und dessen Bekämpfung nicht mehr prominent in der Nachrichten vorkommen ( #verdrängung ) gibt es immer mehr Gewalt gegen Klimaaktivist*Innen.

Weil Menschen sich immer weniger mit denen identifizieren, die für unser aller #Überleben kämpfen.

Eine extrem problematische Entwicklung.

@viktorli

Ich denke, dass diese Einschätzung für Berlin nicht zutrifft. Am Montag habe ich Proteste vor dem #Adlon fotografiert.

Die Polizei hat extrem soft agiert. Es gab keine #Polizeigewalt. Keine #Schmerzgriffe. So war das eigentlich bei allen Aktionen, die ich seit dem 13.04. dokumentiert habe. Mit wenigen Ausnahmen, die sich als Fehleinschätzungen einzelner Polizisten erklären lassen.

Am 10.12. war die Lage unübersichtlich, weil es gleichzeitig noch Aktionen von #EndeGelände auf der anderen Seite des Hotels gab. Ich vermute, dass deshalb der Adrenalin-Spiegel der Polizist*innen hoch war. Bei einem professionellen Einsatz darf das trotzdem nicht passieren.

@stefanmuelller

Ich hoffe sehr, dass du Recht hast und meine Einschätzung nur auf unvollständiger Beobachtung beruht. Es würde mich freuen.

@viktorli

Ich auch und mich auch. Ich werde auf jeden Fall einen zweiten Brief an unsere Innensenatorin schreiben.

Das war der erste:

https://hot-climate-topics.net/2024/04/24/versammlungsrecht-pressefreiheit-und-polizeigewalt/

Offener Brief an Innensenatorin: Versammlungsrecht, Pressefreiheit, Polizeigewalt und Folter

Sehr geehrte Innenministerin von Berlin, sehr geehrte Frau Spranger, Ich wende mich in diesem öffentlichen Brief direkt an Sie, weil ich in großer Sorge bin. Ich bin nebenberuflich Pressefotograf und arbeite seit 2019 an einer Dokumentation der Klimabewegung ich habe … Weiterlesen →

Hot climate topics
@stefanmuelller @viktorli wat hat der adrenalinspiegel hoch zu sein bei leuten die auf dem boden festgeklebt sind? soweit ich weiss sind das alles kinder die noch an den rechtsstaat und die vernunft der politik glauben, die polizisten müssten die ganze zeit am heulen vor lachen sein.

@ElGrossKotzo

Die LG ist wohl die diverseste Klimagruppe. Da sind Menschen von 16 bis 86 dabei. Auch auf den Bildern vom Adlon sind alte Menschen zu sehen. Ein paar sind schon da, andere kommen noch. Das mit den „jungen Leuten“ ist ein hartnäckiges Klischee, das immer wieder verbreitet wird. Dabei sind bei den Pressekonferenzen auch Menschen dabei die 56, 66 oder Ü70 sind. Guck mal in den bei mir verlinkten Flickr-Account.

@viktorli

@stefanmuelller @viktorli ich war bei diversen onboardings, die sind alle jung gewesen und hatten keine antwort auf die frage wie lange sie ohne ergebnis protestieren wollen bis sie die strategie ändern.

@ElGrossKotzo

Das sind Portraits von Menschen, die ich gemacht habe:

https://www.flickr.com/photos/stefan-mueller-climate/albums/72177720300334268/

Das ist eine Pressekonferenz:

https://www.flickr.com/photos/stefan-mueller-climate/albums/72177720311043370/

Verschiedene Berufsgruppen, verschiedene Alter.

@viktorli

LastGen Portraits (alle)

Explore this photo album by Stefan Müller (climate stuff, 5 Mio views) on Flickr!

Flickr
@stefanmuelller @viktorli vom ersten link hat nich einer graue haare? keiner über 30?

@ElGrossKotzo

Das sind mehrere Seiten und da sind Leute mit grauen Haaren und Ü60 dabei. In den Bildbeschreibungen steht das Alter und Beruf, wenn die Porträtierten das angeben wollten.