@hiker @sixtus Die Sprawl-Lebensweise ist aber tatsächlich teil des Problems. Siehe mal:
https://www.youtube.com/watch?v=s5QJwsvWXJE
https://cayimby.org/blog/sprawl-costs-the-u-s-1-trillion-every-year/
Wohn wo du willst, nur verlang nicht auch noch Subventionen dafür!
@Duckhammer @CGdoppelpunkt @sixtus
In der Stadt hat man dafür einen erhöhten finanziellen Aufwand fürs Wohnen. Das wird aber nicht subventioniert 🤷🏽♀️
@oekotrulla @sixtus @Duckhammer
Exactly. Mit dem Auto rumgurken wird subventioniert. So zu wohnen, dass man das vermeidet, jedoch nicht.
@oekotrulla das Problem ist, dass prinzipiell und volkswirtschaftlich das Wohnen in der Stadt deutlich billiger sein müsste, da es hierfür extrem viel weniger Ressourcen (Fläche, Infrastruktur, Mobilität, …) benötigt werden.
Wir haben nur dem #Kapitalismus erlaubt, das ins Gegenteil zu verkehren und bezahlen jetzt alle in Form von teuren Stadtwohnungen und Infrastruktur-Sprawl ins Ländliche mit all seinen negativen Folgen.
Auf dem Dorf ist andersrum auch vieles billiger. Wohnraum zum Beispiel.
Zahlt mir jemand Subventionen dafür, dass ich eine teure Wohnung in der Stadt unterhalt und somit auf dem Weg zur Arbeit weder ÖPNV noch Autostraßen belaste? Nein. Müsste aber, nach deiner Logik.
Er kann ja in seinem VW-Bus auf einem der subventionierten Parkplätze pennen.
Offenbar gibt es beide use cases.
@Duckhammer @sixtus Nein. Der Punkt ist der, wenn man sich einmal mit Verkehrsströmen und dem Potential von Massentransportmitteln beschäftigt, dann erkennt man schnell, wie gerade eine ordentliche Dichte eine hohe Leistungsfähigkeit des ÖPNV ermöglicht.
Der "schlechte ÖPNV auf dem Land" ist auch ein Ergebnis von Zersiedelung nicht NUR von Menschen und Wohnraum, sondern auch wie Gewerbeflächen seit Jahrzehnten fast nur noch "Auto first" geplant wurden.
Zersiedelung? Da wo ich her komme da gibt es die Dörfer so lange, da gab es noch keine Autos. Als ich zur Schule gegangen bin, gab es auch noch einen ÖPNV. Heute wohnen mehr Menschen auf dem Dorf, der ÖPNV ist aber richitg schlecht geworden. Und es sind keine neuen Straßen oder so entstanden. Das ist in der ganzen Gegend so. Da ist nichts zersiedelt worden. Der ÖPNV wurde einfach zusammen gespart.
@sixtus Erst Lebensentscheidung treffen, die nur mit Auto funktioniert. Und dann rumnölen, wenn man den Spiegel hochhält.
Und es sind viele solcher Entscheidungen, die getroffen werden unter der selbstverständlichen Annahme, das private KFZ verfügbar sind. Welche Hobbys, welche Schulen für die Kids, welche Hobbys und Vereine für die Kids, inkl. Mutti-Taxi.
Diese speziellen Menschen nennt man Deutsche.
@sixtus spezielle Spezialisten.
@sixtus
Das eine ist, dass Wohnen inzwischen einfach teuer ist. Ein Haus auf dem Land ist da immerhin noch in besserer Erwartung an die Zeit, die man aus Geldmangel ohnehin zu Hause verbringt.
Das andere ist, dass heute kein (kaum ein) Job mehr so lange hält, dass man nicht pendeln muss, um den nächsten zu erreichen. Finde Wohnungen und finanziere den Umzug... für wie lange?
Subventioniert ist nur verschoben. Am Ende zahlen wir es doch selbst.