Monopolkommission: Warum die Bahn zerschlagen werden sollte

Verspätungen, endlose Baustellen, unzufriedene Fahrgäste, ein marodes Netz: All diese Probleme ließen sich laut dem neuen Chef der Monopolkommission durch eine Zerschlagung des Bahn-Konzerns lösen.

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#Bahn #Zerschlagung #Pünktlichkeit #Privatisierung #Monopolkommission

Monopolkommission: Warum die Bahn zerschlagen werden sollte

Verspätungen, endlose Baustellen, unzufriedene Fahrgäste, ein marodes Netz: All diese Probleme ließen sich laut dem neuen Chef der Monopolkommission durch eine Zerschlagung des Bahn-Konzerns lösen.

tagesschau.de
@tagesschau
Klar. Noch mehr Bürokratie und Reibungen zwischen vielen kleinen Firmen werden garantiert Besserung bringen.
Bevor man endlich mal genug Geld in Schienen, Züge, Technik und Personal investiert, macht man lieber 100 Firmen mit hohem "Eigen"kapital (das eigentlich dem Staat, also uns gehört) und unsinnigen Gewinnvorschriften auf.

Was die Manager-Boni angeht bin ich aber bei ihm.
@mort @tagesschau liiiees doch den artikel erstmal und nicht nur die Überschrift.

@markus @tagesschau @mort Der Artikel unterscheidet da halt auch nicht und wirft alle "Zerschlagen"-Forderungen in einen Topf

> "Ziel sollte es danach sein, die Betreiber und die Nutzer der Infrastruktur voneinander zu trennen."

Also DB Infra auf der einen Seite, kleine/lokale Unternehmen mit Zügen auf der anderen Seite als ganz klar gewünschtes Ergebnis.

Viele lokale Monopole halt und ein deutschlandweites um die Sache abzurunden.

So als Bus: Verkehrsverbünde und Straßen in Staatlicher Hand

@drazraeltod @[email protected] @tagesschau
Selbst
wenn wir statt lokaler Monopole echten Wettbewerb bei den Zugführern einführen: Was soll der im Fall der Bahn helfen? Wo wann welche Züge fahren (können) muss weiter zentral entschieden werden, weil die halt nicht wie Busse oder LKW auf Wegen fahren, von denen es massenhaft gibt und auf denen man problemlos selbst ausweichen kann (wenn man nicht mitten im Stau steckt).
Am Ende schieben dann Infra, Fahrtmanagement und Fahr-Anbieter alles gegenseitig aufeinander.

@mort machen wir aus dem großen, lokalen Monopol dann halt viele kleine, lokale Monopole?

funktionieren besser miteinander?

Siehe die bestehenden lokalbahnen wie Trilex, mitteldeutsche Regiobahn, Erzgebirgsbahn, …

Alles Unternehmen mit denen man oft mehr Probleme hat als mit der DB selbst. (Wofür die Unternehmen oft nicht mal was können, aber was bringt das den Kunden?)

*seufz*

Infrastruktur ist Infrastruktur und funktioniert nicht marktwirtschaftlich. Wusste Hayek schon. Wird ignoriert.

@drazraeltod @mort Lies. Doch. Mal. Den. Artikel.

@markus mach doch selber!

Ich tat dies bereits, so what?

@tagesschau oh nööö bidde nich. Also erstens verstehe ich nicht, wie eine Zerschlagung der Bahn magisch zu weniger Verspätungen führen soll, wenn diese hauptsächlich durch die jahrzehntelang kaputtgesparte Infrastruktur zustande kommt. Das repariert man nur mit Geld.

Zweitens: schaut man rüber nach GB, scheint die Bilanz der dort erfolgten Privatisierung ... mittelmäßig zu sein: https://en.wikipedia.org/wiki/Impact_of_the_privatisation_of_British_Rail

Drittens: CH und AT, unsere Vorbilder, geben einfach mehr Geld aus. So einfach ist das.

Impact of the privatisation of British Rail - Wikipedia

@tagesschau aber ja, die Vorstandsgehälter an Pünktlichkeitsziele zu knüpfen ist natürlich eine sympathische Idee :)
@tagesschau Wie ich ja schon einmal sagte: Man muss die Bahn der Bahn wegnehmen ...
@tagesschau bin sofort dafür wenn man die Fahrtzeiten für alle Züge an 1 Ort findet. Und das 49 Euro Ticket für alle Züge gilt.

@tagesschau Gut das die Leute von der Monopolkommission keine Bahnexperten sind und man nicht auf sie hört.

Hoff ich zumindest....

@tagesschau nein, das ist der falsche Weg.
Wir brauchen die Bahn als Teil der Daseinsfürsorge wieder vollständig in staatlicher Hand, und mit viel weniger Bürokratischem Irrsinn und ohne den Zwang Gewinne oder Dividenden zu erwirtschaften.
@tagesschau In erster Linie sollte man die Chefetage vom Konzern abspalten. Diese Flop-Manager haben ja erst für die Misere gesorgt - mit Hilfe der ReGIERungen der vergangenen Jahrzehnte. 🤮
@tagesschau Vielleicht sitzen in dieser "Monopolkommission" einfach nur BWLer, die von Tuten und Blasen nichts verstanden haben? Vielleicht sollte man BWL einfach mal vom Lehrplan nehmen und die Menschen lernen wieder mit dem Leben klarzukommen?

Genau das habe ich befüchtet, als ich zum #Bahn-Bashing geschrieben habe, die derzeit berechtigte Kritik würde irgendwann gegen die Bahnkunden selbst arbeiten!

Nachdem die #DeutscheBahnAG seit der Regierung #Kohl I. vor 40 Jahren mit Hilfe von #CDU #CSU und #FDP filetiert, ausgemergelt und kaputt gespart wurde – Stichwort #Liberalisierung der Schiene – kommt jetzt eine Monopolkommission und führt den letzten Schlag aus, wohlwollend begleitet von einer Cuadrilla aus Wirtschaftsredaktionen des Öffentlich Rechtlichen Rundfunk #ÖRR , konservativen und rechten Parteien, Wirtschaftsberatern, etc. .

Diese Form der Attacken ist aus dem Spanischen Stierkampf bestens bekannt, wo zuerst Dritte mit kleineren Attacken, den Tercios, die Kraft des Tieres schwächen, bis zum Schluss der Matador mit der Estocada den finalen Stoß ausführt, der zum Tode führt. Um nichts anderes geht es hier! Zugunsten der Automobilindustrie.

Es ist zum Fremdschämen wie unverblümt dieser Verkehrsminister #Wissing, die #FDP , das @bmdv und #Bahnvorstand diese Errungenschaft des Gemeinwohls zerstören. Sie haben in der vergangenen Legislatur mehr "Verspätungen, endlose Baustellen, unzufriedene Fahrgäste und marodes Netz" produziert, als in den vergangenen 40 Jahren zuvor, um die öffentliche Meinung platt zu klopfen und die Bahn zerschlagen zu können!

(Aber wer den Artikel der Tagesschau genau liest, stellt fest, das ist eine Partikularmeinung von Prof. Duso und kein Arbeitsergebnis der #Monopolkommission #Bahn. Auch diese Form des Headline-Journalismus passt in die ganze Liberalisierungsdebatte!)

@amoni @bmdv
Ach, die Monopolkommission macht das seit Jahren. Ist ja fast ihr Auftrag, das zu fordern. Nichts Neues, kaum Aufregung wert.

@amoni @bmdv Übrigens ist der integrierte Konzern woanders schnell dabei, Abtrennung der Infra zu fordern.

https://x.com/AfraRail/status/1843597916864389528?t=lkMtE2OvCsC0tl8_pLUEpQ&s=19

AFRA (@AfraRail) on X

« Seul une sortie du gestionnaire d’infrastructure du groupe ferroviaire historique peut garantir sa totale indépendance ! » Alexandre Gallo, Président de l’AFRA et Président-directeur général de DB Cargo France #colloqueAFRA

X (formerly Twitter)

@tagesschau "Warum die Bahn zerschlagen werden sollte"

Kaputtes wird durch Zerschlagen selten besser. Das Problem der Bahn liegt woanders: "Die Bahn ist zuständig für den Erhalt ihrer Strecken. Wenn etwas komplett kaputt ist, zahlt der Bund ... Die Bahn übernimmt für diese Arbeiten die Planungsaufsicht und bekommt dafür 18 bis 20 Prozent der Bausumme. Das Unternehmen hat also zwei Interessen: Dass die eigene Infrastruktur kaputtgeht und dass der Neubau viel kostet." (Arno Luik, Fokus, 26.7.24)

@tagesschau „All diese Probleme ließen sich durch eine Zerschlagung (...) lösen.“

Zerschlagung, die Wunderpille. Mag sein, dass eine Aufteilung sinnvoll ist, aber: „alle Probleme lösen“? Wie unseriös darf man als Chef der Monopolkommission sein?