Fragen zu #Appzwang beim #Deutschlandsemesterticket & kafkaesker #Realpolitik:

Bin ja gerade (weil ich nicht den Google-Play-Store nutze & mir laut #Verkehrsverbund deshalb kein #Semesterticket zusteht, für das ich aber bezahlt habe) im Gespräch über vermeintliche technische Notwendigkeiten, die als angebliche Argumente für die App vorgebracht werden:

Stichwort #Fälschungssicherheit:

Inwiefern ist ein #Dticket-QR-Code aus einer #App sicherer, als ein QR-Code auf Papier oder als Screenshot?

Ist es nicht so, dass 1 #FDP-Ministerium kindisch kafkaeske Vorgaben für #digitales #Deutschlandticket machte & #Verkehrsverbünde jetzt noch krasser manche Menschen von Nutzung bezahlter Tickets via #Appzwang ausschließen wollen? Warum #Mobilität & #Teilhabe an der #Gesellschaft durch #Appzwang erschweren, wenn Papier/Screenshot QR-Code selbe #Daten drin hätte?

"Es sollte schnell gehen, deshalb ist das beim #Semesterticket jetzt so wie beim #Deutschlandticket" ist ein vorgebrachtes Argument.

#Semesterticket ist 1 Ticket nach dem #Solidarprinzip. Haben nicht alle Bezahlenden Recht auf nutzbare #Fahrkahrte + öffentlich nachlesbare Beschreibung, wie sie zu erlangen ist?

Darf 1 #Verkehrsverbund wie #OWLverkehr aus betriebswirtschaftlichen Gründen sagen: "Ich biete nur die #App an. Wenn ihr Problem damit habt, mailt dem (nicht erreichbaren, ehrenamtlichen) #Asta" oder verstößt das möglicherweise gegen Kund*innenrechte?

Es ist ja keine Pflicht, Handy mit Playstore zu haben, oder?

@apgw Nach dem #aequivalenzprinzip muss dem Beitrag eine Moeglichkeit der Inanspruchnahme gegenueberstehen. Wenn ein Teil der Studierenden diese Moeglichkeit nicht erhalten sollen, sollte von ihnen auch kein Beitrag erhoben werden.

Wenn man zuerst Kunde bei einem Drittstaatenunternehmen (wie im Falle des #playstore) werden muss, um die Leistung in Anspruch zu nehmen, reicht das womoeglich nicht aus. Studierende bezahlen den Beitrag ja an eine oeffentlich-rechtliche Stelle in Deutschland, demgegenueber waere im Schadensfall eine Rechtedurchsetzung gegenueber einem Drittstaatenunternehmen wie Google unverhaeltnismaessig teuer.

Vielleicht hilft es, die Beteiligten einmal auf die vielen anderen Hochschulen hinzuweisen, die bereits Loesungen fuer Studierende ohne Drittstaatenvertraege gefunden haben, z.B. per Chipkarte oder PKPass-Datei.

@apgw Ein Fehlverhalten sehe ich in dem Fall allerdings eher beim #asta, wenn dieser die Beitraege erhebt und damit auch die Verantwortung uebernommen hat, die vorzugslastenrechtliche Gegenleistung zu erbringen. Dieser haette einen Vertrag mit einem Verkehrsunternehmen schliessen sollen, das bereit ist, allen Studierenden gegenueber die Leistung zu erbringen. Wie man beim Semesterticket-Upgrade in #bremen sehen konnte, ist das nicht immer das vor Ort taetige Unternehmen.

Natuerlich sollte man erwarten, dass mittelfristig auch das Verkehrsunternehmen ein Interesse hat, alle Studierenden zu bedienen, wenn ihm sonst voluminoese Vertraege entgehen, weil dem #asta sonst Rueckforderungen von ausgegrenzten Studierenden drohen.