Julian Assange ist frei - ein guter Tag für den Journalismus? Leider nein, wie ich finde: "Assange wurde für Handlungen verfolgt, die zum Kern journalistischer Arbeit gehören: Missstände aufdecken und Geheimnisse enthüllen, an denen ein öffentliches Interesse besteht. Dass genau dies nun dem Spionagegesetz unterliegen soll, schafft einen gefährlichen Präzedenzfall, ein Dammbruch mit unabsehbaren Folgen."
https://www.radioeins.de/programm/sendungen/modo1619/wissen_denken_meinen/lorenz-meyer-wikileaks-julian-assange-freiheit.html
Julian Assange ist frei - ein guter Tag für den Journalismus?

WikiLeaks-Gründer und Whistleblower Julian Assange hat sich mit der US-Justiz auf einen Deal geeinigt, der ihm die Freiheit sichern soll. Er soll sich dafür teilweise schuldig bekennen. Assange ist jetzt auf dem Weg auf eine Insel im Pazifik (US-Außengebiet), um diese Abmachung rechtsgültig zu machen. Danach wird er in Australien erwartet. Ist das ein guter Tag für den Journalismus?

@LorenzMeyer Also so ganz ohne bias ist er nicht…
@LorenzMeyer Assange war und ist kein Journalist. Er hat immer nur an sein Ego gedacht. Snowden ist auch kein Journalist, aber war sehr sensibel mit Daten. Diese Gleichsetzung mit Journalismus hilft uns nicht weiter!

@kielkontrovers @LorenzMeyer Ego ist überhaupt kein Ausschlusskriterium für Journalisten. Das ist kein geschützter Begriff und es geht hier nicht um Identität, sondern um Handeln.

Lorenz Meyer bezeichnet Assange nicht als Journalisten, sondern sagt, dass er für journalistische Handlungen verfolgt werde.

Wenn Leute (wie du) denken es wäre okay journalistische Handlungen einzuschränken, weil ihnen der Mensch nicht passt, dann ist das kurzsichtig und unterstützt faschistische Argumentationen.

@LorenzMeyer was ich so heute gelesen habe, scheint sein journalistisches vorgehen auch ethisch eher fragwürdig gewesen zu sein, gezielt junge angestellte zum "whistleblowing" zu "beschwatzen", denen nicht klar ist dass sie sich damit ihre gesamte karriere torpedieren können.

@Flyingmana @LorenzMeyer Dafür wurde er nicht angeklagt. Wieso sträubst du dich so dagegen, das als Angriff auf die Pressefreiheit uneingeschränkt stehenzulassen? Brauchst du das für dich, dass du dir einredest, es trifft dich nicht und es trifft nicht die Menschen, die für dich guten Journalismus machen, sondern es trifft einen unbeliebten Menschen? Wobei das "es" laut UN-Sonderberichterstatter für Folter für psychische Folter und Justizwillkür steht.

https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/assange-uno-sonderberichterstatter-psychische-folter-melzer-wikileaks-auslieferung-usa-isolationshaft/

UNO-Berichterstatter: Assange systematisch gefoltert

Laut UN-Folterberichterstatter wurde Wikileaks-Gründer Assange systematisch psychisch gefoltert. Einzelheiten hat er jetzt in einem Buch veröffentlicht.

Legal Tribune Online

@skaphle @LorenzMeyer weil die kombination gezielt auf die schwächsten glieder eines einzelnen Staates sich zu fokussieren, dann Material größtenteils zu veröffentlichen ohne unschuldige zu beschützen,auf der anderen Seite wohl gezielt Leaks ablehnt die einen bestimmten anderen Staat betreffen.

Es gibt bereits viele die ungerecht für ihre Journalistische Tätigkeit angegriffen werden,während andere Journalismus als schutzschild für manipulation verwenden.
Man sollte gut wählen wen man verteidigt

@LorenzMeyer
Ich finde richtig, dass er jetzt frei kommt, aber in seinem Handeln gibt einiges, was zu verurteilen ist (mindestens moralisch, vermutlich auch rechtlich).
Er hat riesige Datensätze zu Themen mit enormen öffentlichen Interesse veröffentlicht, aber dabei keiner Anstände gemacht, Persöhnlichkeitsrechte zu schützen. Das war mehr ein Data-dump als Journalismus. Wer solche Informationen in den Händen hält, hat eine riesige Verantwortung wie damit umgegangen wird.

@LorenzMeyer

Trotz #Spionagegesetz muss man natürlich weiterhin #Staatsverbrechen #aufklären - nur müssen die #Whistleblower und #Investigativjournalisten besser #anonymisiert und #geschützt werden vor dem unberechtigten staatlichen #Zugriff krimineller #Geheimdienste und #Organisationen. Die demokratischen #Selbstreinigungskräfte vieler #Staaten haben da kläglich versagt.
Das muss die #Zivilgesellschaft dann wieder ausbaden und richten. Und ich spreche nur von den demokratischen Staaten.