Liebe SPD, Grüne und Linke: Ihr habt Euch Zeit gelassen, X zu verlassen. Zu viel Zeit, sagen manche und sie haben nicht ganz unrecht. Aber ihr habt Euch entschieden, immerhin. Ein kleiner Trost, falls es schmerzt: Ihr habt nichts verloren. Ihr habt nur aufgehört, so zu tun, als wär's noch was wert.
Weißt Du, was bequem ist, Friedrich? Sich dreist, satt und selbstgefällig hinstellen, die Leute beschimpfen und gleichzeitig den Sozialstaat samt Gesundheitssystem und Rente schleifen, weil man weder den Mut noch den Willen hat, Vermögende zu besteuern. DAS ist bequem, Friedrich.
Der (schon unter Lindner 2022 kläglich gescheiterte) Tankrabatt ist das politische Äquivalent eines Pflasters auf einem Beinbruch: sichtbar, schnell geklebt, völlig wirkungslos, aber jeder kann sehen, dass der Arzt was getan hat. Und einer Seite hilft es ja tatsächlich: den Mineralölkonzernen.
Die SPD verliert den Kontakt zur eigenen Basis und reagiert darauf mit noch mehr von dem, was sie in diese Lage gebracht hat. Wie jemand, der sich verlaufen hat und denkt, die Lösung sei, doppelt so schnell in die falsche Richtung zu rennen.
Politikexperten merken angesichts des Irankriegs an, die USA hätten keinen Plan B, aber das setzt voraus, dass sie jemals einen Plan A gehabt hätten.
Das Sondervermögen wurde mit dem Versprechen der Zusätzlichkeit durchgesetzt. Jetzt zeigen Ifo und IW: So gut wie alles zweckentfremdet, reiner Verschiebebahnhof. Die Regierung vergibt nicht nur eine historische Chance, sie schenkt den Rechten das Narrativ vom unfähigen Staat. Was für ein Desaster.
Trumpingers Katze: Wenn du als iranische Bevölkerung gleichzeitig auf die Straße gehen und zu Hause bleiben sollst.
Linken-Chef Jan van Aken hat den CDU-Spitzenkandidaten von Baden-Württemberg, Herrn Manuel Hagel, in der ARD eben live als "Pfeife" bezeichnet. Dies ist eine in Worte gefasste Ehrkränkung und verbale Herabwürdigung eines gewählten Volksvertreters unseres Landes, der ich auf das Heftigste zustimme.
Liebe Medien, ist es so schwer? "Präventivschlag auf Iran" ist die Kriegsbegründung der Angreifer als Überschrift. Im Wort "präventiv" steckt die Rechtfertigung bereits drin. Journalismus wäre, genau das kenntlich zu machen (z.B. mit Anführungszeichen) oder zu hinterfragen, statt es zu übernehmen.
Immer wieder fragen Journalisten, wo der Widerstand in den USA bleibt. Dabei schafft es dieses Land nicht mal, ein Prüfverfahren für ein mögliches AfD-Verbot einzuleiten.