Alle, die ein wenig Ahnung von #Strassendesign haben warnen seit Jahren vor dieser Fehlkonstruktion, der sogenannten #Angstweiche, wo Rad- und Autoverkehr im Kreuzungsvorlauf gemischt werden, weil sie unübersichtlich und gefährlich für alle Verkehrsteilnehmer ist.

Nun ist es also passiert. LKW tötet Radfahrerin an genau dieser Stelle in #München.

Das auf der Luftbildaufnahme bei Google Maps gleich' zwei Autos den Radweg blockieren ist Zufall. Oder?

https://www.polizei.bayern.de/aktuelles/pressemitteilungen/066275/index.html

Die Bayerische Polizei - Medieninformation vom 27.04.2024

Medieninformation vom 27.04.2024

Gleich nebenan, auf der Truderinger Strasse, hat man für viele Millionen die Strasse umgebaut und viele schöne Parkplätze auf dem Gehweg eingerichtet und dafür GAR KEINEN Radweg gebaut. Hier müssen sich also Kinder ab 10 Jahren auf dem Asphalt mit den Bussen, Autos und LKW arrangieren. Auch bei Regen und Dunkelheit. Begründung: Es gilt dort 20 Km/h, somit braucht es keinen separaten Radweg. #München liebt seine Radfahrer. Nicht.

Die Frage ist nicht OB hier ein Unfall passiert, sondern wie oft.

Ich wohne nicht weit weg von beiden Stellen. Habe schon früh versucht auf die dort entstehenden Probleme hinzuweisen. Die Stadt München zuckte mit den Schultern. Die Polizei München bestätigte das erhöhte Unfallrisiko, verwies aber wieder an die Stadt.
Zurück zur Kreillerstrasse. So sah es dort vor dem Umbau aus. Baulich getrennter Radweg, alles vernünftig und hat problemlos funktioniert. Dann kam der Umbau. Warum? Ich finde keinen vernünftigen Grund. Verschlimmbesserung mit Todesfolge ist das Einzige, was mir einfällt.
@jwildeboer
Dss gleiche passiert gerade in #Köln. Eine der größten Baustellen der Stadt, die oberirdische Verlängerung der U-Bahn-Linie Nord-Süd (Stadtarchiv!).geht einher mit einem Rück- und Abbau von Radwegen. Es kostet Millionen, es wird furchtbar. Wo hier im Bild jetzt ein Transporter parkt war vor dem Umbau ein Radweg. Vermutlich bekommen wir hier stattdessen einen Strich auf Asphalt.

@ksued @jwildeboer

Ja, das ist einfach nur krank. In meinen Augen ein Mordversuch an Radfahrenden. Diese Kreuzung ist zwischen einer Grundschule und einem Gymnasium. Durchgewunken hat es ein Verkehrsausschuss unter grünem Vorsitz, falls ihr noch überlegt, wem ihr zur #Europawahl eure Stimme geben wollt.

@ksued @jwildeboer

Vorher ging ein separater Radweg bis zum Zebrastreifen/Verkehrsinsel. Die verbleibende Konfliktfläche zwischen Rad- und Lkw-Verkehr war 3 qm groß. Rechtsabbiegende auf dem Rad hatten überhaupt nichts mit Kfz zu schaffen.

Jetzt belegt die Konfliktfläche über den gesamten Todesstreifen sicher 100 qm. Der Neubau hat die Gefahr verdreißigfacht. Danke für nichts, Verkehrspolitik in Köln und #KVB

@footils @jwildeboer Das ist eine über 10 Jahre alte Planung, wegen den ganzen Verzögerungen bei der 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn. Frustrierend ist, dass das jetzt so gebaut wird. Weil da erhebliche Zuschüsse dranhängen, soll das so umgesetzt werden, wie damals geplant, beantragt und bewilligt.

@ksued @jwildeboer

Dass auch der Arm vom Raderberggürtel so misshandelt wird, ist natürlich besonders unverschämt. Dort verläuft ja keine Bahnlinie

@ksued @jwildeboer Hast du vielleicht einen Link zu dieser Planung im Ratsinformationssystem zur Hand?
@footils @jwildeboer Das ist aus dem Baubeschluss für die 3. Baustufe der Nord-Süd-Stadtbahn, Vorlage 0685/2015
@ksued
Was ich mich frage: Hat sich der @ADFCKoeln eigentlich mal zu der Planung geäußert und eine Bewertung abgegeben? Immerhin wird hier in großem Stil Platz umverteilt weg vom Radverkehr hin zu Kfz, gefährliche Rechtsabbieger bleiben erhalten, die Unfallgefahr steigt durch die Angstweichen, das subjektive Sicherheitsgefühl sinkt (zu Recht) in den Keller usw.
@footils Du bist herzlich eingeladen, mich beim @ADFCKoeln im Kölner Süden zu unterstützen.

@footils @ksued @ADFCKoeln Es gibt dazu zumindest keine schriftliche Stellungnahme, die mir bekannt wäre. Das ist eine der letzten umzusetzenden großen Planungen aus der Zeit als der ADFC noch nicht so aktiv war. Ich hoffe, es liegt nicht noch viel mehr davon in den Schubladen der Amtsstuben.

Ich habe im Sommer 2017 die geplante Radinfra dort mal kritisiert in einer Besprechung. Damals war die Verwaltung aber noch davon überzeugt, dass die Planungen absolut fahrradfreundlich seien.

@chrischmi @ksued @ADFCKoeln

Das ist sicher "gut gemeint" gewesen: Man hat damals ja in den Amtsstuben wirklich geglaubt, Kreuzungen mit solchen Führungen sicherer zu machen.
Jetzt, viele Jahre später haben wir und hat der neue Amtsherr den Salat.

@chrischmi @footils @ADFCKoeln Vor der Kreuzung Bonner/Brühler/Schönhauser Str. wird im Zuge der #NordSüdStadtbahn eine ähnliche Angstweiche entstehen. Ich hatte mich seinerzeit mal an den derzeitigen Vorsitzenden des Verkehrsausschusses gewandt, aber nie eine Antwort bekommen.
https://social.tchncs.de/@ksued/105633438790930057
Herr Voeglein🚴🛰 (@[email protected])

Attached: 1 image Im Beschluss für die 3. Baustufe der #NordSüdStadtbahn ist in Anlange 2 erkennbar, dass ein 170m langer "Schutzstreifen" zw. den Kfz-Spuren angelegt werden soll. Ist die Planung für diese Angstspur noch aktuell? @Koeln @ADFCKoeln @hammerl @hoelzel_chris https://ratsinformation.stadt-koeln.de/vo0050.asp?__kvonr=50274&search=1

Mastodon
@ksued @chrischmi @ADFCKoeln
Wenn man zynisch wäre, könnte man glauben, der damalige Vorsitzende habe die Baukosten für die KVB nicht allzu hoch werden lassen wollen und deshalb nur einen Eimer Farbe zugelassen.
@footils @chrischmi @ADFCKoeln Die 3. Baustufe ist meines Wissens nach eine Baustelle der Stadt, nicht der KVB. Trotzdem fällt es mir schwer, bei sowas nicht im Zynismus zu versinken.
@ksued @footils @ADFCKoeln Ich glaube nicht einmal, dass es dabei um Kosten geht. Sollen wir versuchen, da noch was zu retten? Dann müssen realistische Vorschläge zeitnah auf den Tisch. Also sowas wie die physische Absicherung von *Teilen* der RiM-Weiche.
@chrischmi @ksued @ADFCKoeln Ich würde das begrüßen und unterstützen, viele meiner Arbeitskollegen hier sicher auch.
Auch wenn es mir Bauchschmerzen macht, würde ich eine Freigabe des Gehwegs vorschlagen. Dazu Frankfurter Hütchen o.ä. an der Weiche und zeitnah eine Umgestaltung der Einfädelungsstelle vor der Mertener dergestalt, dass Radfahrende geradeaus fahren können und abbiegende Kfz die Spur wechseln müssen.
Außerdem sollte die erste Abbiegespur nicht für geradeaus fahrende Kfz sein.