@Dingsextrem Der Gesamtwert der Waffen der USA an die Sowjetunion zur Zeit des 2. Weltkriegs war in heutigen (2023) US Dollar lediglich $148 Milliarden. Die Ukraine hat Waffen im Wert von einem vielfachen dieses Geldes bereits bekommen.
Die Expansion Nazi-Deutschlands mit dem hiesigen Konflikt zu vergleichen ist auch kritisch. Der 2. Weltkrieg, als brutalster und mörderischter Krieg der Geschichte, sollte nicht als Beispiel einer erfolgreichen Kriegsführung genommen werden da dieser das Verbünden vieler weltmächte benötigte um beendet zu werden - das Ziel sollte sein es niemals so weit kommen zu lassen und das heißt dem Faschismus überall mit allen Mitteln entgegenzuwirken.
Einem Rechtspopulisten der momentan demokratische Wahlen verhindert mit Waffen zu beliefern ist nicht der Weg der Frieden bringen wird.
@ErikUden Wer genau verhindert momentan demokratische Wahlen?
Soll es jetzt Zelenskis Schuld sein, daß die Durchführung von Wahlen grade alles andere als sinnvoll oder sicher ist?
edit: Gestern nen Post in der TL gehabt mit Umfrageergebnissen unter Ukrainer*innen; ca. 70% halten Wahlen derzeit nicht für sinnvoll. Das heißt nicht unbedingt, daß 70% für Zelensky seien, aber sie sehen, daß Wahlen momentan weder sicher noch fair sind, da ja gar nicht ganz Ukraine wählen kann.
@Dingsextrem eine demokratische Wahl / Umfrage hat ergeben das die Mehrheit denkt man könnte der Mehrheit nicht vertrauen oder die Wahl nicht „richtig” stattfinden lassen? Ich kann verstehen wenn einige Regionen nicht wählen können und man daher die demokratische Wahl aussetzt um eine faire Beteiligung zu ermöglichen. Ich habe nur Angst, dass dieses Argument zu lange benutzt wird. Jede Wahl kann angefochten werden wenn Beeinflussung vermutet wird, selbstverständlich kann eine solche Wahl auch Ziel russischer Hacking- und sonstiger Angriffe sein. Doch wenn Russland ihre Fake demokratische Wahl durchführen kann, sogar Wahlzentren in Deutschland dafür bekommt, finde Ich es traurig wenn die Ukraine es nicht schaffen würde.
Früher oder später wäre mir eine Wahl lieber in der nicht alle wählen können als keine Wahl zu haben. Kritische oder „russlandunterstützende” Parteien wurden ja bereits verbannt und ausgeschlossen. Ich sehe die Angst deshalb nicht so sehr — eher, und das ist eine Unterstellung, glaube Ich das manchmal Menschen in Machtpositionen gerne in solchen bleiben.
Warum es also bei einer Umfrage belassen, welche sich nicht grad allen demokratischen Werten unterwerfen muss, wenn die Menschen selbst doch offensichtlich fähig sind die Lage gut einzuschätzen?
Ich finde es komisch wenn „logische” Gründe gegen demokratische Wahlen gefunden werden, so sehr Ich diese Gründe auch verstehe. Wir erkennen doch an, dass die Demokratie das höchste Gut ist was wir haben. Keine Ausnahmesituation sollte diese Grundwerte aussetzen dürfen.
Auch wenn die Ukraine auf der richtigen Seite steht, sowie sich verteidigen darf und sollte, heißt das nicht das Kritik wie diese ausgelassen werden soll. Denn Kritik an einigen Taten des ukrainischen Staates rechtfertigt nicht, anders als manche russische Propagandamedien oder deren Leser:Innen vielleicht behaupten würden, den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg. Das hast du keineswegs behauptet, Ich wollte es nur vorweg nehmen bevor jemand kommt und sagt „die Ukraine ist undemokratisch, Russland hatte recht!” oder so einen Unsinn.
@Dingsextrem wie gesagt, Ich stimme dir in jeder Hinsicht zu, doch logische Gründe gegen Demokratie fühlen sich nicht richtig an, auch wenn alles was du sagst komplett wahr und ehrlich ist. Ich schätze eine Situation die Russland schafft kann nur aus einem Elfenbeinturm und mit Nachsicht kritisiert werden, denn es gibt keine wirklich richtige Reaktion. Es sollte jedoch wie gesagt drauf geachtet werden das die Gründe für solch ein Aussetzen der Wahl nicht später zurechtgebogen werden.
Was für Anreize gibt es für die Menschen in der Macht den Krieg zu beenden wenn ihre Machtposition auf ewig gesichert ist solange dieser weiterführt?
@Dingsextrem wie im Artikel sehr gut erklärt wird sind nicht alle Waffenlieferungen gleich. Manche Waffen dienen der Verteidigung, andere dem Angriff.
Waffenlieferungen in Kriegsgebiete haben bis dato noch keinen Krieg beendet.
@schmittlauch Ich habe nie gesagt das Menschen diese unmenschliche Situation erdulden sollten, nur das „Auge um Auge”, oder dem Wünschen nach Vergeltung und weiterem Krieg aufgrund vorheriger Taten, nie zu etwas sinnvollen geführt hat.
Russland könnte den Krieg jederzeit beenden wenn sie es wollten, sie besetzen Gebiete, nicht andersherum. Dennoch sind nicht alle Waffen gleich und der Fokus auf diplomatische Lösungen seitens Deutschland (wie das vereinfachte Aufnehmen russischer Desserteur:Innen) wurde auch verloren.
Waffen zur Verteidigung sollen geliefert werden, an diplomatische Lösungen überhaupt gearbeitet. Alles andere bringt keinen Frieden.
@marmeladenbaguette Ich weiß das mehr Geld in die Beendung dieses Krieges gesteckt wurde als die USA an die Sowjetunion gab um gegen Nazi-Deutschland zu kämpfen.
Mehr Geld? Mehr Waffen? Die sollen den Krieg lösen? Sieht sehr offensichtlich nicht danach aus — dahinter steht auch die Theorie der neuen Kriege:
https://www.bpb.de/themen/kriege-konflikte/dossier-kriege-konflikte/504315/neue-kriege/
@ErikUden Wie du dir in deinem Kopf ausmalst wie Kriege gewonnen werden ist für die Realität irrelevant. Fakt ist: Die Ukraine wurde völkerrechtswidrig angegriffen und bittet um Hilfe. Solange die Ukraine glaubt den Krieg mit Waffen beenden zu können geben wir sie ihnen auch.
EDIT: Typos
@marmeladenbaguette wie Ich mir in meinem Kopf ausmale wie Kriege ausgelöst und gewonnen werden deckt sich nur leider mit der Geschichte und Kriegsanalytiker:Innen — du kannst dich gerne auf alternative Fakten dahingehend berufen, doch Ich denke, dass das eher weniger Hilfreich ist.
Nur weil ein Land angegriffen wird und das Opfer ist, was die Ukraine offensichtlich in dieser Situation ist, spätestens seit, wenn nicht längst vor, der Annektiering der Krim, rechtfertigt aber nicht alles zu tun was sie verlangt.
Palästina / Gaza wird auch seit Jahrzehnten völkerrechtswidrig angegriffen, da liegt sogar ein weitaus höherer Fokus auf Zivilist:Innen, dennoch hören wir nicht auf die dortige Regierung (Hamas) wie man den Konflikt lösen kann.
Das Prinzip, alle Logik und Verstand fallen zu lassen nur wegen einer Ausnahmesituation ist genau das was Kriege ausarten lässt.
@ErikUden Verlink mal diese "Kriegsanalytikerinnen" und zeig mal welcher meiner Fakten "Alternativ" ist.
Der Rest deines Posts ist ein Strohmann und greift Thesen an die ich nie aufgestellt hab.
Diese Expert:Innen welche alle die Bundesregierung beraten oder für die Bundeswehr arbeiten haben es alle nicht hinbekommen mehr Frieden zu schaffen. In jeder Kriegsbeteiligung der Bundesregierung, sei es in Mali, Afghanistan, oder nun der Ukraine, haben diese Expert:Innen und ihre Beratung keinen Frieden geschaffen.
Vielleicht höre Ich lieber auf die Methoden die funktionieren, als auf Aussagen von Menschen welche historisch nur Misserfolge geliefert und zur Erhöhung von menschlichen Leid geführt haben.
@herberg Die Methode der Kriegsbeteiligung an Afghanistan hat z.B. dazu geführt das die Taliban mehr Mitglieder bekommen haben als je zuvor (Mitgliedszahlen und Beitritte schossen durch die Decke seit Beteiligung des Westens), denn Terrorismus, z.B. lässt sich als neuer Krieg nicht stoppen über Gewalt und Waffen, da „der Feind” dezentral und nicht strikt militärisch hierarisch, somit auch nicht gebunden an Kriegsgesetze, organisiert ist.
Heißt es ist ein Krieg gegen Zivilist:Innen. Was mehr gegen Terror hilft ist tatsächlich humanitäre Hilfe. Mit Waffen und Militär gegen Terrororganisationen vorzugehen ist so weit notwendig wenn es um die Bekämpfung des Kerns geht. Doch ohne Strategie eine bessere Alternative der Bevölkerung zu liefern über lebenserhaltende Strukturen, nachhaltige Infrastruktur, sowie Wiederaufbau, als die Terrorist:Innen es bieten, spielt man nur in ihre Karten.
Moderne Kriege lassen sich somit nur beenden über humanitäre Hilfe, das erklärt warum diese momentan im Falle vom Gazastreifen abgestellt wird.
Der Krieg in der Ukraine ist kein moderner Krieg, doch die Expert:Innen welche in diesem Fall die Bundesregierung beraten und zum ersten Mal in der Geschichte der Bundesrepublik dafür sorgten das Deutschland wieder sich an einem Krieg beteiligt, haben genau so unrecht wie sie es mit den anderen Kriegen hatten.
@herberg Das habe Ich in meiner Antwort geschrieben! Bitte durchlesen. Humanitäre Hilfe und das Aufbauen von Strukturen durch unabhängige und nicht militärische Gruppen, diese können staatlich sein, müssen sie aber nicht.
Sehen wir uns z.B. den jetzigen Israel-Palästina Konflikt an so wurden die meisten Geiseln in Zeiten des Waffenstillstands übergeben, also eine diplomatische Lösung.
Zudem sind dort auch die Regionen welche an wenigsten Hamas unterstützend sind die, in der Infrastruktur und lebensnotwendige Maßnahmen hinkommen.
Krieg ist nicht binär, einseitiges Denken ist was Krieg auslöst, nicht beendet.
Zudem: Ich habe dir bewiesen das die von dir vorgeschlagenen Methoden zur Beendung eines Konflikts nicht funktionieren, dem stimmst du sogar jetzt zu. Das war der Punkt dieser Konversation. Es ist nicht meine Aufgabe dich zu belehren, diese Informationen sind alle frei erhältlich im Internet.
ich finds gut dass die Leute sich organisiert haben, ihre Macht ausspielen zu können. ich finds scheisse, dass sie eine unterkomplexe, reduktionistische Analyse des Ukraine-Überfalls haben.
"Waffenlieferungen in Kriegsgebiete haben bis dato noch keinen Krieg beendet."
das ist technisch wahr, aber so eine Banalität, dass es peinlich ist. weil nämlich der Umkehrschluss: dass einzelne Waffenlieferungen zu blocken Frieden bringt, nicht stimmt.
@Dingsextrem @kami_kadse Dieses zwei Seiten denken bis ins absolutistische. „Wir gegen die, Krieg ist einfach die einzige Lösung!”
Später wundert man sich dann wieder wie es so weit kommen konnte.
Diplomatische Lösungen wie die Vereinfachung des Einreisens für russische Desserteur:Innen werden nicht in Betracht gezogen oder überhaupt überlegt. Sind keine Option mehr.
@[email protected] Ich habe gerade beschlossen, nicht mehr von den Auswirkungen der Klimakatastrophe betroffen zu sein. Ohne Scheiß. Gerade eben. (🤡) @[email protected]
@marmeladenbaguette Habe bereits erklärt warum der Vergleich hinkt:
https://mastodon.de/@ErikUden/112217786139589192
Die Ukraine hat bereits ein vielfaches des Geldes bekommen welches, laut dir, den 2. Weltkrieg beendet hat. Klingt fast so als könnten moderne Kriege nicht auf die gleiche Weise beendet werden wie altertümliche.
@[email protected] Der Gesamtwert der Waffen der USA an die Sowjetunion zur Zeit des 2. Weltkriegs war in heutigen (2023) US Dollar lediglich $148 Milliarden. Die Ukraine hat Waffen im Wert von einem vielfachen dieses Geldes bereits bekommen. Die Expansion Nazi-Deutschlands mit dem hiesigen Konflikt zu vergleichen ist auch kritisch. Der 2. Weltkrieg, als brutalster und mörderischter Krieg der Geschichte, sollte nicht als Beispiel einer erfolgreichen Kriegsführung genommen werden da dieser das Verbünden vieler weltmächte benötigte um beendet zu werden - das Ziel sollte sein es niemals so weit kommen zu lassen und das heißt dem Faschismus überall mit allen Mitteln entgegenzuwirken. Einem Rechtspopulisten der momentan demokratische Wahlen verhindert mit Waffen zu beliefern ist nicht der Weg der Frieden bringen wird.
@ndaktuell Eventuell könnte man ein paar Ukrainer*innen fragen, wie sie sich Solidarität vorstellen, anstatt aus privilegierter Position unter dem Schutzschirm der NATO (unter welchem es sich trefflich gegen ebendiese wettern läßt) Ukraine zu erzählen, daß es doch sicher nicht so schlimm sei, als russische Kolonie zu enden.
Aber, nee, dann könnte man evtl. ungenehme Antworten bekommen
Und wieder bekommt ein Mann ohne jede Ambuigitätstoleranz eine Plattform, um von seinem sicheren Plätzchen im Westen aus zu verkünden, wie Solidarität mit der Ukraine auszusehen hat.
"Waffen an die Ukraine sind keine Solidarität, sondern tragen nur dazu bei, dass auf beiden Seiten noch mehr Menschen zu Tode kommen."
Ich habe starke Zweifel, dass die Arbeiter:innen im #UkraineKrieg, deren Familien direkt durch eine russische Besetzung bedroht sind, das auch so sehen.
@ndaktuell (1/2) Solange ein Agressor in einer Machtposition ist, gibt es für ihn keinen Grund seine Agression zu beenden, bevor er sein Ziel erreicht hat.
Nur wenn sich abzeichnet, dass das Ziel mit Agression nicht, oder nur unter untragbar hohen Kosten, erreicht werden kann, wird Verhandlung zur Option.
Die Soldaten und das Kriegsmaterial in der Ukraine sind für Putin entbehrlich selbst ihr vollständiger Verlust wäre kein Grund das eroberte Territorium zurückzugeben.
@ndaktuell (2/2) Nur wenn die Ukraine die Möglichkeit hat, Russland auf seinem eigenen Territorium zu treffen, kommt sie in eine Verhandlungsposition, in der sie ihr Territorium zurückfordern kann. Alles andere zwingt das Agressionsopfer zu Konzessionen, was ein fatales Signal für jede Faschdiktatur wäre.
Ich verstehe nicht, warum ein linkes Medium solche Grundlegenden Macht-Mechanismen nicht versteht. Machtungleichgewicht ist doch eigentlich ein Kernpunkt im linkstheoretischen Diskurs.