@thijs_lucas
Gerade eben wurde das hier vom DLF gesendet. Darin wird mehrmals behauptet, dass Radfahrende zu 80% an schweren Unfällen Schuld seien. Das widerspricht allem, was ich weiß. Sollte man da nicht antworten?
https://www.deutschlandfunk.de/zu-viele-tote-radwege-sicherer-gestalten-in-bw-dlf-dca18401-100.html
Zu viele Tote: Radwege sicherer gestalten in BW

Deutschlandfunk
@Radlerin @thijs_lucas wenn man Alleinunfälle mit zählt, dann könnte das sogar sein
@drumpiano @thijs_lucas
Ich glaube, hier ging es um Unfälle mit KFZ als Gegner.
@Radlerin @drumpiano @thijs_lucas
Nach dem ersten Hören würde ich sagen, dass es um alle #Unfälle geht. Die Auswertung bezieht sich auf über 20.000 #Unfalldatenblätter (wer die erstellt hat, wird nicht gesagt) und da dürften eine Menge "Alleinunfälle" dabei sein, bei denen durch #KFZ #versperrte #Sichtachsen, #blockierte #Radwege und zu #enges #Überholen zu sogenannten #Alleinunfällen gekommen ist.
Wir hatten letztes Wochenende bei der Schulung zum Tourguide eine Statistik mit ähnlichen Zahlen.
@Radlerin @drumpiano @thijs_lucas
Der größte Teil der sog. #Alleinunfälle dürfte durch rücksichtslose #KFZ-Lenker:innen, die die eh schon mangelhafte #Radinfrastruktur zum Abstellen ihrer Blech- und #Protzkisten missbrauchen, die sehr oft einen #rücksichtslosen #Fahrstil pflegen und die durch die regelmäßige #Missachtung der #Regeln auffallen, provoziert werden.
@morsuapri @drumpiano @thijs_lucas
Trotzdem finde ich das in dem Zusammenhang tendenziös, weil jeder jetzt wieder sagen kann "Schaut die Radfahrer, die sind doch an allem selber schuld!"

@Radlerin @drumpiano

Ich kann den Beitrag gerade nicht hören, aber in der Regel kommt so eine Irreführung aus den Unfallberichten der Polizei. Presse übernimmt solche Behauptungen dann meist ohne Gegenprüfung mit zweiter Quelle, weil sie die Polizei blind als glaubwürdig betrachten und eben nicht als Institution mit Mängeln in der politischen Neutralität und mit fehlendem Fachwissen.

@thijs_lucas @Radlerin
jetzt habe ich den Beitrag angehört. Die Aussage ist, dass in 80% der Fälle der Radfahrende min. eine Teilschuld hat. Man beachte, dass im Falle eines Unfalls oft beiden eine Teilschuld gegeben wird ("90% das Auto, aber wenn der Radfahrende xy nicht getan hätte, dann wäre es nicht zum Unfall gekommen" reicht). Ich kenne die Daten nicht und es wurde das Institut zitiert, dass die Daten gerade vorstellt. Ich würde sie mir gerne anschauen #publicmoney -> #publicdata

Das würde aber ins Bild passen. Bei Dooring Crashs bspw bekommen Radfahrende Mitschuld, weil nicht genug Abstand zum geparkten Auto gehalten.

@drumpiano @Radlerin

@drumpiano @thijs_lucas @Radlerin Bei solchem Geschwurbel immer die Gegenfrage stellen, wie die Zahl bei Unfällen mit Kfz-Beteiligung aussieht.

@drumpiano @thijs_lucas @Radlerin
Das wording ist:

"80 Prozent aller schweren Radunfälle lässt sich zum Teil zumindest
auf Fehlverhalten der Radlerinnen und Radler selber zurückführen."