Ich war sehr erschüttert über das Unwissen über #Judentum in Deutschland, wo wir doch alle bis zum Erbrechen in der Schule die Schoa durchgenommen haben.
Dann habe ich verstanden: Man weiß hier sehr viel über jüdischen Tod. Und fast nichts über jüdisches Leben.
@afelia Das trifft es (leider) haargenau, kann ich für mich bestätigen. Um so neugieriger bin ich geworden. :)
@grischa @afelia Hab Kollegen/Freunde und Kunden in Israel. Bin dadurch auch neugieriger geworden. In der (Ost ) Schule kam da nix
@afelia Jüdisches Leben hab ich aus Büchern gelernt, nicht aus der Schule. Und dann die große Ausstellung in den 90ern, "Jüdisches Alltagsleben" im Gropiusbau.
@afelia Ich kenne jüdische Traditionen tatsächlich nur aus US-Filmen und Serien.

@afelia

"wo wir doch alle bis zum Erbrechen in der Schule die Schoa durchgenommen haben."

Haben wir das? Meistens wurd das Thema doch nur angekratzt und dann auch nur in der Form das alle Deutschen entweder im Widerstand waren oder angeblich von nichts gewusst hätten aber wirklich Aufklärung? Fehlanzeige o.0

@afelia
Ich vermute, dass das allgemein für die meisten Menschen für das Leben jeder anderen Kultur- oder Glaubensgemeinschaft gilt, die nicht die eigene ist.

@_RyekDarkener_ @afelia

stimmt so nicht. wenn du aus einem anderen kulturkreis nach deutschland oder österreich ziehst, erlernst du quasi nebenbei, wie weihnachten und ostern funktioniert. (tv, kinderbücher, etc) ich kenne einige ausländische familien.

über jüdische feierlichkeiten erfährt man nichts.

@afelia

Diese Art von Bildung fand an meinem Gymnasium nur begrenzt statt, und auch nur weil wir einen jüdischen Schulleiter hatten, der sich dafür außerhalb des Unterrichts eingesetzt hat. Der reguläre Geschichts-Unterricht hat den zweiten Weltkrieg natürlich behandelt, aber über den jüdischen Tod wurde im nur im Allgemeinen gesprochen und über das jüdische Leben gar nicht.

Deutschland hat die Verbrechen, welche es begangen hat nie vollumfänglich aufgearbeitet, was man auch daran gut sehen kann, dass die ganzen Alt-Nazi Familien und ihre Nazi-Firmen immer noch munter ihre Geschäfte hier treiben. Aber zumindest haben die Deutschen ein gewisses Schuldgefühl entwickelt, was heute dazu führt, dass viele deutsche Bürger:innen nicht sofort auf den antisemitischen Trip aufspringen, welcher große Teile der Welt erfasst hat.

Aber auch hier im Lande streuen Hassmedien wie TikTok und Xitter ihren ungefilterten Rassismus und Antisemitismus, vor allem unter der Jugend im Falle des chinesischen Propagandakanals. Ein Verbot dieser Medien wäre durchaus angebracht, weil sie ohnehin nix Wertvolles zur Gesellschaft beitragen.

@afelia Die deutsche Unterrichtsfach-Aufteilung ist hier sicher auch nicht förderlich. Fühlt sich niemand zuständig.
@mhd @afelia Die Aufteilung war zu meiner Schulzeit eigentlich relativ klar:
Geschichte: Kriege, KZ (wobei nicht-jüdische Opfer nur am Rande vorkamen, und da eig. nur politische Gegner), Weimarer Rebublik und (sehr viel) Nachkriegszeit
Sozialkunde (o.ä., die Namen fürs Fach wechselten): Innenpolitik während und nach (again...) Nazis
Deutsch: Wie konnte das nur passieren? + Widerstand
Reli: Ein paar Grundlagen jüdischer Religion (bei Evangelischen, wo das eher Ethik war, die Katholiken lernten solange ihre Heiligen. Kein Scherz.)
Für jüdischen Alltag blieb da wohl einfach keine Zeit mehr übrig...
@afelia Ja, das habe ich schon oft festgestellt. Hätte ich mich, als Nichtjude, nicht aktiv interessiert und auch nicht davor zurückgeschreckt, Juden neugierige Fragen zu stellen und ihnen dann geduldig zuzuhören, dann wüsste ich auch jetzt praktisch nichts über das Judentum, aber sehr viel über das Leid, dass Juden seit Jahrhunderten angetan wurde, vor allem über die Shoa. Ich vermutete, dass das viel mit Wir-Bezüglichkeit, "kollektiver Egozentrik", zu tun hat.

@afelia

Sicher, dass das in der Schule "bis zum Erbrechen" durchgenommen wurde?
Ich nicht so...

@afelia Ich habe gemeinsam mit meinen Kindern viele Denkanstöße über Judentum aus dem BR-Kinderfernsehen (!) bekommen. Sowohl Willi Weitzel als auch Tobi Krell haben in ihren Serien ganz großartige Beiträge dazu gemacht.
@afelia
Es gab ja auch so gut wie kein jüdisches Leben in Deutschland.
Die ersten Juden habe ich in Israel getroffen und bin dann ein Jahr geblieben. In Portugal habe ich jüdische Bekannte, in Deutschland nicht.
@afelia die schoa war bei mir in der Schule genau so wenig Thema wie die Bibel, der koran und andere.
@afelia ich hab in 13 Jahren schule literally nichts über judentum in Deutschland ausserhalb der zeit von 33-45 gehört. Nicht mal, dass es in Schwaben, wo ich herkomm, jahrhundertelang große jüdische Landgemeinden und lebendiges Jüdisches Leben gab.
@afelia Sorry, die Schoa war in meinem Schulplan nicht aufgeführt.
Haben das Thema im WPK kurz gestreift, aber im Regelunterricht nicht

@afelia
Ich hatte in der Grundschule einen jüdischen Freund in der selben Klasse. Wir hatten uns am Nachmittag gelegentlich natürlich gegenseitig besucht. Ich kann mich aber nicht erinnern, dass seine Familie deutlich anders gelebt hätte wie andere vergleichbare Familien bei uns im Ort - jedenfalls nicht so dass es mir als Kind aufgefallen wäre.

Leider haben uns dann verschiedene Schullaufbahnen voneinander getrennt.

@afelia
Empfehlung
Rolf Verleger viel historisch und autobiographisch
Leider nur noch antiquarisch

@afelia

mein großvater kommt aus einer jüdischen familie. die sind alle zum katholizismus konvertiert, aus gründen. ich habe zwar immer gewusst, dass er aus einer jüdischen familie kommt, es wurden jüdische witze erzählt, aber über jüdische feste und den jüdischen glauben habe ich von ihm nichts gelernt.

genauso auch bei einigen bekannten von mir, die aus jüdischen familien kommen.

alle haben wir als kinder weihnachten gefeiert, wie hannukka gefeiert wird, wissen wir nicht.

@afelia das meiste hab ich durch amerikanische Serien und Filme gelernt. Ich finde es außerdem problematisch, dass die deutsche Erzählweise ein Bild von "hier Juden und da Deutsche" verfestigt. Ein Mitschüler antwortete in der Nähe einer Synagoge, auf die Frage, ob er Jude sei ganz selbstverständlich "nein, ich bin Deutscher". Dass es kein entweder oder ist, sondern es auch Deutsche jüdischen Glaubens gibt, muss m.E. stärker vermittelt werden.
@afelia
Die nie still werdenden Stimmen aus und über Tod und Vernichtung sind leider so oft lauter als die verbliebenen leiseren Stimmen aus dem Leben...

@afelia

Über jüdisches Leben wird in den Schulen genau so wenig bzw viel gelehrt wie über islamisches, buddhistisches oder christliches. Einfach mal die Lehrpläne des Ethik Unterrichts durchstöbern. Die allgemeine Schule sollte auch ein Ort sein, an dem Religion keine Rolle spielt. Klar, mal ein zwei Stunden drüber reden, dass man grob weiß wer woran glaubt aber dann ist auch gut. Wer mag, kann sich ja selbständig tiefer informieren.

@balou19812 @afelia Exakt Im katholischen Religionsunterricht haben wir uns natürlich auch mit den anderen Weltreligionen wie Buddhismus etc kurz beschäftigt und natürlich auch das Judentum. Aber mehr unter dem Ansatz Religion, welche Feste/Rituale gibt es etc.
@afelia also bei mir war 1900 Schluss in Geschichte und ich hatte Geschichte als zweites Hauptfach im Abi (1983). Trotz mehrfacher Aufforderung des gesamten Kurses mal zur "jüngeren" Geschichte zu kommen, wurde gnadenlos der Lehrplan abgearbeitet!
@afelia das ist leider wahr, aber der Anteil jüdischer Mitbürger ist 0,15% in Deutschland und die Wahrscheinlichkeit jemanden in der Nachbarschaft zu haben oder zu kennen ist sehr gering. Ich kannte welche, die nicht den Glauben praktizierten. Somit lernt man den Glauben nur über Netflix und Bücher, und auf mich wirkt insbesondere der orthodoxe Glauben sehr skurril. Und wen es interessiert, auf Bayern 2 (Radio) kommt Freitags 15.00 Uhr eine jüdische Sendung.
@afelia Das sagt Gerd Buurmann schon seit Jahren: "In Deutschland findet Judentum fast nur noch in Gedenkstunden statt. Juden sind Gespenster von damals und werden als Opfer der Vergangenen bewältigt. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht.
[...]
Juden sind für viele Deutsche nur die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute."
https://tapferimnirgendwo.com/2021/01/23/lasst-uns-das-juedische-leben-feiern/
Lasst uns das jüdische Leben feiern!

„Doch die 1700-jährige Geschichte des Judentums in Deutschland lässt sich leider nicht erzählen, ohne auch über Verfolgung, Völkermord und Judenhass zu sprechen.“ Dies schreibt der Außenminister de…

Tapfer im Nirgendwo

@afelia

In der Schule ist der 2. Weltkrieg und der Holocaust nur in 2 Doppelstunden behandelt worden. Ich habe in der Berufsschule in Religion (der Lehrer hat damals gefragt was wir in Religion machen wollen) mehr darüber erfahren, wie in der Schulzeit. Und nach Ende der Schule habe ich sehr viele Bücher darüber gelesen. Deshalb ist mir unbegreiflich wie jemand Faschisten unterstützen kann.

Aber ich gebe zu auch ich weiß nichts über jüdisches Leben. Ich hatte auch nie Kontakt zu Juden in D.

@afelia Ich habe mich schon zu Schulzeiten dafür interessiert und selbst gebildet. In jüngerer Zeit gab es neben Eurer Videoreihe auch "Freitag Nacht Jews" von Daniel Donskoy im WDR, um über das ganz normale jüdische Leben zu berichten. Sowas gehört ins Hauptprogramm.

@afelia

Was? Wir haben die Schoa durchgenommen?
Ich erinnere mich so: Wir haben mit unserem überzeugten preussischen Lehrer des Theodor-Heuß-Gymnasiums Dinslaken sehr lange über die Kaiserzeit gesprochen.
Alles danach kam dann binnen 4 Wochen vor.
Arnd und die anderen, die wussten, wer in Hünxe die damals achtjährige Zeinab Saado verbrannte – die haben gefehlt.
Dann war das Schuljahr zuende.

@sl007 @afelia Ich hatte die Shoa wirklich bis zum Erbrechen, unsere Lehrer:innen waren Alt-68er. Das ganze Thema war auch schon deswegen emotional verbrämt, weil man spürte, dass diese Generation sich emotional an ihren Eltern abarbeitete. Interesse an jüdischer Kultur war nicht die Motivation.
@afelia
Ist zwar weniger direkt jüdische Kultur, aber wer sich über die jüdischen Gemeinden in seiner Region informieren möchte, findet viel historisches unter dem Link. Etwas umständlich aber viele Infos.
https://www.alemannia-judaica.de/index.htm
Alemannia Judaica - Arbeitsgemeinschaft zur Erforschung der juedischen Geschichte

@afelia
Ehrlich gesagt haben wir das fast null durchgenommen.
Gymnasium in den 80ern.
Mein Geschichtslehrer war rechts angesiedelt und hat 1. / 2. Weltkrieg total verklärt/idealisiert.
Möge er es in der Hölle unangenehm haben.
@afelia Das trifft es sehr gut. Wir lernten auch nichts über das jüdische Leben in der Schule (wir DDR-Kinder sollten vielleicht auch nichts allzu Menschliches außerhalb des Sozialismus lernen). Alles, was ich über jüdisches Leben (und anderer Religionen) weiß, habe ich an anderen Stellen gelernt. Vielleicht war das extra so gewollt? Umso schlimmer!
(Ich glaube, auch meine Töchter lernten in der Schule niemals etwas über jüdisches Leben.)

@afelia mal eine theologische Perspektive auf das Judentum ✡️

https://www.youtube.com/watch?v=aDS3ES_i6gY

Warum Israel?

YouTube
@afelia über das Judentum haben wir nur im Religionsunterricht etwas gelernt inklusive Besuch in einer Synagoge. Die Shoa wurde in Religion, Deutsch, Geschichte, Französisch und Gemeinschaftskunde thematisiert.
@afelia
Ich versuche es mal aus einer sehr subjektiven Perspektive zu beschreiben. Erst einmal fand auf Grund der Schoah jüdisches Leben in DE kaum noch statt. und mein Eindruck als Jahrgang 1959 ist, dass mit den Persilscheinen auch das jüdische Leben und seine Kultur, samt Assimilierungsversuchen einfach in einem schwarzen Loch der Ignoranz verschwand. Das betrifft alle diejenigen, die Täter/innen oder deren Nachkommen waren und sind.
@afelia
Individuelle Bemühungen, mehr zu erfahren, bleiben davon unberührt.
Ich sehe auch irgendwie nicht direkt einen Anlass, als Agnostiker, mich mit religiösem Leben oder Kultur zu beschäftigen. Ich denke diese Aspekte logischerweise mit und bin mir auch deren Bedeutung bewusst.

@afelia @HansLWernitz Wir hatten es in Ethik.

Aber wenn viele in der Schule nicht mal den 2 WK in Geschichte hatten, wundert mich auch nix mehr...

@mrxlix Nicht nur das deutsche Bildungssystem ist dringend reformbedürftig.
Doch gerade das Bildungssystem sollte oberste Priorität haben.
@afelia Andererseits ist es doch auch egal, ob man etwas über jüdisches Leben oder jüdischen Tod weiß. Hauptsache, man behandelt andere so, wie man selbst behandelt werden möchte: mit Achtung und Respekt, höflich und voller Mitgefühl.
@afelia 1982 abitur in bayern , kolloquium geschichte , ..bis ende weimarer republik und weiter ging es ab 1946 und die neuordnung . schulisch wurde mir nichts! über judentum jüdisches leben jüdischen tod vermittelt .
@afelia
Ich habe eine andere Frage. Diese mag banal klingen, aber sie brennt mir nun mal auf der Seele, so ich den eine habe: Warum sollte ich etwas über jüdisches Leben erfahren müssen?
@afelia
Ist dies notwendig, um meine Kollegin, die Jüdin ist, akzeptieren zu können. Mir ist es auch herzlich egal, ob jemand Jeside, Muslim(Schia/Sunna/Alevit oder sonstwas ist), Zeuge Jehovas, reformierter/katholischer/neuapostolischer oder sonst was Christ ist. Von mir aus können die Glauben was sie wollen. Ist doch nicht von meiner Erlaubnis abhängig.

@villon @afelia

Nach dem Motto:
Alles kann.
Nichts! muss.

@afelia
Liebe MW, ich -als Atheist- muss mich nicht um die Gewohnheiten von Religionen bemühen, werde eh das ganze Leben zwangskonfrontiert.
Wäre toll, wenn man sich um alles kümmern könnte, aber bei Religionen streike ich.
Mir wäre eine Welt lieber, in der jede/r frei glauben kann, was er/sie will und Toleranz Andersgläubigen gegenüber lebt.
Noch immer sind es Religionen, die die meisten Konflikte auslösen, unterstützen, aber auch dafür missbraucht werden und sich dafür einspannen lassen.
@ebayer ich habe religion mit keinem Wort erwähnt.
@afelia
Habs immer noch nicht kapiert:
Judentum hat nichts mit Religion zu tun?
Wenn ich von Christentum spreche, das dann aber schon?
Oder auch nicht?
Wird aber in D, in A, in CH - wo man Deutsch spricht - so verstanden.
Wo soll ich denn Christentum von christlichem Glauben (Religion) trennen?
Und wo Judentum von jüdischem?
Sorry, das geht mir nicht ins Hirn.
@ebayer Judentum ist eine Religion, aber auch eine Volksgemeinschaft. Juden, die nicht an Gott glauben, sind trotzdem Juden. Mit der Logik einer missionierenden Religion wie dem Christentum kannst du das nicht vergleichen.
@afelia Stimmt. Mag aber auch am substantiellen Unterschied zwischen “leben lassen” und “sterben lassen (oder gar umbringen)” liegen.
@afelia
Deine Beobachtung trifft sicher zu.
Gilt wahrscheinlich genauso für alle anderen Religionen.
Aber hast Du ernsthaft was anderes erwartet?
Falls Du das ändern willst:
Es liegt an den Juden, ihre Religionspromo auf den Weg zu bringen.
In diesen Zeiten schaffen das scheinbar nur die Muslime, teils aus freien Stücken, teils mit Unterdrückung, ihre Wirkbereiche zu erweitern.
Die Deutschen Nichtmuslime wissen deswegen aber auch nicht mehr über sie.
@afelia ich fände interessant bei den Antworten hier grob Alter/Region/Schulform zu hören. In meiner Schulzeit (2000er Gymi in München) war die Shoa in Geschichte/Politik/etc zwar auch häufiger thematisiert, als jüdischer Alltag. Ich kann mich allerdings auch an Religions- und Englischlehrer erinnern, die versucht haben Judentum heute in ihren Unterricht aufzunehmen, sowie einen geführten Besuch in einer Synagoge. Aber das scheint wohl eher Ausnahme als Regel zu sein
@afelia Unsere Schule hatte einen Schüleraustausch mit Israel. Das war sehr lebendig. Und ich habe viel gelernt.
@afelia Das trifft es ganz genau. Ich habe in Geschichte tatsächlich kein anderes Thema gehabt (außer in der Oberstufe mal ganz kurz Industrialisierung). Aber über jüdisches Leben - nichts. Damit fange ich jetzt erst an mich zu beschäftigen.
@afelia Was ich schon mal angeprangert habe. Ich kannte Bilder von Juden lange nur als schlimme Bilder von Menschen in Konzentrationslagern. Ganz normal in der Gesellschaft lebende Juden hatten lange für mich den Status eines mystischen Geheimbundes. Und ich war ein neugieriges Kind, das immer nur „Juden wollen nicht nach ihrer Religion/Kultur gefragt werden./Das schickt sich nicht, so neugierig zu sein“ zu hören bekam.
@Bugspriet @afelia Der erste Teil gilt für mich auch. Über Juden hörte ich ansonsten von meiner Mutter jedesmal, wenn jemand das Wort „Wetten“ sagte, „wetten tun die Juden, wenn sie Geld brauchen“ – bis ich ihr mal sehr deutlich gesagt habe, daß sie diese antisemitische Scheiße bleiben lassen soll. Danach nicht mehr, eventuell kam die Botschaft ja an.

@afelia

"wo wir doch alle bis zum Erbrechen in der Schule die Schoa durchgenommen haben.
Dann habe ich verstanden: Man weiß hier sehr viel über jüdischen Tod. Und fast nichts über jüdisches Leben"

Also in den 70er/80er Jahren haben wir rein gar nichts über das Judentum in der Schule gehört!! Geschweige denn die Schoa.

Wir sind maximal bis zum 1. Weltkrieg gekommen (falls überhaupt).
Holocaust kam bei uns nicht vor.
Dafür Französische Revolution 2-3 mal 🙄

#Judentum