Die These, was der Verkehrsektor nicht leistet gleichen dann die anderen aus, ist abwegig.
Erstens reichen die Ziele des Klimaschutzgesetzes nicht für einen 1.5-Grad-Pfad, wir müssen mehr tun wo immer es geht.
Zweitens müssen alle Sektoren auf Nullemission, so schnell es geht.
Grafik vom Sachverständigenrat für Umweltfragen der Bundesregierung (SRU).
KSG = Klimaschutzgesetz.
@rahmstorf Die Frage ist doch eher: was soll dieser Text hier?
..... Wovor hat die träge "Masse" Angst?
Unser heutiges Dilemma basiert ja auf der gutgläubigen Ignoranz der Folgen des überschwänglichen "auf Pump Lebens" gegenüber unserem Planeten. Gebot der Stunde ist wirklich #Genügsamkeit und #Sparsamkeit?
@rahmstorf vielleicht ist die Idee abwegig, aber es wäre an der Zeit für "lawyers for future", (oder die Gesellschaft für Freiheitsrechte?) Welche die Regierungen vor die Gerichte zieht und zur Einhaltung des Pariser Abkommens zwingt. Demonstrationen scheinen nicht mehr wirklich für die entsprechende Aufmerksamkeit zu sorgen.
@buzigde @rahmstorf Die #Klimaklage der KlimaSeniorinnen Schweiz wird heute vor dem Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte verhandelt: „Die Klägerinnen sind aus ihrer Sicht von den Auswirkungen des Klimawandels besonders betroffen, weil hitzebedingte Todesfälle häufig ältere Menschen und vor allem Frauen betreffen.“ https://www.bundesstiftung-gleichstellung.de/gleichstellungsberichte/news/klimaseniorinnen-klage/ #EGMR #klimakrise #klimagerechtigkeit
Bundesstiftung Gleichstellung

@buzigde @rahmstorf New climate paper calls for charging big US oil firms with homicide: “Authors of paper accepted for publication in Harvard Environmental Law Review argue firms are ‘killing members of the public at an accelerating rate’” https://theguardian.com/environment/2023/mar/22/big-oil-companies-homicide-harvard-environmental-law-review (22.03.23) #klimaklage #klimagerechtigkeit
New climate paper calls for charging big US oil firms with homicide

Authors of paper accepted for publication in Harvard Environmental Law Review argue firms are ‘killing members of the public at an accelerating rate’

The Guardian
@buzigde @rahmstorf Passive Ungerechtigkeit in Zeiten des Klimawandels: „In der Tat wurden weltweit bereits knapp zweitausend solcher Prozesse angestrengt. Climate litigation nennt sich die Strategie, die #Klimagerechtigkeit juristisch durchsetzen will.“ https://www.soziopolis.de/passive-ungerechtigkeit-in-zeiten-des-klimawandels.html von @hannesbajohr #klimaklage #climatelitigation
Passive Ungerechtigkeit in Zeiten des Klimawandels

@rahmstorf das geht ja leider alles garnicht und wir müssen ja die Bevölkerung mitnehmen und dürfen die Menschen nicht überfordern. Immer nur #blabla. Warum verstehen Politiker eigentlich nicht das dieses nicht konsequente Vorgehen die Folgen für alle verschlimmern wird?
@rahmstorf
Da hilft es vielleicht, wenn die Sektorengrenzen aufgeweicht werden.
Danke Klimakanzler,
Dank auch an FDP, SPD und Grüne!
#verkehrswende
#autoszugast
#warumfahrenhiernochautos

@rahmstorf
Wenn man bedenkt , was für einen großen Einfluss die Corona-Pandemie auf das Leben in Deutschland hatte ; und gleichzeitig sieht , wie wenig sich die Emission von Treibhausgasen im gleichen Zeitraum verringert hat , ... . Dann kann einem schon Angst und Bange werden .

Wie würde denn ein Leben aussehen , bei unmittelbar 25% (oder 50% , 75% , 100%) verminderten Treibhausgasemissionen ?
Welche Jobs würde es dann noch geben und was machen die anderen Menschen ?

@holschbach @rahmstorf Naja, die Corona-bedingten Lockdowns hatten auch nicht wirklich implizit klimarelevante Folgen, oder? Gasheizungen wurden auch in 2020 noch genutzt. Das Billo-Steak musste noch immer verzehrt werden. Und die Fertigprodukte gab es noch immer dazu ... deshalb den Lockdown als Maßstab zu nehmen ist IMHO falsch.
EU will Privatjets die Kerosinsteuer erlassen, nur Linienflüge zahlen

Die Europäische Kommission will Privatjets und reine Frachtflüge von der geplanten EU-weiten Kerosinsteuer befreien. Nur Passagiere von Linienflügen sollen besteuert werden.

BF Blogform Social Media GmbH
@rahmstorf Wir brauchen ein Recht auf/eine Pflicht für "Homeoffice". Meiner Meinung nach gibt es keine effizientere Möglichkeit zur Kohlenstoffdioxydemissionsreduktion im Verkehr als nichtfahren. Und die, die fahren müssen, kommen auf leeren Straßen staufrei effizienter voran. Außerdem sind weniger volle Züge und Busse attraktiver als volle oder überfüllte so daß mehr Menschen vom Auto "umsteigen".
@radioscout @rahmstorf Recht für Arbeitnehmer, Pflicht für Arbeitgeber. Pflicht für Arbeitnehmer fände ich falsch, weil es den AGs möglich macht, Kosten auszulagern und Verantwortung dem Arbeitnehmer aufzubürden.
Die Möglichkeit, seine Arbeit aus dem Privathaus herauszuhalten muss der Arbeitnehmer behalten.
@jakob_thoboell Keiner darf gezwungen werden. Und nicht jede Arbeit kann zuhause gemacht werden. Aber warum sollte z. B. die Handwerker*in ihren "Papierkram" nicht zuhause erledigen, bevor sie in die Werkstatt oder zur Baustelle fährt? Das reduziert den Verkehr in den Spitzenzeiten und reduziert damit Staus -> Kraftstoffverbrauch -> CO2-Emissionen und macht den ÖV und Radverkehr attraktiver.
@radioscout Zuhause erledigen DÜRFEN. Warum nicht. bin ich absolut dafür.
Aber zuhause erledigen MÜSSEN ginge nicht.
@radioscout Keiner darf sich m.E. genötigt fühlen, seine Arbeit mit nach Hause zu nehmen. Von Platz zu Hause über Psychohygiene, Situation anderer Haushaltsgenossen bis hin zum privaten Strom- Internet und Heizkosten-Nutzung gibt es genug Gründe, seine Bürotätigkeiten nicht nach Hause verlagern zu wollen. Und das würde ich jedem Arbeitnehmer zugestehen wollen.
@jakob_thoboell Es sollte für Arbeitnehmer*innen freiwillig sein. Aber Arbeitgeber*innen sollten es anbieten müssen.
@radioscout @jakob_thoboell warum sollen Arbeitnehmende gezwungen werden in ihrem privaten Lebensraum Platz für Arbeit bereitzustellen? Insbesondere wenn weitere rechtliche Aspekte (zB Datenschutz, Arbeitsschutz) beachtet werden müssen?
@jposel @radioscout
Genau. Arbeitgeber sollten gezwungen sein, es zuzulassen, wenn der Arbeitnehmer es wünscht, sollten aber den Arbeitnehmer nicht zwingen können.
@jposel @jakob_thoboell Es soll keiner gezwungen werden, zuhause zu arbeiten. Es soll nur angeboten werden müssen. Und man stellt nicht nur etwas zur Verfügung, man bekommt auch viel, u. a.:
- COVID-19-Schutz
- Klimaschutz
- Wegfall der lästigen und teuren Fahrten zur Arbeit und zurück incl. der Fahrtkosten.
@rahmstorf
Die These ist wirklich abwegig. Der Verkehrssektor muss (mehr!) liefern. Da gebe ich dir Recht. Allerdings finde ich die Unterteilung in Sektorziele schon länger problematisch. Wir werden1,5°oder auch <2°C nur mit Sektokopplung hinbekommen. Beispielsweise wenn das Auto gleichzeitig auch Stromspeicher für die PV ist.
Deshalb lasst uns die Ziele generell schärfen aber die Sektoren verknüpfen.