Tut mir leid, wenn ich das hervorheben muss, aber jeder Vortrag, Text oder Liste, die von "predatory" handelt und Elsevier noch nicht einmal erwähnt, obwohl der Konzern 100% passt:
http://bjoern.brembs.net/2019/12/elsevier-now-officially-a-predatory-publisher/
geht m.E. vermutlich ziemlich weit am Ziel vorbei - u.a. darum, weil der angerichtete Schaden ungleich grösser ist, alles der von den auf den üblichen Listen aufgezählten zusammengenommen.
Wer die grossen Parasiten unerwähnt lässt, unterstützt sie nur.
For a number of years now, publishers who expect losing revenue in a transition to Open Access have been spreading fear about journals which claim to perform peer-review on submitted manuscripts, but then collect the publishing fee of a few […] <a class="more-link" href="http://bjoern.brembs.net/2019/12/elsevier-now-officially-a-predatory-publisher/">↓ Read the rest of this entry...</a>
Sorry, aber ermüdend oder nicht, diese Übernahme des Narrativs der Konzerne spielt ihnen m.E. nur, egal ob absichtlich oder nicht, in die Hände.
Tut mir leid, es ist mir natürlich klar, dass das für Euch nichts neues ist, aber umso unverständlicher sind solche Vorträge. Gerade habe ich mir die Folien noch ein zweites mal angesehen und kann es auch dieses mal nicht nachvollziehen. Die Folien könnte m.E. Elsevier auch so übernehmen und vorstellen.
Abgesehen davon kann ich auch nach all den Jahren den Aufstand um dieses Phänomen immer noch nicht ganz verstehen. Vor bestimmt schon 10 Jahren kamen gefühlt die ersten Einladungen von ganz offensichtlich betrügerischen Journalen. Das war ungefähr so schwer zu erkennen wie ein Nigerian Scam. Seitdem landen diese Einladungen verlässlich im Spam.
Sollten Spamfilter wirklich besser sein als Menschen?
Irgendwie drängt sich da bei mir nach all den Jahren so langsam ein wenig der Verdacht auf, als würde dieses thema bereitwillig von den alten Konzernen hoch gehalten und dann, aufgrund der Aufmerksamkeit, fühlen sich alle anderen Verpflichtet irgendwie auch darüber zu reden.
Aber vielleicht bin ich ja auch nur paranoid geworden, mit dem Alter? 🤣
Auf der anderen Seite: "Only because you're paranoid, doesn't mean they're not after you!" 😂
Der Spam-Filter war nur eine Kurzform dafür, das es zur Identifizierung betrügerischer Journale zumeist keiner Experten-Kenntnisse bedarf.
Sollte hier keine Einigkeit herrschen, würde ich zumindest erwarten, dass dargelegt wird, wie wahrscheinlich es ist, dass man einem solchen Verlag aufsitzt, wie gross der Schaden im Vergleich zum Gesamtvolumen ist und am besten noch Beispiele für echt harte Nüsse zeigen, die auch eindeutig betrügerisch vorgehen.
Wenn es etwas gibt, was dem Prekariat eingebläut wird, dann Risiko-Aversion. Nach Vorträgen in denen die traditionellen Verlage gar nicht zur Sprache kommen, wird es vielen klar sein, was sie zu lassen haben: Experimente.
Es ist klar, wer darüber erfreut sein würde.
Welche Verlage man erwähnen müsste? Aus meiner Sicht zumindest die, die man kennt und die offensichtlich auf die eingangs erwähnte Definition passen.
Alle, die eh keine Name-Recognition haben, muss man ja auch nicht unbedingt auf die Weise eine verleihen 😆
Aus meiner Sicht stellt es schon eine Unterstützung der Konzerne dar, wenn man Neuankömmlinge als potentiell "predatory" diskutiert, ohne dass die Namen, die man kennt, da mit auftauchen.
Auf die Art und Weise wird ein Narrativ aufrechterhalten:
"Bei den Firmen, die Ihr nicht sowieso schon kennt, müsst Ihr unbedingt "think, check, submit" machen, sonst könnte es sein, dass Ihr auf einen Predator hereinfallt!" - auch wenn das vielleicht nicht wörtlich so gesagt wird.
Aber ich will nicht nur kritisieren! Ich habe auch Vorschläge, wie man es aus meiner Sicht besser machen könnte...
@[email protected] I am convinced that there is some software that automatically generates complete, somewhat legit looking math journal webpages (with archive and everything). This software is, for example, used to continue defunct gold OA journals that are already indexed by Web of Science or Google Scholar in the hope that the indexing services just pick up the "new source". Example: https://www.publishoa.com/index.php/journal/issue/archive #openaccess #math
@fuzzyleapfrog Ich habe sogar mal Twitter reaktiviert, damit ihr das hier noch ne Woche lesen könnt. Kann aber jederzeit wieder weg gehen: https://twitter.com/tomkalei/status/1573232317153546245?s=20
Edit: Hier ist eine Mastodon Variante:
https://machteburch.social/@tomkalei/110056575363616449
@fuzzyleapfrog Ah, dass man vorher anfragen kann, dass Reviewer Reports veröffentlicht werden war mir neu!
Hab aber auch vor Kurzem erst gelesen, dass jetzt alle MDPI Journals als predatory eingestuft wurden...
@sveckert
Kannst du unter Umständen helfen?