Meine Lehrveranstaltung zu Predatory Publishing startet in 1,5 Wochen und ich suche noch aktuelle Beispiele von Webseiten und E-Mails die wahlweise sehr eindeutig Predatory oder sehr knifflig sind. Gerne alles an mich. Die Studis analysieren das dann für sich und Euch 😁
@fuzzyleapfrog Meine Folien zum Thema Predatory Publishers findest Du unter https://www.uni-mannheim.de/news/predatory-publishers/ und da sind auch Beispiele drin. Bei Interesse kann ich auch die PPTX raussuchen.
Open Science Seminar Series: Predatory Publishers |

Open Science Office

@zuphilip @fuzzyleapfrog

Tut mir leid, wenn ich das hervorheben muss, aber jeder Vortrag, Text oder Liste, die von "predatory" handelt und Elsevier noch nicht einmal erwähnt, obwohl der Konzern 100% passt:

http://bjoern.brembs.net/2019/12/elsevier-now-officially-a-predatory-publisher/

geht m.E. vermutlich ziemlich weit am Ziel vorbei - u.a. darum, weil der angerichtete Schaden ungleich grösser ist, alles der von den auf den üblichen Listen aufgezählten zusammengenommen.

Wer die grossen Parasiten unerwähnt lässt, unterstützt sie nur.

Elsevier now officially a “predatory” publisher

For a number of years now, publishers who expect losing revenue in a transition to Open Access have been spreading fear about journals which claim to perform peer-review on submitted manuscripts, but then collect the publishing fee of a few […] <a class="more-link" href="http://bjoern.brembs.net/2019/12/elsevier-now-officially-a-predatory-publisher/">↓ Read the rest of this entry...</a>

bjoern.brembs.blog
@brembs Es ist ehrlich gesagt etwas ermüdend, das (erneut) so vorgetragen zu bekommen, als wisse ich bzw. als wüssten wir das nicht. Anyway, das ist auch ein Aspekt über den wir in der Lehrveranstaltung diskutieren u.a. im Kontext der Namensgebung (wozu es einiges an interessanter Literatur/Forschung gibt) die - gerade mit Blick auf das vorherschende Geschäftsmodell und die Großverlage - mehr als diskussionswürdig ist. @zuphilip

@fuzzyleapfrog @zuphilip

Sorry, aber ermüdend oder nicht, diese Übernahme des Narrativs der Konzerne spielt ihnen m.E. nur, egal ob absichtlich oder nicht, in die Hände.

Tut mir leid, es ist mir natürlich klar, dass das für Euch nichts neues ist, aber umso unverständlicher sind solche Vorträge. Gerade habe ich mir die Folien noch ein zweites mal angesehen und kann es auch dieses mal nicht nachvollziehen. Die Folien könnte m.E. Elsevier auch so übernehmen und vorstellen.

@fuzzyleapfrog @zuphilip

Abgesehen davon kann ich auch nach all den Jahren den Aufstand um dieses Phänomen immer noch nicht ganz verstehen. Vor bestimmt schon 10 Jahren kamen gefühlt die ersten Einladungen von ganz offensichtlich betrügerischen Journalen. Das war ungefähr so schwer zu erkennen wie ein Nigerian Scam. Seitdem landen diese Einladungen verlässlich im Spam.

Sollten Spamfilter wirklich besser sein als Menschen?

@fuzzyleapfrog @zuphilip

Irgendwie drängt sich da bei mir nach all den Jahren so langsam ein wenig der Verdacht auf, als würde dieses thema bereitwillig von den alten Konzernen hoch gehalten und dann, aufgrund der Aufmerksamkeit, fühlen sich alle anderen Verpflichtet irgendwie auch darüber zu reden.

Aber vielleicht bin ich ja auch nur paranoid geworden, mit dem Alter? 🤣

Auf der anderen Seite: "Only because you're paranoid, doesn't mean they're not after you!" 😂

@brembs Das ist meiner Meinung nach eine sehr simplifizierende, binäre und westliche Sicht auf das Thema, die ihrerseits problematisch ist (genau wie das Ausklammern der klassischen Großverlagen). Dazu gibt es ebenfalls viel zu lesen, zu reflektieren und zu verstehen. Listen und Spam-Filtern mögen einfach erscheinen, machen aber ihrerseits Problemfelder auf. Das erscheint mit jedoch kein Thema für eine Mastodondiskussion. @zuphilip

@fuzzyleapfrog @zuphilip

Der Spam-Filter war nur eine Kurzform dafür, das es zur Identifizierung betrügerischer Journale zumeist keiner Experten-Kenntnisse bedarf.

Sollte hier keine Einigkeit herrschen, würde ich zumindest erwarten, dass dargelegt wird, wie wahrscheinlich es ist, dass man einem solchen Verlag aufsitzt, wie gross der Schaden im Vergleich zum Gesamtvolumen ist und am besten noch Beispiele für echt harte Nüsse zeigen, die auch eindeutig betrügerisch vorgehen.

@fuzzyleapfrog @zuphilip

Wenn es etwas gibt, was dem Prekariat eingebläut wird, dann Risiko-Aversion. Nach Vorträgen in denen die traditionellen Verlage gar nicht zur Sprache kommen, wird es vielen klar sein, was sie zu lassen haben: Experimente.
Es ist klar, wer darüber erfreut sein würde.