Weil ich es so oft lese:
nein, #vegetarisch & #vegan sind nicht gleichzusetzen oder im gleichen Atemzug zu nennen.
#Vegetarismus hat mit Ethik & nötiger Veränderung nicht wirklich was zu tun, sonst wäre er in aller Konsequenz #Veganismus.

Vegetarismus verlagert das Leid der "Fleischtiere" nur auf das der "#Milch- & Eiertiere", gibt sich aber als ethische Entscheidung aus.
"Ich esse keine Tiere!" - nein, Du isst nur kein #Fleisch von toten Tieren, Tiere leiden & sterben trotzdem wegen Deines Konsums.
Die Milch- & Eierindustrie ist eng gekoppelt mit der Fleischindustrie, schließlich gibt es nicht ohne Grund soviel Kalbfleisch & Hähnchen.

Ökologisch gesehen ändert sich auch nicht wirklich was durch Vegetarismus, die Tiere brauchen ja Platz & Futter.

Ich weiß, dass Vegetarismus gern als Zwischenstufe zum Veganismus angesehen wird & das mag teilweise auch stimmen.
Ich kenne jedoch sehr viele jahrelange Vegetarier*innen, die sich in der Diskussion um Konsum nicht mehr angesprochen fühlen & Allys der Fleischessenden sind.

Wenn Du vegetarisch lebst "wegen der Tiere":
bitte denk drüber nach, was Dein Konsum trotzdem noch für Folgen hat & öffne Dich der tatsächlich konsequent umgesetzten Entscheidung Deines Gewissens-
die Ungerechtigkeit selbst hast Du ja schon erkannt & bist auf einem guten Weg.

#Vegetarisch ist nicht wirklich klimafreundlicher als Fleischkonsum, #vegan schon.

Interaktives Tool als Übersicht zu unserem Lebensmittelkonsum.

https://interaktiv.tagesspiegel.de/lab/wie-klimaschaedlich-sind-beliebte-lebensmittel/

Wie klimaschädlich sind beliebte Lebensmittel?

Was auf den Teller kommt, entscheidet maßgeblich über die Klimabilanz. Die grafische Übersicht zeigt, welche Lebensmittel besonders das Klima zerstören. Es sind durchaus Überraschungen dabei.

Tagesspiegel

@tofuwabohu Ich habe selber klassisch mit besonders viel Käse und Ei den Fleischverlust überkompensiert.

Davon wegzukommen, war dann besonders schwer beim Umstieg auf vegan.

Daher kann ich vegetarisch essen auch strategisch nicht als Zwischenstufe empfehlen.

@tofuwabohu Ich finde diese strikte Kategorisierung etwas extrem. Persönlich bezeichne ich mich als #avap (as #vegan as possible). Wirklich '100 Vegan' halte ich für ein Trugbild/ Selbsttäuschung. Mein Weg kam jedenfalls auch über den Vegetarismus, ich habe mir aber bereits dabei Gedanken über die Herkunft und die Folgen der Produkte gemacht. Milch kam nicht in Frage, Käse nur Bio, Eier ebenso und aus Freilandhaltung. Ich denke es gibt nicht nur schwarz und weiß.

@better_tomorrow @tofuwabohu avap bedeutet halt, so weit wie nur eben möglich auf Tiervernutzung zu verzichten.

Das heißt nicht, dass ich am Frühstücksbuffet n Ei ess, weil mir Margarinetoast nicht reicht. Das heißt aber, dass ich nicht auf Medikamente verzichte, die es nur mit Laktose gibt, auf die ich aber angewiesen bin.

Avap heißt auch nicht, dass ich der Oma zuliebe n Stück Schweinsbraten ess. Es heißt aber, dass wenn ich aufgrund von Krankheit/Behinderung

@better_tomorrow @tofuwabohu auf andere angewiesen bin, eben im Zweifelsfall mal n Kartoffelbrei mit Milch/Butter ess.

Solange eins dieses avap lebt, ist eins #vegan. Alles andere ist halt veggie/omni & Augenwischerei.

Niemand von uns kann so autark ohne Steckdosen, Verkehrsmittel etc leben, dass völlig auf tierische Produkte verzichtet werden kann. Das sollte halt nur nicht als Ausrede dafür gelten, dass wenn 100% eh nie möglich sind, eins auch Ausnahmen machen kann

@Seitansbraten @tofuwabohu Mir ging es nicht um Ausreden.

Ich sehe auch nicht unbedingt einen Unterschied zwischen dem angesprochenen Kartoffelbrei mit Milch/ Butter und einem Ei, sofern es einen sich aufdrängenden sinnvollen Grund gibt, das zu essen in dem Moment (Genusswille sollte es nicht sein).

Das muss also letztlich ein jeder auch etwas für sich selbst abstecken. 95% vegan ist immer noch besser als gar nicht.

Grabenkämpfe o.ä. bringen uns nicht weiter.

@better_tomorrow @tofuwabohu nun, wenn ich anders satt werden kann, gibt's halt keinen Grund für Milch & Ei. Wer es trotzdem isst, ist nicht vegan.

@Seitansbraten @better_tomorrow
Die Worte Grabenkämpfe oder Gatekeeping sind in dem Fall auch immer wieder unangebracht.
Es gibt kein 90% vegan, sondern wenn, dann ist man zu 100% vegan.
Das beinhaltet das MÖGLICHSTE umzusetzen und nicht, dass man "mal nen Cheatday einlegt" oder unterwegs auch Tierprodukte isst.
Für unterwegs ist es MÖGLICH, sich Brote zu schmieren/Essen vorzubereiten.
Soweit wie möglich umsetzbar bedeutet zB Medikamente oder Impfungen ohne vegane Alternativen zu nutzen, eben weil es keine oder nur sehr hochpreisige Alternativen gibt.

Wer vegetarisch lebt, lebt nunmal vegetarisch, ohne Milchprodukte & Eier ist es vollkommen easy umsetzbar (es sei denn medizinisch notwendig) zu leben, wenn man es trotzdem nicht lässt, dann lebt man nicht vegan.
Weshalb sich ein "Label" geben, welches nicht stimmt?
Vor allem ist Veganismus so oft medial negativ konnotiert - wundert mich, weshalb dann trotzdem soviele ethisch nicht vegan Lebende sich das Label verpassen wollen...

@tofuwabohu @Seitansbraten @better_tomorrow Dieses Gatekeeping Argument ist so weit weg von der Realität. Wieso sollten Veganer*innen nicht wollen, dass es mehr vegan lebende Menschen gibt. Da hat man doch einfach den Veganismus noch nicht gänzlich verstanden. Im Endeffekt versucht man sich nur wieder rauszureden, warum man nicht vegan lebt.

@tofuwabohu @steffen @Seitansbraten Also mir geht's nicht darum was die Medien denken oder wie der Begriff da besetzt ist. Ich habe halt keinen Bock mit Carnivoren über die Definition zu diskutieren.

Und mit grundsätzlich Gleichgesinnten eigentlich auch nicht.

@better_tomorrow @tofuwabohu @steffen die Bedeutung von Begriffen aufweichen hilft halt bestenfalls denen, die sich nicht dran halten wollen, die Voraussetzungen zu erfüllen.

Wieso möchte sich jemand unbedingt als vegan labeln, aber nicht danach leben?

@Seitansbraten @tofuwabohu @steffen Mir geht das halt zu sehr in die Richtung 'du bist nicht vegan, du hast 2021 ein Ei gegessen!' - und das nutzen dann die als Ausrede die alles in sich reinschaufeln als Ausrede nichts ändern zu müssen.

@better_tomorrow @tofuwabohu @steffen Wer Eier isst, wissentlich & absichtlich, ist nicht vegan. Wer es seit Monaten, Jahren lässt, ist es.

Dein Beispiel ist also ein bisschen schlecht gewählt.

Wer immer mal wieder, selbst wenn es nur 4x im Jahr ist, wissentlich 1 Ei isst oder 1 Stück Käse, der ist eben nicht vegan.

Wer das als vegan verkauft, weicht es für alle anderen auf, die dann meinen, bissl checken geht schon ok.

Wer vegan verstanden hat

@better_tomorrow @tofuwabohu @steffen konsumiert keine Tiervernutzung.

Weil nicht gewünscht.
Weil die Vorstellung abschreckt.
Weil die Vorstellung anekelt.

Es gibt nur 100%.

Alles andere ist sicher besser, als tägliche Tiervernutzung konsumieren. Aber #vegan ist es nicht.

Ich möchte nicht, dass jemand zwinkizwonki einmal ist keinmal vegan spielt, weil das nicht der Ethik dahinter entspricht.

@Seitansbraten @tofuwabohu @steffen Ich verstehe ja was Du meinst.

Aber es sei die Frage erlaubt ob diese Sicht der Sache dient.

@better_tomorrow @tofuwabohu @steffen tut sie.

Warum wurde jetzt auch mehrfach erklärt.

Beantworte doch die Frage, wieso sich jemand als vegan labeln sollte, wenn vegan nicht verstanden wurde.