Erdőszahl Null – Von Yu
Paul Erdős hat einen Ehrenplatz in meiner Sammlung liebenswerter Käuze, auch wenn ich von all seinen Leidenschaften wie Primzahlzwillingen, Interpolationspolynomen, benachbarten natürlichen Zahlen oder der Ramsey-Theorie kein Wort verstehe. Denn Erdős war vielleicht der brillanteste, ganz sicher aber der skurrilste Mathematiker des 20. Jahrhunderts… Erdős Pál, wie er auf ungarisch heißt, wurde in Budapest geboren: „The supreme misfortune of birth overtook me on March 26, 1913”. (…) –
Erdős unterschrieb Papiere mit „Paul Erdos p.g.o.m.“ (poor great old man); als er 60 geworden war, fügte er „l.d.“ hinzu (living dead), mit 65 „a.d.“ (archaeological discovery), mit 70 wieder „l.d.“ (legally dead), mit 75 „c.d.“ (counts dead). Weiter gezählt hat er nicht. Er starb 1996 mit 83 Jahren während einer Konferenz in Warschau an einem Herzinfarkt. Ich schätze, dieser Abgang hätte ihm gefallen. Er hat einmal gesagt: „Ich möchte einen Vortrag halten und einen wichtigen Beweis an der Tafel abschließen. Dann ruft jemand aus dem Publikum: ‚Und was ist mit der Verallgemeinerung?‘ Ich drehe mich zum Auditorium um, lächele und sage: ‚Das überlasse ich der nächsten Generation.‘ Dann kippe ich um.“
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