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#LinkedOpenStorytelling #LinkedOpenData #DatenlaubeJam #Boetticher #WikiRemembrance #dhipGoesWikiversum #TrickleDownDatenlaube
Auf der #Wikiremembrance in Hannover am 9.10.24 durfte ich darüber sprechen, warum historische Daten keine tote Materie sind. Dass daran Geschichten hängen, die bis in die Gegenwart reichen. Und das heißt, dass heute lebende Menschen durchaus einen Bezug zu diesen Daten haben. #Erinnerungskultur
Danke für die Einladung @tibosl @Lambo @fahrenkrog
Systematische Erfassung von Daten ermöglicht es uns, Muster zu finden, Tendenzen abzulesen, Mengen genau zu bestimmen, Häufigkeiten darzustellen und zu Entwicklungen abzulesen. Daten helfen uns, eine Basis zu bilden und aufgrund dieser Basis Vergleiche anzustellen. Aber Daten sind immer auch mehr als das. Daten - auch die bereits Verstorbener - sind keine "tote Materie". Sie sind Zeugnisse von Leben. Und auch wenn das einzelne Leben mit dem Tod endet - so wirkt es in denen, die nachkommen weiter. Welche Verantwortung ergibt sich daraus für den Umgang mit Daten in der Erinnerungskultur? Welche Aussagen treffen wir, wenn wir aus den Daten neue Erkenntnisse über Geschichte(n) veröffentlichen? Wie kann ein verantwortungsvoller Umgang gelingen und welche Rolle spielen dabei diejenigen, die eine persönliche Beziehung zu den Urheber*innen dieser Daten haben? Auf diese Fragen möchte Nora Hespers in ihrem Vortrag eingehen und damit auch den Prinzipien des FAIR und CARE in der Wissenschaft auf den Grund gehen.
📺 Jetzt sind alle Beiträge unseres Abschluss-Workshops von #WikiRemembrance im @TIB_AVPortal: @fraunora, @heikegleibs, Corinna Bittner, @m_munke, Achim Rohde sowie @Lambo tragen vor zu verschiedenen Aspekten digitaler Erinnerungskultur. Nochmal herzlichen Dank an @fahrenkrog sowie das Team #ZeitZentrumZivilcourage in Hannover für diesen rundum gelungenen Workshop. Viel Freude beim Reinhören und -schauen!
Wie Werkzeug und Methoden der Wikimedia-Bewegung für digitale Projekte der Erinnerungskultur genutzt werden, zeigt die Handreichung ‘WikiRemembrance‘. Die Publikation entstand gemeinschaftlich nach einem Barcamp im ‘aufhof’ Hannover1 in einem kollaborativen Booksprint seit Herbst 20232 und wurde dann in Hannover veröffentlicht.3 Hannover : Technische Informationsbibliothek, various authors, CC BY 4.0, via Wikimedia Commons Die Bedeutung von Wikimedia … Medienspeicher Wikimedia Commons und Interwikilinks weiterlesen →
In Kooperation mit dem ZeitZentrum #Zivilcourage Hannover fand am 9. Oktober die Abschlusskonferenz des Projekts #WikiRemembrance statt.
Was es genau mit diesem #Erinnerungskultur-Projekt auf sich hat, wie die Veranstaltung ablief und was in der erarbeiteten Handreichung (Link: siehe unten) steht, beschreibt unsere Kollegin Gabi @fahrenkrog aus dem @tibosl in diesem #TIBBlog-Beitrag: https://blog.tib.eu/2024/10/18/erinnerungskultur-digital-und-partizipativ-abschlusskonferenz-zum-projekt-wikiremembrance
Zur erwähnten Handreichung: https://oa.tib.eu/renate/items/dadab044-ace0-4982-82ba-d092b9a862cc
In Kooperation mit dem ZeitZentrum Zivilcourage Hannover fand am 9. Oktober 2024 die Abschlusskonferenz des Projekts WikIRemembrance statt. Neben der Vorstellung der im Projektverlauf erarbeiteten Handreichung „WikiRemembrance – Erinnerungskultur digital und partizipativ“, wurde in Vorträgen und Diskussionsformaten eine Vielzahl an Perspektiven und Positionen zu unterschiedlichen Themen digitaler Erinnerungskultur aufgezeigt.
Erinnerungskultur digital und partizipativ – Abschlusskonferenz zum Projekt WikiRemembrance
In Kooperation mit dem ZeitZentrum Zivilcourage Hannover fand am 9. Oktober 2024 die Abschlusskonferenz des Projekts WikiRemembrance statt. Neben der Vorstellung der im Projektverlauf erarbeiteten Handreichung „WikiRemembrance – Erinnerungskultur digital und partizipativ“, wurde in Vorträgen und Diskussionsformaten eine Vielzahl an Perspektiven und Positionen zu unterschiedlichen Themen digitaler Erinnerungskultur aufgezeigt.
Abschlusskonferenz WikiRemembrance, Foto: Lisa Groh-Traumann, CC BY 4.0.
Das Programm
Den Auftakt zum vielfältigen Programm der Veranstaltung machte Lambert Heller (Leiter des Open Science Labs der TIB, WikiRemembrance-Projektleitung) mit einer Vorstellung der Handreichung. Er machte deutlich, wie sehr die aktuellen Entwicklungen im Hinblick auf Hassrede und Fake News, von denen insbesondere auch die digitale Erinnerungskultur betroffen ist, eine Auseinandersetzung mit den Chancen und Herausforderungen in diesem Themenfeld erfordern.
In ihrem Impuls fragte Corinna Bittner (Interessengemeinschaft niedersächsischer Gedenkstätten), wer digitale Erinnerungskultur macht und wem sie gehört. Dabei zeigte sie auf, wie es um Einträge zu historischen Orten in der Wikipedia aktuell bestellt ist, welche Abrufzahlen die Einträge haben und beleuchtete die Probleme, die aus erinnerungskultureller Sicht bei Wikipedia-Artikeln gegeben sind.
Dr. Achim Rohde (Stiftung niedersächsische Gedenkstätten) stellte in seinem anschließenden Vortrag heraus, dass digitale Transformationsprozesse die Arbeit von Gedenkstätten und Erinnerungsorten und NS-Verbrechen in vielerlei Hinsicht verändern. Sie bieten neue Möglichkeiten, die aber auch Risiken beinhalten. Anhand ausgewählter Projekte sprach er über Möglichkeiten einer partizipativen und interaktiven digitalen Erinnerungskultur zur NS-Geschichte.
Heike Gleibs (Wikimedia Deutschland e. V.) erläuterte, wie die Wikimedia-Projekte eine offene und kostenlose Infrastruktur für die gemeinsame Erstellung und Pflege von Wissen bereitstellen und welche Beiträge zur digitalen Erinnerungskultur Wikimedia und seine Projekte leisten können und wollen.
In der anschließenden Podiumsdiskussion, moderiert durch Nicole Klimas (ZeitZentrum Zivilcourage), diskutierten Corinna Bittner, Dr. Achim Rohde und Heike Gleibs die Frage „Demokratie stärken – welchen Beitrag kann digitale Erinnerungskultur dabei leisten?“.
Im zweiten Teil der Veranstaltung stellte Martin Munke (Sächsische Landesbibliothek – Staats- und Universitätsbibliothek Dresden – SLUB) unter dem Titel „Demokratie stärken – welchen Beitrag kann digitale Erinnerungskultur dabei leisten?“ zwei Beispiele aus der Arbeit der SLUB vor: Digitale Sammlungen und Virtuelles Kartenforum.
Am Beispiel des Wikipedia-Artikels über ihren Großvater Theo Hespers, Widerstandskämpfer in der NS-Zeit, machte Nora Hespers in ihrem abschließenden Vortrag deutlich, dass Daten keine tote Materie sind. Dass sie ohne einen erläuternden Kontext oft falsch oder missverständlich wiedergegeben werden. Offene Daten als Allmende zu betrachten, bedeutet auch, verantwortungsvoll damit umzugehen und den Kontext stets zu hinterfragen.
Die Beiträge der Veranstaltung wurden aufgezeichnet und stehen in Kürze über das TIB AV-Portal zum Nachschauen bereit.
Abschlusskonferenz WikiRemembrance-Podium, Foto: Lisa Groh-Traumann, CC BY 4.0.
Die Handreichung „WikiRemembrance – Erinnerungskultur digital und partizipativ“
Ein Jahr lang haben wir kollaborativ mit vielen Beitragenden aus Gedenkstätten, Bibliotheken, Vereinen und Einzelpersonen an diesem Thema gearbeitet. Entstanden ist die Handreichung „WikiRemembrance – Erinnerungskultur digital und partizipativ“.
Die Themen der Handreichung sind unter anderem:
Auch eine kritische Auseinandersetzung im Zusammenhang mit der Öffnung von Daten findet darin statt. Beleuchtet werden daher auch Aspekte wie:
Online ist die Handreichung hier abrufbar.
Da die Arbeit an der Handreichung lediglich eine Momentaufnahme darstellt, die zudem nur einen Teil der Facetten digitaler Erinnerungskultur abbildet, steht der Text zur Aktualisierung, zur weiteren Bearbeitung, Ergänzung und Kommentierung in der Wikiversity bereit.
#wikiremembrance #Veranstaltung #Handreichung #LizenzCCBY40INT #OpenScienceLab #Projekte