Durch die Gespräche jetzt, wird mir selbst erst wieder mehr klar was ich geschafft habe. Im Alltag verschwimmt das oft. Alleine, weil ich ja auch wirklich sehr mit Thomas beschäftigt bin immer. Tgl. besprechen wir seinen Tag, seine Gefühlslage, seine Fortschritte, seine Ziele.
Ich mach meine Dinge mehr mit mir selbst aus, oder schreib es euch.
Thomas hat da kein Gefühl für. Klar interessiert er sich, aber es fühlt sich oft an, als ginge es ihm dann nur darum zu hören, dass ich gut funktioniere für ihn.
Ich bin so stolz auf mich, ich habe das so vermisst vor der Kamera zu stehen, und das jetzt geschafft zu haben und die Aussicht es wieder vollwertig weiter zu machen, macht mich glücklich. Ich bekomme nach und nach meine Bilder, ich sehe meine " Schwachstellen" meine dicken Beine, die Schwabbelarme, den hängearsch und ich halte mich nicht daran auf. Das ist eben so. So what? Ich bin 49 Jahre alt, ich bin Schwerbehindert, ich habe zugenommen und abgenommen, ich lebe noch, ich brauche kaum noch einen Rollstuhl oder Rollator. Ich bin nämlich eine ganz normale Frau und keine Puppe.
Ich habe Dinge in den letzten 6 Jahren erreicht, die ich mir vor dem Stoma nicht hätte vorstellen können. Ich gehe wieder zum Sport ich fahre längere Strecken mit dem Auto, ich klettere in der Natur rum, ich bin 11000 Schritte auf der Tattoo Con gelaufen. Ich bin das mit der Klinik angegangen. Wer will mich aufhalten, wenn nicht mal mein kranker geschundener Körper mich aufhalten kann?
Und darum übrigens nenne ich mich Alpha. Denn ich bestimme wann das Limit erreicht ist, nicht mein Körper. 💪
#CED #ChronischKrank #HaushaltMitAutisten #spoonielife #Stoma #Fatigue #POTS #Leben