Der namenlose Grashalm

Mitten in einer unendlich weiten Wiese wuchs ein namenloser Grashalm. Er war nicht größer, nicht kleiner, nicht grüner oder gelber als seine Milliarden Brüder um ihn herum. Der Wind strich über die Wiese, ließ sie wie eine Woge auf und ab gehen, und der namenlose Grashalm wiegte sich mit ihnen, ohne jemals aufzufallen.

Doch tief in seinem Inneren fragte er sich: Bin ich bedeutungslos?
Er sah auf die mächtigen Bäume am Waldrand, die stolz ihre Kronen in den Himmel reckten. Er hörte die Bienen summen, die von Blüte zu Blüte flogen und süßen Nektar sammelten. Sogar die bunten Blumen ringsum wurden von den Schmetterlingen bewundert. Doch niemand beachtete ihn, den einfachen Grashalm.

„Was ist mein Sinn?“, flüsterte er in den Wind.

Und der Wind trug seine Frage weit über die Felder, bis sie eine Stimme hörte – die Stimme des Schöpfers.

„Du bist, weil ich dich wollte“, sprach die Stimme sanft.

Der Grashalm zitterte. „Aber ich bin doch nur einer von unzähligen. Ich bin nicht stark wie die Bäume, nicht schön wie die Blumen. Warum sollte ich wichtig sein?“

Der Schöpfer lachte leise, und ein Sonnenstrahl fiel genau auf den Grashalm.

„Siehst du den Tau auf deinen Blättern? Jedes Tröpfchen spiegelt das Licht. Und siehst du das Kalb dort, das hungrig grast? Ohne dich wäre sein Bauch leer. Und siehst du, wie der Wind durch die Wiese streicht? Ohne dich gäbe es das Lied der Wiese nicht.“

Der Grashalm schwieg. Zum ersten Mal spürte er, dass er nicht verloren war in der Menge.

Er war gewollt.
Er war geliebt.
Er war Teil eines großen Ganzen.

Und so wiegte er sich weiter im Wind – nicht mehr in Zweifel, sondern in Dankbarkeit.

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Framing – Gedanken zum Sonntag von der Taufe des Herrn

Sehen Sie hier eine Andacht von Dekan Walter Jungbauer aus der altkatholischen Kirche.

https://youtu.be/9ieRdbWqStY?si=4B8kpYuaqKGCKkrf

Der Rahmen, der sich um eine Erzählung oder einen Bericht formt, bestimmt im Regelfall die Wahrnehmung einer bestimmten Sache. So etwas wird „Framing“ genannt. Solch ein Framing begegnet uns auch in der Bibel. Darüber mache ich mir vor dem Hintergrund einer der Lesungen dieses Sonntags ein paar Gedanken.

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Framing - Gedanken zum Sonntag von der Taufe des Herrn - 12.1.25 - Alt-Katholische Kirche Hamburg

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Stellen Sie sich vor, Gott wäre ein DJ, der aus den unendlichen Weiten des Universums die perfekte Playlist für die Menschheit zusammenstellt. Nicht nur irgendeine Musik, sondern Melodien, die tief in die Seele eindringen und uns zum Mitschwingen bringen sollen. Doch wie bei jedem guten DJ gibt es immer ein paar, die den Rhythmus nicht fühlen oder sich beschweren, dass die Musik nicht nach ihrem Geschmack ist.

Das könnte ein Grund sein, warum sich Gott oftmals lieber im Hintergrund hält, in der stillen Transzendenz, weit entfernt von den lauten Meinungen und dem Geschmack des Publikums. Gott als DJ spielt nicht für Applaus oder Anerkennung, sondern bietet eine universelle Melodie der Liebe und Hoffnung an, die darauf wartet, von jenen entdeckt zu werden, die bereit sind, ihr Herz für neue Klangwelten zu öffnen.

Die Playlist der Schöpfung

Jeder Song auf Gottes Playlist ist ein Meisterwerk der Schöpfung, sorgfältig ausgewählt, um eine Geschichte zu erzählen, eine Lektion zu lehren oder einfach nur um das Leben zu feiern. Die Natur, die Jahreszeiten, die Liebe – sie alle sind Lieder, die in Harmonie gespielt werden und uns zum Tanzen einladen. Doch nicht jeder hört die gleiche Musik. Einige sind tief berührt von der Symphonie der Sterne, andere finden Trost im leisen Wispern des Windes.

Der freie Wille: Das Recht, den DJ zu wechseln

Ein wesentlicher Teil dieser göttlichen DJ-Performance ist der freie Wille – das Recht jedes Einzelnen, selbst zu entscheiden, welche Musik er hören möchte. Gott zwingt niemandem seine Playlist auf. Stattdessen bietet er eine Auswahl an, und jeder hat die Freiheit, sich einzulassen oder nach einer anderen Melodie zu suchen, die besser zu seinem persönlichen Lebensrhythmus passt.

Einladung zum Tanz

Vielleicht ist die größte Einladung, die Gott uns macht, nicht nur zuzuhören, sondern aktiv teilzunehmen – aufzustehen und nach Seiner Musik zu tanzen. Es ist eine Einladung, sich jenseits von Vorurteilen und vorgefertigten Meinungen zu bewegen, um die tiefere Schönheit und den Zweck hinter den Noten zu erkennen.

Auch wenn nicht jeder die Musik mag, die Gott spielt, und manche sich entscheiden, die Tanzfläche zu meiden, bleibt die Einladung bestehen. Es ist eine Einladung, die weit über konventionelle Grenzen hinausgeht und uns auffordert, das Mysterium und die Freude der transzendenten Musik zu entdecken, die unser Leben bereichern und transformieren kann.

So, auch wenn Gott sich vielleicht dezent in der Transzendenz verbirgt, ist seine Musik immer präsent, leise im Hintergrund spielend, bereit, von denen gehört zu werden, die ihre Ohren und Herzen dafür öffnen möchten. Tanzschuhe an, es ist Zeit, die göttliche Playlist zu erkunden!

https://god.fish/2024/04/26/wenn-gott-der-dj-ist-spielt-er-gute-musik/

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Gott is a DJ

In einer Welt, in der Musik die Essenz des Lebens ist, gibt es einen Ort, der als „Der Große Club“ bekannt ist. Dieser Club ist…

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