Kommunalwahl Bayern 2026: Stichwahl - alle ZwischenstĂ€nde und Ergebnisse im Überblick

Wie hat meine Gemeinde, meine Stadt, mein Landkreis bei der Stichwahl abgestimmt? Hier zeigen wir die Ergebnisse bei (Ober-)BĂŒrgermeistern und LandrĂ€ten. Suchen Sie nach Ihrer Kommune oder klicken Sie in die Karte.

BR24

Merz erstmal gescheitert

Friedrich Merz (Linnemann: “der richtige Mann zur richtigen Zeit”) hat die nötige Mehrheit zur Wahl des Bundeskanzlers nicht erreicht. Er bekam 310 Stimmen, 316 wĂ€ren fĂŒr die absolute Mehrheit nötig gewesen, die Koalition hat theoretisch eine Mehrheit von 328 Stimmen. 630 Abgeordnete waren anwesend, davon haben neun offensichtlich nicht abgestimmt, denn nur 621 abgegebene Stimmen wurden gezĂ€hlt. Der Bundestag hat sich zunĂ€chst auf morgen vertagt und erneut eingeladen, um möglicherweise einen zweiten Wahlgang durchzufĂŒhren. 307 Abgeordnete stimmten mit nein, es gab 3 Enthaltungen, eine ungĂŒltige Stimme. Insgesamt fehlten 18 Stimmen fĂŒr eine Kanzlermehrheit. Merz ist der erste Bundeskanzlerkandidat, der nicht im ersten Wahlgang die nötige Stimmenzahl erreichte.  Wer die betreffenden Neinsager sind und welcher kĂŒnftigen Regierungspartei sie angehören, ist nicht klar, denn die Wahl ist geheim. Die Sitzung wurde von PrĂ€sidentin Julia Klöckner zunĂ€chst unterbrochen.

Erste Reaktionen

Renate KĂŒnast, selbst nicht mehr Abgeordnete des Bundestages, bescheinigte Merz einen gehörigen AutoritĂ€tsverlust. Der parlamentarische GeschĂ€ftsfĂŒhrer der AfD, vom ARD-Reporter unterwĂŒrfig als “OppositionsfĂŒhrer” betitelt, frohlockte und nutzte die Schlappe des noch-nicht-Kanzlers Merz, um seiner Hoffnung Ausdruck zu geben, dass es aus der Union die entsprechenden Gegenstimmen gegeben habe. Chrupalla und Weidel witterten ebenfalls Morgenluft, Weidel forderte Neuwahlen, Chrupalla, neben ihr stehend, rief dazu auf, die CDU mĂŒsse nun mit der AfD koalieren.  Beide machten damit  deutlich, dass die AfD-Spitze nicht einmal weiss, was sie selbst wollen – Hauptsache, es geht gegen die Demokratie.

Es blieb Bundestags-VizeprÀsident Bodo Ramelow vorbehalten, zunÀchst Licht in die verfassungsrechtliche Situation zu bringen. Der Vorschlag des BundesprÀsidenten hat keine Mehrheit gefunden, nun ist es am Parlament, innerhalb der nÀchsten 14 Tage aus seiner Mitte, d.h. auf Vorschlag der Fraktionen einen Kanzler vorzuschlagen und erneut abzustimmen. Im dritten Wahlgang reicht dann die einfache Mehrheit der Stimmen.

Die Medien und die Rechtsextremen

Überhaupt doch recht verwunderlich, wie prominent die Medien die AfD ausfĂŒhrlich zu Wort kommen ließen, die erst in der vergangenen Woche vom Bundesamt fĂŒr Verfassungsschutz insgesamt als rechtsextremistisch eingestuft wurde. ARD und Phoenix interviewten ausfĂŒhrlichst diese rechtsextreme AfD, die die Schlappe von Merz in Person des GeschĂ€ftsfĂŒhrers Baumann sofort nutzten, um ihre FlĂŒchtlingshetze und Propaganda gegen die angeblich “linksgrĂŒn-versiffte” Politik und “das brechen aller Wahlkampfversprechen der CDU/CSU” breit zu treten und gebetsmĂŒhlenartig zu wiederholen. Insgesamt jedoch gibt das Wahlergebnis keinen Anlass zur Panik, die die Rechtsextremen gerne verbreiten möchten.

Quittung fĂŒr Merz’ Wahlkampf – Warnschuss fĂŒr Klingbeil

Spekulationen ĂŒber die Herkunft der Gegenstimmen sind mĂŒĂŸig. Denn viele Abgeordnete aus den kĂŒnftigen Regierungsfraktionen haben gute GrĂŒnde, Merz zu Beginn seiner Amtszeit einen soliden DĂ€mpfer zu verpassen. Das ist zum einen Merz’ persönlicher Arroganz und streckenweise Uneinsichtigkeit in seine politischen Fehler in der jĂŒngsten Vergangenheit geschuldet. Da ist zum einen vermutlich fĂŒr einige das Motiv,  eine spĂ€te Quittung fĂŒr sein Verhalten am 29.Januar 2025, als er gemeinsame Sache mit der AfD gemacht hat, um deren rassistische und von fremdenfeindlichen Motiven getriebene Migrationspolitik praktisch zu ĂŒbernehmen. Das ist zum anderen die mögliche EnttĂ€uschung derer aus den Regierungsfraktionen, die bei der Postenvergabe in der angekĂŒndigten Bundesregierung nicht berĂŒcksichtigt wurden. DarĂŒber hinaus mag es auch jeweils innerparteiliche GrĂŒnde geben. Schließlich hat die SPD bewĂ€hrte Regierungsmitglieder wie Hubertus Heil, Karl Lauterbach oder Svenja Schulze nicht nominiert und auch die Parteivorsitzende Esken stiefmĂŒtterlich behandelt. In der CDU/CSU-Kabinettsliste tauchen die wichtigen Stimmen aus dem Merkel-Lager und aus den Reihen der traditionellen SozialausschĂŒsse ĂŒberhaupt nicht auf.

Regieren nicht von oben herab – selbstbewusste Fraktionen

Entgegen den oberflĂ€chlichen und “aus der HĂŒfte” geschossenen Vermutungen und GerĂŒchten, und entgegen des des angeblichen “Chaos”, kann dieses Wahlergebnis auch darauf hindeuten, dass es Merz und Klingbeil mit selbstbewussten FraktionĂ€r*innen zu tun bekommen und es in der kommenden Legislaturperiode durchaus öfter zu schwierigen Abstimmungen kommen kann, wenn die Regierungsparteien keine wirklichen Kompromisse finden, in denen sich die politische Breite dieser Koalition wiederfinden wird. Das muss kein Schaden fĂŒr die Demokratie und fĂŒr die Regierungsparteien sein, sondern kann helfen, politische Unterschiede deutlich zu machen. Und eine Wiederholung der Kanzlerwahl schon heute wĂ€re durchaus möglich.

In KĂŒrze werden wir mehr wissen.

Nachtrag gegen 17.00:

ErwartungsgemĂ€ĂŸ hat er es im 2. Anlauf geschafft.

Merz erstmal gescheitert

Friedrich Merz (Linnemann: der richtige Mann zur richtigen Zeit) hat die nötige Mehrheit zur Wahl des Bundeskanzlers nicht erreicht. Er bekam 310 Stimmen, 316 wĂ€ren fĂŒr die absolute Mehrheit nötig gewesen, die Koalition hat theoretisch eine Mehrheit von 328 Stimmen.

Beueler-Extradienst
Neuer Cartoon: Nr. 872 - Wahlschlappe | Wer eine Wahlschlappe einsteckt, darf sich nicht wundern, wenn der MeeressĂ€uger den Pantoffel zurĂŒckfordert.
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Eine dritte #Schlappe vor #Gericht zwingt Italiens MinisterprĂ€sidentin #Meloni zum Handeln: Nachdem die italienische Marine erneut #Mittelmeer-FlĂŒchtlinge nach #Albanien gebracht hat, dĂŒrfen die 43 MĂ€nner wieder zurĂŒck nach Italien.

Italien muss FlĂŒchtlinge wiede...
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Doch fĂŒr keines der genannten Probleme konnte Egerer den Bezirksvertretern eine Lösung in Aussicht stellen. Die Probleme der S-Bahnlinien seien Ă€rgerlich und wĂŒrden in GesprĂ€chen mit dem VRS angesprochen. Sie wĂŒrden sich „endgĂŒltig aber wohl erst mit dem S-Bahn-Ausbau im Rechtsrheinischen lösen lassen“. Eine Erweiterung des Busnetzes sei „eine Frage der Finanzierung“ – es gebe stadtweit viele AntrĂ€ge, diese mĂŒssten der Reihe nach abgearbeitet und „im Gesamtkontext“ gesehen werden.

Einen echten DĂ€mpfer aber hatte Egerer in Bezug auf den Blumenbergsweg parat: In GesprĂ€chen mit dem Verkehrsminister des Landes NRW, Oliver Krischer, habe er erfahren, dass dessen Ausbau in der PrioritĂ€tenliste des Landes nach unten gerutscht sei. „Wir prĂŒfen jetzt, ob der Ausbau wie bisher geplant weiterlaufen kann“ – eine Möglichkeit wĂ€re, dass die Stadt Köln den Abschnitt des Anschlusses an die A57 zunĂ€chst selbst finanziere und sich das Geld spĂ€ter vom Land erstatten lasse. Als „K.O.-Schlag“ bezeichnete BezirksbĂŒrgermeister Reinhard Zöllner (CDU) die Neuigkeit dennoch. „Die Rechte saß richtig gut“, fĂŒgte er trocken hinzu. „Der Bezirk wird in Jubel ausbrechen.“

https://www.bachhausen.de/schlappe-fuer-chorweiler-dezernent-egerer-bringt-keine-guten-nachrichten-fuer-den-verkehr-im-koelner-norden/

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Schlappe fĂŒr Chorweiler: Dezernent Egerer bringt keine guten Nachrichten fĂŒr den Verkehr im Kölner Norden

Doch fĂŒr keines der genannten Probleme konnte Egerer den Bezirksvertretern eine Lösung in Aussicht stellen. Die Probleme der S-Bahnlinien seien Ă€rgerlich und wĂŒrden in GesprĂ€chen mit dem VRS angesprochen. Sie wĂŒrden sich „endgĂŒltig aber wohl erst mit dem S-Bahn-Ausbau im Rechtsrheinischen lösen lassen“. Eine Erweiterung des Busnetzes sei „eine Frage der Finanzierung“ – es gebe...

Dirk Bachhausen
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