Artikel: Warum verhalten sich Menschen diskriminierend?

Wenn wir Menschen erreichen wollen, bevor sie diskriminierende und/oder rechte Einstellungen entwickeln bzw. verfestigen oder solche Verfestigungen unterbrechen wollen, reicht es oft nicht, inhaltlich die besseren Argumente zu haben oder Grenzen zu ziehen (auch wenn das ebenfalls beides sinnvoll ist). Oft ist es nötig, sich damit zu beschäftigen, was diese Denk- und Handlungsangebote für Menschen attraktiv macht, auf welche Herausforderungen oder Problemlagen sie (scheinbare) Antworten bieten, um Menschen zu erreichen, die noch nicht gänzlich für einen solidarischeren Umgang verloren sind. Auf dieser Grundlage kann präventiv oder in der Intervention mit Menschen mit (noch) nicht geschlossenen Weltbildern an alternativen, solidarischeren Umgangsweisen mit diesen Schwierigkeiten gearbeitet werden. Es geht dabei nicht um Entschuldigung, sondern um eine Verbesserung der Wirksamkeit von Prävention und Intervention.

Solche Herangehensweisen sollten Empowerment-Angebote und Schutz betroffener Menschen ergänzen. Die Förderung nicht-diskriminierender und emanzipatorischer Handlungsfähigkeit ist ein weiterer wichtiger Baustein. Es geht hier also nicht um das Ausspielen verschiedener Ansätze, sondern um zusätzliche Anregungen.

Im Artikel biete ich auf Grundlage Kritisch-psychologischer Ansätze Analyse-Perspektiven und mache Handlungsvorschläge. Diese richten sich primär an Bildungsarbeiter*innen bzw. Pädagog*innen. Vieles ist aber übertragbar auf andere Kontexte, in denen wir Menschen erreichen wollen, die diskriminierende bzw. rechte Einstellungen und Handlungsmuster entwickeln (könnten), aber noch nicht zu einem geschlossenen Weltbild verfestigt haben – von privatem Engagement über Öffentlichkeitsarbeit bis zu Aktivismus.

Debus, Katharina (2025): Warum verhalten sich Menschen diskriminierend? Subjektive Funktionalität von Diskriminierung und Stärkung von Handlungsfähigkeit als Ansätze für Prävention und Intervention. In: Klemm, Sarah/Wittenzellner, Ulla (Hrsg.): Geschlechterreflektierte Pädagogik gegen Diskriminierung und Rechtsextremismus. Berlin: Dissens – Institut für Bildung und Forschung. S. S. 58–73. schnig.dissens.de/handreichung

Längere Version des Artikels mit mehr Beispielen, Grafiken und Theorie:
Debus, Katharina (2025): Warum verhalten sich Menschen diskriminierend? Subjektive Funktionalität von Diskriminierung und Stärkung von Handlungsfähigkeit als Ansätze für Prävention und Intervention. Extended Version mit mehr Beispielen, Theorie, Grafiken und Hypothesen. Berlin: Dissens – Institut für Bildung und Forschung. katharina-debus.de/material/te…

Die anderen Texte aus den Kurzverweisen und das Literaturverzeichnis finden sich unter schnig.dissens.de/handreichung

#Diskriminierung #Antidiskriminierung #emanzipatorischeBildung #diskriminierungskritischeBildung #Antidiskriminierungspädagogik #Pädagogik #Bildung #pädagogikbubble #FediLZ #Rechtsextremismusprävention #Diskriminierungsprävention #Gewaltprävention #geschlechterreflektiertePädagogik #queereBildung #RassismuskritischeBildung #antisemitismuskritischebildung

17. – 19.02.2026: Online-Seminar (Zoom): Lernen zu Diskriminierung. Zur Gestaltung von Lernprozessen

Termine (nicht zur Wahl, das Seminar umfasst zweieinhalb Tage plus Selbstlernmodul):
• ca. 4 Stunden Selbstlernmodul in Eigenregie – die Zugangsdaten werden bei Bestätigung der Anmeldung mitgeschickt
• Di, 17.02.2026: Technik-Check-In ab 14:50, Seminar: 15–17:30h
• Mi, 18.02.2025: Technik-Check-In 09:50h Seminar: 10h–17h
• Do, 19.02.2025: Technik-Check-In 09:50h, Seminar 10h–17h

Wir sammeln Anmeldungen (siehe unten zu Anmeldung, Gruppenzusammensetzung etc.) in einer ersten Runde bis zum 09.01.2026 und senden in der Woche drauf die ersten Zusagen raus. Eventuell verbliebene freie Plätze vergeben wir ca. wöchentlich. Meist ist die Fortbildung schnell ausgebucht, ich empfehle daher bei Interesse eine rasche Anmeldung

Zielgruppe: Diese Fortbildung richtet sich an Menschen, die sich bereits mehrere Jahre mit Diskriminierung und/oder mindestens einem Ungleichheits- bzw. Diskriminierungsverhältnis beschäftigt haben und bereits auf mehrjährige Erfahrungen in Pädagogik/Bildungsarbeit zurückgreifen können. Wenn Ihr Euch nicht sicher seid, ob Eure Vorkenntnisse ausreichen, fragt gerne nach. Wir werden den Fokus auf konzeptionelle und didaktische Fragen legen und uns nur kurz mit grundsätzlichen Fragen von Diskriminierung, Privilegierung und Intersektionalität beschäftigen.

Referent*innen: Iven Saadi & Katharina Debus

Kosten: kostenfrei

Weitere Informationen und Anmelde-Infos unter: dissens.de/termine-news/detail…

Das Online-Seminar findet im Rahmen des Projekts Schnittstelle Geschlecht – Geschlechterreflektierte Bildung als Prävention von Sexismus, Vielfaltsfeindlichkeit und Rechtsextremismus statt. Das Projekt wird gefördert von der Berliner Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung, im Rahmen des Landesprogramms gegen Rechtsextremismus, Rassismus und Antisemitismus.

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Bildbeschreibung, weil ich noch nicht verstanden habe, wie ich auf Loma einen Alttext einfüge: Überschrift: Lerndimensionen diskriminierungskritischer Pädagogik

Mittig drei gelbe Kästen: Wissen; Haltung; Handlungsoptionen. Verbunden durch grüne in beide Richtungen weisende Pfeile.
Von jedem Kasten Linien nach oben, zu weiteren gelben Kästen:

Wissen: Deutungsangebote: Verstehen der Welt & eigener Erfahrungen.

Haltung: Selbstverhältnis; Haltung zu anderen, Ethik & Empathie; Umgang mit Emotionen & Unsicherheit; Reflexion über eigenes Handeln & Reaktionsmuster.

Handlungsoptionen: Empowerment, Zivilcourage & Nicht-Diskriminierung.

Um die zentralen Kästen herum blaues Oval: Rahmenbedingungen.

Darin drei kleine hellblaue Ovale: Lehr-Lern-Bedingungen gestalten; Interessenvertretungsoptionen & Erweiterung des Handlungsraums; Konkurrenzlogiken abbauen.

Unten in einem grünen Balken: Wenn nötig, um Lernraum inklusiv zu gestalten: machtpolitische Interventionen (z.B. Verbote, Rauswürfe...)

Unten: Grafik & Konzept: Katharina Debus & Iven Saadi, Stand April 2023

Idee | Kollektiv für emanzipatorische, antiautoritäre Bildung(-sangebote)

Kennt ihr Menschen die Interesse an selbstständiger, kollektiver Bildungsarbeit haben? Habt ihr Ideen, wo/wie ich Moderator:innen und politische Bildner:innen finde, die Lust auf Selbstorganisierung haben?

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#anarchafeminism

Idee | Kollektiv für emanzipatorische, antiautoritäre Bildung(-sangebote)

Kennt ihr Menschen die Interesse an selbstständiger, kollektiver Bildungsarbeit haben? Habt ihr Ideen, wo/wie ich Moderator:innen und politische Bildner:innen finde, die Lust auf Selbstorganisierung haben?

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