Weltrecyclingtag am 18. März: Darum sind Recycling und Mülltrennung so

Am Mittwoch, 18. März, ist Weltrecyclingtag, ein Tag der die Bedeutung des Recyclings in den Fokus rückt. Recycling meint die Wiederverwertung von Rohstoffen. Statt sie zu vernichten, werden Abfallmaterialien als Sekundärrohstoffe für die Herstellung neuer Produkte verwendet. Dafür werden sie zum Beispiel zerkleinert, sortiert und gewaschen, um sie für die Wiederverwendung aufzubereiten. Zu den recycelbaren Materialien zählen unter anderem Glas, Papier, Karton, Metall, Kunststoff, Reifen, Textilien, Batterien und Elektronik. Auch die Kompostierung – wie beispielsweise von Lebensmittel- und Gartenabfällen – ist eine Form des Recyclings. Recycling funktioniert - wenn richtig getrennt wird. Dass richtige Mülltrennung einen Unterschied macht, zeigen aktuelle Recyclingzahlen: 70,8 Prozent der bei den dualen Systemen gemeldeten Kunststoffverpackungen wurden 2024 werkstofflich verwertet. Wie wichtig das für den Schutz von Klima und Ressourcen ist, belegt eine Studie des Öko-Instituts: So werden in Deutschland durch Verpackungsrecycling im Jahr rund vier Millionen Tonnen Sekundärrohstoffe erzeugt. Sie sind eine wichtige Rohstoffquelle für die Herstellung neuer Produkte. Recycling hat viele Vorteile: „Es hilft, Ressourcen zu schonen. Denn, statt neue, endliche Rohstoffe zu verwenden, wird verwendet, was bereits hergestellt wurde. Zudem entlastet es die Umwelt, da weniger Abfallprodukte entstehen, und beispielsweise weniger Plastik in die Meere oder den Boden gelangt“, führt Susanne Huber, Abfallberaterin des Eigenbetrieb Abfallwirtschaft, aus. Aber wie trennt man eigentlich richtig? Im Abfall A bis Z auf der Website www.abfallwirtschaft-ortenaukreis.de oder in der „AbfallApp“ finden sich viele Informationen dazu. Auch stehen die Kolleginnen und Kollegen vom Eigenbetrieb Abfallwirtschaft gerne mit Rat und Tat zur Seite: Die Abfallberatung ist telefonisch unter 0781/805-9600 oder per E-Mail [email protected] erreichbar.

Landkreis Ortenaukreis

@FotoVorschlag

'Ortstafeln, -schilder' #FotoVorschlag

Ich bin extra nach #Darum gefahren, um auch einen schönen Namen drauf zu haben. Statt dessen stand da #Osnabrück. Das Foto ist jetzt nicht wirklich künstlerisch wertvoll. Es erfüllt eher den Zweck.

ICH MÖCHTE POMMES UND IHR SOLLT DAS ALLE WISSEN.

#darum
#PommesLiebe
#KackTag

(t-online) Sexarbeiter in Berlin: “Es geht nur darum, uns zu kontrollieren”

Seit 2017 gibt es das Prostituiertenschutzgesetz. Kürzlich wurde untersucht, ob es etwas bewirkt. Schützt es wirklich jene, die mit Sex Geld verdienen? Ein Prostituierter aus Berlin sieht es kritisch.

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Berliner Prostituierter kritisiert Gesetz: "Es geht nur darum, uns zu kontrollieren"

Seit 2017 gibt es das Prostituiertenschutzgesetz. Kürzlich wurde untersucht, ob es etwas bewirkt. Schützt es wirklich jene, die mit Sex Geld verdienen? Ein Prostituierter aus Berlin sieht es kritisch.

t-online

(Abendzeitung) Schwuler Schlagerstar spricht von Druck und Angst: Darum wollte er sich nicht outen

Christian Schild steht als Mitglied der Band voXXclub auf Deutschlands Schlagerbühnen. Der Sänger steht mittlerweile offen zu seiner Homosexualität – nun verrät er der AZ, warum er lange bei seinem Coming-out zögerte.

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Schwuler Schlagerstar spricht von Druck und Angst: Darum wollte er sich nicht outen

Christian Schild steht als Mitglied der Band voXXclub auf Deutschlands Schlagerbühnen. Der Sänger steht mittlerweile offen zu seiner Homosexualität – nun verrät er der AZ, warum er lange bei seinem Coming-out zögerte.

Abendzeitung

Warum ist Forschungsdatenmanagement unverzichtbar in der Wissenschaft? Und weshalb ist es keine Option, sondern eine Verpflichtung Datenmanagement zu betreiben?

Diese und viele andere Fragen werden auf der Themenseite rund um Forschungsdatenmanagement beantwortet.

https://darum.zbmed.de/warum-ist-forschungsdatenmanagement-unverzichtbar-in-der-wissenschaft/

#FDM #Forschungsdatenmanagment #Darum #ZBMED #Weiterwissen

Warum ist Forschungsdatenmanagement unverzichtbar in der Wissenschaft? - DARUM ZB MED!

Forschungsdatenmanagement – kurz FDM – ist mehr als nur das Erheben und Ablegen von Forschungsdaten. Alles zu FDM, FAIR Data und Co.: DARUM ZB MED!

DARUM ZB MED!

Trotz des vollständigen Atomausstiegs im vergangenen Frühjahr musste in Deutschland 2023 so wenig Kohle verstromt werden wie seit über 60 Jahren nicht mehr. Gleichzeitig stieg der Anteil an Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien in den Wintermonaten auf ein Rekordhoch. Diese Fakten widerlegen Behauptungen von BILD und Unionspolitikern, die noch Ende des vergangenen Jahres das Märchen vom „Kohlewinter“ erzählten. Doch Fehler räumen weder Medien, noch Politik ein – die Falschinformationen stehen weiterhin im Netz. Sie sind Teil eines strategischen Narrativs. Und es wird Zeit, dass wir das durchschauen.

Die Fakten: Erneuerbare Energien statt Kohlewinter

Im Januar meldete das Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme (ISE), dass die erneuerbaren Energien im Jahr 2023 einen Rekordanteil an der öffentlichen Nettostromerzeugung hatten. 57,1% der Stromerzeugung kam demnach aus erneuerbaren Quellen, allein 32% wurde durch Windkraft gestellt. Auch die Photovoltaik stellte einen neuen Rekord auf: Im Juni wurde mit 9 TWh so viel Solarstrom wie nie zuvor erzeugt. Gleichzeitig sank die Bruttostromerzeugung von Braunkohle um 27% auf das Niveau von 1963, Steinkohle sogar um 35% auf das Niveau von 1955. Die Atomkraftwerke, die Mitte April 2023 abgeschaltet wurden, hatten insgesamt noch einen Anteil von 1,5% an der Stromerzeugung.

Quelle: Screenshot ise.frauenhofer.de

Auch die Live-Daten für 2024 bestätigen diesen Trend: Demnach sind im neuen Jahr bislang (Stand: 02.04.) sogar über 60% der öffentlichen Nettostromerzeugung in Deutschland erneuerbar gewesen – fast 40% unseres Stroms stammt allein aus Windkraft. Gleichzeitig ging die Kohleverstromung weiter zurück – im Januar auf den niedrigsten, im Februar auf den zweitniedrigsten Wert der letzten Jahre im monatlichen Vergleich. Auch im März blieb der Anteil der Kohleverstromung sogar unter dem Corona-März von 2020. Und tatsächlich hatte Deutschland 2023 erstmals seit Jahren wieder einen Importüberschuss – was allerdings daran lag, dass der europäische Strommix einfach günstiger und sauberer ist als der deutsche und es sich deshalb für Deutschland mehr lohnt, Storm aus Ländern wie Dänemark, Norwegen und Schweden zu importieren, statt Kohlekraftwerke hochzufahren. Wir haben das im Januar schon einmal analysiert:

So gut lief unser Energie-Jahr 2023 – so falsch lagen BILD & Co.

BILD verschweigt Windkraft-Winter?!

Natürlich ist noch lange nicht alles gut. Ein Grund für die Verminderung der CO₂-Emissionen war der erhebliche Rückgang energieintensiver Produktion. Ob wir für die langfristigen Klimaziele wirklich „auf Kurs“ sind, wie Wirtschaftsminister Robert Habeck es formuliert, bleibt offen. Es wird weiterhin davon abhängen, ob wir auch im Verkehrs- und Gebäudesektor die Rückstände auf unsere Ziele aufholen können. Und wir hatten auch Glück, dass der Winter sehr mild ausfiel. Dennoch sind die oben genannten Zahlen tatsächlich ein gutes, ermutigendes Zeichen für den Klimaschutz. Denn der vergangene Winter war im Verhältnis zu den letzten Jahrzehnten ein wahrer „Windkraft-Winter“.

Doch bei diesem Wort werden einige erstaunt aufhorchen. Hatte uns die BILD, die zum Teil einem der größten private equity-Unternehmen der Welt, das noch in fossile Energien investiert, gehört, im Dezember nicht einen „Kohlewinter“ versprochen? War das nicht auch der Tenor von CSU-Generalsekretär Martin Huber? Wurde hier vielleicht einfach ein ganzes Narrativ herbeigelogen?

Narrativcheck: Axel Springer und Union in faktenferner Tradition

Wie so oft liegt weder bei der BILD, noch bei Huber oder auch Jens Spahn (CDU), die das Schreckgespenst „Kohlewinter“ an die Wand malten, einfach nur ein Versehen vor. Da war nicht einfach jemand schlecht informiert oder hatte einen Zahlendreher. Dafür könnte man um Entschuldigung bitten und dann ist die Sache vergessen. Stattdessen handelt es sich hier um die gezielte Verbreitung eines Narratives, was je nachdem entweder dem eigenen Wahlkampf (CDU, CSU) oder der Hetze gegen Regierung und Klimaschutz (BILD) dient.

Dabei brauchen konservative Politiker:innen wie hetzende Axel-Springer-Medien regelmäßig eine neue Sau, die durchs Dorf getrieben wird. Erinnert ihr euch noch an den Winter 2022/23? Schon damals machten die Axel-Springer-Medien zu Winterbeginn mit der Fantasie-Panik eines „Blackouts“ Panik, natürlich mischte die rechtsextreme AfD fleißig mit. Und auch CDU-Chef Friedrich Merz bemühte sich, das Narrativ zu pushen. Schließlich konnte man den „Hauptgegner“, also die Grünen, damit angreifen.

Wie praktisch! Aber nach dem ganzen Wirbel, der mit dieser Behauptung erzeugt wurde, blieb es erstaunlich ruhig. Natürlich gab es keinen Blackout, natürlich war es nur herbeigelogene Desinformation, die hinter dem Geraune von „Prognosen“ versteckt wurde. Wir haben das dann im Frühling kritisch aufgearbeitet. Von Seiten der Politiker:innen oder der Axel-Springer-Hetzblätter gab es jedoch keine Entschuldigung oder Einordnung, nur ein lautes Schweigen.

Was ist jetzt eigentlich aus der ganzen Blackout-Panikmache geworden?

Erst Blackouts, jetzt Kohlewinter

Die Strategie ist perfide: Es wird in einer ohnehin schon unsicheren Weltlage eine unklare, schwer fassbare Gefahr beschworen, wobei man sich gezielt nicht festlegt und im Bereich des Raunens bleibt. Falls dann das Horrorszenario tatsächlich eintrifft, kann man sich als vorausschauender Mahner profilieren und steht vor den Wähler:innen gut da. Und falls es nicht eintrifft, wie im Falle des Blackouts, kann man das Thema einfach totschweigen. Aus der medialen Aufmerksamkeit fällt es schon schnell genug heraus.

Und das Tragische daran ist: Dieses Schema funktioniert immer wieder. Denn in abgewandelter Form wurde nun mit dem „Kohlewinter“ dasselbe Narrativ gepusht, wie letztes Jahr bei den Blackouts.

Im Kern geht es dabei immer wieder darum, der Ampelregierung (oft zugespitzt auf die Grünen) Versagen vorzuwerfen. Dabei werden aber selten konstruktiv Dinge kritisiert, die tatsächlich schief laufen. Stattdessen stürzen sich BILD und WELT genauso wie die Union am liebsten auf Klimaschutzmaßnahmen, Energiepolitik und Atomausstieg. Und bei all diesen Themen könnte man ja gut und gern kritisieren, dass es mit dem Klimaschutz immer noch viel zu langsam geht.

Dass die FDP PR statt Politik macht, dass auch die Ampelregierung noch kein überzeugendes Konzept zur sozialen Verträglichkeit von Klimaschutz vorgelegt hat und so weiter. Doch all diese Themen produzieren leider nicht ganz so schöne Schlagzeilen, die für Wahlkampf bzw. Auflage und Klickzahlen notwendig wären.

Regierungskritik um jeden Preis

Deswegen halten CDU, CSU, AfD und Axel-Springer-Medien viel lieber an einer faktenarmen Meinungswolke fest. Diese lässt sich gar nicht so genau umreißen. Grob geht es darum, dass die Ampelregierung einfach alles falsch mache, dass sie unsere Stromversorgung gefährde (daher der Blackout-Fake vom vergangenen Jahr) und dass vor allem der Atomausstieg ein großer Fehler gewesen sei. Worüber sie erstaunlicherweise nicht reden: Der Atomausstieg wurde 2011 von der CDU-FDP-Regierung beschlossen. Übrigens unter anderem mit der Stimme vom CDU-Abgeordneten Jens Spahn! Das grüne Wirtschaftsministerium hat dagegen 2022 sogar in letzter Sekunde die Laufzeit der Atomkraftwerke noch etwas verlängert.

Aber auch abgesehen davon fragt man sich, wenn man sich einmal mit den Entwicklungen in der deutschen Stromerzeugung beschäftigt, wie jetzt schon wieder das Märchen vom „Kohlewinter“ in die WELT gesetzt werden konnte (und auch in die BILD). Immerhin waren es im ersten Quartal 2023 nur noch 4,5% der Nettostromerzeugung, die durch Kernenergie gestellt wurde. Wie wir sehen, konnten diese locker durch den Anstieg erneuerbarer Energien kompensiert werden und dazu noch ein neuer Rekord an erneuerbarer Stromerzeugung aufgestellt werden. Nicht nur blieb der herbeifantasierte „Kohlewinter“ aus – im Gegenteil ging die Kohleverstromung sogar deutlich zurück.

Der Hintergrund dieser Diskursstrategie ist so einfach wie traurig: Es geht in dieser Debatte schon lange nicht mehr um Fakten. Es geht darum, dem politischen Gegner zu schaden – Regierungskritik um jeden Preis. Und während es bei CDU und CSU vielleicht wirklich Wahlkampftaktik ist, freuen sich die rechtsextremen Demokratiefeinde in der AfD darüber, wie die Faktenbasis unserer Demokratie von innen erodiert.

Fazit

Das Jahr 2023 ist ein Hoffnungsschimmer was die Klimakrise angeht. Das 1,5-Grad-Ziel ist immer noch in weiter Ferne, doch erstmals gab es einen größeren Fortschritt beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Wind- und Solarausbau konnten das Ende der Kernenergie mehr als ausgleichen, was ein gutes Zeichen ist. Deutschland ist nicht abhängig vom Ausland, kann allerdings teilweise sogar noch günstigeren und saubereren Strom von seinen europäischen Nachbarn importieren.

Gleichzeitig könnte das Jahr auch ein böses Omen für die Demokratie sein. Denn nachdem 2022/23 das Hirngespinst vom Blackout umging, konnte die CDU/CSU in diesem Winter ohne Konsequenzen ihre wahrheitswidrige Behauptung vom „Kohlewinter“ streuen, unterstützt von BILD & Co. Dass die rechtsextreme AfD lügt und hetzt ist nicht neu – es ist nunmal das Ziel dieser Partei, die Demokratie in Deutschland zu unterwandern. Aber dass mit der CDU bzw. CSU nun auch eine demokratische Partei sich dazu hinreißen lässt, statt scharfer, sachlicher Kritik im großen Stil polemische, faktenferne Hetze zu verbreiten und sie nicht einmal im Nachhinein richtig zu stellen, ist besorgniserregend.

Warum nicht echte Probleme kritisieren?

Die Union sollte als größte Oppositionspartei die Regierung kritisieren – und dafür gibt es genug Anlass. Ein Fünftel der Deutschen ist von Armut bedroht, während DAX-Vorstände mehr als 50-mal so viel verdienen wie ihre Mitarbeitenden. Die Hilfe für die Ukraine stockt seit Monaten (was CDU und CSU auch kritisieren!). Eine Referatsleiterin von Finanzminister Christian Lindner macht Steuerberatung für Superreiche.

Der Pflegenotstand wird immer schlimmer und auch in der Landwirtschaft machen sich dank entsprechender Subventionsregelungen große Betriebe die Taschen voll, während kleine Höfe aussterben. Das ist nur ein Bruchteil der komplexen Probleme, die Deutschland 2024 hat. Die Ampelregierung hat diese Probleme oft nicht gelöst oder teilweise sogar verschärft. Es gibt also genug Anlass zur Oppositionsarbeit. Mit dem Fake-Narrativ vom „Kohlewinter“ um rechtsextreme Wählerstimmen zu konkurrieren ist dagegen kein kluger Weg und gefährdet die Demokratie.

Artikelbild: Khosro

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https://www.bachhausen.de/darum-schweigen-bild-union-ploetzlich-ueber-den-kohlewinter/

#darum #kohlewinter #plotzlich #schweigen #union

Öffentliche Stromerzeugung 2023: Erneuerbarer Energien decken erstmals Großteil des Stromverbrauchs - Fraunhofer ISE

Die öffentliche Nettostromerzeugung hat 2023 einen Rekordanteil erneuerbarer Energien von 59,7 Prozent erreicht. Auch der Ausbau der Photovoltaik erzielte mit ca. 14 Gigawatt einen neuen Rekord.

Fraunhofer-Institut für Solare Energiesysteme ISE

Auf Google Maps-Karten war noch nie die Bezeichnung „Palästina“ aufgeführt. Google wollte in diesem Konflikt „neutral“ bleiben. Und dennoch kursieren nun Fakes im Internet, die genau das Gegenteil behaupten. Diese Fakes sind nicht einmal neu, doch werden im aktuellen Kontext besonders häufig geteilt. Ein simpler Fake, doch sehr effektiv – wir schauen nach, warum.

Faktencheck: Google nannte nie „Palästina“

Der Nahostkonflikt beruht auf historischen Entwicklungen, die so komplex sind, dass niemand seriös sagen kann, wer in diesem Konflikt überhaupt „Recht“ hat. Wir beim Volksverpetzer stehen solidarisch hinter dem Existenzrecht Israels und auch dem damit verbundenen Recht zur Selbstverteidigung. Dazu gehört vor allem auch die Bekämpfung der islamistischen Terrormiliz Hamas. Gleichzeitig halten wir es für dringend geboten, jegliche Gewalt gegen die Zivilbevölkerung, Journalist:innen und Sanitäter:innen aufs Schärfste zu kritisieren. Doch eine Lösung für den Konflikt können wir euch nicht anbieten. Wir können nur das tun, was wir immer schon tun: Fake News aufzeigen und deren Verbreitung bekämpfen.

Faktencheck: Israelischer Angriff auf Krankenwagen bestätigt

Wer allerdings eine der emotionalsten Fragen, nämlich die, ob Palästina überhaupt existiert, mithilfe von Google Maps lösen möchte, findet eine scheinbar erstaunlich einfache Antwort. Denn laut Google Maps gibt es „Palästina“ nicht. Das kann man wirklich einfach nachprüfen, ich gehe buchstäblich genau jetzt, während ich den Artikel schreibe, auf Google Maps und mache einen Screenshot. Darin seht ihr: Es gibt nur „Westjordanland“ und „Gazastreifen“, getrennt von Israel durch eine gestrichelte Linie. Diese Bezeichnungen sind auch nicht so stark hervorgehoben wie die Bezeichnung für den Staat Israel.

Screenshot Google Maps

Doch ironischerweise hat sich genau wegen dieser einfachen Überprüfbarkeit ein Schwall an Desinformation, Vorwürfen und emotionaler Empörung über Google ergossen. Und das, obwohl der Konzern nie die Bezeichnung „Palästina“ in seinen Karten genutzt hat.

Die Kolleg:innen von Correctiv haben bereits einen Faktencheck zu diesem Thema veröffentlicht. Dabei fanden sie auch heraus, dass dieser Fake schon seit mindestens 7 Jahren (!) kursiert – und bereits fast genauso lange auch widerlegt ist. Google selbst bestätigte, dass es „Palästina“ als Staat noch nie auf ihren Karten gab. Das Unternehmen gab gegenüber Correctiv an, es sei einer „objektiven Darstellung“ verpflichtet. Dieser Fall ist also ein Beispiel dafür, wie einfach Desinformation, Beweislastumkehr und Emotionalisierung in den sozialen Medien funktionieren. Und er zeigt auch, wie mühsam es im Gegensatz dazu ist, Fakten zu verbreiten.

Google Maps und Palästina: der gleiche Fake seit Jahren

Also nutzen wir dieses Beispiel doch einmal, um auf die immer wiederkehrenden Mustern von Desinformation im Internet zu schauen. Zum Beispiel hier eine Sammlung von Tweets dazu mit Jahresangaben:

Screenshots: twitter.com (2020), twitter.com (2021), twitter.com (2016), twitter.com (2023)

Diese Tweets stammen aus einer Zeitspanne von sieben Jahren, doch weisen erstaunliche Parallelen auf. In allen wird der falsche Eindruck erweckt, „Palästina“ sei bis vor kurzem auf Google Maps gewesen und nun entfernt worden. Außerdem sind alle Tweets stark emotionalisiert. Ob mit „zerbrochenes Herz“-Emoji, einem empörten „shame on you Google!“ oder der Aufforderung, man müsse jetzt endlich „dagegen“ stehen.

Und diese Emotionalisierung wirkt: Ein TikTok-Video, in welchem einige dieser Tweets mit emotionaler Musik unterlegt wurden, erzielte immerhin fast 350.000 Likes und über 3,6 Millionen Views (zur Problematik der Vergleichbarkeit von Views auf TikTok berichteten wir allerdings auch schon). Ein weiterer Beleg für die Faustformel von Social Media: Im Zweifel funktionieren Emotionen besser als Fakten. Das kann man natürlich kritisieren, man kann die süchtig machenden Algorithmen der Social Media-Konzerne anprangern und auch künstlich Skandale der scheinbar naiven jungen Generation hochjazzen. Doch es ändert nichts daran, dass dies nun einmal die Nachrichten- und Informationswelt ist, in der wir leben. Und wir müssen einen Umgang damit finden.

Nein, die Verteidigung von Osama bin Laden ging nicht auf TikTok viral

Gesunde Skepsis statt naiver Bequemlichkeit

Dafür braucht es vor allem eine gesunde Skepsis von uns Konsument:innen. Und nein, damit ist nicht gemeint „Die Medien und Politiker lügen doch eh alle“. Das ist keine gesunde Skepsis, das ist naive Bequemlichkeit. Doch wenn etwas emotional berührt, aber keine Quellen angibt, sollte man vor dem Posten, Teilen oder Kommentieren immer noch einmal kurz innehalten. Das gilt vor allem für solche Inhalte, die scheinbar das eigene Weltbild bestätigen. Das ist übrigens auch der Grund, warum wir beim Volksverpetzer immer möglichst alle Tatsachenbehauptungen mit klickbaren Quellen, Studien oder Hintergrundinformationen belegen.

Solche virale Desinformation wie der Google Maps-Fake zu Palästina funktionieren eben auch deswegen, weil sie in das Weltbild der Leser:innen passen. Wenn man ohnehin das antisemitische Narrativ glauben möchte, dass es eine geheime Weltverschwörung gebe, hinter der Israel, „die Juden“ und globale Konzerne stecken, dann glaubt man eben auch gern einer Desinformation, die genau das zu bestätigen scheint. Zumal es sich ja scheinbar (siehe oben) durch eine schnelle Suche bei Google Maps „bestätigen“ lässt. Was man dabei allerdings nicht überprüfen kann ist, ob überhaupt jemals ein Staat namens „Palästina“ bei Google eingetragen war. Und damit auch: Ob Google diesen wirklich aktiv „gelöscht“ hat.

Dann greift auch ein unbewusster Zirkelschluss: Man glaubt dem Fake, weil er ins Weltbild passt und gleichzeitig bekräftigt man sein Weltbild, da der (nicht erkannte) Fake es zu bestätigen scheint. Aufgrund dieses simplen, aber fatalen Mechanismus haben es Verbreiter:innen von Desinformation und Verschwörungsmythen so leicht.

Fazit

Google hatte auf seinen Karten noch nie „Palästina“, da es eine Positionierung im Nahostkonflikt vermeiden wollte. Ob der Konzern sich damit nicht trotzdem implizit positioniert und welche Implikationen das Ganze haben könnte – darüber lässt sich natürlich streiten. Fakt ist aber: Die aktuellen Vorwürfe sind kompletter Unsinn und helfen nur den Leuten, die antisemitischen Verschwörungsmythen verbreiten wollen. Wer ernsthaft an Frieden, Freiheit und Demokratie interessiert ist, sollte keine Desinformation verbreiten.

Teilt stattdessen lieber unsere Faktenchecks und auch die der Kolleg:innen von Correctiv. Wir bemühen uns, euch Tipps zu geben, wie ihr die Flut der Fake News im Netz übersteht. Wenn ihr nach Orientierung sucht, wie ihr euch generell zum Nahostkonflikt äußern könnt, haben wir hier etwas für euch. Denn wir können auch nicht jeden einzelnen Fake widerlegen, dazu gibt es aktuell viel zu viele. Grundsätzlich gilt: Im Zweifel ist es vollkommen in Ordnung und oft auch besser, zu einem Thema, in dem man sich nicht gut genug auskennt, einfach mal nichts zu sagen. Prüft Quellen und seid besonders skeptisch, wenn keine angegeben sind! Denn weiterhin gilt: Keine Demokratie ohne Fakten.

6 Tipps, wie ich mich zum Nahost-Konflikt äußern kann

Artikelbild: Screenshot google.com

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https://www.bachhausen.de/darum-glauben-jetzt-leute-dass-google-palaestina-geloescht-hat/

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Diese Toten sind echt: Wie Israel & Hamas zivile Opfer leugnen

Zwei Vierjährige wurden getötet - einer aus Israel, einer Palästinenser. Beides Opfer, die von der jeweils anderen Seite geleugnet werden. Faktencheck zu den vielen Vorwürfen, zivile Opfer inszeniert zu haben.

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