Alltagsgeschichte: Am Brunnenmarkt vom 10.07.2023 um 21:55 Uhr

In dieser Folge der Serie „Alltagsgeschichte„ porträtiert Elizabeth T.Spira (1942-2019) den Brunnenmarkt in Wien Ottakring. Der Straßenmarkt zählt zur Hochburg fremdsprachiger österreichischer Bürger: Türken, Bosnier, Serben, Inder und Chinesen bieten neben alteingesessenen Österreichern ihre Ware feil. In Geprächen mit Anrainern stellt sich heraus: das Zusammenleben zwischen den Kulturen ist nicht immer eine “gemähte Wiese". Der Brunnenmarkt ist der längste Straßenmarkt Europas - hier treffen Okzident und Orient aufeinander. Neben alteingesessenen Österreichern bieten Türken, Bosnier, Serben, Inder, Chinesen und Russen ihre Ware feil. „Hier am Brunnenmarkt habe ich meine zweite Heimat gefunden“, meint Igor aus Montenegro, „meine erste Heimat ist seit 13 Jahren verschwunden“. „Zu viele Ausländer", klagt der Wiener Peter und kauft nur an österreichischen Ständen. Auch Eier, denn „nur unsrige Eier, und zwar die aus Strebersdorf, haben zwei Dotter, im Gegensatz zu den ‚eindottrigen’ Eiern, die von den Türken verkauft werden". Aydan, der Gemüsestandler, kam vor 34 Jahren aus der Türkei nach Wien und ist längst österreichischer Staatsbürger. Er macht keine Unterschiede zwischen Inländern und Ausländern, denn „ich liebe alle Menschen". Tag für Tag begegnet man im Wirtshaus „Zur Brez'n" dem 57-jährigen Hafnermeister Ewald, der nach 30 Jahren von seiner Firma gekündigt wurde. „Ich habe zu viel Zeit, die ich totschlagen muss. Ich denke über mein Leben nach, saufe mich an und zu Hause tu ich hirntschechern: dass ich zum alten Eisen gehöre und dass mich niemand mehr braucht." Die Bosnierin Nadja kam 1992 schwer verletzt nach Wien - eine Granate hatte sie am Bein getroffen. Durch den Krieg verlor sie ihren Mann, „meine erste und letzte Liebe". Hier arbeitet sie als Putzfrau, in ihrer alten Heimat war sie Buchhalterin. „In meinem Bosnien war ich eine große Dame - hier lebe, überlebe ich nur." Bei einem Sauerkrautstand macht sich Wienerin Katharina um unser aller Zukunft Sorgen: „An einem Sonntagvormittag wird die Katastrophe kommen und die Russen werden unser Land besetzen." Doch noch ist Österreich nicht verloren, denn „die Chinesen werden uns retten - mit ihren kleinen wendigen Panzern".

ORF-TVthek
ich habe die melanzani vom #brunnenmarkt ausgepackt, die haben ein #spar natur pickerl. 🤔 wie geht das?
#brunnenmarkt heute:
in der brunnengasse gibt es leider fast nur gastro. aber sehr gute!
grünzeug eher beim #yppenmarkt. #schnäppchen macht man ab 12 uhr. zum beispiel: 1 kg paradeiser 1,- oder 2 mittelgroße melanzani um 1,-.
beim ergattern der schnäppchen muss man die zurückhaltende höflichkeit ablegen.  
gut, dass es noch #märkte in #wien gibt! es ist harte arbeit!
Zum Glück steht am #Brunnenmarkt kein Brunnen, den man grün einfärben kann. Des würd der #Mahrer Charlie nimmer dablasen....
Dass die Wirtschaftsreibenden vom #Brunnenmarkt mehr Aufmerksamkeit bekommen als der umpackbare Rassismus von #Mahrer, dem ehemaligen LPD Wien Chef ist einfach Peak Schnitzel
Bin gerade am berüchtigten #Brunnenmarkt und liebe alles daran. Es gibt arabisches Brot und Kostproben von Falafel - „alles selbst gemacht!“. Der Mann und ich sitzen in der Sonne, unsere Kinder spielen mit einer Greta und einem Ahmed. Orientalische Musik schallt aus irgendeinem Lautsprecher.
#WienLiebe

Mutmaßlich ein Live-Bericht von den "furchtbaren" Zuständen am Brunnenmarkt am Samstagmittag.

Konnte es am eigenen Leib erfahren. Ein Mann mit nichtdeutscher Muttersprache rempelte mich im Gedränge an ... und entschuldigte sich!

Kein strenger Blick, kein vorwurfsvolles "Heast!", kein gemurmeltes "Schleich di!" Einfach eine höfliche Entschuldigung!

#Brunnenmarkt #Wien #irony

„‚Integration durch Leistung‘ – erinnert sich noch jemand daran? 🙄 Das war das ÖVP-Credo der vergangenen Jahre (…) - konstruktiv ist an der Politik dieser #ÖVP schon länger nichts mehr. Mit (…) Videos von angeblich gefährlichen Hotspots (…) fördert [sie] das Gegeneinander. [Sie] agiert ohne Anlass destruktiv – und offen rassistisch.“ #brunnenmarkt https://bit.ly/3ZksQN8
Wie die ÖVP für billige Punkte ihr jahrelang geltendes Credo über den Haufen wirft

Landesparteiobmann Karl Mahrer sprach in einem Interview davon, dass "Syrer, Afghanen und Araber" am Brunnenmarkt die "Macht übernommen" hätten.

kurier.at