Dass wir das Richtige tun, auch wenn es unangenehm ist.

#politik #Buendnis90Gruene #meme #bdk23

Neben all den großen Reden auf der #BDK23 gab es auch eine kleine von mir: einen Antrag, Raum in der Tagesordnung zu schaffen, um über die Einführung des Klimageldes schon 2024 zu diskutieren. Er wurde abgelehnt — leider verständlich, da die Tagesordnung wegen Dringlichkeitsänderungen durch den Massenmord der Hamas schon bis lange nach Mitternacht ging — ich möchte ihn trotzdem mit euch teilen.

Aus dem Phönix-Bericht ausgeschnitten.

#gruene #politik #Buendnis90Gruene #Buendnis90

Feststellung nach dem ersten Tag.
#bdk23 hatte eine gute Größe um mich noch irgendwie wohlzufühlen. #37c3 ist mir zu groß und wuselig.
Vor 3 Wochen war ich auf dem Grünen-Parteitag #BDK23 in Karlsruhe zur Aufstellung der Liste für die #Europawahl. Gestern hat mich die BAG #Ökologie als Mitglied aufgenommen. Danke, ich freue mich auf unsere Arbeit. Klar ist: wir Grüne dürfen unseren Markenkern nicht verraten. Wir müssen die Partei sein, die konsequent für Natur- und #Umweltschutz steht. Ohne Wenn und Aber, auch bei Fragen wie der Umsetzung der #Aarhus-Konvention!

RT by @JanAlbrecht: Heute ist internationaler Tag der Menschen mit #Behinderungen. Vor einer Woche wurde ich auf der #BDK23 von @Die_Gruenen auf Platz 7 der Europaliste gewählt.

Für ein inklusives, vielfältiges, barrierefreies Europa!

#Europawahl2024 #IDPWD23 #DisabilityDay #TheFutureIsAccessible

🐦🔗: https://nitter.cz/k_langensiepen/status/1731255318418428291#m

[2023-12-03 10:13 UTC]

"Was für ein verkürzter Begriff von Zeit!"

#bdk23

Am vergangenen Wochenende haben wir mit unserem 15-köpfigen Team an der #BDK23 in Karlsruhe teilgenommen. Unseren Bericht über dieses spannende Wochenende kannst du hier nachlesen: https://gruenlink.de/2q31
Geschafft und geschafft!  - Kreisverband DIE GRÜNEN Bonn

Bericht über die Bundesdelegiertenkonferenz 2023 am Gründungsort der GRÜNEN – nach vierzig Jahren wieder in Karlsruhe In 42 Stunden Parteiarbeit an vier Tagen hat unser großartiges 15-köpfiges Bonner Delegationsteam mitgewirkt und viel geschafft: Terry Reintke haben wir zusammen mit über 700 Delegierten einstimmig zur Spitzenkandidatin für die Europawahl gewählt. Alexandra Geese wurde nach einer starken... weiterlesen

Kreisverband DIE GRÜNEN Bonn
Geheimplan der Grünen aufgedeckt! Wacht endlich auf!!!
#BDK23 #Pizza

Mit etwas Abstand hier noch mein Nachbericht zur grünen #bdk23. Kein großer Knall, keine Häutung, sondern gute Leute und solider Gestaltungswille.

https://blog.till-westermayer.de/index.php/2023/11/28/nach-der-mega-bdk-gruen-geht-weiter/

Nach der Mega-BDK: Grün geht weiter

Ich hatte ja aufgeschrieben, dass ich durchaus mit Sorge auf den grünen Bundesparteitag schaue. Nach vier Parteitagstagen (bei mir: drei im Stream, einer vor Ort) stelle ich fest, dass wir Grüne lebendiger sind, als manche das gerne hätten. Ich würde mich freuen, wenn ein bisschen von dem - zuweilen

till we *)

Nach der Mega-BDK: Grün geht weiter

Ich hat­te ja auf­ge­schrie­ben, dass ich durch­aus mit Sor­ge auf den grü­nen Bun­des­par­tei­tag schaue. Nach vier Par­tei­tags­ta­gen (bei mir: drei im Stream, einer vor Ort) stel­le ich fest, dass wir Grü­ne leben­di­ger sind, als man­che das ger­ne hät­ten. Ich wür­de mich freu­en, wenn ein biss­chen von dem – zuwei­len auch trot­zi­gen – Auf­bruchs­geist und Mut, den die­se vier Tage aus­ge­strahlt haben, in die nächs­ten Wochen und Mona­te hin­ein­wir­ken wür­de. Denn Koor­di­na­ti­on und Zusam­men­halt, gemein­sa­mes Strei­ten um die Sache und gemein­sa­mes Hin­ste­hen für das Erreich­te, das bleibt drin­gend angesagt.

Die ganz gro­ßen Über­ra­schun­gen sind aus­ge­blie­ben. Die Bun­des­vor­sit­zen­den und der (bis auf den Schatz­meis­ter) gleich geblie­be­ne Bun­des­vor­stand wur­den mit guten bis sehr guten Ergeb­nis­sen bestä­tigt, die Euro­pa­lis­te mit Spit­zen­kan­di­da­tin Ter­ry Reint­ke ist jün­ger, weib­li­cher und lin­ker gewor­den. Was lei­der nicht gut gelun­gen ist: Leu­te mit fach­li­cher Exper­ti­se, aber ohne inten­si­ve Par­tei-Ein­bin­dung auf die Lis­te zu brin­gen. Das war mal eine grü­ne Stär­ke, inzwi­schen kopie­ren es ande­re, und bei uns sieht es dies­be­züg­lich eher mau aus. Gleich­wohl: auf der jetzt gewähl­ten Lis­te sind sehr star­ke Kandidat*innen, und es ist immer wie­der erfreu­lich, zu sehen, wie viel­fäl­tig und her­aus­ra­gend unse­re Leu­te sind.

Neben den Wah­len – gewählt wur­de auch noch das Schieds­ge­richt und der Par­tei­rat – waren die vier Par­tei­tags­ta­ge vor allem mit inhalt­li­chen Debat­ten gefüllt. Fast noch wich­ti­ger als die beschlos­se­nen Tex­te (zu Frie­den im nahen Osten und zur Soli­da­ri­tät mit Isra­el, zu Migra­ti­on – und, über alle The­men grei­fend, das Euro­pa­wahl­pro­gramm) wirk­ten auf mich dabei dies­mal eini­ge der Reden. In Erin­ne­rung blei­ben mir die Bei­trä­ge von Omid Nou­ri­pour und Robert Habeck in der Aus­spra­che, die sehr dif­fe­ren­zier­te und zugleich emo­tio­na­le Rede von Anna­le­na Baer­bock zu den Grau­stu­fen der Situa­ti­on in Isra­el, die Ein­brin­gungs­re­de von Ricar­da Lang für einen Euro­pa­wahl­pro­gramm­teil und selbst­ver­ständ­lich die zahl­rei­chen her­aus­ge­ho­be­nen Gastredner*innen.

Per­sön­lich­keit schlägt Pro­gramm. Trotz­dem blei­ben wir Pro­gramm­par­tei mit ent­spre­chen­der Debat­ten­dich­te. Bei rund 1500 Anträ­gen im Vor­feld hat die Antrags­kom­mis­si­on gan­ze Arbeit geleis­tet und durch vie­le Über­nah­men und Kom­pro­mis­se am Schluss nur weni­ge strit­ti­ge Abstim­mun­gen offen gelas­sen. Die­se gin­gen dann ganz über­wie­gend mit gro­ßer Mehr­heit für den Bun­des­vor­stand aus. Die ein­zi­ge deut­lich Aus­nah­me war die Abstim­mung zu Mer­co­sur. Hier setz­ten die Dele­gier­ten durch, dass für die­ses Abkom­men här­te­re Regeln gel­ten sol­len als bis­her vor­ge­se­hen, um Kli­ma­schutz und Men­schen­rech­te zu berücksichtigen.

In media­ler Erin­ne­rung blei­ben wird die­ser Par­tei­tag aller­dings ver­mut­lich auf­grund des Sams­tag­abends. Da fand die Aus­spra­che und Abstim­mung zum The­ma Migra­ti­on ab. Auch hier hat­te es im Vor­feld zahl­rei­che Ände­rungs­an­trä­ge zum Dring­lich­keits­an­trag des Bun­des­vor­stands gege­ben, der durch Über­nah­men etc. deut­lich „grü­ner“ wur­de. Migra­ti­on war in sehr vie­len Reden auch an ande­ren Stel­len des Par­tei­tags Migra­ti­on immer wie­der ein The­ma war – bei Win­fried Kret­sch­mann, der Don­ners­tag­abend für sein Vor­ge­hen warb, Sonn­tag in der Pro­gramm­de­bat­te mit einer Gast­re­de eines aus See­not geret­te­ten Geflüch­te­ten, und auch bei­spiels­wei­se in der Bewer­bung von Omid Nou­ri­pour („Wer Men­schen aus See­not ret­tet, soll­te nicht kri­mi­na­li­siert wer­den, son­dern einen Orden erhal­ten.“). Unterm Strich ist und bleibt der grü­ne Kom­pass an Huma­ni­tät und Mensch­lich­keit aus­ge­rich­tet. „Ord­nung“, die zwei­te Voka­bel in die­sem Dis­kurs, ist im Ver­gleich dazu viel inter­pre­ta­ti­ons­of­fe­ner. Die einen mei­nen damit gere­gel­te Ver­fah­ren und eine schnel­le Ent­schei­dung über Asyl­an­trä­ge, ande­re neh­men, wenn sie von Ord­nung spre­chen, Anlei­hen bei der CSU und den­ken an Über­for­de­rung und Obergrenzen. 

Am Sams­tag­abend jeden­falls ging es heiß her. Ins­be­son­de­re der Grü­nen Jugend gin­gen die Kom­pro­miss­for­mu­lie­run­gen im Bun­des­vor­stands­an­trag nicht weit genug bzw. zu weit. Die Stim­mung: vola­til. Fast alle Par­tei­grö­ßen war­ben noch ein­mal dafür, Ver­trau­en in die grü­nen Regie­rungs­mit­glie­der zu haben und die­sen Ver­hand­lungs­spiel­räu­me zu las­sen. Der Nega­tiv­ka­ta­log der Grü­nen Jugend wur­de als Miss­trau­ens­vo­tum in die Ampel dar­ge­stellt und über­in­ter­pre­tiert. Aus der Abstim­mung über mehr oder weni­ger Prag­ma­tis­mus in der Migra­ti­ons­po­li­tik wur­de damit eine über den Ver­bleib in der Bun­des­re­gie­rung. Der Antrag des Bun­des­vor­stands erhielt schließ­lich (auch nach Wer­bung dafür in bei­den Flü­geln der Par­tei) eine deut­li­che Mehr­heit. Ich kann aber die in der Pres­se geäu­ßer­te Ver­mu­tung tei­len, dass hier kei­ne inhalt­li­che Befrie­dung der Par­tei, kein ech­ter Kom­pro­miss gefun­den wur­de, son­dern dass es sich – um bei mili­ta­ris­ti­schen Bil­dern zu blei­ben – eher um eine Art Waf­fen­still­stand han­delt. Regie­rungs­sei­tig dürf­te deut­lich gewor­den sein, dass die Par­tei durch­aus rote Lini­en kennt – und gleich­zei­tig haben Anna­le­na Baer­bock und die ande­ren grü­nen Verhandler*innen for­mal jetzt die Unter­stüt­zung des Par­tei­tags für ihre Linie in den Ver­hand­lun­gen um Migra­ti­on und Asyl. Knack­punk­te in den nächs­ten Wochen dürf­te bei­spiels­wei­se die Fra­ge sein, ob die Kri­mi­na­li­sie­rung der See­not­ret­tung, wie von Nan­cy Fae­sers Haus vor­ge­schla­gen, wei­ter in den Novel­len der Asyl­ge­set­ze zu fin­den sein wird – oder ob es gelingt, die­sen und ande­re Punk­te zu strei­chen und grü­ne Akzen­te zu setzen.

Ich hat­te in mei­nem Bei­trag vor dem Par­tei­tag gefragt, ob es zu einer Neu­erfin­dung der Par­tei, zu einer wei­te­ren Häu­tung kommt (wie dies etwa mit dem Bie­le­fel­der Son­der­par­tei­tag 1999 oder mit der Wahl von Robert Habeck und Anna­le­na Baer­bock 2018 der Fall war). Geschlos­sen­heit, Mut, trot­zi­ge Selbst­be­haup­tung, auch – in der einen oder ande­ren Rede – Ansät­ze von Selbst­kri­tik und Zwei­fel. All das war in Karls­ru­he zu fin­den (nach dem Grün­dungs­par­tei­tag 1980 und nach dem 20-jäh­ri­gen Jubi­lä­ums­par­tei­tag 2000 übri­gens das drit­te Mal an die­sem Ort). Es gab Ver­schie­bun­gen der Pro­gram­ma­tik (bei CCS, und natür­lich beim The­ma Asyl). Wenn es eine Bot­schaft gab, dann war die­se eher „wir machen wei­ter – jetzt erst recht“ als das Par­tei­tags­mot­to „Machen, was zählt“. 

Ob das dem aktu­el­len poli­ti­schen All­tag ange­mes­sen ist, wer­den wir sehen. Ein wenig wirk­te es so, als läge in der Holz­bau­hal­le der Karls­ru­her Mes­se ein ganz ande­res Land, und als wür­den die tages­po­li­ti­schen Ver­wer­fun­gen hier nur stark gefil­tert auf­schla­gen. Gleich­zei­tig beton­te ins­be­son­de­re Robert Habeck, dass wir Poli­tik für die Wirk­lich­keit machen. Das ist rich­tig, und das war – samt Angriff auf die CDU – her­vor­ra­gend aus­ge­führt. Ob es über den Moment hin­aus wirkt, ob Dele­gier­te und Gäs­te das mit in die Kom­mu­nal­wah­len und das poli­ti­sche Wir­ken neh­men? Im Zwei­fel ist das Selbst­be­wusst­sein, schon auf der rich­ti­gen Sei­te zu ste­hen, dann ver­mut­lich doch stärker.

Inso­fern ein durch­wach­se­nes Fazit – durch­aus ein Par­tei­tag mit Moti­va­ti­ons­ele­men­ten, und auch das ist ja in die­sen Zei­ten wich­tig, und einer, der zeigt, dass wir gute Leu­te haben, dass wir die aktu­el­len Fra­gen dis­ku­tie­ren. Aber ein, zwei Schrit­te wei­ter­zu­ge­hen wäre mög­lich gewe­sen. Und: vier Tage Par­tei­tag sind, auch wenn’s etwas nach­zu­ho­len gab, defi­ni­tiv zu lang. Das hat sich dann auch in der Bericht­erstat­tung niedergeschlagen. 

Dass die kon­ser­va­ti­ve Pres­se sich vor allem mit dem Cate­ring (aus mei­ner Sicht okay), Piz­za­lie­fe­run­gen, Pfand­rück­ga­be­schlan­gen und der Kaf­fee­ver­sor­gung beschäf­tig­te, wäh­rend von links mora­lisch der Ver­rat an den bis­he­ri­gen Idea­len hoch­ge­zo­gen und die neue Bewe­gungs­par­tei „LINKE“ hoch­ge­schrie­ben wur­de, passt dann irgend­wie auch zu die­sem Par­tei­tag. Denn es gab kei­nen gro­ßen Knall, son­dern soli­de Debat­ten; kein Abstra­fen der eige­nen Leu­te, son­dern ein Ver­sam­meln hin­ter Robert Habeck und Anna­le­na Baer­bock, hin­ter Ricar­da Lang und Omid Nou­ri­pour; kei­ne Sek­tie­re­rei, son­dern ein Zusam­men­kom­men eines brei­ten, libe­ral-intel­lek­tu­ell-öko­lo­gi­schen Milieus. Und all die­se Optio­nen haben natür­lich weni­ger Nach­rich­ten­wert als Auf­stand, Knall und Zerstrittenheit. 

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