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Berlin: Arche-Sprecher warnt vor "Mini-Islamisten", die "ungläubige Schüler" mobben
Chef der "Arche" warnt
"Mini-Islamisten" wollen "ungläubige Schüler" konvertieren
Ulf Lüdeke
Montag, 27.04.2026, 10:03
Wolfgang Büscher, Chef der Berliner "Arche", warnt vor der wachsenden Gefahr durch Mobbing an Schulen durch einige muslimische Schüler, die vom politischen Islam missbraucht werden. Eine Studie des Senats, die das Problem nun untersucht, gehe "am Ziel vorbei".
Wolfgang Büscher ist ein Freund direkter Worte. "Ich will die Gesellschaft warnen: Der Druck, den der politische Islam über Kinder muslimischen Glaubens an unseren Schulen auf Mitschüler ausübt, wird immer größer. Wenn die Politik jetzt nicht einschreitet, könnten wir das in ein paar Jahren bitter bereuen", sagt Büscher, Sprecher des evangelischen Berliner Jugend- und Kinderwerks "Arche", im Gespräch mit FOCUS online.
Das Problem, so Büscher, sei keinesfalls neu. Doch ihn beunruhige die Entwicklung zunehmend. Denn Erzieher aus zahlreichen Arche-Einrichtungen berichteten immer öfter, dass der Einfluss eines "politischen Islams", den manche Eltern an ihre Kinder weitergäben, weiter steige. "Da wachsen kleine Hardcore-Muslime, Mini-Islamisten heran. Und die Politik hat bis jetzt noch keine effektiven Mittel gegen diese Entwicklung gefunden."
Wolfgang Büscher ist seit 20 Jahren beim christlichen Kinder und Jugendwerk "Arche" tätig.
"Wäre effektiver, Befragung auf Brennpunktschulen zu konzentrieren"
Die Berliner Bildungssenatorin Katharina Günther-Wünsch (CDU) hat im vergangenen Jahr eine wissenschaftliche Befragung zu diesem Problemkomplex in Auftrag gegeben. Bis Mitte 2026 soll die Befragung Tausender Berliner Kinder und Jugendlicher an rund 450 Grund-, Ober- und Berufsschulen durch das renommierte Institut für Demoskopie Allensbach Aufschluss darüber geben, wie sehr Schüler unter diesem Phänomen leiden.
Doch schon bevor das Ergebnis überhaupt vorliegt, bremst Büscher die Erwartungen an die Studie. "Es wäre wesentlich effektiver gewesen, die Befragung auf Brennpunktschulen zu konzentrieren. Denn dort ist das Problem am größten, weil der Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund bei bis zu 90 Prozent liegt. Dadurch, dass nun die Erkenntnisse aus 450 Schulen in die Studie einfließen, verliert das Ergebnis an Aussagekraft, wird verwässert", befürchtet Büscher, der seit 23 Jahren Sprecher der Berline Arche ist.
Arche-Sprecher: "Schüler werden gedrängt, zum Islam zu konvertieren"
Natürlich seien nicht alle Schüler betroffen, schränkt Büscher ein. Aber an Schulen mit einem derart hohen Anteil von Schülern mit Migrationshintergrund sei eben die Gefahr religiösen Mobbings am stärksten ausgeprägt. "Unser Personal an den Archeeinrichtungen berichtet mir immer öfter, dass Schüler, die sich nicht an strenge Lebensweisen des politischen Islams halten, ausgegrenzt, bedrängt, eingeschüchtert und zum Teil sogar dazu gedrängt werden, zum Islam zu konvertieren, soweit sie einer anderen Glaubensrichtung angehören."
Und Büscher scheut sich nicht, zu benennen, wer wen bedrohe, auch wenn ihm immer wieder aus Politik, Verwaltung und selbst christlichen Kirchen geraten werde, dies nicht zu tun. "Die Deutschen tun sich einfach schwer damit, große Probleme offen anzusprechen", so der 56-Jährige.
Gedroht werde nicht etwa von Kindern mit türkischen Wurzeln, "sondern von Kindern, deren Eltern oder Großeltern aus Palästina, dem Gaza-Streifen, Syrien, dem Irak und dem Westjordanland kommen". Opfer hingegen seien nicht nur Schüler christlichen oder jüdischen Glaubens, sondern selbst Muslime, die nach Auffassung der religiös aus dem Elternhaus radikalisierten Kinder und Jugendlichen sich nicht an die strengen Regeln des politischen Islams hielten. "Und nichtgläubig ist in deren Augen jeder, der dieser Strömung des Islams nicht folgt."
Sorge vor Stigmatisierung muslimischer Schüler groß
Dem "Berliner Gewalt- und Konfliktbarometer", wie die Studie offiziell heißt, gingen schon andere Versuche voraus, sich dem Thema religiösen Mobbings zu nähern. So hatte Neuköllns Bürgermeister Martin Hikel (SPD) 2021 versucht, eine Anlaufstelle für "konfrontative Religionsbekundungen" zu schaffen. Doch Hikels Vorstoß versandete, nachdem ihm sowohl aus den Parteien als auch von den Kirchen der Vorwurf entgegenschlug, dieser Ansatz begünstige eine Stigmatisierung muslimischer Schüler.
Und auch in der schwarz-roten Koalition im Berliner Abgeordnetenhaus ist man sich nicht immer einig, wie genau mit dem Phänomen umgegangen werden soll. So hatte Cansal Kiziltepe (SPD), Senatorin für Integration





