7/ So, so. Das ist jetzt wohl die Variante von #AnneRabes in der #DDR gab es keine Waschmaschinen: In der DDR haben alle lauwarmes Bier getrunken.

Wir hatten einen Kühlschrank und sogar eine Tiefkühltruhe.

Weiß nicht, wieso die in Zwickau warmes Bier getrunken haben.

Die Kühlschränke waren übrigens von der Firma #DKK (#Foron), die als erste #FCKW-freie Kühlschränke hergestellt haben, dann aber von westdeutschen Firmen mit Kampagnen platt gemacht wurden.

https://de.wikipedia.org/wiki/Foron

2/ Ich hatte damals für #AnneRabe die Sache mit der #Kollektivschuld durchgearbeitet.

https://so-isser-der-ossi.de/2024/02/25/weitere-kommentare-zu-anne-rabes-buch-eine-moeglichkeit-aber-kein-glueck/#Schuld_und_Blut

Die Alliierten waren nach dem Krieg schnell davon abgekommen.

Das steht zu Kollektivschuld in Wikipedia:

„Kollektivschuld bedeutet, dass die Schuld für eine Tat nicht dem einzelnen Täter (oder Tätern) angelastet wird, sondern einem Kollektiv, allen Angehörigen seiner Gruppe, z. B. seiner Familie, seines Volkes oder seiner Organisation. Das beinhaltet folglich auch Menschen, die selbst nicht an der Tat beteiligt waren. Das Strafrecht moderner Demokratien geht grundsätzlich von einer individuellen Verantwortlichkeit aus, so dass Kollektivschuld juristisch nicht relevant ist. Artikel 33 Genfer Abkommen IV bestimmt, dass keine Person für ein Verbrechen verurteilt werden darf, das sie nicht persönlich begangen hat. Eine Kollektivstrafe setzt Kollektivschuld voraus. Nach Art. 87 Abs. 3 Genfer Abkommen III und Artikel 33 Genfer Abkommen IV zählen Kollektivstrafen zu den Kriegsverbrechen.“

Mehr im Blog-Post.

@Willy_Wuff Ja, genau. Das ist es ja, was seit Jahren von Linken gemacht wird. Nur ist das nur Selbstbeweihreucherung, weil das bei den Addressierten nicht mehr ankommt. Sie haben keine Lust mehr, sich Zeug vorhalten zu lassen. Sie haben keine Lust, die Erklärungen von #AnneRabe zu lesen, warum sie angeblich so geworden sind, wie sie sind.

Die West-Presse wird im Osten nicht gelesen.

https://taz.de/Presse-in-Ostdeutschland/!5756271/

Ein gesamtgesellschaftlicher Kurs findet nicht (mehr) statt.

Da kommt man nur durch eine andere Politik raus. #SteffenMau hat ja Reformen der Demokratie angemahnt. Runde Tische, #Bürgerräte. Das ist auch, was die Klimabewegung fordert.

Man müsste irgendwie mal anfangen, Dinge anders zu machen. Das wird aber nicht getan. Stattdessen gibt es mehr Arm-Reich-Spaltung, mehr Umverteilung von unten nach oben.

Presse in Ostdeutschland: Wer streichelt unsere Seele?

Die Ostdeutschen haben den überregionalen Medien mit Sitz in der alten BRD den Rücken gekehrt. Ist Re-Ossifizierung die Lösung?

TAZ Verlags- und Vertriebs GmbH
@stefanmuelller Mich nervt an den ganzen autobiographischen anekdotischen Erklärversuchen auch, dass sie ja gar nicht belegen, was sie zu belegen versuchen. Oder treten #AnneRabe und #InesGeipel damit auf und sagen "schaut her, deshalb bin ich Nazi!"? Nein. Selbst sind sie ja völlig frei von den angeblichen Folgen ihrer Kindheitstraumata. Das ist an sich schon sehr unehrlich.

1/ Toll! Dieser Artikel enthält praktisch alles, was ich seit Jahren allen, die es hören wollen und den anderen auch, zu erklären versuche:

„Rechtsradikale Parteien hatten bis Ende der Neunzigerjahre im Westen deutlich höhere Stimmanteile als im Osten, wo straßenorientierte Jugendbewegungen eine wichtigere Rolle spielten. Die heutigen Wahlerfolge von rechtsautoritären Parteien lassen sich schon deshalb kaum auf vermeintlich verinnerlichte autoritäre DDR-Strukturen zurückführen. Sie sind aus meiner Perspektive gesellschaftlich viel eher als eine Folge des neoliberalen Umbaus des Staates sowie der anhaltenden Deklassierung von Ostdeutschen zu verstehen. Eine autoritarismustheoretische Deutung kann von diesen Problemen ablenken: Sie sucht zu sehr nach Erklärungen auf der Ebene der persönlichen Einstellungen und der familiären Dynamiken.“

„Vor allem in den autobiografischen und literarischen Schilderungen, die in diesem Kontext erschienen sind, dominieren deprimierende Blicke auf DDR-Familien. Sie erzählen von durch physische Gewalt und emotionale Vernachlässigung geprägten Kindheiten als Vorgeschichte des heutigen Rechtsrucks. Ines Geipel, die zu DDR-Zeiten eine Internatsoberschule für künftige Kader besuchte, führt in ihrem Erinnerungsbuch »Umkämpfte Zone. Mein Bruder, der Osten und der Hass« letzteren auf die Schläge ihres brutalen Stasi-Vaters zurück. In Anne Rabes autobiografisch inspiriertem Roman »Die Möglichkeit von Glück« arbeitet die als sadistisch beschriebene Mutter als Erzieherin; in einer Szene zwingt sie ihr schreiendes Kind in eine Badewanne mit viel zu heißem Wasser. Solche Familiengeschichten gab es, sie sind jedoch keineswegs typisch für DDR-Familien, ebenso nicht für die von späteren Hooligans und Skinheads.“

„Dazu fällt eine weitere Schieflage auf: Die ostdeutschen Stimmen im Diskurs über die »Baseballschlägerjahre« stammen fast ausschließlich aus sehr staatsnahen Kontexten. Hier ließen sich noch weitere bekannte Autoren wie Manja Präkels und Daniel Schulz hinzufügen. Präkels erzählt in »Als ich mit Hitler Schnapskirschen aß«, wie sehr die Protagonistin zu DDR-Zeiten ein Familienbesuch in der örtlichen Kaserne der Sowjetarmee begeisterte. Mehrere Familienmitglieder hatten lokale Führungspositionen in der SED inne. Schulz, der nach eigenen Angaben als Kind die »Armeerundschau« gelesen hat, schreibt in »Wir waren wie Brüder« , wie ihn als kleinen Jungen der Dolch und die Pistole seines Vaters beeindruckten. Dieser war Oberstleutnant der Nationalen Volksarmee.“

Genau! #AnneRabe, #InesGeipel, #PatricePotrous alles entweder selber rote Socken gewesen oder die Kinder von Funktionären. Ines Geipel ist nie selbst aus der SED ausgetreten. Sie wurde ausgeschlossen, als sie dann im Westen war.

„In ihren mehrheitlich proletarisch geprägten ostdeutschen Herkunftsfamilien gab es im Verhältnis übrigens deutlich weniger Ex-Nazis als im westdeutschen Bürgertum. Das Aufbegehren ostdeutscher Jugendlicher hatte deshalb eine andere Stoßrichtung als die studentische 68er-Revolte in Westdeutschland, die auch ein Aufbegehren der Jugend gegen die eigenen Nazi-Eltern war.
Die späteren Schläger waren keineswegs »saudumm« gewesen, sondern in der Regel sehr solide ausgebildet.
Antiautoritär galt im ostdeutschen Kontext dagegen nicht notwendigerweise als politisch links, da die autoritäre SED-Staatsführung sich selbst als sozialistisch verstand.

Fehlende elterliche Fürsorge oder familiäre Gewalt waren in meinem Untersuchungsfeld ebenfalls nicht der Radikalisierungsgrund, zumal das Niveau häuslicher Gewalt und die Zahl sexueller Übergriffe in Ostdeutschland auch insgesamt niedriger lagen als im Westen. Bildungsforscher führen diesen Befund auf den massiven Ausbau der staatlichen Kinderbetreuung in der DDR zurück.“

Habe ich ja auch ausführlich drüber geschrieben. Die Gewaltthese von Anne Rabe ist einfach Unfug.

„Daran kann rechtspopulistische Politik anknüpfen: Diese mobilisiert das »Volk« gegen die Eliten. So inszeniert sich die AfD mittlerweile erfolgreich als Stimme der »einfachen Leute« im Osten. Den Anklang, den diese Botschaft im Osten erfährt, kann man nicht mit autoritären Prägungen erklären: Rechte Gewalt ist kein »Schrei nach Liebe«, sie lässt sich weder auf einen Vaterkomplex noch auf zu heißes Badewasser zurückführen. Die weitverbreitete Staatsfeindschaft im Osten hat eine andere, bis weit in die DDR zurückreichende Geschichte und handfeste materielle Gründe. Sie zu ignorieren, heißt, den Rechtsruck mutwillig misszuverstehen.“

Ja. Und so kommt man zu dem Schluss, dass Menschen wie Ines Geipel und Anne Rabe letztendlich das Erstarken der AfD fördern:

1) Weil sie von den wahren Ursachen ablenken und dem Westen wohlfeile und entlastende Erklärungen liefern.

2) Weil sie zu einem Mediendiskurs beitragen, der viele Ossis nur wütend macht und die Kluft verstärkt. Die westdeutsch dominierten Leitmedien werden nicht mehr konsumiert. Dialog findet nicht statt.

https://www.spiegel.de/politik/rechtsextremismus-was-wir-am-rechtsruck-in-ostdeutschland-falsch-verstehen-a-8d70ac53-90e1-4a33-aea3-4281ebca460f

#Nazis #DDR #Osten

»Baseballschlägerjahre«: Was wir am Rechtsruck im Osten falsch verstehen

Noch immer kursieren falsche Erklärungen über rechte Gewalt in Ostdeutschland. Um den Durchmarsch der AfD zu verhindern, müssen wir sie endlich korrigieren.

DER SPIEGEL
@OhWeh Naja, mich hat es schon gewundert. Ich hatte während Corona verschiedene Online-Abos von Zeitungen abgeschlossen, weil die keine Werbung mehr hatten und in finanzielle Schwierigkeiten gerieten, obwohl alle Zeitungen lesen wollten. Darunter war auch die Berliner. Ich hatte nur vom familieninternen Pressedienst Ausschnitte zu bestimmten Themen bekommen. Von Anja Reich und so. Und die waren immer gut. Erst bei meinem #AnneRabe-Artikel wurde ich darauf hingewiesen, was es da sonst noch gibt.

7/ Hauptsache ein Dach über dem Kopf. Und ne Sauna gibt es da auch.

Diese Schwimmhalle gab es schon zu #DDR-Zeiten, aber damals hat dort niemand davor geschlafen. Und schon gar nicht in eisiger Kälte. (nur noch als Nachtrag zu Anne Rabes Behauptungen zur tatsächlichen Armut in der DDR)

Das ist unser #Stadtbild. Und man könnte dafür sorgen, dass es verschönert wird. Zum Beispiel durch Sozialwohnungen, die nicht aus der Bindung fallen, durch Mietendeckel usw. usf.

Dafür gibt es Parteien wie die von #AnneRabe. Die sollen mal ihren Job machen. Immerhin haben sie ja jüngst angefangen, über Rückverteilung nachzudenken.

#Obdachlosigkeit

2/ Das ist ein krasser Film. Sibylle Schönemann hat mit allen gesprochen oder versucht zu sprechen: Ihren Chefs bei der DEFA, der Frau bei der Kaderabteilung, Schöffen, Richtern, #Stasi-Leuten, Vernehmern, der Frau im Hauptmannsrang aus dem Strafvollzug, die „was mit Menschen“ machen wollte.

Ihre Straftat: Sie wollte Filme machen, die der Staat nicht wollte, und hatte danach einen Ausreiseantrag gestellt.

Ihr Mann und sie wurde verhaftet. Die Kinder waren noch draußen.

Der Film endet mit einem Gespräch mit dem Anwalt Dr. Vogel, der für 250.000 Familienzusammenführungen und 35.000 Ausreisen von Politischen zuständig war. Vogel meinte zur Verabschiedung sinngemäß: Alles Gute, ich hoffe, dass sie alles gut überstehen (oder überleben). Schönemann: Ich habe es doch schon überstanden. Vogel: Mit der Entlassung aus der Haft ist es noch nicht vorbei.

Er erwähnte noch andere Fälle, die er betreut hat.

https://www.youtube.com/watch?v=TokBoJHDkDQ&t=26s

Sibylle Schönman hat im Prinzip das gemacht, was #AnneRabe fordert: Sie hat mit ihren Peinigern gesprochen. Ich finde nicht, dass die Betroffenen das machen müssen, aber sie hat es getan und einen Film daraus gemacht, den jetzt jeder sehen kann und sollte.

Als dieser Film entstand, war Anne Rabe vier Jahre alt. Ihre Eltern waren sicher traurig, dass ihre DDR Geschichte war und sie ihre Arbeit in systemstützenden Berufen verloren hatten.

Der Film über die #DEFA ist übrigens von DEFA-Mitarbeitern gemacht worden. Die Frau von der Kaderleitung und der oberste Chef der DEFA, der auch im ZK der SED war, kommen im Film vor.

#DDR #SED #Aufarbeitung

Locked Up Time trailer

YouTube

24/ Hier kann man 90 Minuten was dazu sehen. Auch mit Mita Schamal. Sie beschreibt die Konzerte in der #Erlöserkirche. Das Leuchten in den Augen, als sie beschreibt, wie die Hippies sie mit Steinen beworfen haben! Ich mag sie.

https://www.youtube.com/watch?v=9o8bT2nGmc0

#OstPunk #TooMuchFuture

Gerade in den letzten Jahren sind viele Dokus zum Thema erschienen.

Diese Aussage von #AnneRabe, es mangele doch an Aufarbeitung, geht mir so was von auf die Nerven!

Ostpunk Too much future-Punk in der DDR

YouTube

17/ Ich habe gestern noch was geschrieben.

#AnneRabe meinte: „Ich finde immer ganz schön, mein Freund Patrice Poutrus, der sagt immer so schön, ist mir doch egal, ob mir ein Wessi die Miete erhöht oder einen Ossi.“

Das ist unglaublich naiv. #PatricePoutrus ist promovierter Historiker und Ost-Experte. Er war hauptamtlich in der FDJ-Leitung eines großen Betriebes tätig, also entsprechend marxistisch geschult. Anne Rabe ist in der SPD und wird ebenfalls als Ost-Expertin durch die Talkshows gereicht. Wie kann es sein, dass die beiden einfachste ökonomische Zusammenhänge nicht verstehen? Natürlich macht es keinen unmittelbaren Unterschied für die Mieter*innen, an wen sie Miete bezahlen, aber der Vermieter muss Einkommen aus Vermietung und Verpachtung versteuern und die Steuern gehen dann eben anteilig nach Stuttgart, BaWü und an den Bund. Nicht aber nach Berlin oder Leipzig.

Das Ferienquartier an der #Ostsee, wo wir ab und zu Urlaub machen, funktioniert genau so. #Ossis dürfen dort arbeiten. Im Hotel sind es Pol*innen.

Bitte hier die ganze Geschichte:

https://so-isser-der-ossi.de/2026/01/06/anne-rabe-die-pruegelstrafe-und-jugendwerkhoefe-und-die-unglaubliche-armut-in-der-ddr/#Kolonialisierung_und_okonomische_