Ein Buch wird zum Auslöser: Beim Lesen erkennt eine Frau, dass eine Erfahrung vor 25 Jahren keine „einvernehmliche Erinnerung“, sondern sexualisierte Gewalt war. Lange hatte sie sich geschützt, indem sie das Geschehen anders deutete – wie viele Betroffene. Denn Gewalt entspricht oft nicht den gängigen Bildern, Täter sind meist bekannt.
Erst durch Recherche fügen sich die Puzzleteile: Angst, Abhängigkeit, kein Ausweg. Die späte Erkenntnis erschüttert und klärt zugleich. Symptome, die lange „normal“ wirkten, bekommen Bedeutung.
Therapie und Sprache helfen, das Erlebte neu einzuordnen. Wichtig: Die Schuld liegt nie bei den Betroffenen. Indem sie benennt, was war, gewinnt die Autorin Kontrolle zurück und schreibt ihre eigene Geschichte neu.
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