Der Tod, die Liebe und die Poesie – Ein beeindruckender „Andrea Chénier“ bei den Salzburger Festspielen
Elena Deinhammer
Zwischen historischen Reminiszenzen und poetischen Anklängen erzählt das Dramma di ambiente storico „Andrea Chénier“ in vier Bildern die Geschichte des titelgebenden Dichters, der vom Unterstützer der ursprünglichen Anliegen zum enttäuschten Gegner der tatsächlichen Revolution wurde und deshalb dem Tod an der Guillotine entgegentreten musste. Luigi Illica, auch Verfasser der Libretti von „La Bohème“ oder „Tosca“, stützte sich dabei sowohl auf Geschichtsdokumente der Revolution und ihrer Gerichtsverfahren als auch auf die Lyrik André Chéniers, ohne jedoch ein die Historie nacherzählendes Drama mit direkten literarischen Zitaten schaffen zu wollen. So entstanden atmosphärische Impressionen des französischen Revolutionszeitalters mit seinen Protagonisten und Antagonisten, zu denen Umberto Giordano eine ebenso stimmungsvolle, noch in der Tradition der klassischen italienischen Oper verhaftete, diese aber gleichzeitig aufbrechende Musik schrieb. Bei den Salzburger Festspielen gelangte dieses Werk zur konzertanten Aufführung – mit einer glanzvollen Besetzung, deren Namen die gehegten Erwartungen mehr als erfüllte. (Rezension der Vorstellung v. 25. August 2025) […]
https://opernmagazin.de/der-tod-die-liebe-und-die-poesie-ein-beeindruckender-andrea-chenier-bei-den-salzburger-festspielen/