Menschenrechte im Schatten der Staatsräson. Stereotype und Selbstzensur in der deutschen Palästina-Berichterstattung.
Anne-Frank-Haus, Sunday, March 29 at 07:00 PM GMT+2
"Kontext ist alles. Nimmt man diesen journalistischen Leitsatz ernst, bedeutet das: Der Großteil der deutschen Nahost-Berichterstattung ist nichts." (Fabian Goldmann, aus seinem Buch "Staats(räson)funk") Wie frei ist Berichterstattung, wenn politische Leitlinien wie die sog. "Staatsräson" im Sinne einer historischen Verantwortung den Rahmen setzen? Welche Bilder und Narrative prägen die deutsche Berichterstattung über Palästina – und welche Stimmen bleiben ungehört? Der Journalist Fabian Goldmann analysiert, wie stereotype Darstellungen, politische Tabus und strukturelle Selbstzensur die mediale Debatte beeinflussen. Er zeigt auf, warum Kritik an israelischer Regierungspolitik häufig delegitimiert wird und wie sich das auf die öffentliche Diskussion über Palästina und die Verletzung von Menschenrechten auswirkt.
Ein Abend über Medien, Macht und Verantwortung – und darüber, wie Berichterstattung auch in polarisierten Zeiten journalistischen Standards verpflichtet bleibt.
Wir laden herzlich ein zu einem Abend mit Vortrag und anschließender Diskussion.
Über Fabian Goldmann: Er ist Journalist, Islamwissenschaftler und Autor und hat viele Jahre aus den Nahen Osten berichtet. Er arbeitet zu stereotyper und diskriminierender Berichterstattung über Migration, Islam und Nahost und betreibt zudem den Blog »Schantall und die Scharia«. Im Februar 2026 ist sein Buch “Staats(räson)funk” erschienen.
https://keepkarlsruheboring.org/event/menschenrechte-im-schatten-der-staatsrason-stereotype-und-selbstzensur-in-der-deutschen-palastina-berichterstattung