@NuclearDisorder Man hatte damals so einen Dusel ... In der Grafik TMI-2-Reaktordruckgefäß mit zusammengeschmolzenen Einbauten und "Brennstoff" > #Kernschmelze.

Man hatte lange keinen Plan was im Reaktordruckgefäß vorgegangen war. Beim ersten es Blick hinein waren die Augen groß.

#Atomktraft #GAU #Harrisburg #Kernenergie #TMI2 #ThreeMileIsland #USA

Heute vor 47 Jahren: Am 15. März 1979, 12 Tage vor dem #Reaktorunfall auf #ThreeMileIsland, wurde der Film #TheChinaSyndrome veröffentlicht. Dieser stieß auf Kritik der Atomindustrie, die ihn als „reine Fiktion“ und „Rufmord“ brandmarkte.

Frau von der Leyen erzählt Märchen

Es sei ein strategischer Fehler gewesen, aus sicherer, sauberer und günstiger Atomenergie ausgestiegen zu sein. Sie will deshalb, dass die EU-Kommission wieder in Atomenergie einsteigt, Unternehmen subventioniert, die wieder in die Atomenergie investieren und sogar Investitionen in diesem Wirtschaftsbereich absichern. Drei Märchen auf einmal, um die Wahrheit zu verschleiern: Es geht um Europas Atombewaffnung!

Technisch sicher ist die Atomenergie ganz bestimmt nicht: Three Miles Island (USA) 1979, Tschernobyl  (Ukraine) 1986 und Fukishima (Japan)  2011, drei Atomkatasstrophen, die Frau von der Leyen und viele andere gerne verdrängen – auch neue und kleinere Atomkraftwerke werden nicht sicherer sein können. Zumal sie nach dem Willen ihrer Konstrukteure oder besser Gedankenspieler auf die umfassenden Armierungen und Schutzhüllen konventioneller AKW verzichten sollen. Kein einziges dieser ausschließlich in Computern virtuell entworfener Projekte wurde bisher auch nur ansatzweise realisiert. Weil hierfür Millionensubventionen notwandig wären.

Politisch sicher ist die Atomkraft schon gar nicht, weil mit ihrem Brennstoff Uran wieder Russland als Lieferant von Uran und Produzent von Brennstäben mit angereichertem Uran ins Spiel kommt. Es ist geradezu skandalös, dass angesichts des Ukrainekrieges eine europäische Initiative ins Leben gerufen wird, die anstatt die Resilienz Europas zu stärken, eine Energieform fördern will, die die Abhängigkeit der EU sowohl von Russland wie auch von den USA verstärkt.

Auch sauber ist Atomenergie nicht, die ständig sorgfältig auf Strahlungslecks kontrolliert werden muss, zumal es immer noch kein sicheres Endlager für Atommüll gibt, der noch hunderttausende von Jahren strahlen wird, wenn es möglicherweise gar keine Menschen mehr gibt.  Aber auch mit der angeblichen CO2-Neutralität ist es nicht weit her: Für Atomkraftwerke werden hunderttausende Tonnen Zement und Beton im Bau, im Betrieb und vor allem während der sicheren Entsorgung der verstrahlten Teile verbaut, die immense CO2 Fingerabdrücke hinterlassen.

Günstig war Atomstrom noch nie. Er ist die mit riesigem Abstand teuerste Energieart, die ohne Milliardensubventionen nicht auskommt und wie die Ölindustrie nur von zentralistisch und als Oligopol organisierten großindustrieellen Konzernen erbaut und betrieben werden kann. Die Energieerzeuger, die sie bauen, sind entweder Staatsbetriebe oder üben ihrerseits indirekte Kontrolle als Lobbyisten über die Politik aus. Das beste Beispiel ist das französische

AKW Flamanville. Block drei des 1979 erbauten AKW an der französischen Atlantikküste ist der letzte ergänzte Block. Baubeginn war Dezember 2007, der Betreiber EDF prognostizierte die Fertigstellung für 2012 die Baukosten auf 3,3 Milliarden Euro.  2012 gab EDF bekannt, die Baukosten seien auf 8,5 Milliarden Euro gestiegen. Im November 2014 gab man bekannt, der EPR werde voraussichtlich 2017 in Betrieb gehen. Im Juni 2019 gab EDF dann bekannt, Schweißnaht-Reparaturen verlängerten die Bauarbeiten bis Ende 2022. Die Baukostenschätzung lag nun bei 12,4 Mrd. Euro. Die Inbetriebnahme wurde nun für 2023 erwartet. Damit wäre das Kraftwerk 11 Jahre später in Betrieb gegangen als geplant – zu Kosten nahe dem Vierfachen der anfänglichen Planung. Im Juli 2020 wurde ein Bericht publik, wonach sich die bis dato bekannten Gesamtkosten des Projektes von den bisher kommunizierten 12,4 Mrd. Euro um weitere 6,7 Mrd. auf ca. 19,1 Mrd. Euro erhöhen sollen.

Beispiellose Sicherheitsprobleme, massive Kostenexplosion

Mitte Juli 2022 wurde öffentlich, dass ein Teil der installierten Reaktorsteuerung nicht funktioniert. EDF wusste seit 2019 von dem Problem. Im Dezember 2022 wurde bekannt, dass die Mehrkosten auf 10 Milliarden und die Gesamtkosten damit auf voraussichtlich 13,2 Milliarden ohne Finanzierungskosten von rund 5 Milliarden € steigen. Diese 13,2 Milliarden entsprechen einem Preis pro installiertem kW Nettoleistung von 8.250 €. Die Befüllung mit Brennstäben war damals für das erste Quartal 2024 geplant. Laut dem französischen Rechnungshof betrugen die Gesamtkosten inklusive 0,4 Milliarden Euro Rücklagen für Rückbau und Lagerung des Atommülls 23,7 Milliarden Euro zu Preisen von 2024.[] Die Baukosten lagen bei mehr als 13 Mrd. Euro, etwa das Vierfache der ursprünglich geplanten Kosten von 3,3 Mrd. Euro.

Naiv oder vor der Lobby eingeknickt?

Warum erzählt Ursula Von der Leyen offensichtlich solchen Blödsinn? Und warum plappern die Medien diese offensichtlichen Unwahrhrheiten einfach nach? Dass EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nun sogenannte, angeblich “kleine AKW” subventionieren will, ist entweder dumm und naiv oder böswillig und lobbyhörig. Dass diese Technik derzeit ausschließlich in Russland und China entwickelt wurde, in Ländern, die sich in Sachen AKW-Sicherheit nicht mit Ruhm bekleckert haben, scheint bei den Verantwortlichen der EU-Kommission ebenso wenig Eindruck hinterlassen, wie die Fähigkeit, durch Denken und Schlüsseziehen die Kosten, Risiken und Verluste von Atomenergie mit dem Nutzen, der Sicherheit und den Kosten von erneuerbaren Energien zu vergleichen.

Die von Emmanuel Macron erneut erhobene Forderung, dreckige, kostenintensive Risikotechnologie mit kostengünstigen, sauberen Erneuerbaren auf eine Stufe zu stellen, lässt an Dreistigkeit nichts zu wünschen übrig. Der dominante Atomstrom-Anteil von 67% französischer Atomreaktoren an französischer Energie, die im Grundlastbereich dominiert, verhindert im übrigen, dass Deutschland und andere EU-Länder billigen Sonnen- und Windstrom aus Spanien und Portugal nutzen können.

Macron geht es allein um die Atomwaffen

Macron geht es ausschließlich um eins: er braucht AKW und die EDF, um weiter Atomwaffen bauen und unterhalten zu können. Nicht ohne Grund hat er in der vergangenen Woche sein Atom-U-Boot-Theater in der Normandie veranstaltet. Dabei ist es durchaus legitim, im Zeichen der europäischen Eigenständigkeit und Unabhängigkeit von den USA über die Notwendigkeit nachzudenken, wie mit minimalem Kostenaufwand das nötige spaltbare Material erzeugt werden kann, um die Force de Frappe in Europa existenzfähig und autonom funktionsfähig zu halten. Aber dann müssten Macron und von der Leyen sich ehrlich machen und offen benennen, worum es eigentlich geht, nämlich die atomare Bewaffnung zu sichern. Dafür bedarf es aber nicht eines Milliardenprogramms  völlig überteuerter, in Bau und Abriss Unmengen CO2 – produzierender, dreckiger und risikoreicher Atomreaktoren. Die zudem eine zentralistische und verwundbare Energieversorgungsstruktur darstellen. Der Ukrainekrieg beweist die Anfälligkeit zentraler Energiestrukturen täglich. Europa wird so nicht resilienter, sondern verwundbarer und anfälliger. So, wie Macron und von der Leyen eine atomare Zukunft beschworen haben, erinnert dies alles an die berühmte Abschiedsrede von Präsident Dwight D. Eisenhower von 1961, der die Politik vor der Machtfülle des Militärisch-Industriellen Komplexes warnte.

Frau von der Leyen erzählt Märchen – Beueler-Extradienst

In fact, a lot of #Datacentres are hoping to use OLD #NuclearPowerPlants for their energy! They want to restart #ThreeMileIsland, @DjityDjity ! It's MADNESS!

#DataCenters #NoNukesForAI

#ThreeMileIsland #DepartmentofEnergy #Pennsylvania

From CBS News.com: Department of Energy loaning $1 billion to help restart Pennsylvania's Three Mile Island nuclear reactor

https://www.cbsnews.com/pittsburgh/news/restart-three-mile-island-microsoft/

Department of Energy loaning $1 billion to help restart Pennsylvania's Three Mile Island nuclear reactor

The U.S. Department of Energy says it's loaning $1 billion to help finance the restart of the nuclear power plant on Pennsylvania's Three Mile Island.

John Mastodon iz appalled:
Microsoft is getting a loan of $1-Billion from the US government to re-open Three-Mile Island nuclear power plant in Pennsylvania.
It was the site of the worst accident at a nuclear facility in the US in 1979.
Mr Mastodon now wonders why Microsoft doesn't just burn people for its Ai fuel.
https://gizmodo.com/us-approves-1b-loan-to-restart-three-mile-island-as-microsoft-data-centers-drive-demand-2000688138
#Ai #Microsoft #ThreeMileIsland
US Approves $1B Loan to Restart Three Mile Island, as Microsoft Data Centers Drive Demand

The tech giant aims to offset its carbon emissions by bringing back a nuclear reactor in Pennsylvania.

Gizmodo
Bloomberg: #ConstellationEnergy shares rise 3.4% in premarket trading after the company’s plan to restart its shuttered #ThreeMileIsland #nuclear plant won $1 billion in backing from the #USgovernment.

U.S. faces electricity challenge as AI energy demand soars

By : Chip Minty//The Journal Record//September 25, 2025

"They say that artificial intelligence (AI) will be the most transformative technological development ever. Pick any revolutionary advancement you can think of — the Internet, smartphones, air travel, automobiles, the conveyor belt. You can go back as far as fire itself, and experts say AI has a chance to outshine them all.

"As a consequence, there’s an international winner-take-all race to supremacy underway that involves the United States, China and Europe, and the victor stands to emerge at the top of the world’s economic pecking order.

"Much is at stake as industry and institutions are ramping up microchip production, data center construction and educational programs customized to a new AI economy. But behind the billions of dollars in technology infrastructure investment, policymakers and industry visionaries still don’t know if the United States will have enough electricity available to feed the AI behemoth once it reaches maturity.

"No one is quite sure how much more electricity the United States will need, but estimates suggest the nation’s emerging AI machine could demand 60 gigawatts or more within the next couple of years. That volume far exceeds the needs of major U.S. cities, such as New York.

"Adding that much power to the grid will be no small undertaking, experts say, especially for a nation that has focused the last quarter century on a clean energy transition that still is looking for traction. Wind and solar energy can play a role, but inconsistent production limits their ability to meet spikes in power demand.

"So, what’s left? No one is talking about coal. That leaves #NaturalGas to carry the burden. And then there’s #nuclear, an emerging darling of the power industry, winning bipartisan support from policymakers who are now willing to set aside the 1979 #ThreeMileIsland disaster, which practically paralyzed the industry for decades.

"The Oklahoma City-based Hamm Institute for American Energy has made the issue one of its core concerns, bringing leaders together from across the United States and from key international trading partners, such as Japan and South Korea.

" 'The United States has the resources it needs. What it lacks is speed, certainty and alignment,' said Ann Bluntzer Pullin, executive director of the Hamm Institute.
'This initiative is about turning urgency into action so that America and its allies can lead in both energy and AI.'

'" I feel like you’ve got these two giants, the tech industry and the energy industry at this unbelievable moment in time where they can both rise to the occasion and literally move society forward in a way where everyone’s quality of life goes up,' she told leaders at a recent roundtable event.

"There’s a growing number of AI systems housed in an expanding network of data centers, which store, process and manage critical data and their applications. The giant facilities’ large assemblies of servers, storage drives and other hardware are known for their enormous appetite for electricity."

Read more / listen:
https://journalrecord.com/2025/09/25/ai-energy-demand-us-power-challenges/

Archived version:
https://archive.ph/VKXi7

#NoNukesForAI #NoNukesForDatacenters #FossilFuels #NuclearPlants #WaterIsLife #LandIsLife #CorporateGreed

U.S. faces electricity challenge as AI energy demand soars

AI could require 60+ GW of U.S. power, sparking urgent focus on nuclear, natural gas and clean energy to meet rising demand.

The Journal Record

#Atomkraft in den #USA : #Microsoft nutzt Reaktorstrom für Rechenzentren - DER SPIEGEL

spiegel.de/wissenschaft/techni…

#ThreeMileIsland steht für den größten Nuklearunfall der USA. Nun wird ein Teil des Atomkraftwerks reaktiviert: Microsoft braucht den Strom für seine Rechenzentren.
🤦‍♂️
Strom für künstliche Intelligenz: Das Comeback der Uralt-Meiler

Three Mile Island steht für den größten Nuklearunfall der USA. Nun wird ein Teil des Atomkraftwerks reaktiviert: Microsoft braucht den Strom für seine Rechenzentren.

DER SPIEGEL