Wochenarbeitszeit und Teilzeit in der Bundesrepublik: Ein EU-Vergleich
Vollzeitbeschäftigte arbeiten 2024 im Schnitt 40,2 Stunden pro Woche, leicht unter EU-Durchschnitt.
Teilzeitquote bei 29 %, besonders hoch bei Frauen.
Erwerbstätigenquote erreicht mit 77 % Rekordniveau.
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Vollzeitbeschäftigte in Deutschland leisten durchschnittlich etwas weniger Arbeitsstunden pro Woche als im EU-Durchschnitt. 15- bis 64-jährige Erwerbstätige in Vollzeit haben im Jahr 2024 im Schnitt 40,2 Wochenstunden gearbeitet - sie lagen damit geringfügig unter dem EU-Durchschnitt von 40,3 Wochenstunden, wie das Statistische Bundesamt (Destatis) am Dienstag auf Basis von Daten der europäischen Statistikbehörde Eurostat mitteilte.
Weiterer Anstieg der Teilzeitquote im Jahr 2023
Laut DESTATIS-Angaben ist die Quote der Teilzeitbeschäftigten 2023 erneut leicht gestiegen und erreichte 31 % (Vorjahr 30 %).
Bemerkenswert ist der Unterschied zwischen den Geschlechtern: Während jede zweite Frau (50 %) teilzeitbeschäftigt war, arbeiteten lediglich 13 % der Männer in Teilzeit.
Angesichts des steigenden Lehrkräftebedarfs an Schulen wird häufig auch über den Beschäftigungsumfang von Lehrerinnen und Lehrern diskutiert. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, waren im Schuljahr 2022/2023 rund 724 800 Lehrkräfte an allgemeinbildenden Schulen in Deutschland tätig – davon 42,3 % in Teilzeit. Damit lag die Teilzeitquote bei Lehrkräften etwas höher als im Schuljahr zuvor (40,6 %) und wieder auf dem höchsten Stand der vergangenen zehn Jahre. Besonders Frauen reduzieren häufig ihre Arbeitszeit: Im Schuljahr 2022/2023 war die Teilzeitquote bei Lehrerinnen (49,9 %) mehr als doppelt so hoch wie bei Lehrern (21,8 %).