OpenAI, Abhängigkeit und der stille Verlust von Gemeingütern
Die letzten Monate zeigen ein Muster: Große KI-Anbieter werden nicht nur technisch größer, sondern auch strukturell enger mit wenigen Cloud-Konzernen verzahnt. Milliardenverträge sichern Compute-Power, aber sie verengen gleichzeitig unseren digitalen Handlungsspielraum.
Was bedeutet das? Nicht, dass KI verschwindet – im Gegenteil. Sondern dass Wissen, Werkzeuge und kreative Arbeit zunehmend durch kommerzielle und urheberrechtliche Schranken gefiltert werden.
Gerichte bestätigen bereits: Ein Teil der Trainingsdaten war rechtswidrig verwendet. Gleichzeitig müssen Millionen alter Chat-Logs für Verfahren gespeichert bleiben. Das sind nicht nur technische Details – das sind kulturelle Spuren, die wir nicht kontrollieren.
Währenddessen werden KI-Assistenten direkt mit Shopping-Plattformen verknüpft. Der Chat wird zur Kasse. Der Informationsraum verschmilzt mit Transaktionen.
Und genau hier beginnt das Risiko: Wenn das Werkzeug, das Informationen erklärt, gleichzeitig das Werkzeug ist, das uns Produkte verkauft, verändert sich der Raum, in dem wir denken.
Es geht nicht um Skandale. Es geht um Strukturen.
Wir brauchen offene Archive, nachvollziehbare Werkzeuge und Systeme, die uns gehören – nicht Systeme, die uns einhegen.
Mein eigener Weg: Infologie bleibt offen, dokumentiert und frei. Und mit Somnia entsteht eine lokale, unabhängige Alternative, die weder Daten verkauft noch Verhalten steuert.
Mehr denn je gilt: Digitale Souveränität beginnt dort, wo wir die Infrastruktur wieder selbst in die Hand nehmen.
Und das kann wirklich jedes Individuum! Und vertraute Kleingruppen (Verein/Familie) erst recht!
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