Ein lieber Studienkollege, Arzt in D, kontaktierte mich vor ein paar Tagen und wollte die Impfempfehlung der #STIKO relativieren. Er vermutete den Grund wegen der Kosten im Falle etwaiger Impfnebenwirkungen, von denen wir uns beide einig sind, dass sie extrem selten vorkommen.
Ich meinte, dass abgesehen davon, dass auch in Ö bei Nebenwirkungen von empfohlenen Impfungen der Staat aufkommt, dass ich es schlimm fände, wenn unzweifelhaft sinnvolle Impfungen aus Kostengründen nicht empfohlen würden.
Nun lese ich in der #Seuchenkolumne von Robert Zangerle, dass es wohl tatsächlich am Kostenargument liegt. Wohl weniger wegen Schadenersatz, sondern wegen der Kosten der Impfungen selbst.
Eine beinharte Kostenabwägung - Vorsorge als ökonomische Maßnahme - kannte ich bisher nur aus dem angelsächsischen Bereich (und teilweise aus Schweden). Und wie immer bei solchen neoliberalen Ideen für das Gesundheitswesen frage ich mich, ob da die indirekten Kosten geflissentlich übersehen bzw. auf die Individuen abgewältzt werden. Die in vielen Fällen fehlende Anerkennung von #LongCovid wäre da natürlich sehr praktisch.
#COVID19 #MedizinBrennt