One of the oldest Christian monasteries in the world. So much to see and explore in this amazing country.
One of the oldest Christian monasteries in the world. So much to see and explore in this amazing country.
(02)
Ich lese Mely Kiyaks neue Kolumne in der Schweizer Zeitschrift „Republik“: Briefe an Bettina, ich lese mich davon ausgehend durch ihre Serie, die Testamente übertitelt ist. Ich kann nicht aufhören zu lesen, ich kann nicht aufhören zu denken: wie kann man nur so großartig schreiben? Ich kann nicht aufhören zu denken, jemand wie Mely müsste unsterblich und unverwundbar sein, weil wir, weil zumindest ich, sie so sehr brauchen. Ich weiß natürlich gleichzeitig, dass es gerade diese Verwundbarkeit und Sterblichkeit ist, die sie schreiben lassen, wie sie schreibt.
Ich lese z.B. wie sie schreibt: „Du mochtest es immer, wenn ich schrieb, dass man der Ästhetik des Ekeligseins eine Ästhetik des Menschseins entgegensetzen müsse. Es darf aber nicht bei der Forderung bleiben, man muss sich mit hineinwerfen und es auch machen, gestalten, anbieten“ und fühle mich ertappt. Ja, genau, denke ich, das ist es, man darf nicht bei der Forderung stehen bleiben. Ich tue das häufig, ich denke häufig: sollte, müsste, und tue dann nichts. Gestalte nicht, biete nicht an. Es ist gut, daran erinnert zu werden. Es ist gut, sich ertappt zu fühlen.
Es tut gut zu lesen, wie Menschen sich vor einem Publikum ihre vermeintlichen Schwächen eingestehen, wie sie von Zweifeln, Selbstzweifeln reden, von Verunsicherung, von Krisen, eben davon, dass auch sie, die scheinbar (oder auch wirklich) Erfolg haben, mit Ängsten konfrontiert sind, mit Überforderung, dass auch sie mehr Fragen als Antworten haben. Oder vielleicht kann ich es so zusammenfassen: dass auch sie Teil eines Ganzen sind, dass wir alle nur überleben, nur kreativ sein können, wenn wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir zusammengehören, dass wir ein Teil eines Ganzen sind, dass es um Verbindung geht. Dass es immer um Verbindungen geht. Darum als einsamer Einzelner, als einsame Einzelne immer wieder zu begreifen, dass wir verbunden sind, dass wir nichts sind ohne die anderen, aber wichtig als winziges Atom innerhalb der Verbindung, die alles ist.
Verbunden also auch mit dieser schrecklichen Vergangenheit, in der Menschen wie Dietrich Bonhoeffer in einer aussichtslosen Lage Zeilen verfassen konnten, die noch heute trösten, verbunden mit den zeitlos traurig-schönen Versen von Mascha Kaléko, und dem Leid, das den Menschen in syrischen Foltergefängnissen zugefügt worden ist. Ich habe vor einigen Tagen ein Feature über Saydnaya gehört. Ich musste abbrechen, weil ich es einfach nicht mehr aushalten konnte. Die Menschen, die dort gefoltert wurden, sterben mussten, hatten diese Möglichkeit nicht.
#DietrichBonhoeffer #Kolumne #MaschaKaléko #MelyKiyak #Republik #Saydnaya #Verundenheit
"Prisons have been central to Syrian public consciousness for more than half a century. Some of the most notorious complexes, such as Tadmor (Palmyra) Prison, were constructed by the colonial French Mandate authorities. [..] The Syrian prison network in all its infamy, however, was assembled over two generations of #Assad rule."
https://www.nybooks.com/online/2024/12/22/syria-the-prison-gates-thrown-open/
https://archive.ph/TSSir
#Syria #AssadDynasty #SyrianPrisons #Saydnaya #StateViolence #StateCrime @syria
BBC witnesses #Saydnaya prison's foul and pestilent atmosphere
https://www.bbc.com/news/articles/c62w5q52pngo
> Inside the infamous prison's corridors it becomes clear how hard it will be to mend the Syria that Assad broke.
"The man featured in #ClarissaWard's @cnni segment has been identified by @VeSyriaE as a first lieutenant in Syrian Air Force Intelligence. He is believed to have killed civilians, detained and tortured young men in Homs, and now seems to be trying to rehabilitate his image."
🧵 by Mai El-Sadany
https://threadreaderapp.com/thread/1868312998420603124.html
#Syria #SyriaCoverage #Saydnaya #CNN #WhiteSaviorism #journaleux @syria