Sechs Bojen und ein Boot - vom Nebel ganz zu schweigen
Es war Harris, der die glorreiche Idee hatte, dass ein wenig Nebel der Fahrt eine «gewisse poetische Würde» verleihen würde. George stimmte zu, vermutlich weil er hoffte, im dichten Grau ungestört schlafen zu können, ohne dass ihn jemand an den Zahnarzttermin erinnerte. So trieben wir dahin – ein Boot an der Boje, drei Männer unter dem Verdeck und die irritierende Gewissheit, dass die Welt jenseits der Reling aufgehört hatte zu existieren.
Wir zählten die Bojen, als wären sie alte Bekannte, die uns den Weg in die Bedeutungslosigkeit wiesen. Bei der sechsten Boje hielten wir inne. Sie schwamm dort mit einer stoischen Ruhe, die uns allen fehlte. «Sind wir hier schon einmal vorbeigekommen?», fragte Harris misstrauisch. George meinte, das sei unmöglich, da diese Boje deutlich missbilligender dreinschaue als die letzte. Wir hingegen starrten in das weisse Nichts und warteten auf eine Offenbarung – oder zumindest auf das Ufer, das sich hartnäckig weigerte, dort aufzutauchen, wo die Karte es versprochen hatte.
#NikonZ7II #NikonZ #NIKON Z 7II | 24mm | f/13 | 1/640s | 31/01/2026
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