Finished Reading:
Machinehood
by
S.B. Divya
The future predicted in this book seems to be arriving soon...
Two thumbs up!
👍 🤖 👍
https://www.goodreads.com/book/show/54304067-machinehood
#Literature
#SciFi
#ScienceFiction
#books
#bookstodon
#coverart
#SBDivya
Groups:
@books
@scifi
@Scifiart
@sciencefiction
That said, I immediately hoped back into #Loka, the second book in #SBDivya’s #TheAlloyEra for a pallet cleanser.
It is a bit lower stakes and less graphically brutal in its exploration of interspecies power dynamics; which I tend to find a bit more relaxing.
Science Fiction und Fantasy im August 2024
Ich fange mal, weil es einfacher ist, mit den beide Serien an, die ich im August angeguckt habe: Witcher Blood Origin (2022, Netflix) – eine solide gemachte Miniserie als Prequel zum Witcher, die viel Hintergrund einführt und erklärt.
Und die vierte und letzte Staffel der Umbrella Academy (2024, Netflix). Hier sind die Superheld:innen erst einmal ganz normale Menschen mit einem ganz normalen Leben, und erst nach und nach taucht „Marigold“ als Stoff, der ihnen spezielle Fähigkeiten verleiht, wieder auf. Diese schließende Staffel erklärt einiges, und endet dann (ohne jetzt zu viel zu verraten) außergewöhnlich und anders, als das bei Superheldencomicverfilmungen sonst der Fall ist. Wie schon in den Staffel davor: gut umgesetzt, leider teilweise ziemlich blutrünstig, großartiger Soundtrack und Szenen und Bilder, die in Erinnerung bleiben – etwa das U‑Bahn-Netz und auch das dortige Bistro, in dem Fünf Fünf und Fünf trifft. Die Teenager waren mit dem Ende unzufrieden – das sei auch noch dazu gesagt.
Dann zu den sieben Büchern, die ich im August gelesen habe.
Ombria in Shadow von Patricia A. McKillip ist bereits 2002 erschienen; bisher sagte mir weder die Autorin noch das Buch etwas. Irgendjemand (sorry, ich erinnere mich nicht mehr, wer es war) erwähnte das Buch auf Mastodon, das klang interessant – und ja, sehr schöne Fantasy. Eine Stadt, wohl ein Stadtstaat, mit Hafen und Tavernen und einem Schloss. Der Herrscher stirbt/wird umgebracht, seine Geliebte Lydea flieht. Domina Pearl, eine vampirartig gezeichnete uralte Verwandte, greift nach der Macht und übernimmt die Vormundschaft über den jungen Prinzen. Eine Schreckensherrschaft droht. Ombria ist eine Stadt, die eine Schattenwelt hat, in der eine gesichtslose Zauberin herrscht. Deren Gehilfin Mag fängt an, eigene Gedanken zu entwickeln und sich aus der Schattenwelt heraus einzumischen. Im Schloss steht Ducon Greve, unehelicher Neffe des toten Herrschers, vor der Frage, ob er Partei ergreifen soll – oder derjenige bleiben möchte, der durch dunkle Ecken streift und diese zu Papier bringt. Aus diesem Setting heraus entwickelt McKillip eine sprachlich sehr schön und mit Grautönen erzählte Geschichte über Rebellionen und die schwierige Arbeit, Normalität immer wieder herzustellen.
Die übrigen Bücher in diesem Monat waren dann alle Science Fiction. Loka (2024), die Fortsetzung von S.B. Divyas Meru ist ganz frisch erschienen und scheint mir gut in den Hopepunk-Trend zu passen, den ich gerade beobachte. Während Meru vor allem im Sonnensystem, auf dem namensgebenden Planeten und „an Bord“ eines lebenden Raumschiff-„Alloys“ (Alloys sind posthumane Cyborgs, die größtenteils im Weltraum leben) gespielt hat, ist der Ort von Loka zum großen Teil die Erde. Wir begleiten Akshaya – Hybrid einer menschlichen Mutter und eines Alloy-Vaters, für das Leben auf Meru angepasst – und ihre Freundin Somya – beim Versuch, die Anthropological Challenge zu meistern. Damit ist eine Reise rund um die Erde gemeint, und zwar ohne jede Unterstützung durch Alloys, nur mit dem, was Menschen vor dieser posthumanen Ära konnten. Sie machen sich mit Solarfahrrädern auf den Weg – und stellen bald fest, dass innerhalb des „Loka“, der von Alloys gemanagten Zone der Erde, eine solche Aktivität sehr skeptisch gesehen wird. Jenseits des Loka-Gürtels sind die Gebiete „out of bound“, in denen Menschen leben, die den Alloys – und posthumanen Menschen wie Akshaya – nicht unbedingt freundlich gesinnt sind. Neben einem Blick auf das, was einen lebenden Planeten ausmacht (und die im Weltraum aufgewachsene Akshaya überrascht), ist diese Reise auch eine Auseinandersetzung zwischen Akshaya und ihrer Mutter, und mit der Frage, wie weit Erwartungen und Wünsche der Eltern vorgeben, was deren Kinder einmal machen. Mir hat Loka letztlich sehr gut gefallen, obwohl ich anfangs angesichts des Formats einer Abenteuer-Reise rund um die Erde skeptisch war.
Um bei Dingen, die vielleicht Hopepunk sind, zu bleiben: auch Ken MacLeods Beyond the Light Horizon (2024) – der dritte Band seiner Lightspeed-Trilogie – hat insbesondere in der Beschreibung des Alltags fremder Welten (und in dem Alltag ganz normaler Menschen zwischen politischen Intrigen) Aspekte, die dazu passen. Prämisse dieser Trilogie ist zum einen, dass es seit langem eine Möglichkeit gibt, sich mit Überlichtgeschwindigkeit zu bewegen (aber obacht: ab und zu geraten dabei die Weltlinien durcheinander), dass diese aber von den großen Weltmächten geheim gehalten wird, und dass diese – ein Block rund um die USA und ein autokratischer Block – ebenso im Geheimen begonnen haben, fremde Planeten zu besiedeln. Die nach einer Revolution sozialistische Europäische Union (zu der auch Schottland gehört) ist erst spät in diesem Spiel dabei. Das alles ist mehr oder weniger die Geschichte der ersten beiden Bände; es kommen zudem künstliche Intelligenzen und seltsame Kristallwesen – den Fermi – vor, die gegen Ende des zweiten Bandes verschwinden. Im dritten Band taucht nun ein Sonnensystem auf, in dem intelligente Dinosaurier seit Millionen von Jahren ein Venus-Äquivalent besiedeln … und sie sind nicht die einzige intelligente Lebensform (man merkt, dass MacLeod mal als Biologe gearbeitet hat). MacLeod schließt in diesem dritten Band die eine oder andere offene Zeitschleife, bindet auch sonst zusammen, was zusammenzubinden ist, und schafft es trotzdem, am Schluss nochmal eine wirklich überraschende Wendung hinzukriegen. Insgesamt sind die drei Bände der Lightspeed-Trilogie damit eine runde und lesenswerte Sache.
Wer Space Opera mag, wird an Jonathan Strahans Anthologie New Adventures in Space Opera (2024) gefallen finden. Das Buch enthält in sich geschlossene Kurzgeschichten von Ann Leckie / Becky Chambers, Alastair Reynolds, T. Kingfisher, Charlie Jane Anders, Anya Johanna DeNiro, Yoon Ha Lee, Lavie Tidhar, Tobias S. Buckell, Arkady Martine, Aliette de Bodard, Seth Dickinson und Karin Tidbeck – und allein diese Liste an Namen zeigt sowohl die Bandbreite als auch die Qualität der hier versammelten Geschichten.
Eine ganz konkrete Konsequenz der Lektüre dieser Anthologie war bei mir, dass ich Ninefox Gambit von Yoon Ha Lee aus dem Jahr 2016 endlich mal gelesen habe – das lag schon lange in meinem (digitalen) Bücherstapel. Es geht hier um Space Opera, um posthumane Welten – und um ein Universum, in dem eine hochentwickelte Zahlenmystik es erlaubt, die Realität zu beeinflussen. Woraus sich beispielsweise grausame Waffen bauen lassen. Die Hauptperson Kel Cheris ist eine Soldatin der Hexarchie; die Kel sind eine der sechs Fraktionen, die dieses galaktische Imperium gemeinsam regieren – sie sind für das Militär zuständig, während Shuos eher geheimdienstlich unterwegs sind, Nirai die Geheimnisse des Universums erforschen usw. Gemeinsam mit einem lange toten Rebellen soll sie in einer geheimen Mission herausfinden, wie es in einer Weltraumfestung zu einem Aufstand kam – und den dort verwendeten Kalender wieder zu normalisieren. Die Prämissen und die darauf aufbauende Welt samt der Sprache des Buchs (es gibt beispielsweise keine Raumschiffen, sondern Motten …) ist erst einmal etwas schwer zugänglich; wenn sie akzeptiert wird, ist Ninefox Gambit aber packend – auch auf der Ebene der persönlichen Entwicklung von Kel Cheris. Neben Ninefox Gambit gibt es noch zwei Folgebände sowie eine Reihe von Kurzgeschichten aus dem selben Universum.
Apropos seltsame Prämissen: Greg Egan schreibt ja eh Romane, die davon leben, dass sie seltsame Prämissen ausbuchstabieren und in voller Konsequenz umsetzen. Morphotrophic (2024) macht das mit Wucht: jenseits des durchaus interessanten Plots ist es vor allem die Idee, die den Reiz dieses Buchs ausmacht: Zellen in Lebewesen sind unabhängiger und wandelbarer, als wir es kennen. Wenn sie nicht gut versorgt werden, mit genau dem richtigen Mix an Nährstoffen, gehen sie ein – oder verlassen den Körper. So beginnt das Buch damit, dass der Hauptperson ihr Arm fehlt, weil über Nacht eine ganze Reihe von Zellkolonien entschieden haben, ihr Glück woanders zu suchen. Und wer gute Zellen hat – oder neue dazugewinnt, lebt sehr lange. Das große Geheimnis in dieser Welt ist die Frage, wie Zellen dazu gebracht werden, bestimmte Körperteile zu bilden – und was eigentlich Bewusstsein und „ich“ ausmacht, wenn Teile des eigenen Körpers sich anderen anschließen können. Anregend (und gar nicht so weit weg, wie es scheint: ein paar Tage nach Lektüre des Buchs bin ich im Spektrum der Wissenschaft auf einen Aufsatz gestoßen, in dem über die Rolle elektrischer Signale für die Organentwicklung gesprochen wurde …).
Last but not least: The Fortunate Fall von Cameron Reed, 1996 unter dem heutigen Deadname der Autorin zuerst erschienen, jetzt als Klassiker des Cyberpunk wieder veröffentlich (und mit einem schönen Vorwort von Jo Walton versehen). Wir folgen in einer aus heutiger Sicht sehr posthumanen Welt einer „Kamera“, einer Frau, die mit zusätzlichen Implantaten aufgerüstet als Ein-Personen-Reporterin für eine der großen Sendeketten durch die Welt zieht und in Telepräsenz immersiv berichtet. Damit nicht jede Regung beim Publikum ankommt, arbeitet sie mit einer Cutterin zusammen – eine sehr intime Erfahrung. Die Kamera Maya Andreyeva ist keine Heldin, sondern wird nach und nach in einen größeren Konflikt hineingezogen. Gleichzeitig erfahren wir mehr darüber, was es mit dem Blocker in ihrem Kopf auf sich hat, der die in dieser Welt verbotene gleichgeschlechtliche Liebe (und mehr) unterdrückt. Das Buch – Walton spricht von warmherzigem Cyberpunk – steckt voller Ideen, die eine Welt zu Ende denken, in der Gehirne digital gekoppelt werden können. Am Schluss wurde es mir etwas zu theologisch, insgesamt aber ein Buch, das zu Recht als Cyberpunk-Klassiker gewertet werden soll, und das sich erstaunlich gegenwärtig liest.
#cameronReed #fantasy #gregEgan #jonathanStrahan #kenMacleod #patriciaAMckillip #rezension #sBDivya #scienceFiction #sf #umbrellaAcademy #witcherBloodOrigin #yoonHaLee
📚 Clarkesworld Issue 213 edited by Neil Clarke: Favorites this month from S.B. Divya, Carrie Vaughn, and Luc Diamant. …
Read the rest: https://michaelhans.com/eclecticism/2024/06/05/%f0%9f%93%9a-clarkesworld-issue-213-edited-by-neil-clarke/ (#CarrieVaughn #Clarkesworld #LucDiamant #NeilClarke #SBDivya)
Ein schneller Rückblick auf meine Science-Fiction- und Fantasy-Lektüre bzw. meinen diesbezüglichen Medienkonsum im Mai 2023.
Auf dem Bildschirm habe ich ein paar Serien angeschaut – die dritte Staffel von Picard (Prime) hat mir weitgehend gut gefallen, auch die Tatsache, dass es einen umfassenden Handlungsbogen und trotzdem in sich abgeschlossene Episoden gab. Das eine oder andere war allerdings ein bisschen viel Fanservice. Mal schauen, wie das am Schluss angeteaserte Spin-off des Spin-offs rund um Captain Seven of Nine werden wird …
Die zweite Staffel von Carnival Row (Prime) – die Serie spielt in einer zu Beginn der Industrialisierung stehenden Gesellschaft, in der Menschen und Fey zusammenleben – war bildgewaltig, mit der einer guten Mischung aus persönlichen Entwicklungsgeschichten, politischen Intrigen und den großen Themen. Allerdings war sie für meinen Geschmack etwas zu blutig und zu voll enttäuschter Hoffnungen; aber wie schon in der ersten Staffel: dafür mit einem durchaus überzeugenden Ende. Eine Fortsetzung soll es leider nicht geben, obwohl der Schluss dazu eigentlich einlädt.
Unterhaltsam, für eine mit Gothik und Außenseitertum spielende Serie teilweise ein bisschen zu überzuckert empfand ich die Serienverfilmung Wednesday (Netflix), die ich mir jetzt auch mal angeschaut habe. Und die durchaus anschaubar ist.
Nicht auf dem Bildschirm, sondern im Kino angeguckt haben wir Guardians of the Galaxy Vol. 3. Hübsch anzusehen, mit einer ziemlich herzzerreißenden Backstory für den Waschbären Rocket, aber in der Summe nicht so ganz logisch. Naja, also: Unterhaltungskino.
Zu den Büchern: Ziemlich viel Zeit verbracht habe ich mit At the Feet of the Sun (2022), dem zweiten Teil der Serie rund um Cliopher Mdang und den Kaiserhof der Autorin Victoria Goddard (zum ersten Teil hatte ich hier etwas geschrieben). Auch At the Feet of the Sun ist langsam erzählt und braucht seine Zeit. Während der erste Teil der Aufstieg Clipher Mdangs am kaiserlichen Hof als roten Faden hatte, geht es hier um die – hm – platonische/asexuelle Liebesbeziehung zwischen Mdang und dem Kaiser, und um deren gemeinsame Reisen durch mehr oder weniger mythische Welten. Gleichzeitig erfahren wir einiges darüber, wer der im ersten Band scheinbar unnahbare Kaiser tatsächlich ist, und wie Mdangs Karriere auch hätte verlaufen können. Ein großes Buch, um sich darin zu verlieren – geerdet durch alltägliche Details und Angewohnheiten, die zeigen, dass auch die Held*innen großer Sagen letztlich nur Menschen sind.
Nicht zu Ende gelesen habe ich dagegen A Woman of the Sword (2023) von Anna Smith Spark. Nicht unbedingt, weil es ein schlechtes Buch ist – die Prämisse ist, dass hier epische Fantasy durch die Augen ganz normaler Menschen dargestellt wird. Die Hauptperson war Soldatin einer Armee, die im Auftrag eines Herrschers Länder befreit und das Imperium wieder hergestellt hat. Danach hat sie sich auf einer Farm niedergelassen; die Beziehung zu ihren beiden Kindern ist schwierig, sie fühlt sich überfordert von allem. Und dann kommt der Krieg zurück, mit Drachen und Magie. Brandschatzung und Flucht werden recht realistisch geschildert – und das war dann der Punkt, wo ich das Buch zur Seite gelegt habe. Mir war es für diese Zeiten – verbunden mit dem sehr nahen Blick auf den Alltag mit kleinen Kindern – schlicht zu düster.
Meru (2023) von S.B. Divya spielt in einer Zukunft, in der im offenen Weltall lebende Cyborg-Konstrukte (Alloys) die Macht übernommen haben. Die Erde ist eine Art Reservat für nicht modifizierte Menschen. Ambitionen sind eine Krankheit, die heilbar ist. Die junge Hauptfigur will trotzdem mit einigen Freund*innen Großes erreichen. Die Chance, das umzusetzen, ergibt sich, als der Planet Meru entdeckt wird und sich herausstellt, dass ihre Sichelzellenanämie hier von Vorteil sein könnte. Zusammen mit einer Konstrukt-Raumschiff-Person soll sie zeigen, dass Menschen auf einem Planeten jenseits der Erde überleben können – ohne Terraforming, und ohne Eingriffe in die Umwelt. Erst nach und nach stellt sich heraus, dass sie nur als Spielball in politischen Auseinandersetzungen der Cyborg-Konstrukte gesehen wird. Aus diesem Setting entwickelt Divya eine spannend zu lesende Geschichte, die sich auch großen Fragen stellt.
Bleiben wir bei Konstrukten: Martha Wells Murderbot Diaries (2017–2021) ist aus der Perspektive eines Konstrukts erzählt. Ein als Waffe/Sicherheitssystem eingesetzter Cyborg („SecUnit“) hat das Kontrollmodul überlistet und agiert jetzt frei, muss dies allerdings geheimhalten. Der „Murderbot“ – so die Eigenbezeichnung – ist menschenscheu, redet nicht gerne über Gefühle, will nicht berührt werden und schaut am liebsten, auch zur inneren Beruhigung, historische und SF-Endlosserien. Gleichzeitig nimmt diese SecUnit ihre Aufgabe ernst: ihre Klient*innen zu beschützen. Das kann dann auch mal blutig werden. Die Klient*innen sind zu Beginn der Serie Wissenschaftler*innen, die einen Planeten erkunden; später werden sie Freund*innen des Cyborg. Die Serie beginnt im Corporate Rim – neoliberale, nur auf Profit ausgerichtete Planeten und Raumstationen, die von unterschiedlichen Konzernen beherrscht werden. Menschen und Bots sind hier Leibeigene. Nach und nach lernen wir, dass es außerhalb des Corporate Rim andere Gesellschaften gibt, die ebenfalls detailliert beschrieben werden – etwa die eher an Solarpunk erinnernde, utopisch dargestellte Preservation. Der sarkastische Tonfall der erzählenden SecUnit (samt Nebenbemerkungen) trägt ebenso wie der schnelle Plot dazu bei, dass es sich dann doch empfiehlt, gleich die ganze Serie zu kaufen; leider ein recht teures Vergnügen. Ein weiterer Band ist für Ende des Jahres angekündigt.
Nochmal Space Opera, diesmal als, hm, Komödie: John Scalzis The Android’s Dream (2006) hat wenig mit Philip K. Dick zu tun, sondern handelt v.a. von unfähigen Diplomat*innen, den Computern der Wetterbeobachtung, Aliens, die unbedingt ein tiefblaues Schaf haben wollen, einer am unteren Ende der galaktischen Hackordnung stehenden Erde und den Veteran*innen eines unnötigen Krieges. Schnell und teilweise sehr lustig, teilweise auch bitter, weil es da und dort eben nicht nur Slapstick, sondern gute Satire ist. Eher Redshirts als Old Mans‘ War, und irgendwie typisch Scalzi.
Charles Stross Seasons of Skulls (2023) ist typisch Laundry/New Management, lässt sich ebenso schlecht beschreiben und war mir ein bisschen zu viel more of the same. Wer die Mischung aus Horror, Pastisches zu Klassikern der Weltliteratur (hier: Richtung Jane Austen, würde ich sagen), genauer Beobachtung von Bürokratie und Management und Großbritannien mag, wird hier fündig.
Schließlich habe ich noch Cory Doctorows Red Team Blues (2023) gelesen, das eher ein Thriller/Krimi als Science Fiction ist, schnell und aktionenreich, mit scharfem Blick auf die IT-Kultur der amerikanischen Westküste, halb-legale Crypto-Geschäfte und ähnliches mehr, verbunden mit einer durchaus sympathischen Hauptperson.
#anna-smith-spark #carnival-row #charles-stross #cory-doctorow #fantasy #guardians-of-the-galaxy #john-scalzi #martha-wells #picard #s-b-divya #science-fiction #sf #victoria-goddard #wednesday