Der kleine Junge (Der inzwischen nicht mehr „klein“ genannt werden möchte, weil er schon fast ein Teenager ist.) hat vor ein paar Wochen ein Upgrade in seinem Zimmer bekommen. Er hatte dort einen Lenovo Think Centre SFF als PC stehen, auf dem zocken eher suboptimal möglich war. Ja, Minecraft funktionierte, Fortnite mit Einschränkungen, alles darüber eher nicht. Netzwerk bekam er über so einen fingernagelgroßen USB-WLAN-Stick – im Kinderzimmer lag einfach kein Ethernetkabel. Papa, das laggt ganz schön!
Im Keller hatte ich noch einen alten PC rumstehen, der mit einem i3-Prozessor der 4. Generation bestückt war, mit der internen Grafikkarte vor sich hin rödelte, aber immerhin 32 Gigabyte RAM zur Verfügung hatte. Der machte eigentlich nichts, außer ab und an mal ein Update. Zum letzten Nikolaustag habe ich daher bei Kleinanzeigen mal nach Grafikkarten geschaut und tatsächlich zwei Kilometer von uns entfernt eine Gigabyte 1660ti gefunden, die zu der alten Schlunte ganz gut passt. Zusätzlich konnte ich noch einen i7 4790k auftreiben. Als ich das alles in das kleine Gehäuse gebastelt hatte, war der Rechner nicht mehr wieder zu erkennen! Den kleinen Small-Formfaktor-Rechner vom Schreibtisch genommen und den etwas größeren in einen Halter unter den Schreibtisch gehangen. Viel besser! Sogar Cyberpunk 2077 ließ sich mit erträglichen Frameraten starten. Der Rechner heulte dann zwar aus dem letzten Loch, aber es ging. Reicht für Fortnite, Minecraft und Konsorten allemal. Für Schule und Teams sowieso. Aber das Netzwerk, Papa, das laggt.
Das Internet kommt aus der Decke!Habe dann einen TP-Link-USB-Adapter mit zwei externen Antennen besorgt, der recht gut installierbar war. Damit war das Netz dann stabiler. Allerdings hat Marvel Rivals bei jedem Start gemeckert, das Netz sei zu mies, zwischendurch waren arge Ruckler im Spiel und grundsätzlich ist Nachwuchs 2.0 recht häufig völlig wahllos aus Sessions raus geworfen worden. Papa, das laggen nervt!
Bei uns im Schlafzimmer hängt in der Ecke zwischen Wand und Kleiderschrank ein Switch, der mit einem kurzen Kabel mit der Fritzbox auf der anderen Seiten der Innenwand mit der Fritzbox im Homeoffice-Büro der Frau bzw. dem Jugendzimmer des Studenten verbunden ist. Von diesem Switch gehen zwei Kabel in einem Rohr nach oben, durch ein Loch in der Decke auf den Kriechdachboden und von dort zu einer mit Freifunk geflashten Nanostation Loco M2 zum Wendehammer hin und zu einer weiteren Nanostation Loco M2 im Geräteschuppen hinter dem Haus, um dort den Garten mit WLAN zu versorgen. An dem Switch sind noch Ports frei und in das Rohr kann ich auch noch ein Cat6-Kabel quetschen, wenn ich die Ohren am Stecker abschnibbel. Gesagt getan und 10 Minuten später war ein Kabel nach oben auf dem Dachboden gezogen. Nachdem ich eine halbe Stunde Spinnweben weggesaugt hatte, konnte ich das Kabel unter dem Dachfirst quer über den ganzen Dachboden auf die andere Seite des Hauses ziehen. Dort habe ich dann von unten durch die Rigipsdecke ein kleines Loch mit dem Forstnerbohrer gesetzt. Naja, zwei. Beim ersten habe ich von unten einen Holzbalken erwischt. Von oben dann das Gegenstück ungefähr genau darüber. Nachwuchs 1.0 hat mit einer kurzen Gewindestange geklopft und ich habe geraten, wo ich oben bohren musste :-)
Geschwindigkeit ist jetzt gut. Nach 10 Minuten waren wir durch und konnten das Netzwerkkabel mit Panzerband an der Gewindestange befestigen. Der Student hat es nach unten durchgezogen. Ich war überrascht wie reibungslos heute ausnahmsweise mal alles klappte! Über das Billyregal von Nachwuchs 2.0 dann runter zum Schreibtisch und in die Netzwerkbuchse vom alten „Gaming-PC“. Und im Test hat bei Rivals auch nichts mehr geruckelt, die Verbindung zu anderen Diensten war sofort da und gefühlt lief alles besser. Definitiv ist die Datenübertragung im Netz nun besser. Die WLAN-Geschichte hat mich auch genervt.Trotz der Kälte bin ich auf dem Dachboden beim Rumkriechen ganz schön ins Schwitzen gekommen und mein Rücken fühlt sich auch eher mäßig an. Aber was tut man nicht alles, damit die Kinder gut zufrieden sind :-)
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