#usa #israel #iran : #angriffskrieg / #sozialpsychologie / #analyse / #interview

#MosheZuckermann über den israelisch-amerikanischen Krieg gegen den Iran. #Kriegsgegner gibt es in Israel kaum. Der #Zionismus und der Holocaust befördern die Haltung, sich mit allen Mitteln wehren zu dürfen. Das hat sich in die "Praxis der permanenten #Gewaltanwendung" verwandelt.“

https://overton-magazin.de/top-story/die-staaten-dieser-welt-sind-nie-wirklich-aus-der-phase-des-naturzustands-herausgetreten/?pk_campaign=feed&pk_kwd=die-staaten-dieser-welt-sind-nie-wirklich-aus-der-phase-des-naturzustands-herausgetreten

"Die Staaten dieser Welt sind nie wirklich aus der Phase des 'Naturzustands' herausgetreten"

Moshe Zuckermann über den israelisch-amerikanischen Krieg gegen den Iran. Kriegsgegner gibt es in Israel kaum. Der Zionismus und der Holocaust befördern die Haltung, sich mit allen Mitteln wehren zu dürfen. Das hat sich in die "Praxis der permanenten Gewaltanwendung" verwandelt.

Vernunft

Wo ist sie hin?

Collien Fernandes kennt sich aus mit den Gesetzen der Aufmerksamkeitsökonomie. Sie hat ein strategisches Bündnis mit dem hierzulande marktführenden Yellowpress-Blatt geschlossen, der Grossteil der Branche dackelt hinterher. Und ihr Ex-Gatte und “Tatort”-Kommissar Christian Ulmen steht zwischenzeitlich auf einer Popularitätsstufe mit Donald Trump und Wladimir Putin. Advantage Fernandes. Ihr Vorgehen will ich hier nicht kritisieren – das ist 100% legitim und betrifft eine wichtige gesellschaftliche Angelegenheit. Was mich nervöser macht, ist die Reaktion dessen, was einst professionelle demokratische Politik war.

Wie Sie hier bei den Kolleg*inn*en von netzpolitik lesen können, ist das Thema “digitale Gewalt” viele Jahre alt, und bringt es dort, wo es immer und jederzeit kostenfrei öffentlich nachgelesen werden kann (bei uns übrigens auch), auf über 50 Trefferseiten. Dä.

Und wenn der Spiegel kommandiert, steht die Bundesregierung stramm?

Oje, oje, was sagt uns das über die Medienkompetenz derer, die wir in einer weitgehend demokratischen Wahl zu Gesetzgeber*inne*n bestimmt haben?

Es sind die Gleichen, die über Krieg und Frieden entscheiden. Läuft diese Entscheidung nach dem gleichen Muster ab? Es erscheint mir so. Denn Medien leben in der Medienökonomie vom Spektakel. Gibt es ein Spektakel, das mehr Aufmerksamkeit erzeugt, als Krieg? Ich fürchte: nein.

Meine persönliche Stimmung wurde heute nach dem Aufwachen von Moshe Zuckermann/overton leider voll getroffen:

Krise der Emanzipation – Wir leben in einer Zeit, in der unzurechnungsfähige Bullshiter ungestört unser Leben bestimmen dürfen.”

Schöne Scheisse. Johannes Varwick rettete mich aus dem Depressionsloch:

Michael Hesse (Interview)/FR: Politikwissenschaftler Varwick über Militarisierung und Diplomatie – ‘Die Lage ist gefährlicher als in den 1970er Jahren’ – Politikwissenschaftler Johannes Varwick über eine gefährliche Militarisierung der internationalen Politik, weshalb Europa im Ukrainekrieg umdenken sollte und warum langfristige Stabilität nur durch Diplomatie und Rüstungskontrolle entstehen kann.”

Die Popup-Werbung der Ippen-Gruppe erzeugt in mir Gewaltfantasien. Lassen Sie sich nicht abschrecken. Varwick bekämpft sie.

Vernunft – Beueler-Extradienst

Zynismus in anderen Farben

Es gibt einen europäischen Hebel gegen Trump – aber die alten weissen Männer sind dafür zu doof

Florian Rötzer (72) und Moshe Zuckermann (wird 77) raubten mir letzte Nacht meinen Schlaf. Vor einem halben Jahr haben sie ein Buch vollendet, und schon ist es veraltet. Lesen Sie selbst: Sind die digitalen Medien ein Trojanisches Pferd, das die Menschen so verblödet, dass KI diese Leere auffüllen kann? – Wir haben ja zusammen ein Buch geschrieben. Früher hätte man von einem Briefwechsel gesprochen. Wir haben den Titel gewählt: ‘Durch die Wüste der Gegenwart’. Es ist schon etwa ein halbes Jahr her, dass wir das Manuskript abgeschlossen haben. Hast du denn seitdem etwas erlebt, was ein bisschen über das von uns festgestellte Wüstenartige hinausginge, vielleicht gar eine kleine Oase gesichtet?”

Was lehrt uns das? Sie wissen es nicht.

Was sagt es uns, wenn ein CDU-Mann in der hiesigen Medienöffentlichkeit der Erste ist, der einen WM-Boykott in die Debatte wirft? Hat er diese Agenda damit etwa kontaminiert? Die unverwüstliche Alina Schwermer/taz ordnet das wie immer angemessen ein:

WM-Boykott als Ultima Ratio: Würden Sie wegen Trump auf Fußball verzichten? – Wenn Trump Grönland annektiert, sollte Europa dann die Fußball‑WM 2026 in Nordamerika boykottieren? Oder besser schon vorher damit drohen?”

Realistische oppositionelle Fussballfans kamen auf die gute Idee, den DFB in die Bredouille zu bringen, indem sie eine Urabstimmung über einen WM-Boykott fordern – für 2034! (in Saudi-Arabien). Insofern entbehrt die Formulierung des taz-Layouts “besser schon vorher”, gemünzt auf dieses Jahr, nicht einer gewissen satirischen Qualität. Denn gemünzt auf #boycottqatar2022 war ja die nicht vollkommen abwegige Ausrede: “zu spät”.

Ja gut, unter dem real existierenden Trump sind all diese Massstäbe umgeworfen. Weil er es kann.

Was also kann “Europa”? (was immer das sein mag)

Zu was ist ein politisches Gebilde unter dieser Bezeichnung fähig? Gelegentlich beansprucht die EU, eine konsistente Verkörperung davon zu sein. Von neoliberaler Ideologie durch- und zersetzt, hat sie den real existierenden Fussballkapitalismus als politische Kanonenkugel frei flottieren lassen. Kann sie ihn nun noch als Hebel nutzen? Ich fürchte nein. Obwohl er jetzt der ideale Hebel wäre.

Denn die Fussball-WM ist zweifellos in diesem Jahr das die Welt am meisten beherrschende Medienereignis. Möglicherweise im mehrheitlichen Rest der Welt weit mehr beherrschend, als im Gastgeberland USA selbst. Das möge Trumps Problem sein. Europas Problem sind die nächtlichen TV-Sendezeiten. Europas Stärke wiederum ist, dass es der ökonomisch stärkste Nachfrager dieses kapitalistischen Medienereignisses ist.

Dummerweise haben die dummen Mafiosi, die den europäischen Profifussball (der Herren) beherrschen, sich längst in die Fänge des Trump-Clans begeben. Ähnlich dämlich, wie sich der Fifa-Don Gianni Infantino schon im Darm von Donald Trump eingerichtet hat.

Die stärkste Waffe der europäischen Uefa ist die Champions League. Ihre Umstellung auf ein Ligasystem mit 36 Teilnehmern an acht Spieltagen ist medienstrategisch und sportlich gelungen. Und also ausbaufähig. Infantinos Versuch, das im letzten Sommer mit einer “Club-WM” in den USA zu kontern, ist nur so mittel gelungen: hohe Prämienkosten, aber nur geringe TV-Einnahmen (nur 25% der erwarteten).

Wenn irgendwas im Profifussball (der Herren) noch die erwarteten Einnahmen toppen kann, dann ist es die Uefa-eigene Champions League. Das Einzige, womit sie Gianni Infantino noch das Fürchten lehren kann. Logischerweise können die Europäer (die Herren) also damit auch Infantinos Wirtstier das Fürchten lehren.

Weltweiter Ausbau der Champions League als WM-Konkurrenz

Infantinos “Club-WM” war strategisch keine dumme Idee. Die Uefa hat mit der Champions League die Waffe in der Hand: Ausbau des Liga-Systems plus weltweite Einladung an aussereuropäische Teilnehmer.

Exkurs deutsche Bundesliga: wenn sich die vor Kapital kaum laufen könnenden Fussballkonzerne aus dem süddeutschen und dem westfälischen Raum auf diesem Weg aus ihr entfernen würden, könnte sie wieder zu einem fairen sportlichen Wettbewerb zurückkehren. Mann wird doch wohl noch träumen dürfen … Exkurs Ende.

Da der Kapitalismus die Tendenz hat, sportliche faire Wettbewerbe zugunsten von Planungssicherheit für Investor*inn*en ausserkraft zu setzen, könnte/muss die Politik das Zepter in die Hand nehmen. Die Champions League lädt also nicht nur die Copa-Libertadores-Halbfinalisten aus Südamerika zur Teilnahme ein. Sondern auch Spitzenclubs aus Afrika (Ägypten, Marokko, Nigeria, Südafrika, Cote d’Ivoire u.a.).

Ein Problem ist der riesige asiatische Markt, der zwar medial durchdrungen ist, aber (noch) kaum sportlich. In China ist das einstige Flaggschiff Guangzhou Evergrande Taobao F.C. in der bisher grössten Immobilienpleite der Geschichte des Kapitalismus untergegangen. So, als wenn die deutschen Steuerbehörden einem am Tegernsee, in der Nähe des Bundeskanzlers, wohnhaften Wurstfabrikanten ein lebenslängliches Betätigungsverbot im Fussball verordnet hätten.

In Indien, dem grössten Land der Welt, sieht es noch bescheidener aus. Allessandro del Piero, der 2006 noch dem “deutschen Sommermärchen” den sportlichen Gnadenschuss versetzt hatte, hat sich dort vergeblich um Entwicklungshilfe bemüht. Gerade darum muss die Uefa einen indischen Teilnehmer gewinnen, um den grössten Markt der Welt vor Trump zu erobern. Unser Autor Gilbert Kolonko steht gewiss für ein bescheidenes Beraterhonorar zur Verfügung.

In Trumps tödlicher Umarmung

Die Uefa hat die Vermarktung ihres fettesten Fisches in die Hände eines US-Vermarkters vergeben. Und der vergab die TV-Rechte für kommende vier Jahre an die Trump-Buddys von Paramount.

Sie raufen sich aktuell mit Netflix um das Monopol auf dem globalen Streaming-Abomarkt. Das ist kein Kampf Gut gegen Böse, sondern banale kapitalistische Vernichtungskonkurrenz – gemäss der Losung des grossen deutschen Führers Peter Thiel.

Es mag ja sein, dass Sie sich “nicht für Fussball interessieren”. Dann kommt es eben so, wie Eric Bonse/taz schreibt: “Trump greift nach Grönland und droht erneut mit Strafzöllen. Statt aufzuspringen und zurückzuschlagen, werden erst einmal Phrasen gedroschen.”

Tipp für die alten Männer

Die amtierenden spanischen Fussballweltmeisterinnen geben ein gutes Beispiel, wie revolutionär und gleichzeitig realpolitisch eine Männermafia im Fussballverband auf links gedreht wird. Ihre Vorgängerinnen im Weltmeisterinnen-Amt aus den USA gaben gegen Trump ein nicht minder gutes Beispiel ab.

Und jetzt DFB, Bundesregierung, Uefa, EU: DU!

Zynismus in anderen Farben – Beueler-Extradienst

Hat Trump Adorno gelesen?

Haha, natürlich nicht. Die Person Trump hat mutmasslich eine Aufmerksamkeitsspanne, die unter drei aufeinanderfolgenden ganzen Sätzen liegt. Sofern sie nicht von ihm selbst gesprochen sind. Aber das System Trump ist gewiss mit den Erkenntnissen der antifaschistischen deutschen Emigrant*inn*en in den USA vertraut. Adornos und Horkheimers “Dialektik der Aufklärung” gehört gewiss – und bedauerlicherweise – zu den wenigen Büchern, die mit zunehmendem Alter aktueller werden.

Warum bin ich so sicher, dass Trumps Stäbe das Werk offenbar besser studiert haben, als die denk- und lesefaule Mehrheit zeitgenössischer bürgerlicher Liberaler und “revolutionärer” Linker? Das erklärt ein alter weisser Mann, der sich dieser Mühe unterzogen hat.

Moshe Zuckermann/overton: Katastrophe und Kulturindustrie – Auf einem KI-Video ist Donald Trump mit Königskrone in einem Jet sitzend zu sehen. Er wirft auf Demonstranten der ‘No Kings’-Bewegung eine braune Flüssigkeit ab. Was hat es mit diesem Klamauk auf sich?”

Leider fällt ein weiterer Text im gleichen Medium demgegenüber stark ab, weil er sich unsachgemässe Schlenker gegen einzelne Parteien und in gänzlich andere Themen (Corona) nicht verkneifen kann, obwohl er ein wichtiges ergänzendes Thema behandelt:

Hans-Peter Waldrich/overton: Russland – Feind oder Spiegelbild? – Solange wir uns selbst nicht in Russland erkennen, bleibt nur die finale Konfrontation.”

Manche Autoren (absichtlich ohne Gendern) reissen mit der Absicht, die Welt erklären zu wollen, mit dem eigenen Arsch ein, was sie mühselig aufzubauen versucht haben. Mein Rat: immer eng beim Thema bleiben, sonst steigen immer mehr Leser*innen an bestimmten Triggerpunkten aus. In professionellen Medien gab es dafür früher Redakteur*inn*e*n. War ‘ne schöne Zeit.

Hat Trump Adorno gelesen? – Beueler-Extradienst

Relevant

Das A und O politischer Diskurskämpfe ist das Agendasetting. Das ist das Ressort, in dem die demokratischen Kräfte im Kampf gegen die AfD am schlimmsten versagen. Ob es nun mehr “die Politik” ist, oder mehr “die Medien”, ist einerseits die Frage nach der Henne und dem Ei. Da ich in meinem Berufsleben mehr “der Politik” angehört habe, über ihr Handwerk also mehr weiss, bin ich darüber am meisten entsetzt. Nach den Regeln repräsentativer – also faktisch: bürgerlicher – Demokratie, müsste sie die Öffentlichkeit führen. Faktisch aber lässt sie sich treiben von den gegenwärtigen konzerneigenen Triebkräften der Aufmerksamkeitsökonomie. Die müssen von Politiker*inne*n selbstverständlich aufmerksam zur Kenntnis genommen – und im optimalen Falle: bespielt – werden. Was aber heute – nicht nur hier, sondern weitgehend global – zu sehen ist, ist vor allem ideen- und wehrlos, arm und billig. Finde ich.

Gerade weil das so ist, will ich nicht aufhören mit Hinweisen auf Alternativen. Heute mit einem sichtlichen Übergewicht des insgesamt politisch furchtbar irrlichternden overton-magazins.

Darum fange ich lieber mit dem besten Text des Wochenendes an. Der war nämlich in der FAZ, und ist dort digital eingemauert. Der ist vom Medienredakteur der Sonntagsausgabe, der sich seit Jahren intellektuell positiv vom missionarischen Kreuzzügler der Milliardärsverlegerinteressen Hanfeld abhebt, Harald Staun: “Was den Fortschrittsvisionen von Musk, Thiel und Altman fehlt – Marskolonien, fliegende Autos, ewiges Leben: Die futuristisch klingenden Projekte von Musk, Thiel oder Altman sind nur aufgewärmte Fortschrittsentwürfe von gestern. Was ihnen fehlt: die Fähigkeit, die Gegenwart als veränderbar zu begreifen.” Meine Freund*inn*e*n wissen, dass ich über diverse Paywallbohrer verfüge. Ich konnte den Text lesen, und stelle ihn gerne ganz individuell, unkommerziell und nur “zum privaten Gebrauch” zur Verfügung. Es lohnt sich.

Und nun schalte ich um zu den bösen “Alternativmedien”. In diesem Fall steckt meines Wissens kein Russe dahinter, sondern ein paar Frankfurter Irrlichter aus dem Westend-Verlag. Die waren so schlau, dem verrenteten Ex-Telepolis-Chef Florian Rötzer ein publizistisches Exil anzubieten. Und Rötzer brachte ein paar Autor*inn*en mit, die das Lesen verdienen. Stephan Schleim z.B.: “Ist der Cannabis-Konsum nach der Entkriminalisierung angestiegen? – Nach einer Zwischenevaluation änderte sich der Konsum kaum, aber die Kriminalität ist stark gesunken. Drogenpolitische Schlussfolgerungen.”

Ich persönlich bin 100% Nichtraucher. Diese Debatte ist für mich relevant, weil es um Genuss- versus Verbotskultur und Kriminalisierung versus Entkriminalisierung geht. Schauen Sie mal auf Schleims Schaubild und beachten Sie die Kurve der 12-17-jährigen. Insbesondere, wenn Sie am Verbieten von Smartphones und asozialen Medien irgendwas richtig finden. Beachten Sie die Legalisierung 2012. Was ändert sich bei dieser Altersgruppe? Nichts. Weil es sie nicht interessiert. Ist für ihre Lebenspraxis komplett egal. Platter Symbolismus für die, die es für ihr eigenes Wohlbefinden nötig haben.

Die damit einhergehenden Gefahren sind selbstverständlich dennoch nicht zu leugnen, aber nicht kinder- oder jugendspezifisch. Florian Rötzer: Studie: Kognitive Beeinträchtigungen nehmen zu, vor allem bei den jüngeren Menschen – In den USA breitet sich vor allem bei den Unter-40-Jährigen eine kognitive Beeinträchtigung oder Störung (cognitive disability) aus. Darunter werden ernsthafte Konzentrations-, Gedächtnis- und Entscheidungsprobleme verstanden.” “Jüngere” sind in diesem Zusammenhang unter 40, also eindeutig Erwachsene, und sehr, sehr häufig Eltern.

Zum Trump-Netanjahu -Deal schreibt Moshe Zuckermann, für Netanyahu und seine Freunde wahrscheinlich ein lupenreiner “Antisemit”: Der Trump-Netanjahu-Deal – Donald Trump und Benjamin Netanjahu haben einen Plan zur Beendigung des Gazakrieges erstellt. Obwohl er von vielen in der Welt bejubelt wird, birgt er große Schwierigkeiten in sich.” Auch diesen Autor hatte Rötzer zu overton mitgebracht.

Wie auch den Ex-Bundeswehroffizier Jürgen Hübschen: Vorsicht vor den Heißspornen ohne sicherheitspolitischen Sachverstand! – Ein paar kurze persönliche Anmerkungen zur Kriegsrhetorik – und ein dringender Rat.”

Nicht vollständig zu folgen bereit bin ich Kurt Hackbarth/Jacobin mit seiner nahezu widerspruchsfreien Eloge auf Claudia Sheinbaum. Da über sie als politisch erfolgreiche Linke aber hierzulande absichtsvoll null berichtet wird, bleibt die Lektüre ihrer starken Seiten umso aufschlussreicher. Immerhin blamierte sich diese Dame gegenüber dem “mächtigsten Mann der Welt” weit weniger, als die speichelleckenden und auf Schleimspuren rodelnden sieben EU-Zwerge. Kurt Hackbarth: Sheinbaums erstes Amtsjahr war ein Triumph – Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum zeigt: Der Ausbau von Infrastruktur und Sozialstaat ist ein Erfolgsmodell. 3.000 Kilometer neue Eisenbahnschienen, 1,8 Millionen neue Wohnungen und Zustimmungswerte um 80 Prozent sprechen für sich.”

Relevant – Beueler-Extradienst

Israël & la trahison de la mémoire d'Auschwitz.
Par #MosheZuckermann
https://ilmanifesto.it/israele-e-il-tradimento-della-memoria-di-auschwitz
"Quelque chose s'est produit dans cette guerre qui va bien au-delà de la personne de #Netanyahou. Une pratique de combat qui fait «une évidence» d'un nombre inconcevable de morts & blessés civils est devenue la norme."
"La brutalisation des soldats tout comme l'indifférence de la population civile israélienne découlent d'une déshumanisation des Palestiniens qui se déploie sans relâche depuis longtemps."
Israele e il tradimento della memoria di Auschwitz | il manifesto

Israele (Internazionale) In questa guerra si è dispiegato qualcosa che va oltre la persona di Netanyahu: gli autori dei crimini sono l’indifferenza della società israeliana e l’abbrutimento dei soldati. Di Moshe Zuckermann

il manifesto

>International - "Israel wollte nie Frieden" , #MosheZuckermann [269]<

https://youtube.com/watch?v=1HopYMCZ_qs&si=16YvKJxQz4mA1232

International - "Israel wollte nie Frieden" , Moshe Zuckermann [269]

YouTube

“Schweigen der Literaten”?

Der Spiegel kriegt wieder nichts mit

mit Update nachmittags

Lesen würde helfen. Und der Bekenntniszwang ist eine neue Masche der deutschen Medienökonomie. Irgendwie muss der Aufmerksamkeitsofen ja geheizt werden. Je mehr Erregung, umso mehr Traffic, Klicks und eingebildete Bedeutung. So meint also heute eine Spiegel-Literatin, ein “Schweigen der Literaten zu Israel” beklagen zu müssen. Was mag das wohl sein:

Mati Shemoelof/Berliner Zeitung: Ein Israeli in Berlin: ‘Dieser Krieg wird, wie alle Kriege zuvor, keine Lösung bringen’ – Die Hamas stürmt ein Haus. Und eine Israelin bietet Terroristen Kekse an. Gibt es ein Ende der Gewalt? Ein Essay des israelischen Autors Mati Shemoelof, der in Berlin lebt.”

Update nachmittags

Mehr zur Lage in Nahost bei Moshe Zuckermann/overton (Israel) und Florian Rötzer/overton (Hamas-Geiseln).

Zum abnehmenden Medienvertrauen in Deutschland bei Stefan Krempl/heise. Zwar geht mir persönlich TikTok am-asch-vobey, aber ansonsten bin ich erstaunlich jung geblieben …

“Schweigen der Literaten”?

Der Spiegel kriegt wieder nichts mit Lesen würde helfen. Und der Bekenntniszwang ist eine neue Masche der deutschen Medienökonomie. Irgendwie muss der Aufmerksamkeitsofen ja geheizt werden. Je mehr Erregung, umso mehr Traffic, Klicks und eingebildete Bedeutung.

Beueler-Extradienst

GNSN

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten. “Die guten Klima-Nachrichten” betreffen den weltweiten Siegeszug der erneuerbaren Energien – wobei notgedrungen die Frage ausgelassen wird, ob er schnell genug geht – und den Rückgang der industriellen “Schweineproduktion” in Deutschland. Letzteres hat nicht nur, aber auch, mit unserem gesunkenen Appetit darauf zu tun. Eine gute Nachricht – finde ich – überbringt auch Günter Bannas mit “CL minus”. Gemeint mit “CL” ist nicht die “Champions League”, sondern so eine Art Gegenteil […]

https://extradienst.net/2022/12/17/gnsn/

GNSN

Gute Nachrichten, schlechte Nachrichten. Die guten Klima-Nachrichten betreffen den weltweiten Siegeszug der erneuerbaren Energien - wobei notgedrungen die Frage ausgelassen wird, ob er schnell genug geht - und den Rückgang der industriellen Schweineproduktion in Deutschland.

Beueler-Extradienst

Dissidenten

Florian Rötzers digitales Overton-Magazin ist die Anstrengung, in der Aufmerksamkeitsökonomie aufzufallen, anzusehen. Sie ist nicht vergeblich, der Chefredakteur ist erfahren genug. Manchmal übernehmen seine Ex-Kolleg*inn*en bei telepolis Texte von ihm. Ihre Anstrengungen, das von ihm hinterlassene publizistische Erbe zu erhalten und adäquat weiterzuentwickeln, dauern an. Ich würde es vorsichtig so bewerten: eine Steigerung stelle ich bisher nicht fest. Aber es ist auch kein leichter Job. Die Freude an der publizistischen Arbeit eines von Abhängigkeiten befreiten […]

https://extradienst.net/2022/12/17/dissidenten/

Dissidenten

Florian Rötzers digitales Overton-Magazin ist die Anstrengung, in der Aufmerksamkeitsökonomie aufzufallen, anzusehen. Sie ist nicht vergeblich, der Chefredakteur ist erfahren genug. Manchmal übernehmen seine Ex-Kolleg*inn*en bei telepolis Texte von ihm.

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