Open Sky – James Turrells erloschener Vulkan Roden Crater

NDR Kultur – Sonntag, 13. April 2025 um 18:05 Uhr

Ein Stipendium der Guggenheim Stiftung investierte der Lichtkünstler James Turrell 1974 in Kerosin und flog mit seinem Flugzeug 700 Stunden über die Weite des amerikanischen Westens, bis er Roden Crater entdeckte: einen erloschenen Vulkan auf dem Gelände einer 156 Quadratmeilen großen Rinderranch in Arizonas Painted Desert. Seit bald 40 Jahren baut James Turrell dessen Inneres zu einem Himmelobservatorium aus; Roden Crater ist sein Lebenswerk. Visionäre Größe und Bodenständigkeit liegen bei dem Quäkersohn dicht beieinander. Der Rinderfarmer und Pilot zitiert gern Meister Eckhart: Totus intus – totus deforis. Außen und innen sind eins. Ihn interessiere der Punkt, sagte Turrell einmal, „an dem imaginatives Sehen und äußeres Sehen zusammenfallen, wo es schwierig wird, zwischen dem Sehen von innen und dem Sehen von außen zu unterscheiden.“

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Open Sky - James Turrells erloschener Vulkan Roden Crater

Der Lichtkünstler James Turrell flog 1974 mit seinem Flugzeug 700 Stunden über die Weite des amerikanischen Westens, bis er Roden Crater entdeckte: einen erloschenen Vulkan auf dem Gelände einer großen Rinderranch in Arizonas Painted Desert.

Lange Nacht: Gott ist Alles und Nichts – Von Burkhard Reinartz

Eine Lange Nacht über Mystik, Literatur und Meister Eckhart 

Deutschlandradio Kultur – (Ursendung)

https://www.deutschlandfunkkultur.de/meister-eckhart-mystik-100.html

Nach dem Zweiten Weltkrieg war Gott aus der aktuellen Literatur verbannt. Bei den jüngeren, neue literarische Wege suchenden AutorInnen war das Sprechen über Gott in der Literatur Tabu. Seit den 1990er-Jahren gibt es aber eine Gegenbewegung von SchriftstellerInnen, in deren Werk Gott wieder Eingang findet. Dabei spielt Mystik eine wichtige Rolle. Sie begegnet dem Göttlichen unmittelbar, ohne Glaube an Dogmen und ohne kirchliche Vermittler. Der Theologe Karl Rahner hat den visionären Satz geprägt: „Der Fromme von morgen wird ein ‚Mystiker‘ sein, einer, der etwas ‚erfahren‘ hat, oder er wird nicht mehr sein“. Rahners Vision ist eingetroffen. Viele Menschen suchen und finden heute Spiritualität eher individuell als in den Angeboten der Kirchen. Und auch Schriftsteller lassen sich beim Schreiben vermehrt von mystischen Impulsen leiten. Ein besonderer Einfluss geht dabei von dem Dominikaner, Theologen und Religionsphilosophen Meister Eckhart aus. Er hat schon im vierzehnten Jahrhundert das Bild eines rein jenseitigen Gottes zertrümmert.

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Meister Eckhart: Stichwortgeber einer neuen mystischen Literatur

Seit den Neunzigern spielt Gott wieder eine größere Rolle in der Literatur. Inspiriert ist sie vom Mystiker Meister Eckhart.

Deutschlandfunk Kultur