ABDFSW  – Alternatives Bündnis Deutschland für Sahra Wagenknecht

Wir schreiben Montag, den 16. Juni 2025, und das Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) ist endgültig in der Schmuddelecke angekommen. Aber der Reihe nach. Ja, es gibt ihn noch, den allmontäglichen Demozirkus in Dresden. Nachdem Pegida das betreute Hetzen im Oktober 2024 für beendet erklärt hat, haben es sich andere Protagonist*innen auf die Fahne geschrieben, genau diese weiterhin Montag für Montag hochzuhalten. Zu diesen Protagonist*innen zählen die vermeintlich Freie Linke, die Friedensinitiative Dresden, Die Basis und die Freien Sachsen, zu denen seit einiger Zeit auch Marcus Fuchs gehört1. Diese oftmals als Querfront beschriebene Melange, die sich in der Tradition der Friedens- und Montagsdemonstrationen wähnt, gibt vor, weder rechts noch links zu sein, sondern das gesunde Volksempfinden zu vertreten. Eine Strategie der extremen Rechten, der Friedensbewegte, vulgäre Antiimperialist*innen, linke Putinfans und Verschwörungsgläubige immer wieder und gern auf den Leim gehen. Ein gutes Beispiel hierfür war die selbsternannte Friedensprozession am 18. April dieses Jahres in Dresden.

Und so zieht man Montag für Montag, unter der wechselnden Ägide von Schwurblern, Antisemiten und Neonazis, durch Dresden, huldigt den gleichen autoritären Götzen und pflegt die gemeinsamen Feindbilder. Mal mit 50, mal mit 150 Teilnehmer*innen. Zwischen den Teilnehmer*innen mit AfD-Devotionalien und denen der Freien Sachsen sowie Friedenstaubenfähnchen, nehmen jeden Montag auch mehr oder weniger junge Neonazis teil, die nicht selten Gegendemonstrant*innen bedrohen. So geschehen am 16. Juni 2025, im Nachgang der Demonstration, die vom Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW) organisiert, beworben und bespielt wurde. Unter den in friedlicher Eintracht wehenden Flaggen von BSW und Freien Sachsen, sprach dann unter anderem Andreas Uhlig, Mitglied des Landesvorstandes Sachsen des Bündnis Sahra Wagenknecht.

Andreas Uhlig (BSW, Mitglied des Landesvorstands) beim Montagsprotest am 16.06.2025 in Dresden.

Das Bündnis Sahra Wagenknecht macht sich gemein mit Neonazis und anderen Menschenfeinden und versucht nicht einmal mehr, dies zu verschleiern. Noch im November 2024 gab man sich beim BSW recht kleinlaut und versuchte, den Auftritt von Jens Hentschel-Thöricht (MdL des BSW) auf einer Veranstaltung mit den Freien Sachsen in Zittau als Missverständnis kleinzureden. Und das obwohl dem seit Jahren in Zittau aktiven BSW’ler und Ex-Linken klar sein musste, wer da regelmäßig unter dem Schirm des Bündnis Oberlausitz aufläuft und auftritt. Für eine egozentrische Top-Down-Partei, deren Kopf innenpolitisch fast gänzlich in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist und sich außenpolitisch einseitig und verkürzt an ausschließlich bestimmten Kriegen und Konflikten abarbeitet, ist es aktuell nur schwer möglich eigene (Mobilisierungs-)Erfolge einzufahren, weswegen man sich jetzt wohl der extremen Rechten Agenda andient. Am Ende kommt hier aber auch nur zusammen, was zusammen gehört.

PS: Noch vor Veröffentlichung dieses Textes wurde eben jener von der Realität überholt. Was in Dresden im Kleinen zu beobachten war, scheint sich jetzt auf großer, bundesweiter Bühne zu bestätigen. Im November 2023 widersprach Sahra Wagenknecht dem Parteichef der faschistischen AfD Tino Chrupalla, dass ihr Bündnis „fast eins zu eins AfD“ sei und schloß eine Zusammenarbeit mit der AfD noch öffentlich aus. Gab zeitgleich aber noch vollmundig bekannt, dass man der AfD mit „seriösen“ Antworten und Konzepten „viele Wähler“ abspenstig machen wolle. Die Realität ist dann fast zwei Jahre und eine schallende Ohrfeige zur letzten Bundestagswahl später eine andere und die großspurigen Ansagen längst vergessen. So trafen sich am 02. Juli 2025 der Fraktionschef der thüringer BSW-Landtagsfraktion Frank Augsten und der AfD-Vorzeigefaschist Björn Höcke zu einem „intensiven und konstruktiven Gespräch“. Wenige Tage später berichtet Chrupalla von Kontakten auf Bundesebene, was Sahra Wagenknecht aber aktuell noch dementiert. Was klar sein sollte: Die Querfront ist vor allem im Interesse der AfD und spielt ihrer Normalisierung in die Hände. Im Großen ist die Zusammenarbeit wohl ersteinmal noch aufgeschoben. Aber aufgeschoben, ist ja bekanntlich noch lange nicht aufgehoben. Dresden zeigt wie’s geht…

  • Als Querdenker gestartet, der sich weder rechts noch links einordnen lassen wollte, ist Marcus Fuchs seit geraumer Zeit in der extremen Rechten angekommen. So ließ er sich zur Landtagswahl 2024 im Wahlkreis Bautzen 2 für die extrem rechten Freien Sachsen aufstellen und im Februar 2025 stellte er dem neonazistischen Trauermarsch seinen privaten Ford Transit als Lautsprecherwagen zur Verfügung. Am 03. Juli 2025 lud Marcus Fuchs den österreichischen Neofaschisten Martin Sellner nach Dresden ein, um über „Remigration“ zu referieren, und seit einer Weile hat das Team Fuchs seine Postanschrift in der Pirnaer Naziimmobilie Haus Montag, in der sich auch die Jungen Nationalisten und der III. Weg immer wieder teffen. ↩︎
  • #AfD #AndreasUhlig #BSW #FreieSachsen #JensHentschelThöricht #MarcusFuchs

    Von Brandmauern und Friedensbewegten ohne moralischen Kompass

    Am 18. April fand in Dresden erneut eine rechte Demonstration statt, welche man durchaus als konsequente Querfront bezeichnen kann. Während nicht unerhebliche Teile der CDU eine Normalisierung der faschistischen AfD forcieren und die Brandmauer immer weiter unterminieren, wurde diese in Dresden mit Anlauf und Ansage eingerissen. Mal wieder.

    So versammelten sich am Karfreitag zirka 3.000 Friedensbewegte fast aller Spektren und Sphären zu einer selbsternannten Friedensprozession. Unter dem Motto „Frieden kennt keine Brandmauern“ lud eine nur schwer verdauliche Melange aus Querdenker*innen, Putinfans, kruden Antiimperialist*innen, Antisemit*innen und anderen rechtsdrehenden Realitätsverweiger*innen auf den Postplatz. Unter ihnen Dieter Dehm, Jürgen Fliege und Marcus Fuchs. Der gemeinsame Aufruf endete mit den Worten: „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg! Kommt nach Dresden! Bitte!“

    Wie viel von diesem Motto zu halten war und welche Absicht die Veranstalter*innen wirklich hatten, zeigte sich sowohl auf, als auch vor der Bühne, die von Kilian Forster von den Dresdner Jazztagen tatkräftig unterstützt wurde. Neben regressiv-pastoralen Tönen von Jürgen Fliege und Videoeinspielern von diversen Friedensikonen, die sich nicht mehr dagegen wehren konnten, kamen zum Beispiel auch Justus Frantz, Eugen Drewermann, Uwe Steimle, Dieter Hallervorden, Christian Klar und Ulrike Guérot zu Wort. Musikalische Beiträge gab es unter anderem vom Putin-Fan Toni Eisbrenner.
    Wem die Namen nichts sagen, kein Problem. Dem werden wir jetzt Abhilfe schaffen. Ganz kurz, versprochen.

    Jürgen Fliege war einst öffentlich-rechtlicher, evangelischer Talkshowpastor, der schon früh Kritik auf sich zog, da er für die Scientology-Sekte und andere esoterische Scharlatanerie warb. Seit spätestens 2020 trat und tritt er immer wieder auf Querdenken- und Querfrontveranstaltungen auf. Zudem ist er Mitglied der Partei Die Basis.

    Justus Frantz ist ein deutscher Pianist und Dirigent, welcher 2014 die Annexion der Krim durch Russland rechtfertigte und sich selbst als Putin-Versteher bezeichnet.

    Eugen Drewermann, Psychoanalytiker, Theologe und suspendierter katholischer Priester, ist Erstunterzeichner des „Neuen Krefelder Appells“, in welchem auf den antisemitischen Verschwörungsmythos vom „Great Reset“ zurückgegriffen wird, um sich die komplexe Weltlage möglichst simpel zu erklären.

    Ulrike Guérot, ihres Zeichens Politikwissenschaftlerin, Putin-Versteherin und Ikone der Querdenkenbewegung, sagte: „Ich bin nicht rechts, ich bin nicht radikal und ich bin keine Schwurblerin, weil das niemand hier ist…“ Sie forderte auf der Bühne, man müsse die „einseitige Kriegsverantwortung in der Ukraine zurückweisen und gezielt verbreitete Russophobie beenden“.

    Zu Uwe Steimle, den man juristisch einwandfrei einen antisemitischen Jammerossi nennen darf, wurde an anderen Stellen schon mehr als genug gesagt.

    Der große Überraschungsgast, Dieter Hallervorden, bewies erneut, dass er nur noch Honig im Kopf hat. Er versuchte sich mit schiefen historischen Vergleichen für den Frieden stark zu machen, wobei auch er lediglich Putin zur Seite sprang. Natürlich durfte auch seine einseitige und verkürzte Kritik an Israel nicht fehlen.

    Christian Klar, mehrfach vorbestrafter Neonazi aus dem thüringischen Gera, der zum diesjährigen Neonazitrauermarsch im Februar prominent als Kranzträger fungierte, komplettierte dann die neuerliche Querfront zu Dresden.

    Und als ob das alles nicht schon gruselig genug wäre, stimmte Dieter Dehm seine eigene Version des „Lied der Deutschen“ an, wobei es förmlich zu spüren war, wie wichtig es ihm war, vollen Herzens „Deutschland, Deutschland über alles“ über den Postplatz zu schmettern, obwohl es nicht erlaubt sei. Was natürlich Quatsch ist. Dehm, im Selbstverständnis Linker, freut sich auf einer Querfrontveranstaltung nur konsequenter Weise darüber, auch die Faschisten Jörg Urban und Tino Chrupalla im Publikum begrüßen zu dürfen und solidarisierte sich auch gleich noch mit der rechten Verlegerin Susanne Dagen.

    Was alle Menschen auf der Bühne zu einen schien, war, dass man keinerlei Kritik an Russlands Angriffskrieg hat, im Gegenteil. Schuld haben alle anderen, nur nicht Putin. Auch im Antisemitismus und der Dämonisierung Israels war man sich auf der Bühne offenbar einig.

    So verwundert es dann auch nicht, wer und was sich da vor der Bühne und auf dem Marsch wiederfand. Parteidelegationen schickten die BüSo’s, das BSW und Die Basis. Die Freien Sachsen präsentierten sich mit einem Infostand auf dem Postplatz. Die AfD war mit Transparenten der Stadtratsfraktion und der des Landtages anwesend und marschierte mit. Im Gleichschritt u.a. mit den Jungen Nationalisten/ Elblandrevolte. Ebenfalls anwesend waren Jörg Urban, Vorsitzender der AfD Sachsen und Mitglied des sächsischen Landtags, und Matthias Rentzsch, Mitglied der AfD-Bundestagsfraktion für den Wahlkreis Dresden II – Bautzen II. An bekannten und bekennenden extrem Rechten wie Michael Brück, Chrisitian Klar und Stefan Trautmann lies man sich wieder nicht stören und auch nicht an der Teilnahme der Freien Sachsen und anderer offensichtlicher Neonazis.

    Das Ganze hatte rein gar nichts mit „Nie wieder Antisemitismus! Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!“ zu tun und sollte es auch nie. Wenn sich Verschwörungsgläubige, Antisemit*innen und Neonazis treffen, geht es immer darum sich gegenseitig selbst zu bestätigen und um das Erringen von Deutungshoheit und Hegemonie. Das Motto galt einzig und allein der Selbstimmunisierung gegenüber Kritik und der weiteren Normalisierung rechter und antisemitischer Narrative.

    #AfD #ChristianKlar #DieterDehm #DieterHallervorden #Elblandrevolte #EugenDrewermann #FreieSachsen #JörgUrban #JürgenFliege #JustusFrantz #MarcusFuchs #MatthiasRentzsch #MaxSchreiber #MichaelBrück #UlrikeGuérot #UweSteimle

    Rückblick auf den 15. Februar 2025

    Unter dem Motto „80 Jahre Feuersturm über Dresden – Gedenkmarsch zum 80. Jahrestag der Bombardierung Dresdens – Den Opfern des angloamerikanischen Bombenterrors in Würde gedenken!“ fand erneut der geschichtsrevisionistische Gedenkmarsch in Dresden statt. Dreimal so viele Nazis wie sonst folgten dem Aufruf anlässlich des Jahrestages der Bombardierung Dresdens am 13./14. Februar 1945. Erstmals seit den erfolgreichen antifaschistischen Blockaden des damals größten europäischen Naziaufmarschs im Jahr 2011 stieg die Zahl der Teilnehmenden wieder auf über 2.500. Antifaschistische Proteste störten die Veranstaltung lautstark. Auch eine Routenverkürzung konnte mit Blockaden am Postplatz, Ostrallee, Freiberger und Schweriner Straße durchgesetzt werden.

    Offiziell versammelten sich die Nazis ab 12 Uhr hinter dem Bahnhof Mitte in der Weißeritzstraße. Angekündigt wurde „zu diesem besonderen Jahrestag“ eine große Ausstellung, die am 13. in der Innenstadt und am 15. am Aufmarschort der Öffentlichkeit gezeigt werden sollte. Die Öffentlichkeit nahm von den bedruckten Planen an Bauzäunen befestigt, weder am 13. noch am 15. Februar allzu viel Notiz.

    Am 13. Februar war die Ausstellung gemeinsam mit Max Schreibers Mahnwache mit Flammendenkmal vor der Almartkgalerie am Dr.-Külz-Ring in ein eingegittertes Areal zusammengelegt worden. Die Flamme musste gar durch würdelose LEDs ersetzt werden – aus Sicherheitsgründen. Laufpublikum war hier ausgeschlossen, die Nazis blieben unter sich. Ohnehin war vom 80. Jahrestag der Bombardierung auf den innenstädtischen Straßen und Plätzen wenig zu merken. Vor der Frauenkirche zog das kleine Kerzenmeer vor allem die Nazis an, die sich auf dem Weg vom oder zum Gedenkgatter am Külz-Ring befanden. Die AfD hatte ihre Kundgebung auf dem Altmarkt abgesagt – angeblich kurzfristig und aus Sorge vor dem Gegenprotest. Allerdings hatte die Partei die Veranstaltung gar nicht beworben, und keine Woche später nutzt die AfD-Fraktion im Stadtrat die Geschichte als Futter für ihren Angriff auf Bürgermeisterin Eva Jähnigen. Ihr sollen die Bereiche Recht und Ordnung entzogen werden. Die Sächsische Zeitung zitierte am 18. Februar AfD-Fraktionschef Ladzinski, dass „Frau Jähnigen mehrfach bewiesen habe, dass dieser sensible Bereich bei ihr nicht in verantwortungsvollen Händen ist, zuletzt am 13. Februar auf dem Altmarkt“. Dort wollte die AfD Kränze ablegen. Die Partei sagte ihre Veranstaltung jedoch ab, da die Sicherheit der Teilnehmer nicht gewährleistet werden könne. „Dresdner Bürger hatten Angst, den Platz zu betreten“, behauptet Ladzinski.

    Und auch am 15. Februar ging die Ausstellung etwas unter, trotz der expliziten und dennoch erfolglosen Aufforderung an die pünktlichsten Kameraden, die Wartezeit bis zum Auftakt der Veranstaltung mit deren Besichtigung zu überbrücken. Währenddessen reisten die Nazis weiter an: hauptsächlich per S-Bahn aus Richtung Pirna und Meißen sowie per Regionalbahn aus Richtung Chemnitz. Die Elblandrevolte hatte einen Vorabtreff der JN am Hauptbahnhof organisiert, um von dort geschlossen zum Bahnhof Mitte zu laufen. Kurt Altrichter, Alexander Weigelt und eine weitere Handvoll waren auch vor Ort, aber zu einem geschlossenen Vorgehen kam es nicht. Stattdessen folgte man kleinlaut den Anweisungen der Polizei, sich per ÖPNV zum Versammlungsort zu begeben.

    Anmelder Lutz Giesen. Quelle: Presseservice Rathenow

    Nach 13 Uhr eröffnete Lutz Giesen die Veranstaltung mit dem üblichen Verlesen der Auflagen. Wie bereits in den letzten drei Jahren hatte der Greifswalder, der mittlerweile im mittelsächsischen Leisnig lebt, die Anmeldung des traditionellen Aufmarsches übernommen. Giesen war Kader der „Heimattreuen Deutschen Jugend“, arbeitete zwischen 2006 und 2011 für die NPD im mecklenburgischen Landtag und ist seit über 20 Jahren regelmäßiger Gast in Dresden rund um den 13. Februar.

    Im Gegensatz zur Choreografie der letzten Jahre traten im Anschluss an Giesens Eröffnung die Redner aus Ungarn und Tschechien bereits zum Auftakt auf. Und auch Edda Schmidt sprach noch vor dem Aufmarsch. Geschlagene zwei Stunden später wird endlich Aufstellung in Richtung Maxstraße genommen: Fünferreihen, ordentlich und diszipliniert, Hände aus den Taschen, Rauchverbot.

    An der Spitze wurden wie üblich die Kränze getragen – einer der „Miteinanderstadt Gera“, einer des „Aktionsbündnis gegen das Vergessen“ und einer der Patrioten Ostthüringen. Das Fronttransparent mit der Aufschrift „Den Toten zur Ehr – 80 Jahre Feuersturm über Dresden“ trug wie gewohnt die JN, u.a. Nico Koal und Sebastian Weigler. Mit weiteren Transparenten präsentierten sich vor allem diverse NPD- oder „Die Heimat“-Abwandlungen unterschiedlicher Altersgruppen und verschiedener Regionen. Die Jungen Nationalisten (JN) traten als ein Block auf. An dessen Ende liefen einige Wenige mit Mützen und Schlauchtüchern, die das Dritte Weg-Logo zierten. Der „Active Club“ hatte mit einem eigenen Aufruf nach Dresden mobilisiert und trug an der Spitze ihres kleinen Blocks ein Transparent mit der Aufschrift „Deutsche Bombenopfer sind keine Täter“. „Urbs Turrium“ aus Bautzen führte mit Banner den Ostsachsen-Block an. Außerdem präsentierten sich noch „Aktivisten aus dem Harz“ mit Transparenten, Brandenburger mit dem jährlich anwesenden „Niederschlesien“-Banner und zahlenmäßig stark vertretene Thüringer. „Die Rechte“ zeigte wie üblich ihr geschichtsrevisionistisches „Bombenholocaust“-Transparent.

    Unter den Teilnehmenden waren, wie bereits im letzten Jahr, viele (sehr) junge Neonazis, wieder im typischen Schlauchtuch-North Face-Jacken-Chic – vor allem in den Blöcken der JN, der Bautzner oder des Active Clubs. Aber zum Jahrestag nahmen unter den insgesamt dreimal so vielen Teilnehmenden auch viele Alte und alte Bekannte teil. So etwa Christian Worch, Thomas Wulff, Thorsten Heise und Dieter Riefling. Auch die alten „Freie Kräfte Sachsen“ waren im Aufmarsch in größerer Zahl zu entdecken als in den vergangenen Jahren. Ob das nur daran lag, dass der jährliche „Ausbruch 60“ bzw. „Tag der Ehre“ in Ungarn in diesem Jahr nicht zeitgleich stattfand, bleibt Spekulation.

    Die Struktur des Aufmarschs glich nahezu vollständig dem Vorjahr: Die Ordnerfunktion übernahm überwiegend das Spektrum völkischer Siedler:innen. Auch der Döbelner NPD- und Freie Sachsen-Aktivist und wegen Vermögensdelikten vorbestrafte Stefan Trautmann war wie in jedem Jahr mit Ordnerbinde unterwegs. Die Kaulfuß-Brüder Udo und Karsten waren wie immer in der Organisation beteiligt. Der Lautsprecherwagen, ein gemieteter Transporter mit Pritschen-Anhänger, wurde technisch u.a. von Yves Rahmel betreut.

    Weitere Fahrzeuge fuhren in diesem Jahr im Aufmarsch mit: Max Schreibers Flamme wurde die Strecke ebenso gefahren wie die Ausstellung in Lutz Giesens Transporter mit Anhänger. Auch Marcus Fuchs war mit seinem Ford Transit und einer mobilen Bühne vor Ort, spielte aber wohl keine große Rolle.

    Die Route verlief erwartungsgemäß über die Maxstraße in die Ostra-Allee. Dort ließ eine lautstarke Blockade den Aufmarsch in die Hertha-Lindner-Straße biegen und zügig weiter in die Freiberger Straße. Die aus der dortigen Blockade fliegenden Schneebälle brachten die Disziplin hart an die Grenze. Doch nach gerade mal einer Stunde Wegzeit begab sich die Spitze des „Trauermarschs“ bereits in die ruhigen Gefilde hinter den Bahndamm. Über die Bauhofstraße, Löbtauer Straße und Weißeritzstraße ging es zurück zum Bahnhof Mitte, wo bereits vor fünf alle wieder eintrafen. Nachdem auch die Technikprobleme gelöst waren, startete die Abschlusskundgebung mit erneuten Verhaltensbefehlen Giesens: die Pressevertreter haben für die freie Sicht zur Bühne Platz zu machen, absolutes Rauchverbot und Verzicht auf Gespräche. Im Kontrast dazu verliest er als Nächstes ein Gedicht, im Wechsel mit den durch andere verlesenen Namen bombardierter deutscher Städte, und auch die Carmina Burana darf nicht fehlen. Und es folgen weitere Gedichte – eine der Vorleserinnen bricht in Tränen aus. Nach obligatorischer Schweigeminute und Hymnensingen in drei Strophen ist es endlich wieder geschafft. Bis zum nächsten Jahr.

    #13Februar #ActiveClub #AfD #EddaSchmidt #FreieSachsen #JN #LutzGiesen #MarcusFuchs #MaxSchreiber #NicoKoal #NPD #SebastianWeigler #StefanTrautmann #ThomasLadzinski #UrbsTurrium

    [EDIT] Ein"e Genoss*in hat die Ziellinie geknackt, und ich bin damit aus dem Schneider. Danke für's Wuppen dieses Rucksacks, Menschys! 🥰
    ♥️

    Bei der #niewiederstjetzt Demo im Januar kam es zu einem Disput zw mir und dem Faschostreamer und #FreieSachsen-Kandidat #MarcusFuchs.

    Das #TeamFuchs war mit Transpi(!) mitten in die Demo zw Lauti und Familyblock geplatzt, und irgendwie wurde es dann kurz laut, und die Schwerkraft hat sich wohl ein Mikro geholt. Doofe weil impulsive Aktion, mein Fehler.🤷

    #DD0107
    Hund von #MarcusFuchs, #Querdenker und #FreieSachsen beißt #Seller in die Wade. NICHT.
    Denn Hunde tun sowas nicht.

    #Essen #fcknzs #fckib #fckafd

    #Querdenker (und gescheiterter OB-Kandidat für Dresden) #MarcusFuchs wurde vom Amtsgericht Dresden zu "einem Strafgeld von 1500€" verurteilt.

    Grund: Billigung von Straftaten.

    Urteil ist noch nicht rechtskräftig.
    https://www.tag24.de/justiz/gerichtsprozesse-dresden/dresden-querdenker-marcus-fuchs-wegen-ansprache-verurteilt-wiederholung-der-russischen-propagandamaerchen-3174738

    Dresden: "Querdenker" Marcus Fuchs wegen Ansprache verurteilt! "Wiederholung der russischen Propagandamärchen"

    Die Demo, die er in Dresden besuchte, war angemeldet. Die kurze Ansprache allerdings, die "Querdenker" Marcus Fuchs (40) dort hielt, nicht.

    TAG24 NEWS Deutschland GmbH

    'Alter Verwalter, habt ihr gewusst das #BjörnBanane aka #BjörnWinter in dem #Bauernprotest auf der B1 und B5 eingeweiht war? Ging das ganze von #MarcusFuchs aus? #IgnazBearth hat Bananes Chat moderiert, bedeutet der war auch eingeweiht

    @[email protected]

    #Video-Quelle https://x.com/OmaGegenRechts/status/1765417854155809022 via @[email protected]

    🚦🇽🇰Tanja Demogeldempfängerin 161 🖤❤️ 🇽🇰 (@OmaGegenRechts) on X

    Alter Verwalter, habt ihr gewusst das #BjörnBanane aka #BjörnWinter in dem #Bauernprotest auf der B1 und B5 eingeweiht war? Ging das ganze von #MarcusFuchs aus? #IgnazBearth hat Bananes Chat moderiert, bedeutet der war auch eingeweiht @polizeiberlin

    X (formerly Twitter)
    "Auf Demonstrationen in #Dresden werden seit Monaten gefälschte Dateien abgespielt, die wie aus der Tagesschau klingen. Veranstalter #MarcusFuchs erhielt deshalb eine Gefährderansprache." (Paywall)
    https://www.saechsische.de/dresden/lokales/dresden-polizei-ermittelt-wegen-gefaelschter-tagesschau-nachrichten-5970816-plus.html
    "Montagsdemos" in Dresden: Polizei ermittelt wegen gefälschter Tagesschau-Nachrichten

    Auf Demonstrationen in Dresden werden seit Monaten gefälschte Dateien abgespielt, die wie aus der Tagesschau klingen. Veranstalter Marcus Fuchs erhielt deshalb eine Gefährderansprache.

    @Nightmare_Biscuit
    Der Man(n) hat auch einen Namen und ist von den "Freien Sachsen"

    #fcknzs #MaxSchreiber #Glashütte #Sachsen #MarcusFuchs

    #dd2201
    #MarcusFuchs , Querdenken Dresden, der für die #FreieSachen kandidieren will, macht jetzt auf Streamer.

    #dresden #fcknzs