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Ökonomen warnen Politik vor Fehlinterpretation von BIP-Prognose - Hubu.de - News & FreeMail

Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute warnen die Politik davor, ihre neue Wachstumsprognose für das kommende Jahr fehlzuinterpretieren. "Das, was hier prognostiziert wird, ist ein Stimulieren der ökonomischen Aktivität", sagte Stefan Kooths vom IfW am Donnerstag in Berlin auf Anfrage der dts Nachrichtenagentur.

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@sebastianschroeder

Der Wagen ist super und trifft den Nagel genau auf den Kopf, was die #Hamas angeht. Deine Schilderung ist eine (böswillige?) #Fehlinterpretation der Darstellung.
Hier geht's erst in zweiter Linie um #Israel. Der #Verursacher des Übels ist die Hamas und nicht #Israel. Auch wenn Andere gerne Anderes behaupten. Erst wenn die Hamas vernichtet ist, wird wieder Ruhe im #Gazastreifen einkehren. Das ist der Weg (Mandalorian) !

@annaelbe Interessant! Ist dann „#Elbtower-Grundstück: Hamburg *will* Rückkaufrecht noch nicht nutzen“ (@NDR), also *freiwillig* zunächst verzichten, schlicht unzutreffend?
Unter https://www.ndr.de/nachrichten/hamburg/Tschentscher-Weiterbau-von-Elbtower-trotz-Signa-Pleite-wahrscheinlich,signa112.html steht, dass das strittig ist: "da es gemäß Paragraf 19.1.3 nur bei #Insolvenz innerhalb eines Jahres nach Fertigstellung greift". … Die #Hafencity GmbH hat diese Aussage entschieden zurückgewiesen. Es sei eine #Fehlinterpretation des Vertrages, erklärte eine Sprecherin schon vor einigen Tagen.
Tschentscher: Weiterbau von Elbtower trotz Signa-Pleite wahrscheinlich

Die Pleitewelle bei der österreichischen Signa-Gruppe, die den Elbtower in der Hafencity verantwortet, hat nun auch ihre zwei wichtigsten Immobiliengesellschaften erfasst. Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) sieht die Stadt gerüstet, sollte es zu einem Totalausfall des Elbtower-Investors Signa kommen.

"Wer hat den größten Knall?"

Die Grafik in der taz am Wochenende könnte HIER stehen:
https://taz.de/!5979629/
Tut sie aber nicht.
Wegen fehlender Wiedergaberechte kann die Information nur textlich wiedergegeben werden.

Alle Jahre wieder zu Beginn eines neuen Geschäftsjahres wird herumgeböllert, was das Zeug hält. Die Menge der Ballerstoffe ist tatsächlich von Ort zu Ort verschieden. Der Vergleich zwischen den Jahreswechseln 2019/2020 (vor den Corona-Einschränkungen) und 2022/2023 (nach Corona) zeigt interessante Veränderungen - oder auch nicht:

- Köln hält sich stabil bei 100t Müll

- Dortmund steigert sich um 200% von 6t auf 18t. Gratulation!

- Leipzig fällt geringfügig ab von 66t auf 61t

- Stuttgart strebt einen Platz in der Spitzengruppe an: von 18t auf 31t

- Münster/Westfalen sinkt dagegen von 5,5t auf 3,6t

- Delitzsch in Sachsen belegt den letzten Platz in dieser Darstellung: von 4t abgesackt auf 3t.

Wenn sich der erste Eindruck gelegt hat, muß man kurz überlegen.
Wurden die Müllmengen überhaupt korrekt erfaßt?
Sind die Delitzscher und Münsteraner in der Silvesternacht 2022 mal eben nach München (von 32t auf 47t zugelegt) oder Dortmund gefahren?
Haben die Delitzscher und Münsteraner gar ihren Dreck selber weggemacht, bevor die Statistiker sich ans Werk machen konnten?

Wissenschaftler legen die Tonnen gleichmäßig auf die Bevölkerung um, sonst hinken die Vergleiche. Dann sehen die spezifischen Böllermengen - mit der leicht abgerundeten Einwohnerzahl aus Wikipedia - so aus:

- Köln 100t/1084000 = 92Gramm/Person
- Dortmund 18t/593000 = 30Gramm/Person
- Leipzig 61t/616000 = 99Gramm/Person
- Stuttgart 18t/632000 = 28Gramm/Person
- Münster 3,6t/320000 = 10Gramm/Person
- Delitzsch 3t/25200 = 119Gramm/Person

Der erste Blick auf solche Zahlen sollte nicht der letzte sein!
Es ist wie mit dem Argument: "Was sollen die 420ppm CO2 in der Luft schon Schlimmes anstellen?"

https://www.products.pcc.eu/de/blog/der-einfluss-von-kohlendioxid-auf-das-leben-von-pflanzen/

https://helmholtz-klima.de/klimafakten/behauptung-co2-ist-ein-pflanzenduenger-und-kein-schadstoff

https://eike-klima-energie.eu/2023/06/06/das-schnelle-wachsen-der-co2-konzentration-ursachen-und-folgen/
(grübel, grübel...)

Kennt jemand Methan und Lachgas? Die werden hier erwähnt:
https://library.wmo.int/idurl/4/68532
PDF-viewer:
https://library.wmo.int/viewer/68532

Die Moral:
"Traue keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast!"

#Zahlen #Statistiken #Müll #Fehlinterpretation #Treibhausgase

Wer hat den größten Knall?

Die Silvester-Müllmengen vor und nach Corona

⬆️ ... zutreffend und die tatsächlichen Erkenntnisse des Artikels müssen in einem anderen Licht betrachtet werden.

https://www.mittellaendische.ch/2023/06/06/igg4-antik%C3%B6rper-und-wiederholte-covid-19-impfungen-fehlinterpretationen-und-klarstellungen

"IgG4 Antibodies Induced by Repeated Vaccination May Generate Immune Tolerance to the SARS-CoV-2 Spike Protein": https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/37243095

#IgG4 #Antikörper #Covid19 #SARSCoV2 #Impfung #Spike #Protein #Fehlinterpretation #Klarstellung

IgG4-Antikörper und wiederholte COVID-19-Impfungen: Fehlinterpretationen und Klarstellungen

DMZ – WISSENSCHAFT ¦ David Aebischer ¦ In einem am 17. Mai 2023 veröffentlichten Artikel mit dem Titel "IgG4 Antibodies Induced by Repeated Vaccination May Generate Immune Tolerance to the SARS-CoV-2 Spike Protein" werden kontroverse Ansichten aufgegriffen, die in bestimmten Kreisen als Beweis dafür dienen, dass Impfungen schlecht sind. Natürlich ist diese Interpretationen auch in diesem Fall einmal mehr nicht zutreffend und die tatsächlichen Erkenntnisse des Artikels müssen in einem anderen Licht betrachtet werden. Der Artikel beschäftigt sich mit der Möglichkeit, dass wiederholte Impfungen gegen COVID-19 zur Entwicklung von IgG4-Antikörpern führen könnten, die eine Toleranz gegen das Spike-Protein des Virus erzeugen könnten. Dies hat in einigen Fällen Bedenken hinsichtlich einer möglichen Wiederinfektion und einer schwächeren Immunantwort auf das Virus geweckt. Dass diese Arbeit bisher allerdings nur Hypothesen aufstellt und weitere Forschung erforderlich ist, um solche Auswirkungen zu bestätigen, wird von Impfgegnern einfach ignoriert. Die bisherigen Daten deuten absolut nicht darauf hin, dass Impfungen einen erhöhten Risikofaktor für Wiederinfektionen darstellen. Im Gegenteil, zahlreiche Studien haben gezeigt, dass die COVID-19-Impfungen äußerst wirksam darin sind, schwere Krankheitsverläufe zu verhindern und die Verbreitung des Virus einzudämmen. Die Vorteile der Impfung überwiegen bei den meisten Menschen bei weitem die potenziellen Risiken. Es ist ratsam, sich von medizinischen Fachleuten beraten zu lassen und auf offizielle Richtlinien zu vertrauen, um eine fundierte Entscheidung über die Impfung gegen COVID-19 zu treffen. Die Impfung bleibt der beste Schutz vor schweren Erkrankungen und Komplikationen im Zusammenhang mit dem Virus. In einem kürzlich (7.2.23) in Science Immunology veröffentlichten Artikel „Is it bad, is it good, or is IgG4 just misunderstood?“ wurde bereits einiges klarer aufgezeigt. Hier wurde festgestellt, dass die Verabreichung von drei Dosen eines mRNA-Impfstoffs gegen SARS-CoV-2 zu einem erhöhten Anteil an spezifischen Antikörpern des Immunglobulins G4 (IgG4) führt. Bei einer anderen Impfstoffvariante wurden keine IgG4-Antikörper induziert. Dies wirft Fragen über immunologische Mechanismen auf und hat potenzielle Auswirkungen auf die Impfstoffforschung und die öffentliche Gesundheit. Es gibt Bedenken, dass mRNA-basierte COVID-19-Impfstoffe eine Toleranz gegen das Spike-Protein entwickeln könnten. Frühere Studien zeigen, dass SARS-CoV-2-spezifische Antikörper hauptsächlich aus nicht-neutralisierenden IgG4-Antikörpern bestanden, insbesondere nach einer dritten Impfung oder Durchbruchsinfektionen. Der Anstieg von IgG4 könnte auf einen Toleranzmechanismus hinweisen, der eine übermäßige Immunreaktion verhindern soll. Es ist jedoch wichtig zu beachten, dass dies bisher nur bei älteren und/oder anfälligen Personen beobachtet wurde, nicht bei jungen und gesunden Menschen. Die in Impfgegnerkreisen und Pandemieleugnergruppierungen kursierenden interpretierten Aussagen aus dem Papier "IgG4 Antibodies Induced by Repeated Vaccination May Generate Immune Tolerance to the SARS-CoV-2 Spike Protein" sind also falsch. Eine dieser Aussagen lautet: "mRNA-Impfstoffe produzieren IgG4-Antikörper, die das Immunsystem unterdrücken und COVID-Reinfektionen, chronische Infektionen, Autoimmunerkrankungen (Myokarditis) und Krebs verursachen!" Im Papier heisst es z.B.: „In solchen Fällen könnte das Virus unbemerkt in den Körper eindringen und sich vermehren, ohne dass das Immunsystem angemessen reagiert. Dies könnte zu einer schwereren Krankheit führen, da das Virus unkontrolliert Schaden anrichten kann. Trotz dieser Bedenken bleibt die COVID-19-Impfung weiterhin der effektivste Ansatz, um schwere Erkrankungen und Komplikationen durch das Virus zu verhindern. Die Vorteile der Impfung überwiegen bei den meisten Menschen die potenziellen Risiken.“ In Bezug auf dieses Papier haben wir auch Prof. Antoine Flahault, MD, PhD, Epidemiologe und Direktor des Instituts für globale Gesundheit in Genf, befragt. Er sagt dazu: „Aus meiner Sicht als Epidemiologe ist es wichtig, dass die Gesundheitsbehörden in Bezug auf die Hersteller hohe Anforderungen stellen und das erforderliche Evidenzniveau für wiederholte Impfauffrischungen verlangen. Zudem sollten sie die Wirksamkeit der Impfungen vor Ort sorgfältig bewerten.“

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Techniken zur Manipulation der öffentlichen Meinung: Datenmanipulation & Fehlinterpretation der Ergebnisse

DMZ – GESELLSCHAFT / LEBEN ¦ Peter Metzinger ¦ Eine der häufigen Praktiken von Propagandisten ist es, Daten zu manipulieren und die Ergebnisse falsch zu interpretieren, um wahrhaftig und authentisch zu erscheinen. Das Beispiel: Ende März 2018 berichteten russische Medien, dass der Antisemitismus in der Ukraine zugenommen habe, dass die ukrainischen Behörden dies aber „sorgfältig verbergen“. Die russische Website Ukraine.ru zitierte einen 72-seitigen Bericht des israelischen Ministeriums für Diaspora-Angelegenheiten, aus dem hervorging, dass ukrainische Juden mehr Angriffe (sowohl verbale als auch physische) erlebt hatten als Juden in allen Republiken der ehemaligen UdSSR. Der Bericht basiert jedoch weder auf einer systematischen Studie, noch haben die Autoren die verfügbaren Daten von Organisationen ausgewertet, die Fremdenfeindlichkeit in der Ukraine beobachten. Nach den zitierten Quellen zu urteilen, haben die Autoren eine mechanische Berechnung der Vorfälle vorgenommen, ohne Rücksicht auf den Schweregrad oder die Zuverlässigkeit der Informationen. So wurden beispielsweise sowohl reale Fälle von Vandalismus als auch verbale Beleidigungen während der Kundgebung gezählt. Ein sorgfältiger Blick auf den Bericht zeigt, dass es sich nicht um eine eingehende Bewertung der Situation handelt. Das Antisemitismus-Narrativ war jedoch eine der wichtigsten Komponenten der anti-ukrainischen Propagandakampagne des Kremls, um die Aggression gegen die Ukraine zu rechtfertigen. Daher wurden die Auszüge des Berichts über die Ukraine von den russischen Propagandamedien bereitwillig aufgegriffen. Weitere gegenteilige Beweise lieferte eine Umfrage des in den USA ansässigen Pew Research Center von 18 Ländern Mittel- und Osteuropas, aus der hervorging, dass die Ukraine den niedrigsten Prozentsatz an antisemitischen Einstellungen in Europa aufweist. In Russland, so heißt es in dem Dokument, ist dieser Anteil fast dreimal so hoch. Ergebnisse Fehlinterpretationstechnik Die russische pro-Kreml-Seite Ukraina.ru veröffentlichte eine Geschichte über Fitch Ratingsseinen jüngsten Ausblick für die Ukraine, wobei er sich nur auf die negativen Elemente konzentrierte und die insgesamt stabile Prognose ignorierte. Unter Verwendung nur des ersten Satzes des Fitch-Berichts behauptete Ukraina.ru, die Ukraine habe die drittgrösste Schattenwirtschaft der Welt nach Aserbaidschan und Nigeria. Der erste Satz des Fitch-Berichts lautet: „Die Ratings der Ukraine spiegeln eine schwache externe Liquidität, eine hohe Staatsverschuldung und strukturelle Schwächen in Bezug auf einen schwachen Bankensektor, institutionelle Einschränkungen sowie geopolitische und politische Risiken wider.“ Das ist die einzige Information, die Ukraina.ru dem Ausblick von Fitch entnommen hat. Der folgende Satz wird dabei völlig ignoriert: „Diesen Faktoren stehen eine verbesserte Glaubwürdigkeit und Kohärenz der Politik, das kurzfristig überschaubare Schuldenrückzahlungsprofil des Staates und eine Erfolgsbilanz bilateraler und multilateraler Unterstützung gegenüber.“ Die beste Methode, eine solche Falschdarstellung zu widerlegen, ist, den vollständigen Bericht zu finden und zu lesen. Wie Sie vermeiden können, in die Falle der Datenmanipulation zu tappen Hier ist, worauf Sie achten müssen, wenn Sie Meinungsumfragen und andere Untersuchungen lesen: Ist die Methodik beschrieben? Wie sind die Fragen formuliert? Manchmal sind sie so formuliert, dass sie manipuliert werden und bestimmte Antworten suggerieren. Wie ist die Stichprobe der Befragten: nach Alter, Wohnort und anderen Merkmalen? Ist die Stichprobe statistisch fundiert? Welchen Ruf hat der Forscher? Ist er oder sie in der Fachwelt bekannt? Wer hat für die Forschung bezahlt? Seriöse Forschungszentren verheimlichen niemals ihre Auftraggeber, wenn sie die Daten veröffentlichen. Vergleichen Sie das Ergebnis der Forschung mit anderen Daten und Erkenntnissen. Wenn sie auffallend unterschiedlich sind, müssen die Ergebnisse in Frage gestellt werden. Dieser Text erschien ursprünglich auf http://ReclaimTheFacts.com beziehungsweise https://reclaimthefacts.com/2022/05/14/techniken-zur-manipulation-der-oeffentlichen-meinung-datenmanipulation-fehlinterpretation-der-ergebnisse/-

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CH: Der Schweizerische Gewerbeverband sgv erstellt erneut Fake-Rating zu eigenen Gunsten

DMZ – WIRTSCHAFT ¦ Lena Wallner ¦ KOMMENTAR Der Schweizerische Gewerbeverband sgv hat nach eigenen Angaben bereits zum vierten Mal erheben lassen, wer in der laufenden Legislatur im Bundeshaus wie KMU-freundlich abgestimmt hat. Erneut belegen Vertreterinnen und Vertreter von FDP und SVP die Spitzenplätze. Kein Wunder. Der sgv ist denn auch ein Verein, der fest in der Hand dieser Parteien ist. Der Gewerbeverband und dessen Direktor Hans-Ulrich Bigler wurden schon oft kritisiert wegen falscher Behauptungen. So z.B. auch für ihre Kampagne gegen die Revision des Bundesgesetzes über Radio und Fernsehen (RTVG). Es wurden sogar Komiteemitglieder fälschlich als Gegner der Revision aufgeführt. So wird auch in solchen „Ratings“ immer das eigene Interesse verfolgt und ist auch in diesem Jahr ein Hohn. Ausgerechnet Verhindererparteien und Exponenten dieser auf die Topplätze zu setzen, zeugt von der mangelnden Seriosität, bzw. Interpretation dieses „Ratings“. Wir haben den Verband kontaktiert und verlangten eine Stellungnahme und Herausgabe der „Ratingresultate“. KMU-freundlich ist laut eigenen Angaben, wer die Positionen des sgv vertritt Das Rating zeige, dass insbesondere im Ständerat die KMU-Freundlichkeit beachtlich sei. 63 Prozent der Ratsmitglieder hätten sich in mindestens zwei Dritteln der Geschäfte der Position des sgv angeschlossen. So wird die Qualität dieses „Ratings“ in Luft aufgelöst. Was mit solchen Ratings bezweckt wird, liegt auf der Hand: Augenwischerei und Verbreitung von Fake News. Im 2019 schaffte es dieser Verband sogar, seinen Präsidenten auf den ersten Platz zu setzen. An Peinlichkeit und Fremdschämcharakter nicht zu überbieten. Das Verhalten des sgv hat auch während der Pandemie für massive Kritik gesorgt. So wurde u.a. immer wieder die sofortige Aufhebung der Coronavirus-Maßnahmen gefordert. Die Coronavirus-Politik sei einseitig gesundheitspolitisch ausgerichtet, kritisierte der Verband. Wohin das geführt hat, haben wir eindrücklich gesehen. Verantwortung für das Desaster hat der sgv nie übernommen. sgv klar Rechts Dass der sgv klar Rechts positioniert ist und auch nur solche Interessen vertritt, schreibt er im Bericht gerade selber. „Das Schlusslicht bilden – ohne große Überraschung – SP und Grüne. Im Ständerat belegen dieselben Parteien wie im Nationalrat die beiden Spitzenplätze, allerdings liegt hier die SVP deutlich vor der FDP. Danach folgt die Mitte-Fraktion.“ Was für ein einfältiges und polemisches Statement. Der sgv wurde mit der Übernahme von Hans-Ulrich Bigler, zum Rammbock und der Angriffsfront der SVP. Trotz massiver und jahrelanger Kritik an ihrem Präsidenten, bleibt Bigler auf dem Thron sitzen. Wieso das funktioniert will niemand genau benennen. Dass diese Personalie aber sehr vielen Mitgliedern ein Dorn im Auge ist, steht fest. Dass der sgv sehr starken politische Einfluss hat, sagt der Verband in seinem Bericht gleich selber: „63 Prozent der Mitglieder des Ständerats und 45 Prozent des Nationalrats folgten in mindestens zwei Dritteln der Geschäfte der Position des sgv. Ein erfreuliches Resultat, welches zeigt, dass die Überzeugungsarbeit des größten Dachverbands der Schweizer Wirtschaft Früchte trägt.“ Lobbyarbeit nennt sich Überzeugungsarbeit. Jedes Jahr gehen Millionen an FDP- und SVP-Parlamentarier aus der Privatwirtschaft. Das System trägt offenkundig Früchte. FDP und SVP als gewerbefreundlich zu platzieren entspricht natürlich in keiner Weise den Tatsachen und auch nicht anhand unserer Recherche, im Gegenteil. Deshalb wollten wir konkret wissen, wie der sgv zu den falschen Angaben in Ihrem "Rating" gekommen ist. Seit Jahrzehnten sind es die Rechten, die dafür sorgen, dass es den KMU immer schlechter geht. Das sind harte Fakten und ein Armutszeugnis für die Rechten und dieses "Rating". Leider haben wir auf unsere Fragen keine konkreten Antworten vom sgv erhalten, dafür wenigstens die Details zum „Rating“, die uns vom Empfang des sgv gemailt wurden. Ein Entscheidungsträger des Verbands hat uns gegenüber auch in den letzten Jahren ohnehin nie geantwortet. Daran sieht man bereits, wie es um diesen Verband bestellt ist. Interpretation der Rating-Ergebnisse sind falsch Wie man es bei Exponenten der SVP und FDP gewohnt ist, interpretieren diese auch diesmal die Ergebnisse (bewusst) falsch, wie man aus den Sozialen Medien zu Genüge erfahren musste. Offenbar haben beide Parteien nach wie vor unüberwindbare Probleme damit, Statistiken, Umfragen, Ratings usw. zu interpretieren und zu verstehen. Aus diesem Grund hat die ausführende Firma, Politools, wohlweislich bereits als einstieg darauf hingewiesen, wie dieses Rating zu interpretieren ist. Es ist also durchaus nicht so, dass SVP und FDP Vertreterinnen und Vertreter gewerbefreundlich sind, sondern viel mehr sgv-freundlich, was ein massiver Unterschied ist. So steht eingangs des Berichtes unmissverständlich, dass es sich bei diesem Gewerbefreundlichkeits-Index um ein geometrisches Distanzmaß handelt. Aufgrund der Nichtlinearität der Formel seien deshalb die „folgenden Hinweise für die korrekte Interpretation der Rating-Ergebnisse zu beachten“: „Abweichungen zur sgv-Position werden überproportional stark „bestraft“, d.h. im Ergebnis heben sich diejenigen NR-Mitglieder, deren Haltung mit den sgv-Positionen insgesamt sehr gut übereinstimmt, vom (immer noch relativ KMU-freundlichen) „oberen Mittelfeld“ überdeutlich ab.“ Nur schade, dass ausnahmslos alle Medien dieser Fehlinterpretation folgen und ein falsches Bild verbreiten. Die „Resultate“ dieses „Ratings“ sind also offensichtlich der Tatsache geschuldet, dass die Führung des sgv von Rechten und der Mitte besetzt ist und bedarf deshalb keinerlei ernsthafter Beachtung.

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