@ilanti @yours_truly Wenn jemenschy gendert, ist das natürlich seine Sache. Für mich auch voll in Ordnung, vor allem, wenn es exklusiv rein feminine Mensch!INNEN! ansprechen möchte. Aber ich fühle mich dann nicht angesprochen und erlaube mir das zu ignorieren. Es sollte mir erlaubt sein, mich nicht angesprochen zu fühlen, wenn ich misgendert werde.

Den Ansatz von Gendern 2.0 finde ich sehr gut. Eigentlich geht das auf die einfache und bekannte Grundlage zurück, welche wir eh kennen. Nämlich dass die generischen Formen erst einmal neutral sind. Ich persönlich bin dazu übergegangen zu Entgendern. Dadurch ist wirklich ganz offensichtlich, dass es sich um eine neutrale Form handelt.

Übrigens ist auch interessant, dass Feministys z. B. in England oder Finnland nicht als z. B. "SchauspielerIN" angesprochen werden wollen, (actress) sondern mit dem neutralen Wort actor, da sie sich nicht auf das biologische Geschlecht reduziert sehen wollen, sondern Wert auf die Tätigkeit selbst legen. So wäre das auch ein Vorteil der Harmonisierung grammatikalischer Grundlagen in Europa.

#gendern #entgendern #entgendernnachPhettberg

@der_zaunfink
@tinrechtshilfe
Gut, dass die Rechtsgrundlage geklärt ist. Schlecht, dass in einer Klassenjustiz nicht unbedingt gleiches Recht für alle gilt und die Bundesregierung sich nur dann ans Recht hält, wenn es ihr passt.
Ich hoffe aber, dass das Gutachten bekannt wird und das Bedrohungsszenario gegenüber denen, die die Sprachverbote nicht akzeptieren wollen, einfach wegklappt.

#geschlechtergerechteSprache #Gendern #Entgendern

Im Auftrag der Bundeskonferenz der Frauen- und Gleichstellungsbeauftragten an Hochschulen (bukof) e.V. hat Prof. Dr. Ulrike Lembke ein Rechtsgutachten verfasst: „Verfassungswidrige Anweisung zur Diskriminierung: Sprachverbote an Hochschulen und die Pflicht zu geschlechtergerechter Sprache“, März 2026.

Ich zitiere hier mal die wesentlichen Ergebnisse aus der sehr lesenswerten 5-seitigen Zusammenfassung am Ende des Gutachtens.

„Sprachliche Gleichbehandlung und geschlechtergerechte Sprache u.a. durch Hochschulen sind keine Mode, sondern Ausdruck der Erfüllung von Rechtspflichten. [...]
Geschlechtergerechte Amts- und Rechtssprache darf weder auf Kosten von Frauen und Mädchen noch auf Kosten von trans*, intergeschlechtlichen oder nicht-binären Personen gehen.“

„Sprachverbote sind ein neues politisches Phänomen. Sie ergehen als Verwaltungsbinnenrecht der Exekutive, Landesregierungen oder Behördenleitungen, entfalten ihre repressive Wirkung aber weit über das Verbot bestimmter Schreibweisen hinaus. […]
Bei Widerstand gegen Sprachverbote könnten Beamt*innen und Angestellten im öffentlichen Dienst grundsätzlich dienst- oder arbeitsrechtliche Sanktionen wegen Nichtbefolgung einer Weisung ihres Dienstherrn oder Arbeitgebers drohen. Allerdings dürfte die Verhängung von Sanktionen regelmäßig an der Rechtswidrigkeit von Sprachverboten scheitern.“

„Die Erstreckung von Sprachverboten auf Hochschulen ist nicht vereinbar mit der
individuellen Wissenschaftsfreiheit und der verfassungsrechtlich garantierten
Hochschulautonomie. [...]
Sprachverbote sind verfassungs- und gesetzeswidrige Anweisungen zur Diskriminierung. An diesem Befund ändert weder die Berufung auf den Rechtschreibrat noch das „Amtliche Regelwerk“ etwas.“

„Sprachverbote sind unvereinbar mit zentralen Regelungen in den Hochschulgesetzen der Länder, welche auf die Entwicklung zu diskriminierungsfreien Hochschulen abzielen.“

„Sprachverbote stellen eine Gefahr für den demokratischen Rechtsstaat dar. Sie negieren Grundrechte und beruhen auf nationalidentitären Sprachpolitiken, mit denen rechtsextreme Politiken in die Mitte der Gesellschaft getragen werden, die reaktionäre Geschlechternormen mit Hass auf Geflüchtete und antisemitischen Verschwörungsideologien verbinden.“

„In Zeiten von Krisen, Backlash und extremer ökonomischer Unsicherheit für Hochschulen sowie überwältigender alltäglicher Aufgabenfülle erscheinen Fragen von Gleichstellung und Nichtdiskriminierung häufig als überfordernd. Sie sind jedoch unverzichtbar, wenn Hochschulen eine Zukunft haben und die gesellschaftliche Zukunft mitgestalten wollen.“

Vielen Dank an @tinrechtshilfe für den Hinweis!

#geschlechtergerechteSprache #Gendern #Entgendern

https://bukof.de/wp-content/uploads/Rechtsgutachten_Sprachverbote-Hochschulen_Prof-Lembke.pdf

@diekehrseite Dafür wurde #entgendern erfunden.

„Mein Name ist Jona er/ihm“ ist besonders in einem Land verpönt in dem sich, scheinbar seit Jahrhunderten, mit „Servus i bin der Schorschi“ begrüßt wird.

#soder #soeder #GenderVerbot #gender #entgendern #kulturkampf

@sarah_ist_muede Dafür wurde - wenn das Geschlecht irrelevant oder nicht bekannt ist- das #entgendern erfunden. Das Pförtny , die Ärztys, das Behördenleity. Es könnte so einfach sein, wenn da nicht die Germanistys mit ihren Sternchen, Suffixinnen und Glottisschlägen wären...

PS: Warum heißt das eigentlich immer noch Geschlecht? Was ist denn darsn schlecht? Sollte das nicht besser Gegut heißen?🧐🤔😉

Neue Form des Entgenderns just dropped:

Bei mir auf der Arbeit scheint es neuerding die Regel zu sein, dass man bei Begriffen, die entgendert werden müssten, ins Englische wechselt …

#linguistic #geschlechtergerechteSprache #entgendern

Ok, das üben wir noch.

#gendern #Entgendern #NichtBinär

@ilanti @stefanmuelller #entgendern wurde bereits vor über 30 Jahren erfunden. Hermes Phettberg wars, der das y-Suffix einführte für alle Personys, bei denen im Zusammenhang das Geschlecht unbekannt oder irrelevant ist: "Das Einbrechy hat das Werkzeug liegen lassen; Ärztys retteten mein Leben."
Es könnte so einfach sein...
@noma @somlu1968 #Außendienstmitarbeiterinnen und #Innenarchitektinnen 🤪 lieben #Entgendern mit y- Suffix
- and so do Deutschlernys...