Hoffnungslos? Im Buddhismus nur ein neuer Anfang – Von Armin Jäger
Was tun, wenn wir unseren bisherigen Geschichten nicht mehr glauben und die Hoffnung schwindet? Wenn alte Sinn-Konstrukte zerbrechen und neue noch nicht begehbar sind? Der Buddhismus kennt diesen Zustand nicht nur, er trainiert ihn systematisch.
Der entscheidende Punkt: Der Buddhismus zielt nicht auf bessere Geschichten, sondern auf Freiheit im Umgang mit Geschichten. Daraus entsteht eine Form von Hoffnung, die nicht an Erfolg, Anerkennung oder Sinnversprechen gebunden ist. Eine Hoffnung jenseits von Geschichten. Diese Freiheit im Umgang mit Geschichten bleibt im Soka-Buddhismus kein abstraktes Ideal. Sie wird praktisch eingeübt. Nicht theoretisch, sondern körperlich, emotional und geistig zugleich. –
Im Zentrum der Ausübung steht das Chanten. Es ist weder Beschwörung und noch magischer Akt, sondern eine radikale Form der Unterbrechung. Beim Chanten werden vertraute innere Erzählungen – über mich, meine Rolle, meine Probleme, meine Schuld oder meine Hoffnung – nicht weitergesponnen. Sie werden auch nicht analysiert oder korrigiert. Sie verlieren schlicht ihre Dominanz. – https://buddha-in-business.de/wir/ohne-hoffnung-neuer-anfang/
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Soka-Buddhismus - Buddha in Business
Eine moderne Ausprägung des Nichiren-Buddhismus, benannt nach dem japanischen Mönch Nichiren (1222–1282). Wie andere buddhistische Traditionen teilt er Grundprinzipien wie die Vergänglichkeit aller Dinge, die wechselseitige Verbundenheit allen Lebens und das Ziel, Leid zu überwinden. Seine Besonderheit liegt jedoch in der zentralen Rolle des Lotos-Sutra, das lehrt, dass alle Menschen in diesem Leben die Buddhaschaft erlangen […]
