15:09 - #Demo:
Linie #X10_BVG fährt nicht zwischen U #Adenauerplatz und S+U Zoologischer Garten.
Linie #109_BVG wird zwischen Bismarckstraße/ Kaiser-Friedrich-Straße und S+U Zoologischer Garten umgeleitet.
#BVG #Berlin #BVGLive

🚲 Auch wir fordern ein umfassendes Sicherheits-Upgrade auf der #Kennedybrücke – aber ganzheitlich vom #Bertha-von-Suttner-Platz bis zum #Adenauerplatz!

Und: Mittlerweile überqueren jährlich 2,6 Millionen Menschen die Brücke per Rad, bis zu 8.000 täglich. Daher braucht es endlich auch die zusätzliche #Rheinbrücke für den Fuß- und #Radverkehr.

Ohne sichere Infrastruktur keine flüssigere und nachhaltige #Mobilität in #Bonn!

https://bonn-rhein-sieg.adfc.de/neuigkeit/adfc-macht-vorschlaege-fuer-mehr-sicherheit-auf-kennedybruecke

#ADFC #Verkehrssicherheit #Fahrradfreundlich

ADFC macht Vorschläge für mehr Sicherheit auf Kennedybrücke

Über die Verkehrsführung für Radfahrende und Fußgänger auf der Kennedybrücke ist eine heftige Diskussion entstanden.

Gefahrenabwehr

Beinahecrash am Adenauerplatz – täglich / Wundersame Bahn CXLV

Schülerverkehr, Umsteigesituation. Die 66 kommt über die Kennedybrücke und fährt in die Haltestelle Richtung Siegburg ein. Die Türen für Umsteiger*innen liegen hinten, bei der doppelspännigen langen Bahn am anderen Ende als der*die Pilot*in. Sie*er muss versuchen, das Geschehen über Spiegel (und Kameras?) zu erfassen, gleichzeitig Gefahren und Hindernisse in Fahrtrichtung wahrnehmen. Hilfspersonal gibt es nicht. Die Türen schliessen automatisch. Wenn alle Türen geschlossen sind, und es die Ampelschaltung erlaubt, ist das für die*den Pilotin (Männer mitgemeint) das Abfahrtssignal.

Während des Aus- und Einsteigevorgangs an der 66 erreichen Busse mit Schülermassen ihren Halteplatz. Die Schüler*innen versuchen die 66 noch zu erreichen, von der Fahrerin (Männer mitgemeint) kaum zu überblicken (oder hat sie Monitore?). Die Fussgängerampel parallel zur St. Augustiner Str. zeigt Grün, also auch für die durchfahrenden Blechkistenmassen. Die Fussgängerampel zur 66 zeigt Rot. Die Bahn droht die Türen zu schliessen, und vor der Nase der Schüler*innen abzufahren.

Ein pubertierender junger Mann im Kapuzenshirt, ich sehe nur seine Rückseite, denkt “Scheiss drauf” und rennt los, quer über die Kreuzung. Er droht mitten auf der Fahrbahn auszurutschen, verhindert mit einem akrobatischen Reflex, voll auf die Fresse zu fallen. Ein PKW macht mit quietschenden Reifen eine Vollbremsung. Der junge Mann erreicht ganz knapp die hintere Tür der 66 – und sorgt so dafür, dass die ihm folgenden Massen von Schüler*innen, allesamt im Sprint aber mit stark unterschiedlichem Leistungsvermögen, die Tür ebenfalls erreichen, bevor sie – automatisch schliesst. Die Schnellen als solidarische Hilfe für die Langsamen. Die Ampel spielte real keine Rolle mehr. Hauptsache die Bahn wurde erreicht. Happyend für alle.

Die Katastrophe allerdings war ganz nah. Muss das so sein? Nein.

Erstens gäbe es technische Möglichkeiten der Verständigung zwischen Bus- und Bahnfahrer*inne*n. Frage an die Stadtwerke: warum werden die nicht genutzt?

Zweitens gäbe es die Möglichkeit einer All-Grün-Ampelschaltung: alle Fussgängerüberwege bekommen gleichzeitig Grün, alle können den Platz kreuz und quer überqueren – und der Autoverkehr muss eben warten. Das wurde schon vor Jahrzehnten in der Bezirksvertretung diskutiert. Und damals von der Stadtverwaltung abgelehnt. Die hatte da allerdings noch eine andere politische Führung.

Jetzt sind Osterferien. In 10 Tagen geht es wieder los. Muss es erst Tote – und Hunderte Traumatisierte, die das mit ansehen müssen –  geben? Nein, muss es nicht. Vernunft würde genügen.

Gefahrenabwehr

Beinahecrash am Adenauerplatz - täglich / Wundersame Bahn CXLV Schülerverkehr, Umsteigesituation. Die 66 kommt über die Kennedybrücke und fährt in die Haltestelle Richtung Siegburg ein.

Beueler-Extradienst

Beschleunigung? – doch nicht überall

Eine meiner Lieblingsthesen lautet, dass im real existierenden Kapitalismus alle Prozesse immer weiter beschleunigt werden; das Kapital “will”/muss zirkulieren, und diese Beschleunigung ist ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Aber es gibt ein kleines gallisches Dorf, in dem z.B. Strassenbahnfahrer*innen immer noch keine Ampelvorrangschaltung geniessen. In diesem Dorf werden sogar Ausbaumassnahmen für mehrspurigen Autoverkehr als “ÖPNV-Beschleunigung” bezeichnet, Häuserabriss, Friedhofsverkleinerung und Beseitigung von Fussgängerampeln inklusive. Dieses Dorf heisst Beuel, wird von der Stadt Bonn verwaltet und liegt im Rheinland. Solche Ampelschaltungen kannte ich schon Ende der 70er Jahre, in richtigen Grossstädten. Wenn in Bonn alles 50 Jahre später kommt, kann es eigentlich nicht mehr lange dauern.

Extradienst-Leser*innen wissen, dass ich Rentner bin. Die haben bekanntlich nie Zeit. Aber ich geniesse es, selbst bestimmen zu können, wann ich es eilig habe. Ich flanierte also gemütlich nach dem Mittagessen über unseren städtebaulich so ausnehmend eleganten Adenauerplatz, und machte dabei die folgende Beobachtung.

Eine Bahn der Linie 62 muss von der Kennedybrücke kommend am Ampel-Überweg für Fussgänger*innen und Fahrräder stoppen. Die warten immer sehr lange auf Grün. Die Erfahrenen wissen: wenn sich eine Bahn von Weitem nähert, kann es nicht mehr lange dauern. Ich passierte das Geschehen zu Fuss. 20 m weiter kam die 62 erneut zum Stehen, exakt an der Stelle, an denen den Fussgänger*innen der Überweg von der von-Sandt-Strasse zum Bistro El Horizonte und zu Bücher Bartz gestohlen wurde (noch von der schwarz geführten CDU-Stadtspitze). Die 62 muss hier rechts abbiegen, und wird genötigt, zunächst den Autoverkehr rechts von ihr passieren zu lassen, damit auch den Dümmsten klar wird, wer das Sagen hat und schneller ist.

Während die 62 hier also erneut wartete, näherte sich hinter ihr die 66. Die muss vor dem von der 62 bereits passierten Überweg stoppen, weil sie ihn sonst – als faktische Verlängerung der rumstehenden 62 – zur allgemeinen Freude der immer zahlreich wartenden Fahrräder – blockieren würde. Und wie wenig Spass die verstehen, hatte ich hier kürzlich beschrieben.

Die Lösung wäre einfach. Die Überwege an der Kennedybrücke und an der von-Sandt-Strasse müssten synchronisiert werden. Wenn sie gleichzeitig Grün haben, wird niemand verlangsamt. Und die Bahnpiloten von der 62 und 66 müssen die Ampel steuern und sich das Grün selbst verschaffen können. Mir als Radfahrer und Fussgänger ist es immer aufs Neue peinlich, minutenlang zu warten, und mein Grün genau dann zu bekommen, wenn eine in der Rushhour vollgestopfte 66 damit zum Halten genötigt wird.

Mein Ex-Chef Karl Uckermann, der die Bonner Verkehrspolitik massgeblich mitbeeinflusst hat, sogar die Kennedybrücke aus der Opposition heraus, versichert mir noch heute bei unseren Stammtischen in der Brotfabrik, dass sich die Ratspolitiker*innen in dieser Frage von der Verwaltung am Nasenring durch die Arena ziehen lassen. Obwohl die Verfassung – und auch die NRW-Gemeindeordnung – es exakt umgekehrt vorgesehen hat.

Seit über zwei Jahren sind sowohl Bonn als auch Beuel mehrheitlich grün regiert.

PS: Woanders is auch scheisse. Wir haben es gut im Rheinland.

Beschleunigung? – doch nicht überall

Eine meiner Lieblingsthesen lautet, dass im real existierenden Kapitalismus alle Prozesse immer weiter beschleunigt werden; das Kapital will/muss zirkulieren, und diese Beschleunigung ist ein wesentlicher Wachstumsfaktor. Aber es gibt ein kleines gallisches Dorf, in dem z.B.

Beueler-Extradienst