Rund 1.000 Menschen sind heute in #Berlin-Kreuzberg auf die Straße gegangen, um gegen die geplanten Verschärfungen des europäischen Asylsystems (GEAS) zu demonstrieren.
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26.11.2023 – Berlin - Antirassistische Demonstration: Stop GEAS! Für ein Europa, das Brücken baut! Gemeinsam auf die Straße gegen die Abschaffung des Asylrechts in Europa!
Am 26.11.2023 sind in Berlin rund 1.000 Menschen auf die Straße gegangen, um gegen die geplanten Verschärfungen des europäischen Asylsystems zu demonstrieren. Lautstark brachten die Demonstrant*innen ihren Unmut über die unhaltbaren Zustände an den Außengrenzen der Europäischen Union (EU) zum Ausdruck und kritisierten die Abschottungspolitik der EU, das Sterben an den EU-Außengrenzen und die Zunahme völkerrechtswidriger Pushbacks. Die Demonstrant*innen forderten stattdessen die menschenwürdige Aufnahme aller Geflüchteten, die Schließung aller Flüchtlingslagern, die Schaffung sicherer Fluchtwege, die Entkriminalisierung der Migration sowie die Auflösung der europäische Grenzagentur Frontex. Anfang Dezember soll im Europäischen Parlament über die geplante Verschärfung des „Gemeinsamen Europäischen Asylsystems“ (GEAS) diskutiert werden. Im GEAS sind geltende Mindeststandards für die Behandlung aller Geflüchteten EU-weit geregelt. Sollte die Verschärfung in Kraft treten, könnte es zu systematischen Menschenrechtsverletzungen kommen. Der Zugang zum Recht auf Asyl könnte weitestgehend versperrt und menschenfeindliche Pushbacks legalisiert werden. Die faktische Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl droht. Zu der Demonstration unter dem Motto “ Stop GEAS! Für ein Europa, das Brücken baut! Gemeinsam auf die Straße gegen die Abschaffung des Asylrechts in Europa!“ hatte ein Bündnis verschiedener flüchtlingspolitischer Gruppen, gemeinnützige Nichtregierungsorganisationen sowie linke und antirassistische Initiativen aufgerufen. Sie kritisieren die geplante Verschärfung und fürchten eine Aushebelung des Flüchtlingsschutzes sowie eine Verletzung grundlegender Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit. Die Bundesregierung forderte sie auf, ihren Wahlversprechen einer menschenrechtsbasierten Migrationspolitik nachzukommen. Rund 1.000 Menschen sind am 26. November 2023 in Berlin-Kreuzberg auf die Straße gegangen, um für die Aufnahme aller Geflüchteten zu protestieren. Der Protest richtete sich auch gegen die mörderische Abschottungspolitik und die unhaltbaren Zustände an den Außengrenzen der Europäischen Union (EU). Die Demonstrant*innen forderten die Aufnahme aller schutzsuchenden Menschen, die Schließung aller Flüchtlingslager in und außerhalb der EU-Außengrenzen, die Schaffung sicherer Fluchtwege, die Entkriminalisierung der Migration, das Ende illegaler Pushbacks an den europäischen Außengrenzen sowie die Schaffung sicherer Fluchtrouten nach Europa. Zu der Demonstration unter dem Motto “Stop GEAS! Für ein Europa, das Brücken baut! Gemeinsam auf die Straße gegen die Abschaffung des Asylrechts in Europa!“ hatte das Bündnis „Stop GEAS“ aufgerufen. Unterstützt wurde sie von verschiedenen flüchtlingspolitischer Gruppen, Hilfsorganisationen und soziale Einrichtungen, gemeinnützige Nichtregierungsorganisationen sowie linke und antirassistische Initiativen aufgerufen. Unterstützt wurde sie unter anderem von „Abolish Frontex“, das „Komitee für Grundrechte und Demokratie e.V.“, die „SOS Humanity“, die internationale Bewegung „Seebrücke. Schafft sichere Häfen“, der Flüchtlingsrat Berlin, der „Republikanischer Anwältinnen- und Anwälteverein (RAV)“ sowie die Hilfsorganisation zur Rettung von in Seenot geratenen Geflüchteten, Sea-Eye. Anlass für die Demonstration ist die geplante Verschärfungen des europäischen Asylsystems. Die aktuell geltende Mindeststandards für die Behandlung aller Geflüchteten sind EU-weit in den Gemeinsamen Europäischen Asylsystems (GEAS) / Common European Asylum System (CEAS) geregelt. Im Europäischen Parlament soll Anfang Dezember über eine Verschärfung des GEAS diskutiert werden. Das Parlament wird dabei über ein ganzes Bündel an Verordnungen abstimmen, welche das europäische Asylsystem grundlegend verschärfen sollen. Kritiker*innen fürchten, dass in der Folge zu systematischen Menschenrechtsverletzungen kommen wird und eine faktische Abschaffung des individuellen Grundrechts auf Asyl droht. Das Bündnis fordert das EU-Parlament auf, die geplante Verschärfungen abzulehnen und für die Einhaltung der Menschenrechte aller einzusetzen. Zudem muss das individuelle Asylrecht weiterhin das Fundament des europäischen Schutzsystems bleiben. Außerdem forderte sie die deutsche Ampelregierung auf, ihren Wahlversprechen nachzukommen und sich für eine menschenrechtsbasierte Migrationspolitik einzusetzen. Darüber hinaus fordert das Bündnis die Zivilgesellschaft auf, gemeinsam gegen die historischen Asylrechtsverschärfungen zu protestieren und ein deutliches Zeichen für ein offenes und solidarisches Europa zu setzen. Nach Plänen der EU soll mit der GEAS-Reform eine neue Asylverfahrensverordnung in Kraft treten und die Einreise von Geflüchteten massiv eingeschränkt werden. Die EU erhofft sich davon, die sog. „irreguläre Migration“ einzudämmen und sog. „Schleuser“ zu bekämpfen. Durch sog. „Grenzverfahren“ soll die Identifikation von Geflüchteten zukünftig schon an der EU-Außengrenze stattfinden. Die betroffenen Menschen sollen dafür in Lagern in Grenznähe untergebracht werden. Diese Institutionen sollen sich zwar auf dem Boden der Europäischen Uniion befinden, allerdings sollen die Geflüchteten dort offiziell als „nicht eingereist“ gelten. Die Menschen dort sollen bis zu dem Zeitpunkt bleiben, bis über ihre jeweilige Aussicht auf Asyl entschieden wurde. Einreisen dürfen allerdings nur diejenigen, dem eine Aussicht auf Asyl attestiert wird. Bis zum Abschluss dieser Prüfung werden die Menschen in diesen Lagern eingesperrt und je nach Verfahren kann das bis zu 12 Wochen andauern. Wenn besonders viele Menschen an den Grenzen ankommen, kann die EU den sog. „Krisenfall“ ausgerufen. Hier kann die Kasernierung zur Identitätsprüfung auf bis zu 20 Wochen verlängert werden. Auch Kinder sollen von dieser Regelung nicht ausgenommen werden. Einen Zugang zu einem Rechtsbeistand wird dadurch erheblich eingeschränkt. Darüber hinaus soll das Konzept der sogenannten sicheren Drittstaaten ausgeweitet werden, was dazu führen könnte, dass es zukünftig einfacher wird, einen Antrag auf Asyl pauschal abzulehnen, da die betreffende Person über einen anderen Staat nach Europa eingereist ist. Zudem könnten Schutzsuchende ohne Prüfung ihrer Fluchtgründe jederzeit in ein außereuropäisches Land abgeschoben werden. Besonders perfide ist es, dass dort in solchen Fällen - gemäß der Genfer Flüchtlingskonvention – einen Flüchtlingsschutz nicht gewährt werden muss. Damit wird künftig der Zugang zum Recht auf Asyl weitestgehend versperrt und brutale und menschenverachtende Pushbacks könnten dadurch legalisiert werden. Dabei hatte die deutsche Ampelregierung im Koalitionsvertrag zum Ziel gesetzt, einen Neuanfang in der Migrations- und Integrationspolitik einzuleiten, um das Leid an den Außengrenzen zu beenden und bessere Standards in Asylverfahren zu etablieren. Kritiker*innen der Aufbaus des Gemeinsamen Europäischen Asylsystems sehen mit der rassistischen Maßnahme ein Einknicken der Regierungen vor einem weiteren Rechtsruck. Die Demonstrant*innen versammelten sich am frühen Nachmittag vor dem Denkmal für Opfer von Rassismus auf dem Oranienplatz in Kreuzberg zur Auftaktkundgebung. In Redebeiträgen kritisierten die Redner*innen, dass die geplante Reform eine faktische Aushebelung des Flüchtlingsschutzes und eine Verletzung grundlegender Menschenrechte und der Rechtsstaatlichkeit ist. Zudem wurde die deutsche Bundesregierung aufgefordert einen Veto gegen die EU Asylverfahrens- und die Asylmanagementverordnung einzulegen und sicherzustellen, dass Geflüchtete hierzulande eine menschenwürdige und ein faires Asylverfahren zu gewährleisten. In einem weiteren Redebeitrag thematisierte eine Rednerin der gemeinnützigen Nichtregierungsorganisation, SOS Humanity, die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung. So standen zwei Dutzend Flüchtlingshelfern im griechischen Lesbos vor Gericht und es drohen lange Haftstrafen. Auch in Italien geraten Nichtregierungsorganisation der Seenotrettung zunehmend unter Druck. Diese sind vor allem durch die rechte Regierung unter der Führung der Ministerpräsidentin Giorgia Meloni massiver Repressionen ausgesetzt. Es handelt sich hierbei um den größten Kriminalisierungsversuch seit Bestehen der Seenotrettung. Nach mehreren Rede- und Musikbeiträge, bei dem unter anderem der Sänger und bekennende Antifaschist Mal Élevé auftrat, setzte sich der Demonstrationszug gegen 14.45 Uhr in Bewegung. Die Demonstrant*innen zogen über die Oranienstraße bis zum Görlitzer Bahnhof und bogen in die Skalitzer Straße ab. Vorbei am Kottbusser Tor ging es den Wassertorplatz und Gitschiner Straße zur Stresemannstraße. Vor dem Willy-Brandt-Haus, der Bundeszentrale der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands (SPD), endete die Demonstration am frühen Abend nach einer Abschlusskundgebung. Nicht nur in Berlin wurde gegen die geplante Verschärfung des europäischen Asylsystems demonstriert, auch in Dresden, Köln, Nürnberg, Mainz, Würzburg so wie in weiteren Städten kam es zu Protestaktionen. Quellenangaben: • stop-geas.de/#/aufruf • www.seebruecke.org/aktuelles/kampagnen/stoppt-geas-krisen... • www.fluechtlingsrat-lsa.de/2023/11/aufruf-zur-demo-in-hal... • radiocorax.de/stop-geas-am-samstag-in-halle-demonstration... • www.proasyl.de/kein-asylkompromiss-2-0 • www.proasyl.de/news/30-jahre-asylkompromiss-ein-grundrech... • www.derstandard.de/story/2000142477200/fluechtlingshelfer... ------------------------------------------------------------------------ Please follow me:- Facebook - Instagram - Mastodon - Tiktok - Bluesky - Twitter - YouTube ------------------------------------------------------------------------ Rechtliche Hinweise: Copyright Denken Sie bitte daran, alle hier abrufbaren Medien sind durch das Urheberrecht (§ 2 Abs. 2 UrhG) geschützt und sind Eigentum des Urhebers. Sie dürfen ohne Genehmigung des Urhebers weder kopiert, genutzt oder veröffentlicht werden. Nutzungsrecht Wenn Sie ein Foto verwenden möchten, kontaktieren Sie mich bitte per E-Mail. 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