

Ist die Bosetti linientreu? Brauchen wir mehr Bullshit-Buttons? Oder doch nur rosa Socken? Hier kommen die schönsten Kommentare zur neuen Folge von BOSETTI LATE NIGHT!

Jetzt ist es endgültig! Der Deutsche Presserat hat diese Woche seine Rüge gegen die WELT bestätigt: Sie hat falsch und diffamierend über die Finanzierung von NGOs berichtet und ihre Leserschaft in die Irre geführt. Die WELT wollte das zunächst nicht akzeptieren.
Was war passiert: Die WELT hatte falsche Erzählungen über NGOs verbreitet. Ihnen zufolge hatte die EU-Kommission NGOs angeblich in Geheimverträgen für Lobbyarbeit bezahlt. Der Presserat hat klargestellt: Das war falsch und irreführend! https://www.lobbycontrol.de/wp-content/uploads/Begruendung-Ruege.pdf
Und trotzdem stehen die Erzählungen derzeit unverändert in der WELT – und das schon seit Juni 2025! Denn die WELT wollte die Rüge nicht akzeptieren und hat sie angefochten. Doch jetzt hat der Presserat klargestellt: Die Rüge besteht und kann nicht mehr angefochten werden.
Die WELT muss nun endlich Verantwortung übernehmen und die falsche Berichterstattung schnellstmöglich richtigstellen. Der Presserat hat nicht ohne Grund sein schärfstes Schwert gezogen.
Die Klage von #Palantir gegen uns ist sehr zermürbend und zeitaufwendig. Unsere Recherche beruht im Wesentlichen auf Aussagen, die in amtlichen Dokumenten festgehalten worden sind. Und trotzdem wird das Republik Magazin angegriffen. Der "Messenger" der Dokumente. Palantir zielt nicht auf die Urheber der Dokumente. Sondern auf uns.
Umso wichtiger und schöner ist diese Anerkennung. Wir haben den Prix Transparence 2025 gewonnen für die 2-teilige Recherche.
Wir, das sind: Jennifer Steiner Balz Oertli Marguerite Meyer und Lorenz Naegeli des WAV Recherchekollektiv. Et moi.
Es ist eine breit angelegte FOIA-Recherche (Freedom of Information-Requests) gewesen.
Besonders freut mich das Votum der Fachjury.
Jury-Mitglied Martina Fehr unterstreicht nicht nur die Akribie und Hartnäckigkeit der Journalistinnen und Journalisten, sondern auch deren Zusammenarbeit: «Die Recherche zeigt, wie kooperativer Journalismus komplexe Macht- und Abhängigkeitsstrukturen aufdecken und für alle sichtbar machen kann.»
Ebenso freut mich dass die Republik Magazin (wieder mit dem WAV Recherchekollektiv) mit dem dritten Platz ausgezeichnet ist für die Recherche über die Verhältnisse in einem griechischen Flüchtlingslager. Congrats auch an: Lukas Häuptli Lorenz Naegeli und Osama Abdullah
Alle Informationen gibt es hier:
https://www.oeffentlichkeitsgesetz.ch/deutsch/2026/03/prix-transparence-2025-fuer-wav-und-republik/
Bildcredits: Julia Schwamborn