6.3K Followers
224 Following
831 Posts

Investigative Tech-Reporterin Republik & Dnip.ch
Eigener Blog: techjournalismus.ch

Interests: #Netzpolitik #Privacy #InfoSec #DigitaleEthik #Technology

Awards for the years: 2018, 2020, 2021, 2023 and 2024.

And: #cats #chess #music #redwine

🚹 OPT OUT & say NO to #GitHub using your interaction data to train & improve its AI models. 🚹 

GitHub is the next company to choose to opt you into having your data used - by default. đŸš©

Opt out in Settings --> Copilot --> Features.

Under "Allow GitHub to use my data for AI model training" -→ Disabled.

It recently announced that if you do not opt out before April 24th, it will use your interaction data when using Copilot.

Du hast deine IdentitĂ€t bei LinkedIn verifizieren lassen fĂŒr ein blaues HĂ€kchen? Tut mir leid fĂŒr dich.

Dein Pass, ID und biometrische Daten schlummern jetzt bei Peter Thiels finanziertem "Persona Identitites" wurde schon mit etlichen staatlichen Datenbanken der USA abgeglichen. Wird nach Belieben an alle US-Behörden weitergegeben.

Aus dem hervorragenden Text bei golem.de (eines der besten Tech-Magazine zurzeit), der eine Übersetzung von der Analyse aus dem Blog "Local Stack":

"Und wer fĂŒhrt die "Datenerhebung und -analyse" durch? Anthropic, OpenAI und Groqcloud. Drei KI-Unternehmen verarbeiten unsere Reisepass- und Selfiedaten. Mein von der Regierung ausgestelltes Ausweisdokument wird den Unternehmen zugefĂŒhrt, die große Sprachmodelle und KI-Systeme entwickeln.

AWS ĂŒbernimmt die "Bildverarbeitung". Das bedeutet, dass mein Gesicht durch die Infrastruktur von Amazon geleitet wird. Die "GerĂ€teauswertung" ĂŒbernimmt Fingerprint JS – ein Unternehmen, dessen Name buchstĂ€blich auf das verweist, was es tut. Es erstellt einen Fingerabdruck meines GerĂ€ts, wĂ€hrend Persona einen Fingerabdruck meines Gesichts erstellt.

In den Richtlinien von Persona heißt es, diese Scandaten wĂŒrden "nach Abschluss der Verifizierung oder innerhalb von sechs Monaten nach Ihrer letzten Interaktion" vernichtet. Gut.

Aber es gibt eine Ausnahme: "... es sei denn, Persona ist gesetzlich oder aufgrund eines Rechtsverfahrens anderweitig verpflichtet, die Daten aufzubewahren".

"Der Verifizierungsprozess hat nur drei Minuten gedauert: Scan, Selfie, fertig. Zu verstehen, womit ich mich tatsĂ€chlich einverstanden erklĂ€rt habe, hat dagegen ein ganzes Wochenende in Anspruch genommen und die LektĂŒre von 34 Seiten juristischer Dokumente erfordert.

Ich habe einem US-Unternehmen meinen Reisepass, mein Gesicht und die mathematische Geometrie meines SchĂ€dels ĂŒbergeben. Es hat mich mit Kreditauskunfteien und staatlichen Datenbanken abgeglichen und wird meine Daten nutzen, um KI zu trainieren. Und wenn die US-Regierung anklopft, wird es alles herausgeben, selbst, wenn die Daten in Europa gespeichert sind und ich EuropĂ€er bin – möglicherweise, ohne mir jemals davon zu erzĂ€hlen.

Und das alles fĂŒr ein kleines blaues HĂ€kchen auf irgendeinem beruflichen Netzwerk. Ich will niemandem vorschreiben, die Verifizierung zu ĂŒberspringen. Aber jeder sollte wissen, was er sich einhandelt. Persona weiß es. Linkedin weiß es. Der Einzige, der im Dunkeln tappt, ist derjenige, der seinen Reisepass vor die Kamera hĂ€lt."

https://www.golem.de/news/linkedin-persona-in-drei-minuten-in-den-datenschutz-wahnsinn-2603-206707.html

Linkedin & Persona: In drei Minuten in den Datenschutz-Wahnsinn - Golem.de

Ich habe meine IdentitÀt auf Linkedin verifiziert. Hier erzÀhle ich, was ich preisgegeben habe, nur um ein blaues HÀkchen zu bekommen.

Golem.de
Do the age verification laws of california, UK, New York (demanding operating system provider to ask/verify for the age) etc. affect EVERY user of android and iOS global wide? when you have iOS app store switzerland...that means apple will ask the swiss users too?

Du hast deine IdentitĂ€t bei LinkedIn verifizieren lassen fĂŒr ein blaues HĂ€kchen? Tut mir leid fĂŒr dich.

Dein Pass, ID und biometrische Daten schlummern jetzt bei Peter Thiels finanziertem "Persona Identitites" wurde schon mit etlichen staatlichen Datenbanken der USA abgeglichen. Wird nach Belieben an alle US-Behörden weitergegeben.

Aus dem hervorragenden Text bei golem.de (eines der besten Tech-Magazine zurzeit), der eine Übersetzung von der Analyse aus dem Blog "Local Stack":

"Und wer fĂŒhrt die "Datenerhebung und -analyse" durch? Anthropic, OpenAI und Groqcloud. Drei KI-Unternehmen verarbeiten unsere Reisepass- und Selfiedaten. Mein von der Regierung ausgestelltes Ausweisdokument wird den Unternehmen zugefĂŒhrt, die große Sprachmodelle und KI-Systeme entwickeln.

AWS ĂŒbernimmt die "Bildverarbeitung". Das bedeutet, dass mein Gesicht durch die Infrastruktur von Amazon geleitet wird. Die "GerĂ€teauswertung" ĂŒbernimmt Fingerprint JS – ein Unternehmen, dessen Name buchstĂ€blich auf das verweist, was es tut. Es erstellt einen Fingerabdruck meines GerĂ€ts, wĂ€hrend Persona einen Fingerabdruck meines Gesichts erstellt.

In den Richtlinien von Persona heißt es, diese Scandaten wĂŒrden "nach Abschluss der Verifizierung oder innerhalb von sechs Monaten nach Ihrer letzten Interaktion" vernichtet. Gut.

Aber es gibt eine Ausnahme: "... es sei denn, Persona ist gesetzlich oder aufgrund eines Rechtsverfahrens anderweitig verpflichtet, die Daten aufzubewahren".

"Der Verifizierungsprozess hat nur drei Minuten gedauert: Scan, Selfie, fertig. Zu verstehen, womit ich mich tatsĂ€chlich einverstanden erklĂ€rt habe, hat dagegen ein ganzes Wochenende in Anspruch genommen und die LektĂŒre von 34 Seiten juristischer Dokumente erfordert.

Ich habe einem US-Unternehmen meinen Reisepass, mein Gesicht und die mathematische Geometrie meines SchĂ€dels ĂŒbergeben. Es hat mich mit Kreditauskunfteien und staatlichen Datenbanken abgeglichen und wird meine Daten nutzen, um KI zu trainieren. Und wenn die US-Regierung anklopft, wird es alles herausgeben, selbst, wenn die Daten in Europa gespeichert sind und ich EuropĂ€er bin – möglicherweise, ohne mir jemals davon zu erzĂ€hlen.

Und das alles fĂŒr ein kleines blaues HĂ€kchen auf irgendeinem beruflichen Netzwerk. Ich will niemandem vorschreiben, die Verifizierung zu ĂŒberspringen. Aber jeder sollte wissen, was er sich einhandelt. Persona weiß es. Linkedin weiß es. Der Einzige, der im Dunkeln tappt, ist derjenige, der seinen Reisepass vor die Kamera hĂ€lt."

https://www.golem.de/news/linkedin-persona-in-drei-minuten-in-den-datenschutz-wahnsinn-2603-206707.html

Linkedin & Persona: In drei Minuten in den Datenschutz-Wahnsinn - Golem.de

Ich habe meine IdentitÀt auf Linkedin verifiziert. Hier erzÀhle ich, was ich preisgegeben habe, nur um ein blaues HÀkchen zu bekommen.

Golem.de

Wenn Medien wieder gewissen Exponenten ungefiltert und nicht-einordnend das Mikro hinhalten...wie damals bei Musk und der AFD-Empfehlung.

Leute, das ist keine PROGNOSE, was Karp von sich gibt...es ist eine POLITISCHE AGENDA.

Same same auch mit der Aussage "KI wird die Macht der Frauen (Geisteswissenschaftlerinnen, Demokratinnen) brechen und MÀnner (non-educated, working class, military) stÀrken".

Es ist eine ANSAGE, KEINE VORHERSAGE.

Was alle Medien eben nicht als Kontext dazu schreiben:

Flankiert wurde dieses Quote zu Gender nÀmlich mit den Zitaten "Industry needs to support the warfighter". Und: "TO MAKE THIS WORK". Karp will, dass es so wird.

Noch einmal, liebe Medien: bitte aufhören mĂ€chtigen, reichen FĂŒhrungsfiguren nach ihren Prognosen fĂŒr die Welt zu fragen. Und- so wie Dr. Sarah Genner schreibt- echte Arbeitsmarktexpert:innen zum Thema " KI und Jobs" interviewen.

https://www.business-punk.com/tech/palantir-ceo-alex-karp-mit-knallhart-ansage-warum-dein-uniabschluss-bald-wertlos-ist/

Palantir-CEO Alex Karp mit knallhart Ansage: Warum dein Uniabschluss bald wertlos ist

Palantir-CEO Karp prophezeit: Nur Handwerker und Neurodivergente ĂŒberleben die KI-Ära. Warum UniabschlĂŒsse an Wert verlieren – und was das fĂŒr deine Karriere bedeutet.

Business Punk

Fall #FernandesUlmen:

Erinnern ihr euch an die offenen Briefe der Tech-MilliardÀre und KI-Vordenker, die vor KI-Schreck­szenarien warnten?

Die eine starke Regulierung von autonomer KI forderten, weil sonst die Menschheit durch Roboter und Biowaffen ausgelöscht werde?

Diese privilegierte soziale Gruppe – weisse, reiche MĂ€nner – skizziert zwar durchaus plausible Gefahren, die von Zukunfts­technologien ausgehen. Doch sie blendet aus, welche SchĂ€den ihre KI-Modelle bereits jetzt anrichten.

Und auch die regulatorische Super­macht EU hat sich verkalkuliert.

Sie klassifiziert gemĂ€ss ihrem «AI Act» KI-generierte Inhalte und Deepfakes als ein geringes «Transparenz­risiko» fĂŒr die Gesellschaft.

Wer also generative KI-Modelle nutzt, muss die Erzeugnisse einfach ausreichend kennzeichnen. Wie bei einer Packungs­beilage von Arznei­mitteln.

Doch wie sich nun anhand des Falls von Collien Fernandes zeigt, wird das alles nicht mehr genĂŒgen.

Die Schweiz hat fĂŒr einmal gar keine schlechte Gesetze. Die beiden StraftatbestĂ€nde IdentitĂ€tsdiebstahl 179 und 197a "Weiterleiten von nicht-öffentlichen sexuellen Inhalten" könnten angewendet werden bei sexualisierten Deepfakes.

Die Zahlen des BFS: Insgesamt wurden 2025 194 Straftaten zu Art. 197a erfasst. Davon sind 148 aufgeklÀrte Straftaten. (Doch es könnte sich hier um Sextortion und "echte Bilder" handeln)

An Schweizer Schulen sind weibliche Teenager bereits gefÀhrdet und Opfer von sogenannten Nudify-KIs.

Damit stossen wir auf das eigentliche Kernproblem: die Rechts­durch­setzung.

Alle Straftat­bestÀnde in Europas Staaten sind wirkungslos, wenn Plattform­anbieter nicht in die Pflicht genommen werden.

Und diese denken gar nicht daran, zu kooperieren. Im Gegenteil: Sie unter­stĂŒtzen sogar teilweise die frauen­feindliche Maga-Agenda des US-PrĂ€sidenten Donald Trump.

Was macht die Schweiz?

Hier haben die verant­wortlichen Tech-Konzerne von der Schweiz noch nichts zu befĂŒrchten. Die Vernehmlassung zur Plattformregulierung ging soeben zu Ende.

Der zustĂ€ndige SVP-Bundesrat Albert Rösti will zwar die Nutzer­rechte ein wenig stĂ€rken. Sie mĂŒssen nichts gegen die von ihnen verursachen SchĂ€den – wie Desinformation, Deepfakes, Propaganda, Sucht – unternehmen, sondern diese lediglich «ausweisen».

Doch eine einfache «KI-Kennzeichnung» ist eine Ohrfeige fĂŒr Tausende von Frauen, die damit digital entwĂŒrdigt werden.

Neben klaren Verboten, Produkt­sicherheits­ansĂ€tzen und verbindlichen Pflichten fĂŒr Konzerne brĂ€uchte es dringend auch einen nationalen Aktionsplan gegen Cyber­gewalt und feministische Kurse zur digitalen Selbst­verteidigung fĂŒr junge Frauen.

Kein gutes Rezept hingegen ist die EinfĂŒhrung einer Identifikations­pflicht und einer AltersĂŒberprĂŒfung via ID im Netz, wie sie derzeit einige fordern.

Denn das ist eine Forderung, die am Ende Wasser auf die MĂŒhlen einer globalen Überwachungs­kampagne wĂ€re, die derzeit hinter den Kulissen im Gang ist.

Doch mehr dazu im nĂ€chsten Newsletter 😉

Wer abonnieren will: https://www.republik.ch/format/ctrl

Und wer keinen meiner BeitrÀge irgendwo (Republik, DNIP.ch) verpassen will, gerne hier: https://techjournalismus.ch/#newsletter

https://www.republik.ch/2026/03/30/ctrl-der-fall-fernandes-ulmen-zeigt-ki-transparenz-genuegt-nicht

Der Digitalpolitik-Newsletter CTRL

Technologie ist politisch. Wir schauen genau hin.

RE: https://infosec.exchange/@adfichter/116294390055008556

EDIT 14:42: weil viele leute eine meinung (aber nicht immer eine ahnung) haben, was guten journalismus ausmacht.

nein, die KI wird dir mit mehr "ausgewogenheit" nicht besseren journalismus machen.

journalismus ist die ĂŒberprĂŒfung ob es draussen regnet (oder aktuell: ob es schneit). nicht die publikation einer "pro regen" und einer "contra regen"-expertenstimme aus dem internet.

ich finde auch dass man am schluss einfach wahre fakten & einen gut lesbaren text publizieren muss. war eine KI dahinter? ok mir egal, denn am schluss steht der name der journalistin, die das verantwortet.

abgesehen davon: wer nur noch KI nutzt, schafft sich eh frĂŒher oder spĂ€ter selbst ab.

KI ersetzt news-journalismus.

KI ersetzt agenturmeldungszusammenfassungsjournalismus.

KI ersetzt keinen guten journalismus.

https://www.woz.ch/2613/tamedia/95-prozent-von-der-ki/!T659TDVMTEHS

Tamedia: 95 Prozent von der KI

Mit kĂŒnstlicher Intelligenz wollen Schweizer MedienhĂ€user Kosten senken. Dabei wird ein zentraler publizistischer Prozess wegrationalisiert.