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Investigative Tech-Reporterin Republik & Dnip.ch
Eigener Blog: techjournalismus.ch

Interests: #Netzpolitik #Privacy #InfoSec #DigitaleEthik #Technology

Awards for the years: 2018, 2020, 2021, 2023 and 2024.

And: #cats #chess #music #redwine

Fall #FernandesUlmen:

Erinnern ihr euch an die offenen Briefe der Tech-Milliardäre und KI-Vordenker, die vor KI-Schreck­szenarien warnten?

Die eine starke Regulierung von autonomer KI forderten, weil sonst die Menschheit durch Roboter und Biowaffen ausgelöscht werde?

Diese privilegierte soziale Gruppe – weisse, reiche Männer – skizziert zwar durchaus plausible Gefahren, die von Zukunfts­technologien ausgehen. Doch sie blendet aus, welche Schäden ihre KI-Modelle bereits jetzt anrichten.

Und auch die regulatorische Super­macht EU hat sich verkalkuliert.

Sie klassifiziert gemäss ihrem «AI Act» KI-generierte Inhalte und Deepfakes als ein geringes «Transparenz­risiko» für die Gesellschaft.

Wer also generative KI-Modelle nutzt, muss die Erzeugnisse einfach ausreichend kennzeichnen. Wie bei einer Packungs­beilage von Arznei­mitteln.

Doch wie sich nun anhand des Falls von Collien Fernandes zeigt, wird das alles nicht mehr genügen.

Die Schweiz hat für einmal gar keine schlechte Gesetze. Die beiden Straftatbestände Identitätsdiebstahl 179 und 197a "Weiterleiten von nicht-öffentlichen sexuellen Inhalten" könnten angewendet werden bei sexualisierten Deepfakes.

Die Zahlen des BFS: Insgesamt wurden 2025 194 Straftaten zu Art. 197a erfasst. Davon sind 148 aufgeklärte Straftaten. (Doch es könnte sich hier um Sextortion und "echte Bilder" handeln)

An Schweizer Schulen sind weibliche Teenager bereits gefährdet und Opfer von sogenannten Nudify-KIs.

Damit stossen wir auf das eigentliche Kernproblem: die Rechts­durch­setzung.

Alle Straftat­bestände in Europas Staaten sind wirkungslos, wenn Plattform­anbieter nicht in die Pflicht genommen werden.

Und diese denken gar nicht daran, zu kooperieren. Im Gegenteil: Sie unter­stützen sogar teilweise die frauen­feindliche Maga-Agenda des US-Präsidenten Donald Trump.

Was macht die Schweiz?

Hier haben die verant­wortlichen Tech-Konzerne von der Schweiz noch nichts zu befürchten. Die Vernehmlassung zur Plattformregulierung ging soeben zu Ende.

Der zuständige SVP-Bundesrat Albert Rösti will zwar die Nutzer­rechte ein wenig stärken. Sie müssen nichts gegen die von ihnen verursachen Schäden – wie Desinformation, Deepfakes, Propaganda, Sucht – unternehmen, sondern diese lediglich «ausweisen».

Doch eine einfache «KI-Kennzeichnung» ist eine Ohrfeige für Tausende von Frauen, die damit digital entwürdigt werden.

Neben klaren Verboten, Produkt­sicherheits­ansätzen und verbindlichen Pflichten für Konzerne bräuchte es dringend auch einen nationalen Aktionsplan gegen Cyber­gewalt und feministische Kurse zur digitalen Selbst­verteidigung für junge Frauen.

Kein gutes Rezept hingegen ist die Einführung einer Identifikations­pflicht und einer Altersüberprüfung via ID im Netz, wie sie derzeit einige fordern.

Denn das ist eine Forderung, die am Ende Wasser auf die Mühlen einer globalen Überwachungs­kampagne wäre, die derzeit hinter den Kulissen im Gang ist.

Doch mehr dazu im nächsten Newsletter 😉

Wer abonnieren will: https://www.republik.ch/format/ctrl

Und wer keinen meiner Beiträge irgendwo (Republik, DNIP.ch) verpassen will, gerne hier: https://techjournalismus.ch/#newsletter

https://www.republik.ch/2026/03/30/ctrl-der-fall-fernandes-ulmen-zeigt-ki-transparenz-genuegt-nicht

Der Digitalpolitik-Newsletter CTRL

Technologie ist politisch. Wir schauen genau hin.

RE: https://infosec.exchange/@adfichter/116294390055008556

EDIT 14:42: weil viele leute eine meinung (aber nicht immer eine ahnung) haben, was guten journalismus ausmacht.

nein, die KI wird dir mit mehr "ausgewogenheit" nicht besseren journalismus machen.

journalismus ist die überprüfung ob es draussen regnet (oder aktuell: ob es schneit). nicht die publikation einer "pro regen" und einer "contra regen"-expertenstimme aus dem internet.

ich finde auch dass man am schluss einfach wahre fakten & einen gut lesbaren text publizieren muss. war eine KI dahinter? ok mir egal, denn am schluss steht der name der journalistin, die das verantwortet.

abgesehen davon: wer nur noch KI nutzt, schafft sich eh früher oder später selbst ab.

KI ersetzt news-journalismus.

KI ersetzt agenturmeldungszusammenfassungsjournalismus.

KI ersetzt keinen guten journalismus.

https://www.woz.ch/2613/tamedia/95-prozent-von-der-ki/!T659TDVMTEHS

Tamedia: 95 Prozent von der KI

Mit künstlicher Intelligenz wollen Schweizer Medienhäuser Kosten senken. Dabei wird ein zentraler publizistischer Prozess wegrationalisiert.

Very good and quite long read in a language sometimes hard to understand - at least for me.
So, I decided to generate with NotebookLM an infographic out of it, which summarizes the most important aspects from my POV.
#Palantir #Maven #Iran

https://artificialbureaucracy.substack.com/p/kill-chain @adfichter https://infosec.exchange/@adfichter/116284168629855430

Verfahren: Republik versus Amazon 2:0 😎 💥 🍿 🎉

Da sich auch die Bundesangestellten immer mehr fragen, warum Amazon sich so sehr gegen Transparenz und gegen die Veröffentlichung der Rahmenverträge wehrt...und das auch dazu führt, dass geplante Zuschläge wieder zurückgezogen werden, hat der IT-Konzern von Jeff Bezos seinen Widerstand endlich aufgegeben.

Und will sich auf die "konstruktive Zusammenarbeit" mit der Bundesverwaltung konzentrieren 😉

Der Rahmenvertrag werden wir in Kürze erhalten, publizieren und die Bundeskanzlei darf ihn dann auch veröffentlichen.

Warum das wichtig ist: Die Bundesämter arbeiten «nur» mit Microsoft und Amazon zusammen­arbeiten (nicht mit Oracle, IBM und Alibaba). So laufen zurzeit Zoll-Apps auf der Cloud von Amazon und das Organspende­register auf der Microsoft-Cloud. Und sie werden noch eine Weile dort bleiben.

Der Grund: Die vom Bundes­amt für Informatik und Tele­kommunikation geplante grosse Swiss Government Cloud SGC ist noch nirgends; es gab noch nicht einmal eine Ausschreibung dafür. Damit Anwendungen wie die Zoll-Apps nicht plötzlich abgeschaltet werden, hat die Bundes­kanzlei die Rahmen­verträge mit den amerikanischen und chinesischen Konzernen nochmals um fünf Jahre verlängert.

Umso wichtiger ist es für die Öffentlichkeit und die Schweizer Bevölkerung, zu erfahren, was genau in den Rahmen­verträgen zwischen Bund und Big-Tech-Konzernen steht.

In meinem nächsten Artikel werde ich diese Verträge gemeinsam mit unbefangenen IT Beschaffungsjurist:innen nun im Detail studieren.

Alle Details hier: https://www.republik.ch/2026/03/23/amazon-gibt-auf

Fazit: Die Republik reüssierte in diesem Kampf für Transparenz.

Das ist eine gute Nachricht für den Schweizer Rechts­staat und die Demokratie.

Einziger Wermutstropfen: Das ganze Theater von Big Tech rund um die Veröffentlichung von Verträgen kostete die Steuer­zahler eine Viertel­million Franken.

RE: https://infosec.exchange/@adfichter/116284168629855430

Everyone here should read this.

The Best I've seen so far about AI Warfare of the US Army.

RE: https://infosec.exchange/@adfichter/116284168629855430

Its Palantir...not Claude, not OpenAI.

"The Maven Smart System is the platform that came out of those exercises, and it, not Claude, is what is being used to produce “target packages” in Iran. There are real limits to what a civilian like myself can know about this system, and what follows is based on publicly-available information, assembled from Palantir product demos, conferences, as well as instructional material produced for military users. But we can know quite a bit. The interface looks like a tacticool, dark mode send-up of enterprise software paired with the features of geospatial application like ArcGIS. What the operator sees are either maps with GIS-like overlays or a screen organized like a project management board. There are columns representing stages of the targeting process, with individual targets moving across them from left to right, as in a Kanban board.

Before Maven, operators worked across eight or nine separate systems simultaneously, pulling data from one, cross-referencing in another, manually moving detections between platforms to build a targeting case. Maven consolidated and orchestrated all of these behind a single interface. Cameron Stanley, the Pentagon’s chief digital and AI officer, called it an “abstraction layer,” a common term in software engineering, meaning a system which hides the complexity underneath it.16 Humans run the targeting and the ML systems underneath produce confidence intervals. Three clicks convert a data point on the map into a formal detection and move it into a targeting pipeline. These targets then move through columns representing different decision-making processes and rules of engagement. The system evaluates factors and presents ranked options for which platform and munition to assign, what the military calls a Course of Action. The officer selects from the ranked options, and the system, depending on who is using it, either sends the target package to an officer for approval or moves it to execution.

The AI underneath the interface is not a language model, or at least the AI that counts is not. The systems that detect targets in satellite imagery, fuse data from radar and drone footage, and track objects across multiple intelligence sources are computer vision and sensor fusion.17 They predate large language models by years. Neither Claude nor any other LLMs detects targets, processes radar, fuses sensor data, or pairs weapons to targets. LLMs are late additions to Palantir’s ecosystem;they were added in late 2024, years after the core system was operational, “AIP” was added as a natural language layer that summarizes documents or constructs and answers queries.18 When Anthropic was blacklisted, the Pentagon signed a replacement contract with OpenAI within hours. Replacing one language model with another is often just a simple configuration change, all you really have to do is change the API endpoint.

The language model was never what mattered about this system. What mattered was what Maven did to the process: it consolidated the systems, compressed the time, and reduced the people. That is not a new idea. The United States military has been trying to close the gap between seeing something and destroying it for as long as that gap has existed, and every attempt has produced the same failure. Maven may not even be the most extreme case."

https://artificialbureaucracy.substack.com/p/kill-chain

Kill Chain

On the automated bureaucratic machinery that killed 175 children

Artificial Bureaucracy

Bei Meta und OpenAI gibt es interne Ranglisten, die zeigen, wie viele Tokens jeder Mitarbeiter verbraucht. Jeder sieht, wo er im Vergleich zu den Kollegen steht. Gedacht ist das wohl als Anreiz zur Nutzung. Ob dabei sinnvolle Arbeit herauskommt oder nur ein Wettbewerb ums Verbrauchen, ist eine andere Frage.

🤦‍♀️ 🤦‍♀️

https://www.golem.de/news/tokenmaxxing-wer-verbraucht-die-meisten-ki-tokens-2603-206792.html

Tokenmaxxing: Wer verbraucht die meisten KI-Tokens? - Golem.de

In Tech-Unternehmen wetteifern Mitarbeiter darum, so viele KI-Tokens wie möglich zu verbrauchen - mit Kosten im sechsstelligen Bereich pro Monat.

Golem.de

Because most of these cases play out in national courts, the real test will be whether governments actually enforce protective measures, such as full cost recovery for defendants or penalties for abusive claimants. For Daisy Ruddock, coordinator at Coalition Against SLAPPs in Europe, “the wider danger goes beyond the targeted individuals.” Over time, she said, SLAPPs “undermine the watchdog role that is essential in a democratic society and weaken the public’s ability to hold power to account.”

For the journalists behind the Palantir investigation, the lawsuit hasn’t changed their mission. “We trust the Swiss court to make a fair decision,” says Lorenz Naegeli. “Other than that, we’re not shying away from doing our job.”

https://europeancorrespondent.com/en/r/sued-for-asking-questions

Sued for asking questions

Powerful people and companies have found a new way to intimidate public watchdogs. The latest case takes us to Switzerland. Last month, US tech giant

The European Correspondent