#gutenMorgen
Der #HannoverHbf (14 Gleise, davon 2 für Durchfahrten) ist eines der wichtigsten Schienendrehkreuze Deutschlands und platzt aus allen Nähten. Seit vielen Jahren diskutiert man über eine Erweiterung um 2 Gleise. Vor 2 Wochen hieß es: Alles klar, wir starten in den 2030ern. Jetzt streicht das #Bundesverkehrsministerium ALLE Mittel. Keine Finanzierung, Projekt tot. Deutlicher kann man nicht sagen, dass man auf die Schiene sch….
#erstmalKaffee
#Verkehrswende #Regierungsversagen
@arthurdent Moin. ☕️☕️
So werden wir die Schiene nie wieder in einen guten Zustand bekommen und sie wird nie wieder eine Alternative sein. Die #Bahn wird tot gemacht.
Wir brauchen dringend ein Schienensystem auf dem Güter und Personen, soweit möglich und sinnvoll, getrennt werden. Erst dann kann es eine echte Verkehrswende geben. Mehr Menschen, die die Bahn nutzen und mehr Güter auf der Schiene und runter von der Autobahn.
Die Regierung zeigt gerade, dass sie das ganz klar nicht möchte.
Ergo: #NieWiederCDU und #NieWiederSPD über FDP und AfD brauchen wir nicht zu sprechen. Aber 2/3 der Menschen würden morgen genau diese 4 Parteien wählen.
2/3 der Deutschen wollen weder an einer #Verkehrswende, noch #Umweltschutz noch soziale Gerechtigkeit. Es ist nur noch zum 🤮
@AlienJay @arthurdent Die Trennung wäre eine gute Idee, wenn sie innerhalb 100 Jahre umsetzbar wäre. Deshalb muss es eine Ertüchtigung und Sanierung des bestehenden Netzes geben. Kleine Maßnahmen bringen häufig schnell einen positiven Effekt. Vor allem: Die Infrastruktur darf nicht mit Gewinnmaximierung betrieben werden. Konsequenterweise gehört sie raus aus der #DB. Und die Bundespolitik muss sich mit genau dem gleichen Eifer um die #Schiene kümmern, wie sie es mit #Straße und #Luftfahrt macht.
@bahnkundenv Tja, der Bundespolitik, bzw. den von mir benannten Parteien, die 2/3 der Wählenden auf sich vereinen, ist aber diese Ertüchtigung der Schiene nicht nur egal, sondern sie ist explizit nicht gewollt. @arthurdent
@AlienJay @bahnkundenv @arthurdent und zusätzlicher SCHADEN wird durch private Konkurrenz auf der Schiene beflügelt! Wer soll dann noch eine Flex-Fahrkarte oder BC100 kaufen, wenn nur noch jeder 2. Zug genutzt werden kann! Ich verachte diese "Geiz ist Geil" Mentalität und werde dann wohl wieder vermehrt zum Blech greifen (müssen)
@titanmanfred @AlienJay @arthurdent Konkurrenz und Wettbewerb ist doch per se nicht schlecht. Sie braucht nur einen gesetzlichen Rahmen. Und: Wir fordern die Herauslösung der gesamten #Bahn|#infrastruktur (incl. Information, Fahrkartenverkauf) aus dem #DB-Konzern.
@bahnkundenv Genau das ist der Knackpunkt. Wenn einem der Wettbewerber die Infrastruktur gehört, auf der der Wettbewerb stattfindet ist es schon kein fairer Wettbewerb mehr.
Die Frage ist halt auch, wie es passieren konnte, dass die Infrastruktur so verkommen ist. Ich hatte dazu mal etwas gelesen mit Belegen, finde es aber leider nicht mehr. Habe es nicht gespeichert.
Es läuft ungefähr so: Die Bahn bekommt ein jährliches Budget zur Instandhaltung der Infrastruktur. Was sie nicht ausgibt, darf sie behalten. Also wird nur das absolute Minimum investiert und der Rest eingesteckt.
Wenn dann am Schienennetz etwas so kaputt ist, dass es nicht mehr Instandhalten werden kann, dann wird es Instand gesetzt. Und dafür kommt dann der Bund als Eigentümer der Bahn auf. Das bedeutet, dass der Bund doppelt zahlt. Und somit verkommt die Schiene immer weiter B
@titanmanfred @arthurdent
@AlienJay @titanmanfred @arthurdent Zwischen der angeblich gemeinnützigen #DB #Infrago und dem Konzern gibt es weiterhin "Gewinnabführungs- und Beherrschungsverträge". D. h., dass die Leitung der Infrago die Ziele des Konzerns erfüllen muss (Rendite). Ist also alles nur eine PR-Ente.
@bahnkundenv @AlienJay @arthurdent alles Richtig, und JA, Infrastruktur und Betrieb gehören GETRENNT! Aber nenne mir bitte einer einmal EIN LAND indem Privater Bahnverkehr funktioniert? Alle Vorzeigeländer, wie z. B. Japan, Schweiz, Luxemburg sind die Bahnen Quasi Monopolisten bzw staatlich Organisiert, nur die Aufsicht und Finanzierung funktioniert da! Die Privatisierungen sind alle gescheitert, ich nenne nur USA und UK, UK wird ja rückabgewickelt!
@titanmanfred @bahnkundenv @AlienJay Funfact: 1989 ging meine Abi-Fahrt nach Edinburgh. Von Harwich über London mit dem Zug. Wir haben uns damals über die dortige Bahn lustig gemacht. Heute ist es hier sehr viel schlimmer.
@arthurdent @bahnkundenv @AlienJay kenne ich! EINMAL von London nach Farnborough mit dem Zug ... auf halber Strecke aussteigen, neues Ticket Kaufen, mit anderem Betreiber weiterfahren ... also doch wieder ins TAXI
@titanmanfred @AlienJay @arthurdent Schweiz und Österreich. Da gibt es Verhandlungen zwischen dem Verkehrsministerium und der #Bahn|gesellschaft. Der Staat sagt, was er will und beide Seiten einigen sich. Das betrifft sowohl Taktung, Linienführung, Pünktlichkeit, Service usw. Bei uns hat sich die #Bundesregierung aus ihrer Verantwortung verabschiedet und meint, das sei alles Problem der #DeutscheBahn

@bahnkundenv @titanmanfred @AlienJay @arthurdent

Nu könnt ihr mit dem Fuß aufstampfen wie ihr wollt.
Wenn das KleinKlein mit den Ländern und die Verantwortungsdiffusion beseitigt würde, wäre viel mehr geholfen.

Aber nein, jedes Drecks Bundesland hat noch weitere eigene Gesellschaften und Ruheposten für abgehalfterte Politniks aufgebaut die alle nichts können und versorgt sein wollen.

@bahnkundenv

Beispiel gefällig?

Sbahn Mitteldeutschland.
Da werden Betreiberwechsel durchgeführt und Bahnen bestellt, die mit dem kommenden Fahrplanwechsel alle Probleme zwischen Halle und Leipzig lösen sollen.

Nur dass die Bahnsteige für die Bahnen zu kurz sind, die nun geräumt und abgeschlossen werden. Neubau bzw. Verlängerungen? Ja auch irgendwann.

@titanmanfred @AlienJay @arthurdent

@bahnkundenv
Noch ein Beispiel?
Brandenburg
Studien anfertigen über Auslastung - In einer Zeit, als nur beschränkte Fahrtüchtigkeit vorhanden war.

Ergebnis: lohnt sich nicht.

Strecke wird eingestellt und das Pilotprojekt eingestampft.

Mit dem einstampfen ist die Infrastruktur aufgelöst.
Für einen Betrieb ist jetzt eine komplette Neuanlage notwendig, die das Land nicht bezahlen kann.

@titanmanfred @AlienJay @arthurdent

@bahnkundenv

Einen noch, der beide Länder betrifft:

Berlin - Lu-Wittenberg

Es ist schon ein Problem, den Nahverkehr dort aufrecht zu halten, weil 2 Zuständigkeiten.

Seit JAHREN! wird die Verlängerung der Verbindungen Berlin - Dessau bzw. Berlin - LuWi nach Halle gefordert.

Es ist kein rankommen, weil sich zwei Länder nicht einigen können.

Dieses ganze kleinteilige Gemurkse macht alles kaputt und nicht das Monopol!

@titanmanfred @AlienJay @arthurdent

@halbwach @bahnkundenv @AlienJay @arthurdent noch mal BaWü. Da gibt es die S-Bahn von Osterburken bis Homburg durch 4 Bundesländer. 202 km lang. Wieviele Verträge da wohl notwendig sind

@titanmanfred
Theoretisch 1.
Wenn jedes Bundesland zusieht Lösungsorientiert den Betrieb in eine Hand abzugeben.

PS: An meinem Beispiel vorhin: Da werden in einem Zug durch jedes Bundesland eigene (unterschhiedliche) Fahrgastbetreuer/Kontrolleure eingesetzt, die auf der Teilstrecke zu- bzw. aussteigen....

@bahnkundenv @AlienJay @arthurdent

@halbwach @bahnkundenv @AlienJay @arthurdent kann BAYERN gaaaanz toll ... Am WE ist die BOB ins Oberland immer brechend voll, nein überfüllt, Radlmitnahme unmöglich!
Zum Ausgleich stehen jede Menge S-Bahne auf Abstellgleisen, welche ja nur unter der Woche zu Spitzenzeiten im Einsatz sind!
#CSU_Shit_Show a la #KönigSöder
@titanmanfred @halbwach @AlienJay @arthurdent Das würde eine andere Art der Ausschreibung voraussetzen.

@bahnkundenv
Die Art bleibt die selbe. Der Inhalt wäre ein anderer.
Die SBahn bleibt als Entlastungsfaktor, aber eben nicht nur in der Woche.

Das Problem: Wer bestellt zahlt.

Die Mittelzusammensetzung aus Bund und Land, de unterschoedlichen Töpfe, das Zuständigkeitsbohei ist es, was den Einsatz so schwer macht.

Pragmatische Lösungen wie Dessau-Berlin, einfach (2) richtig: 3 Wagen ranhängen, gehen nur wenn man sich einig ist.

Q: https://www.vbb.de/news/kapazitaeten-des-re-7-zwischen-dessau-und-berlin-deutlich-erhoeht/

@titanmanfred @AlienJay @arthurdent

Kapazitäten auf dem stark nachgefragten RE 7 zwischen Dessau und Berlin werden deutlich erhöht

Pünktlich zu den Osterferien erweitert der RE7 sein Platzangebot deutlich. Ab dem 28. März werden die bislang fünfteiligen Züge auf der Strecke Dessau – Berlin – Senftenberg an Wochenenden und Feiertagen tagsüber um einen dreiteiligen Triebwagen ergänzt. Dadurch erhöht sich die Gesamtkapazität pro Zug von 270 auf 420 Sitzplätze – ein Plus von 150 Plätzen.

@halbwach @titanmanfred @AlienJay @arthurdent Jede Verbesserung, jedes spürbare Engagement der Verkehrsunternehmen (zB Vorhalten von Reserven bei hoher Nachfrage), kostet Geld. Das sind die Länder nicht bereit draufzulegen.

@bahnkundenv
Damit sind wir usn einig, dass es weder der Bund noch die deutsche Bahn ist, die das Dilemma verursachen.

@titanmanfred @AlienJay @arthurdent

@bahnkundenv @halbwach @AlienJay @arthurdent BaWü macht es etwa besser, da bleibt das rollende Material Eigentum des Landes … die konnten zum 9€ Ticket teilweise umsteuern … aber da ist halt auch grüne Pragmatik mit am Werk.