Studierende sollen mehr arbeiten, findet Forschungsministerin Dorothee Bär. Sie habe schließlich auch gejobbt
Studierende seien „sehr privilegiert“, sagt sie, es gebe in Deutschland ja keine Studiengebühren. Da sei es „kein Drama“, wenn Studierende neben dem Studium arbeiteten. Im Gegenteil, oft sammle man dabei wichtige Erfahrungen – „für das Leben und den Beruf“. Auch sie selbst habe neben ihrem Studium gejobbt.
Bär: GEJOBBT;
ALS POLITIKER; SIE LEBTE NIE VOM BAFOG.
@tazgetroete was mich aber köstlich amüsiert ist dass sie ihrem eigenen Klientel voll auf die Fresse ...
https://www.ue-germany.com/de/news-center/presse/akademikeranteil-im-bundestag

81 Prozent der Abgeordneten im Deutschen Bundestag haben ein Studium absolviert, während 31 Prozent über eine klassische abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Das ist das Ergebnis einer Analyse der University of Europe for Applied Sciences (UE), bei der die Biografien der Abgeordneten untersucht wurden.
Auch spannend wie sich die Diskussion über die Jahre ändert: War mal großes Thema, wie Abitur und Studium verkürzt werden könnten, um die jungen Menschen früher qualifiziert in den Arbeitsmarkt zu bringen.
Jetzt scheint das egal zu sein.
@die_Leo @tazgetroete Vor allem mit dem "neuen" Bachelor/Master Studium was ziemlich verschult ust und vollgepackt. Denn es soll ja schnell gehen, sonst entstehen noch selbstdenkende kritische Geister, siwas kann kein Konzern gebrauchen.
Ich hatte damals 22 Semester/Wochenstunden (Mathematik), eine grosse Freiheit der Kurswahl und habe in der Softwarenetwicklung gutes Geld verdient (ca dreifachen Kellnersatz), aber es ist 35 Jahre her.
@tazgetroete
Ich hätte einen Vorschlag: Bär macht ihren Sessel für 8 Studierene frei. Wer ihn bekommt, wird gelost.
Ich bin zu 100% sicher, dass das Ergebnis für uns alle besser ist.
@NatureMC Sellt euch mal vor, alle vier Jahr würde in der gesamten Bevölkerung gelost werden, jede*r muss den Job dann machen*, könnte interessant werden. Wenn du alle vier Jahre damit rechnen musst, in der Regierung zu sein und Entscheidungen zu treffen, dann müsste unsere Gesellschaft ganz anders strukturiert sein
*(bevor das kommt, natürlich werden die abgesichert und es ist selbstverständlich wieder in die bisherigen Jobs zu kommen, btw. es wäre eine andere Welt)
@somlu1968 Du musst die Gesellschaftsstrukturen nicht mal ändern. Hier in Frankreich haben wir sowas mit dem Bürgerrat oft auf kommunaler Ebene, aber auch national. Da wird zuerst ein repräsentativer Querschnitt der Bevölkerung gebildet. Auch wenn diese Gremien erst mal nur beratenden Charakter haben ... ich hab gestaunt, wie die ratzfatz eine Stadt in meiner Nähe ökologisch und sozial zum Vorzeigeobjekt umbauten, in wenigen Jahren.
@NatureMC @somlu1968 @Nike_Leonhard @tazgetroete Toll!!
Aber wie wird das denn, wenn RN an die Macht kommt, was ja durchaus möglich ist?
Mit Ökologie haben diese Leugner*innen des Klimawandels ja nicht gerade viel zu schaffen, so dass solchen Dingen doch garantiert die Gelder gestrichen werden.
@IreneMoews Die würden ihren Faschismus durchzusetzen versuchen. Übrigens kein Irrealis in Frankreich, wir haben längst kommunale RN-Verwaltungen (deren schlimmste Ideen zum Glück *noch* von Gerichten gestoppt werden können). Was sich aber zeigt: Städte mit solchen Bürgerbeteiligungen sind resistenter gegen Rechtsextremismus.Je mehr Bürger*innen sich gemeinsam über Parteigrenzen hinweg für ihre Gemeinde engagieren, desto robuster ist dort die Demokratie.
@IreneMoews Aber machen wir uns nichts vor, mit einer Zentralregierung aus RN bekämen wir den vollen Faschismus wie in den USA oder wie mit der AfD in De. Bleibt nicht viel Zeit zum Gegenarbeiten.
@musevg @IreneMoews Gibt 2 Formen: 1. Conseil citoyen. Leider schlechter Wikipedia Artikel: https://fr.wikipedia.org/wiki/Conseils_citoyens Hier eine Einführung für diese speziell städtische Form: https://www.lapartcitoyenne.fr/articles/des-conseils-citoyens-pour-quoi-faire Die ist seit 2014 für bestimmte Viertel gesetzlich vorgeschrieben.
2. Die Convention Citoyenne ist dagegen ephemerer, oft kurzzeitiger. Berühmt wurde diese: https://www.conventioncitoyennepourleclimat.fr/ Und hier über diese und andere Formen der Bürgerbeteiligungen:
https://www.vie-publique.fr/eclairage/273796-les-nouvelles-formes-de-participation-citoyenne
@musevg Eine Liste ist schwer zu finden. Form 1 ist vorgeschrieben für alle Städte, auf die die Kriterien zutreffen. Form 2 ist oft zeitlich begrenzt für bestimmte Projekte. Die fürs Klima hatte z.B. 9 Monate gearbeitet:
https://fr.wikipedia.org/wiki/Convention_citoyenne_pour_le_climat
@NatureMC
Super, danke! Hast du zu "Städte mit solchen Bürgerbeteiligungen sind resistenter gegen Rechtsextremismus" eine Quelle (auch auf frz.)?
Und: Hast du davon gehört, dass das Verschwinden von Tabacs mit dem Anstieg von Rechtsextremismus korrelieren soll (und zwar meist reversibel)? Was hältst du davon?
@IreneMoews vielleicht noch mal den Beitrag von @NatureMC
lesen, das scheint ja jetzt schon gut zu funktionieren, es ist wohl der Bevölkerungsdurchschnitt.
@somlu1968 Ja, aber @IreneMoews hat schon recht, mit einer Präsidentschaft aus der RN (was hoffentlich nicht passiert), würden solche demokratischen Gremien als erstes abgeschafft. Faschismus herrscht durch Macht, Unterdrückung und Abschaffung aller demokratischen Errungenschaften.
@tazgetroete Man sollte nicht von sich auf Andere schließen. Es gibt auch viele "nicht-privilegierte" Studierende, für die es nicht selbstverständlich ist, direkt nach dem Abi ein Studium zu beginnen, weil sie mit "überleben" beschäftigt sind. Studierende, die trotz eines Stipendiums nicht promovieren können, weil das Stipendium nicht mal annähernd die Lebenshaltungskosten decken würde.
Das Problem unserer Zeit sind imho nicht "zu privilegierte Studierende", sondern zu privilegierte Politiker!
Wahrscheinlich hatte die Dorothee so einen komischen Job, wo sie nichts für tun musste, den ihr irgendwer aus der Elite verschafft hat.