(1/6) Die Umsetzung vieler Forderungen, die für mehr „Generationengerechtigkeit“ bei der #Rente sorgen sollen, dürften in Wahrheit das Gegenteil bewirken: Ein höheres #Rentenalter etwa oder die beschleunigte Absenkung des Rentenniveaus würden auch die Rendite für Jüngere schmälern. 1/8 🧵

📌 https://www.boeckler.de/de/boeckler-impuls-einschnitte-schaden-allen-generationen-76582.htm

Einschnitte schaden allen Generationen

Ein höheres Rentenalter oder die beschleunigte Absenkung des Rentenniveaus schmälern auch die Rendite für jüngere Versicherte.

(2/6) Besser für alle wären Maßnahmen, die zu mehr #Erwerbstätigkeit in Deutschland führen – z. B. durch eine höhere #Zuwanderung. Das ergibt eine neue Studie, die Forschende von @imk, WSI und der HTW Berlin gemeinsam erstellt haben.
(3/6) Eine moderate Erhöhung der durchschnittlichen Netto-Zuwanderung von 250.000 auf 350.000 Personen pro Jahr ab 2030 würde den Beitragssatzanstieg bis 2070 spürbar bremsen. Weitere positive Effekte: ein dauerhaft höheres Sicherungsniveau und weniger Bundeszuschüsse.

(4/6) 👉 In puncto Rendite – also das Verhältnis von eingezahlten Beiträgen und empfangenen Rentenzahlungen – würden die jüngsten untersuchten Alterskohorten von verstärkter Zuwanderung am meisten profitieren.

Ähnlich positive Effekte ergeben sich durch eine verbesserte Ausschöpfung des Erwerbspotenzials in Deutschland. Auch hier werden der Beitragssatzanstieg und die Bundeszuschüsse begrenzt und das Sicherungsniveau relativ lange stabilisiert. Auch in diesem Fall profitieren v.a. die Jüngeren.

(5/6) Eine langsame Anhebung der Regelaltersgrenze auf 68 Jahre bis 2056 hätte erhebliche soziale Folgen. Alle, die ab etwa 1970 geboren sind, würden einen Rückgang ihrer internen Rendite erleben.

Rudolf Zwiener von unserem @imkinstitut.bsky.social kommt in einer umfassenden Analyse zum Schluss: Mit mehr staatlichen Investitionen, mehr Beschäftigung und besser bezahlter Arbeit ließe sich die #Alterssicherung langfristig ohne Eingriffe bei #Rentenniveau & Renteneintrittsalter stabilisieren.

(6/6) Höhere Beschäftigung – mehr Beiträge für die gesetzliche #Altersvorsorge: Die wichtigste Stellschraube für die Gestaltung des demografischen Wandels und für die #Alterssicherung ist der #Arbeitsmarkt.

💡 Wir haben für euch aktuelle Studien zum Thema Rente gesammelt: https://www.boeckler.de/de/auf-einen-blick-17945-20829.htm#Fairer%20Ausgleich%20Generationen

Starke gesetzliche Rente nötig und möglich

Höhere Beschäftigung – mehr Beiträge für die gesetzliche Altersvorsorge: Der Arbeitsmarkt sollte als Schlüssel zur Bewältigung des demografischen Wandels stärker berücksichtigt werden. Außerdem zeigt ein Blick auf das österreichische Rentensystem, dass ein deutlich höheres gesetzliches Rentenniveau möglich ist und besseren Schutz vor Altersarmut bietet.