Dritter Thread für meine #Radtour durch die #Alpen mit #Diabetes -Informationen. An Tag 5 war mein Ziel #Bellinzona und weil ich keine Lust auf Klettertouren hatte, bin ich über den Comer See nach #Menaggio gefahren und von dort über Piano- und Luganersee mit dem Rad. Wieder eine andere Szenerie, sehr idyllisch.
Auf dem Schiff eher hoher #Blutzucker , am ersten Anstieg überkorrigiert und in den ebenen Passagen blieb er eher hoch, bis es wieder bergauf ging. Danach langsamer gefahren, BZ höher.
Tag 6 war eher ein Transfertag, im Tal die 26 km bis Biasca geradelt und dann mit der großartigen SBB nach Airolo (leider nicht ganz billig). Nach einem sehr späten Frühstück mitten auf der Strecke hat die ungewohnte Rast im AirBnB dann sogar für einen etwas hohen Blutzucker gesorgt.
Kam an einem Steinbruch vorbei, aus solchen kamen auch die Steine für die #Tremola , die für den nächsten Tag auf dem Programm stand. Abends eine kurze Tour, 2-3 km zur Probe da hoch.
Frische Bremsbacken montiert.
Tag 7 der Höhepunkt der Reise: Morgens mit der Bahn die Packtaschen nach Andermatt gebracht, direkt umgekehrt und mit dem #Fahrrad die #Tremola über den #Gotthardpass gefahren. Das war für mich eine große sportliche Herausforderung und deshalb bin ich das auch sehr vorsichtig angegangen, am Ende hat es sportlich hervorragend geklappt. Nur nach dem Gel für den Aufstieg gab es beim BZ einen Überschwinger am Gipfel.
Landschaftlich und als Erlebnis überwältigend.
Aber es folgt noch ein Abschnitt!
Nach diesem Erlebnis und dem gigantischen High wurde mir klar, dass ich zur Weiterfahrt von Andermatt Richtung Zürich oder Bodensee wieder sehr anstrengende Steigungen hätte, aber keine so spektakulären. Deshalb bin ich nachmittags mit der #SBB bis Chur gefahren und dann den Rhein entlang nach #Liechtenstein geradelt, wo ich eine Unterkunft kriegen konnte. Obwohl es da zumeist bergab ging und ich 3h ausgeruht hatte, wurde das nochmal eine harte Strecke. Der Berg hat mich ganz schön ausgelaugt.😅
Und so zum Abschluss: In Liechtenstein war ich ziemlich KO angekommen und meine Ziele hatte ich auch erreicht, deshalb wollte ich nach Hause. Also die letzte Etappe den Rhein entlang zum #Bodensee nach Uhldingen. Weitgehend flach bis auf Wasserburg und Friedrichshafen. Die Hitze und die Erschöpfung vom Vortag dienen mir als Entschuldigung, den Tag über vier Portionen Eis verdrückt zu haben.😎
In der Nacht zuvor und den Tag über hatte ich aber Mühe, den #Blutzucker im normalen Rahmen zu halten.
Tja, und das war dann die Tour. Der Weg nach Hause mit der Bahn war noch etwas beschwerlich, aber das ist eine andere Geschichte. Von den Erlebnissen werde ich noch lange zehren, in den Bericht passt nicht die Hälfte davon hinein. Ein paar nette Begegnungen hatte ich natürlich auch.
In Sachen Diabetes war die Tour grundsätzlich gut zu handhaben, kurze Unter- und Überzuckerungen sind ja nicht außergewöhnlich. Man muss halt korrigieren und notfalls mal anhalten. Ein paar abschließende Bemerkungen:
Ich würde es jederzeit wieder tun, aber mit einem definierten Tag Pause, um Wäsche zu waschen und einfach mal auszuruhen. Irgendwann tun die Beine doch weh.
Ein bisschen schmerzlich ist auch der Blick auf die Kosten, trotz Jugendherbergen, Hostels und dergl. kam ich im Schnitt auf gut 120€ pro Tag. Campen wäre billiger, braucht aber auch viel Zeit und die Ausrüstung wiegt natürlich was. Aber, das Erlebnis war es wert. Wenn ihr sonst noch was wissen wollt, fragt gerne!
Sonst bis nächstes Mal.😎
@schreibmax Habe gerade mal alles nachgelesen. Sehr schöne Tour. Danke insbesondere für die Zusatzinfos zum Diabetes.